{A Novel in 30 Days}
NaNoWriMo: Mission accomplished!

Meine Lieben,
Ich hab’s geschafft. Ich habe im November 50.138 Wörter geschrieben und den NaNoWriMo damit gewonnen. Das sind an die 200 Seiten, und 1.667 Wörter pro Tag. Ich habe einen fast fertigen Roman auf meinem Laptop – na gut, an die 20.000 Wörter könnten es schon noch werden – und so viel geschrieben wie noch nie zuvor.
Ehrlich, lange Zeit sah es nicht danach aus, dass ich es noch schaffen könnte, und jetzt ist mein Schnipselroman „In Freiheit sterben“ schon fast fertiggeschrieben. Wie lange ich davon geträumt habe… Aber alles der Reihe nach.

Mit selbstgestaltetem Book Cover und einem kryptischen Klappentext schreibt es sich gleich viel besser.
Schon die letzten Oktobertage waren nervenaufreibend. Mein Plot war noch am 25. Oktober ein einziger Wust an Ideen und meine Vorbereitung dank der Uni kaum vorhanden. Also erst mal einkaufen gehen und dann den Plot bereinigen. Mein Survival Kit bestand dann aus einer erfrischenden Duftkerze, einer vierstündigen Playlist auf Spotify, Kaffee, ganz viel Wasser und einem Haufen Snacks (ich sag nur Karotten, Bake Rolls, Weintrauben und Gummibärchen).
Mein Plot? Na jaaa… Der war bis zum 31. Oktober nicht die ordentliche, nach Kapiteln eingeteilte Übersicht in Scrivener, die ich wollte. Sondern vielmehr sechs digitale Karteikarten, die das Ganze mehr schlecht als recht zusammenfassten, und darüber hinaus eine riesige Liste an Szenen, die ich teils umsetzen musste, teils wollte. (Ratet mal, welche davon jetzt noch nicht geschrieben sind. Ha. Marianne lässt sich nun mal zu nichts zwingen. Blöderweise.) Aber wisst ihr was? Es hat trotzdem funktioniert! Also habe ich mich am 1. November gleich nach der Halloweenparty um drei Uhr morgens an den Laptop gesetzt und angefangen zu schreiben.

NaNoWriMo: Irgendwo zwischen Euphorie und Verzweiflung

Die ersten Tage gingen gut. Ach was, die ganze erste Woche war toll. Nachdem ich mich bei meiner Szenentabelle an keine festgelegte Reihenfolge gehalten hatte, sondern einfach mal drauflosgeschrieben habe, konnte ich mir die Szenen rauspicken, die gerade zu meiner Stimmung passten. Jeden Abend saß ich da, im Schein der Zitronengrasduftkerze, und schrieb. Fieberhaft.
Die nächsten Wochen? Schrieb ich verbissen, angestrengt. So nach dem Motto „oh nein, das muss ich auch noch machen“. Ein weiterer lästiger Punkt auf der To-Do-Liste. Und natürlich blieben jetzt die Szenen übrig, die ich nicht so gerne schreiben wollte. Gerade in der zweiten Woche kommt der Abgrund, hieß es von anderen, die den NaNo schon hinter sich hatten, und damit sollten sie Recht behalten. In diesen Wochen Mitte November habe ich etwas Entscheidendes gelernt: Das Romanschreiben hängt nicht nur von der Idee, von der Kreativität ab, sondern als Erstes und vor allem vom Durchhaltevermögen.
Ich bin kein sonderlich disziplinierter Mensch, wenn es um die meisten Dinge geht. Viele Projekte fange ich an und niemals werden sie fertig, weil ich die Motivation verliere oder keine Zeit mehr habe. Und genauso wäre es mir auch beinahe beim NaNo gegangen. Nach einer stressigen Uniwoche, einer miesen Erkältung und zwei schreibfreien Tagen in Berlin kam ich am 28. Oktober auf eine ernüchternde Bilanz von 4.000 Wörtern, also ganze 16 Seiten, zu wenig. Tja, das war nicht schön. Aber ich hab’s ja trotzdem geschafft. Wie, fragt ihr?
Mit einem 10k Day. Ja, genau, einem Tag, an dem man allen Ernstes 10.000 Wörter schreibt – im Vergleich zu den üblichen 1.667 ist das über fünf Mal so viel. Und auch fünf Mal so anstrengend. Aber ich habe mir einen genauen Plan zurechtgelegt, den ganzen Tag geschrieben und schlussendlich sogar fast 12.000 Wörter aufs Papier gebracht. Und damit – mit diesem riesigen Tag – habe ich den NaNo entgegen aller Hoffnungen zu Ende gebracht und bin irre stolz, dass ich tatsächlich durchgehalten habe.

