Travel Guide: 30 Stunden – oder 1 Tag Paris

Meine Lieben,
dieser Artikel war die größte Nervensäge in der Geschichte aller Blogartikel. Als Erstes musste ich eine Dreiviertelstunde lang das Café auf Google Maps suchen, von dem ich am Eiffelturm so begeistert war. Ich Idiot hatte nämlich den Kassenbon verlegt. (Ratet mal, was jetzt gerade wieder aufgetaucht ist!) Dann hat sich Bridge beim Bildersortieren die ganze Zeit aufgehängt, weil die Verbindung vom Laptop zum Server so extrem langsam ist, wenn ich im Wohnzimmer sitze. Ich sollte weniger im Wohnzimmer rumgammeln. Aussortieren musste ich viermal, weil nach der ersten Runde eine hübsche Auswahl von 129 Bildern rauskam, und solche Monsterposts will ich euch wirklich nicht zumuten. 😂 Und schlussendlich musste ich die Hälfte der Bilder zweimal bearbeiten, nachdem Photoshop sich dachte, einen Streit mit meinen Grafikkartentreibern anfangen zu müssen. Ähm. Ja. Nein. Scheißtag.

Aber jetzt zu erfreulicheren Themen: einem Guide für 1 Tag Paris – komplett mit fertig aussortierten Bildern und Adressen. Denn Paris ist die schönste Stadt der Welt. Jeder liebt Paris. Ist doch so, oder? Für mich ist es zumindest jedes Mal wieder atemberaubend, wenn ich hinkomme, und dieser Besuch im August war schon mein vierter. Und ich war überrascht: obwohl wir so kurz Zeit hatten, war es ein spannender Trip und ich konnte auch wieder ein bisschen Frankreichflair mitnehmen.

Fernweh: In die Lüfte mit Transavia

Ihr wollt irgendwohin, habt keine Lust, mit dem Auto zu fahren (oder kein Geld) und der Zug ist zu teuer? Tja, meine Lieben, das Zauberwort heißt Transavia. Alle, die den Namen dieser Fluglinie noch nicht kennen, gleich aufschreiben. Damit bin ich mit meinen Kollegen für 96€ von München nach Paris Orly und zurück geflogen und auch meine Reise nach Berlin geht mit dieser Fluglinie. Selten findet man einen Preis über 100€, wenn man die europäischen Angebote der KLM-Tochter durchsucht.

Dass die meisten Flüge zu Unzeiten stattfinden (frühmorgens und spätabends), ist zwar stressig, aber super, wenn man ein bisschen was von der Stadt sehen will und keine drei Tage Zeit hat.

Wir sind also am Donnerstagabend nach Paris Orly losgeflogen, haben die Lichter unter uns bewundert und sind nach einer guten Stunde Flug (ohne Verpflegung, die ist aber zubuchbar) dort angekommen. Zu den Mietautos mussten wir den Shuttle ins andere Terminal nehmen. Bei Hertz angekommen nahmen wir unseren Citroën C4 Picasso in Empfang und schon ging’s los zu unserem Hotel. Oder Motel, sollte ich wohl eher sagen. Wir hatten uns absichtlich ein günstiges Hotel abseits von Paris und ein wenig näher am Disneyland gesucht, dass die pappdeckelähnlichen Türen gleich nach draußen führen würden und das Bad eher eine Nasszelle sein sollte, wusste natürlich keiner. Hat uns bei zweimal fünf Stunden Schlaf aber auch nicht wirklich gestört. Und wenn ihr dort in der Nähe seid und abends noch weggehen wollt – vergesst es. Kauft euch lieber überteuerte Getränke am Flughafen und nehmt die mit.

