{A Novel in 30 Days}
The Beginning + 5 Reasons to Take On a Writing Project

Meine Lieben,

in nächster Zeit könnte es hier ein bisschen ruhiger werden. Einerseits fangen in wenigen Wochen die Uniklausuren an und dafür sollte ich langsam mal ein wenig lernen. Der andere Grund ist ein bisschen komplizierter, und darüber werdet ihr in Zukunft noch mehr hören. 

Ich schreibe einen Roman. 

In dreißig Tagen. 
Einen schlechten Roman zwar, und einen kurzen, aber einen Roman.
Der Grund dafür? Ein schnell und viel geschriebenes Projekt, das nicht unbedingt gut sein muss, ist der perfekte Konter für eine Schreibblockade. Am Plot muss man nicht wochenlang feilen, den kann man in zwei Stunden hinschreiben und sämtliche logische Fehler ignorieren. Und egal, wie schlecht der Text ist, es sind geschriebene Wörter.
Wie man also auf so was kommt? Habt ihr schon mal vom NaNoWriMo gehört? Das ist der National Novel Writing Month und bei diesem Projekt schreiben jedes Jahr Tausende von Menschen in einem Monat 50.000 Wörter, also 1.667 Wörter am Tag. Das ist eine ganze Menge – besser gesagt, ein ganzer Roman. Nachdem dieses Projekt aber leider erst wieder im November stattfindet, musste ich mein eigenes Projekt starten.

Das ist der NaNoWriMo in Light: Setz dir tausend Wörter als Tagesziel. In einem Roman gilt: eine Szene sollte tausend Wörter haben, du schreibst also genau eine Szene pro Tag. Die Länge deines Projektes richtet sich also nach der Länge deines Romans: zwischen 40.000 und 60.000 Wörter sind für einen normal langen Roman realistisch, aber man muss ja keinen Roman schreiben. Wer nur ein kurzes Projekt möchte, der schreibt eine Kurzgeschichte oder eine Novelle.

Kurzum, ein ganz einfaches Konzept, das sich auf alle möglichen Vorhaben anwenden lässt – Hauptsache, man schreibt. Warum so ein Projekt nicht nur für die Ideen, sondern auch für die Persönlichkeit wirklich sinnvoll ist? Ich habe euch – und auch mir – die Gründe in einer kurzen Liste zusammengefasst.

  1.  Disziplin üben. In den ersten Tagen ist es wahnsinnig schwer, sich die Zeit zu nehmen, alles beiseitezulassen und einfach nur zu schreiben. Das ist genauso wie mit allen anderen Gewohnheiten: man braucht einfach eine gewisse Zeit und Überwindung, um sie einzuführen. Aber Disziplin ist wichtig – und mich darin zu üben, indem ich mir eine Tätigkeit angewöhne, die mir meistens auch Spaß macht, ist für mich ein guter Weg.
  2.  Kreative Blockaden beseitigen. Jeder, der schreibt, malt, fotografiert oder irgendeine andere kreative Tätigkeit ausübt, kennt die Phasen, in denen man ideenlos und mit leerem Kopf da sitzt oder in der alle Ideen anfangs gut aussehen, aber dann doch schiefgehen. Kristen Kieffer schreibt auf ihrem Blog She’s Novel: Blockaden sind immer das Ergebnis von Zweifeln an der eigenen Kunst. Bei diesem Projekt geht es nicht um Qualität. Es geht darum, das Ziel zu erfüllen – und dabei bleibt kein Raum für Zweifel. Ein 40-Tage-Roman wird immer mies sein. Aber das ist nicht der Punkt, und das wirkt wie eine Pause vom ständigen kreativen Druck.
  3.  Konzentration und Fokussieren üben. Wer kennt es nicht? Mal schnell Facebook checken, ein paar Nachrichten schreiben, zack, schon ist die Konzentration weg und eine halbe Stunde vergangen. Das geht hier nicht. Ein Roman in so einer kurzen Zeit ist ein riesiges Projekt, das viel Zeit und Mühe braucht. Prokrastination ist hier tödlich – das merkt man schon nach ein, zwei Tagen. Also weg mit dem Handy und auf das Wichtige konzentrieren.
  4.  Mal etwas anderes versuchen. Ich habe noch nie Fantasy geschrieben – meine Geschichte spielt fast komplett in einer Fantasiewelt. Wer vielleicht noch überhaupt nie etwas Längeres geschrieben hat oder noch gar nichts, für den kann das eine komplett neue Erfahrung werden. Dieses Projekt ist wie geschaffen für neue Wege: neue Genres, ein neuer Stil, neue Geschichten und nicht immer die gleichen alten Ideen. Und wer weiß, vielleicht kommt ja dabei ein neuer Lieblingsstil heraus!
  5.  Sich selbst beweisen, dass man die Fähigkeit besitzt. Man kennt das, wenn man schon einmal eine Idee zum Schreiben hatte: überall liegen Fetzen und einzelne Szenen rum, aber bis mal eine vage Idee zur ganzen Geschichte geworden ist, dauert es ewig. Meistens kommt es nicht einmal so weit, und das kann ganz schön frustrierend sein. Bei diesem Projekt dreht sich alles nur darum, dass die Geschichte fertig wird. Kein Bearbeiten, kein Korrigieren, keine Delete-Taste: egal, wie viele Tippfehler oder falsche Formulierungen im Text stehen, es geht darum, die Seite zu füllen.

Zum Ende habe ich für euch meinen Plot in einem Klappentext zusammengefasst – vielleicht bietet er für den ein oder anderen eine gute Anregung. Im nächsten Post erwarten euch Tools und Tipps, die zum Plotten und Schreiben nützlich sind – habt ihr noch Tipps für mich? Würdet ihr so ein Projekt in Angriff nehmen?

Cheers!
Eure Marianne

8 Kommentare

  1. Die Projektidee finde ich richtig cool. Ich wage mich gerade auch etwas ans Schreiben. Mal sehen, was dabei herauskommt.

    Ja, ich weiß schon was ich nach dem Abi mache. Ich werde ein Duales Studium in NRW beginnen, weshalb ich umziehen muss.
    Anneke ♥

  2. Dänemark lohnt sich wirklich. Es ist einfach so niedlich dort mit den ganzen süßen kleinen Häusern. Italien finde ich auch toll. Bis jetzt war ich allerdings nur in Rom und Umgebung.
    Ich werde Verwaltungsinformatik studieren und da ich keine Behörde bei mir in der Nähe habe, muss ich dafür umziehen. Mal sehen wie das wird. Eigentlich wollte ich ja gerne nach München, das wäre noch ein ganzes Ende weiter weg gewesen.
    Anneke ♥

  3. Ach mist, jetzt habe ich vergessen zu schreiben, was ich schreibe. Die Idee ist noch nicht ganz ausgereift. Es soll auf jeden Fall in einem Internat spielen, viel weiter bin ich noch nicht.
    Anneke ♥

  4. Was für eine tolle Idee! Ich hätte total Lust so ein Projekt in Angriff zu nehmen, nur fehlt mir dazu momentan leider einfach die Zeit. Finde es aber toll strukturiert und ich denke 1000 Wörter am Tag sind tatsächlich machbar. Danke für die Inspiration 🙂
    Christina ♥ https://caliope-couture.com

  5. Richtig tolle Idee!
    Ich drück die Daumen, dass alles so läuft, wie du dir das vorstellst 🙂

    Liebe Grüße!

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