Die Statistiken sollte ich vielleicht gar nicht veröffentlichen, weil sie so schräg sind 😂 aber hier, ich hab nicht gelogen!

An dieser Stelle noch Shoutout und ein großes fettes Dankeschön an alle die Leute, die mich im November unterstützt bzw. meinen Wahnsinn toleriert haben. Da wäre zum Einen meine Familie, die sich ständig meine Klagen über fehlende Inspiration und zu wenige Wörter anhören dürften. Die Mädels aus der Schreibwerkstatt, die mir in den schlimmsten Tagen wieder Energie gegeben haben. Dann natürlich die beiden Freundinnen, die den NaNo mitgemacht haben, und nicht zuletzt mein Freund, dem der ganze Wahnsinn und mein Gejammer wohl am meisten auf den Wecker gegangen ist. Ihr seid alle toll und ich liebe euch! Ihr seht, es ist für den NaNo vor allem auch wichtig, Menschen zu haben. Menschen, die das Ganze unterstützen, die einen anfeuern, und am besten auch noch Menschen, die selbst mitschreiben. Sucht euch Leute!

NaNoWriMo Tools: Plot Helper & 10k Day Schedule

Na, habt ihr jetzt auch Lust auf ein eigenes Schreibprojekt? Auch wenn der NaNoWriMo jetzt vorbei ist, man kann ein solches Projekt natürlich selbst starten. Dafür habe ich ja schon seit Längerem nützliche Tipps und Tools für euch – und diese Sammlung will ich jetzt nochmal erweitern.
Motivation, ein paar Ideen, aber keinen Plan vom Plot? Auch kein Problem. Wer nicht Pantser sein will und drauflosschreibt, ohne die Richtung zu kennen, der nutzt zum Beispiel meinen selbstgebastelten Plot Helper.
Diese Richtlinie gibt euch jeden Tag eine Idee, wohin eure Geschichte gehen könnte. Völlig egal, ob ihr sie in 100 Wörtern, in 5000 oder überhaupt nicht umsetzt. Ihr könnt euch aber in schlechten Tagen daran entlanghangeln und euch inspirieren lassen. Das hier ist die A4-Version für euch zum Ausdrucken. Die hochformatige Pinterest-Version könnt ihr hier finden.
Und wenn alles schiefgeht? Tja, ich hab ja schon Erfahrung, was 10k Days betrifft, ne? 😜 Deswegen bekommt ihr auch noch einen exklusiven Schedule für solche Schreibtage von mir – mit meinem Tipp zu den Word Sprints. Auch den gibt’s in der Hochkant-Version für Pinterest.
Puh! Das war mal wieder ein Monsterpost! Aber ich denke, der entschädigt für die ruhigen letzten zehn Tage – die Uni hat mich mal wieder voll im Griff. Jetzt werde ich mich aber erst mal wieder an den Laptop setzen und ein bisschen weiterschreiben. Was haltet ihr von Schreibprojekten? Schreibt ihr selbst auch gerne Geschichten? Ich freue mich auf Feedback und spannende Stories!
Cheers!
Eure Marianne

2 Kommentare

  1. Wow, toll, dass du es geschafft hast! Ich habe mich diesen Monat auch daran versucht, bin aber nach der ersten Woche kläglich gescheitert, da ich die Schulaufgaben-Phase komplett unterschätzt habe 😀

    Liebste Grüße,
    Elli

    pinkelley.blogspot.de

  2. Super, dass du das geschafft hast 🙂 Ich schreibe auch selbst, habe allerdings noch nie beim NaNoWriMo mitgemacht, weil der Roman, den ich zur Zeit schreibe, selbst wenn ich jeden Tag meine Aufgaben geschafft hätte, nie fertig geworden wäre, weil er dafür zu umfangreich ist. Aber da schreibe ich auch schon seit August dran. Du kannst jedenfalls super stolz auf dich sein, dass du das geschafft hast! Und natürlich würde ich den Roman eines Tages gerne lesen 🙂
    Liebst, Lea

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