1 Tag Paris: Frühstück am Eiffelturm

Aber genug vom abenteuerlichen ersten Abend, wir springen gleich zum nächsten Morgen. Sieben Uhr aufstehen, Zähne putzen, Kameratasche packen und los geht’s. Endlich rein in die Pariser Innenstadt. Vom Motel kommt man direkt auf den Périphérique, nach kaum einer halben Stunde waren wir am Eiffelturm, fanden einen Parkplatz in einer Querstraße, die Innenstadt wie ausgestorben. Das Frühstück gab’s im Castel Café, typisch französisch und für knapp neun Euro nicht mal teuer. So direkt am Eiffelturm. Café crème, ein frisches buttriges Croissant zum Reintauchen, zwei Scheiben getoastetes Baguette, Marmelade und zur Krönung ein Glas Orangensaft. Der Mann hinter der Bar ein typisch französischer Bistrobesitzer, grauhaarig im Clooney-Style, immer freundlich und einen charmanten Spruch auf den Lippen, Bistrostühle auf der Terrasse und drinnen. Ich gebe zu, ich wäre gerne länger geblieben.

Aber das ging schlecht, nächste Station: der Eiffelturm. Wir hatten ihn vom Flugzeug aus schon glitzern sehen, jetzt standen wir direkt drunter, wieder kaum Menschen zu sehen, ein paar Touristen, drei Soldaten biegen um die Ecke. Wir schießen Hunderte von Fotos, von der Brücke aus im Dunst erkennt man die Sacré Coeur, ein bisschen Montmartre. Nächstes Mal dann, sage ich mir. Und dann geht’s weiter.

Ab in die Fantasiewelten: Disneyland und Walt Disney Studios

Auf dem Weg nach Marne la Vallée müssen wir erst mal einkaufen, Proviant und Getränke, an der Autobahn kommt sowieso ein Carrefour nach dem anderen. Und die Supermärkte sind eine Sehenswürdigkeit für sich, muss ich sagen. Ich kaufe Madeleines, Orangina, Evian, dann geht’s weiter.

Disneyland, da war ich auch schon mal, vor ewigen Zeiten, als Kind. Und trotzdem stellt sich die Vorfreude schon ein, als wir das Tor passieren. Erst mal Tickets organisieren, als Pressemitglied geht das günstig, wenn auch mit ein wenig Aufwand verbunden. Und dann haben wir uns in die bunte Welt der Fantasie gestürzt. Frontierland, Fantasyland, Discoveryland – alle möglichen Themenwelten warten darauf, erkundet zu werden. Viele der Attraktionen sind natürlich hauptsächlich für Kinder, aber das hindert keinen daran, sie auszuprobieren. Ganz im Gegenteil – das berühmte It’s A Small World ist einfach nur zauberhaft und die Mad Hatter’s Tea Cups bei Alice im Wunderland machen erst dann Spaß, wenn man genug Kraft hat, die Tassen richtig schnell zu drehen.

Wer richtig Action will, der ist in den Walt Disney Studios noch besser aufgehoben – hier findet man die Aerosmith-Achterbahn, mit Rockmusik in den Ohren durch Kurven und Loopings zu rasen, macht wirklich Spaß. Im gruseligen Hollywood Hotel wird man zuerst in die Twilight Zone entführt und steigt dann in einen Free Fall Tower, der es wirklich in sich hat. Unser größter Spaß: der Assistent, der uns in den Tower geführt hat, hatte es ganz wunderbar drauf, gruselig zu grinsen und die Passagiere auch mal richtig zu erschrecken, wenn er anfing, aus heiterem Himmel irgendwelche Anweisungen rumzubrüllen. I like! Bei allen Attraktionen lohnen sich übrigens oft die FastPass-Stationen: Zettel ziehen, zur angegebenen Uhrzeit wiederkommen, Zettel am FastPass-Eingang vorzeigen und gar nicht anstellen.

Die größten Attraktionen sind sowieso die Disney-Charaktere, die überall herumlaufen und täglich bei den Paraden an verschiedenen Orten unterwegs sind. Also, ein Tag im Disneyland ohne Parade ist wirklich unmöglich. Wir haben da die Abendshow mitgenommen: keine typische Parade, sondern eine Lichtshow mit verschiedenen Geschichten rund um die Disney-Charaktere, die (I kid you not) mithilfe von Beamern direkt auf dem Dornröschenschloss gespielt werden. Inklusive Feuerwerk und Wassershow – ein wunderschöner Abschluss für einen Tag in Paris!

Noch ein ganz wichtiger Tipp: Die Verpflegung im Disneyland ist furchtbar teuer und nicht unbedingt die Beste, vor allem nicht für französische Verhältnisse. Wir haben das Toad Hall Restaurant im Fantasyland (Chickenburger, Fish & Chips) tagsüber und Colonel Hathi’s Pizza Outpost abends (weil alles andere bereits geschlossen war) getestet und für okay befunden. Aber mitgebrachte Verpflegung wäre mindestens genauso gut gewesen.

Nach vier knappen Stunden Schlaf ging’s dann am Samstagmorgen in aller Herrgottsfrühe wieder zurück nach München. Da hatte ich erst mal Schlaf aufzuholen! Und jetzt bin ich gespannt, ob endlich alles gutgeht, wenn ich auf Veröffentlichen drücke – wer weiß?

Cheers!
Eure Marianne

9 Kommentare

  1. Schöner Beitrag 🙂
    Darf man wissen bei welcher großen Zeitschrift du arbeitest?
    Als du das mit dem Pressemitglied erwähnt hast, habe ich auf der About Seite vorbei geschaut 😀

    Ich war auch schon zwei mal in Paris und bin immer noch absolut verzaubert.
    Paris ist meine absolute Lieblingshauptstadt, besonders weil ich sie in jungen Jahren
    mit meinen Freunden erkunden konnte.

    Das Disneyland hat mich allerdings noch nie so wirklich interessiert ^^
    Liegt wohl daran, dass ich generell kein großes Interesse an Freizeitparks habe.

    Stark, dass du die nervtötenden Hindernisse während des Posts erstellen gemeistert hast ^^
    Mein Geduldsfaden wäre gerissen ^^
    Alles Liebe, May von Mayanamo

  2. Nach Disneyland will ich auch unbedingt mal. Das habe ich bei meiner letzten Paris Reise leider nicht geschafft, da die Stadt ja auch so schon soo viel u bieten hat 🙂
    Liebe Grüße
    Sarah

  3. Ich finde deinen Blog mega ☺️ Wenn man sich das so durchliest bekommt man so richtig Lust auf Urlaub �� Ich finde des echt toll dass du Dir immer so viel Arbeit machst.

  4. Jap, inzwischen gefällt mir mein Studium richtig gut! Die ersten beiden Semester waren fast nur Theorie, aber jetzt im dritten ist alles viel praktischer und macht ziemlich viel Spaß! 🙂

    Im Disneyland war ich auch vor Eeeewigkeiten mal als Kind. Vor allem den Free Fall Tower im Hollywood Hotel fand ich ebenfalls extrem! Seitdem bin ich glaube ich auch keinen mehr gefahren! 😀
    Und das mit dem Essen stimmt leider – wir haben uns damals drei Tage hauptsächlich von McDonalds ernährt und danach konnte ich auch das ewig lange nicht mehr sehen! 😀

  5. Paris habe ich immer in schöner Erinnerung behalten. Wir waren zwar nicht im Disneyland, aber kurz nach unserem Abitur war ich mit zwei Freundinnen dort. Das war quasi die erste Reise allein und sehr abenteuerlich! 🙂 Ich habe die Stadt also wirklich ins Herz geschlossen!

    Dankeschön!
    Momentan müsste ich einfach mal weiterkommen… aber mit dem Vorsatz jeden Tag ein bisschen zu schreiben, und wenn es nur ein Satz ist, der mir gefällt, mache ich tatsächlich Fortschritte. Anfangs fand ich es sehr schwierig die richtige "Stimme" dafür zu finden.
    Andererseits habe ich halt auch einen kreativen Job und so ist es nicht immer ganz einfach abends und in der Freizeit auch noch kreativ zu sein. Wenn dann auch in Form vom Schreiben.

  6. Was für ein schöner Post. Da kommt so richtig Vorfreude auf, für mich geht es nämlich morgen auch nach Paris. War seit 5 Jahren nicht mehr dort, und im Disneyland scheint sich in der Zeit ja einiges getan zu haben. Bin auch allgemein gespannt was sich in der Stadt mittlerweile getan hat. Aber ganz besonders freue ich mich ich auf den Weihnachtsmarkt. Der geht ja dort schon relativ früh los. Warst du um diese Zeit auch schon dort? 🙂

    Liebe Grüße

  7. Pingback: Travel Guide | Ein Wochenende in Berlin, Teil 1 | Deliriumskind

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