Kategorie: Kreativität

Art, Design, DIY, Bullet Journaling – alles zusammen.

Inspiration: Meine Wunschliste für 2017

Wunschliste-für-2017-cover-notizbuch
Meine Lieben,
Die Zeit eilt dahin und jetzt ist tatsächlich schon der vierte Advent verstrichen. Die meisten Geschenke sind eingepackt und in geheimen Ecken verstaut (hahaha, genau), die letzten Plätzchen gebacken und Pläne geschmiedet. Und was dachte ich mir da? Klar, Zeit für die Weihnachtswunschliste! Ehrlich gesagt wollte ich dieses Jahr überhaupt keine veröffentlichen, weil ich mir ursprünglich gar nicht so viel gewünscht habe. Aber dann musste ich feststellen, dass sich vor allem für 2017 eine ganze Menge an Sachen angesammelt hatte. Und warum dann nicht einfach eine Wunschliste für 2017 zusammenstellen? Hier kommt der materielle Teil – der ideelle ist noch nicht ganz fertig und meine Vorsätze kommen schließlich auch noch mit rein.
 
wunschliste-für-2017-aquarellfarbe

Meine Wunschliste für 2017:

1. Hinter einem klassischen Paar Doc Martens hechele ich schon seit Jahren her und je länger ich meine schwarzen Schnürstiefel von Tamaris anziehe, desto mehr will ich das Original endlich haben. Am liebsten die 1460 FORLIFE – damit bekommt man nicht nur den Schuh, sondern auch eine lebenslange Garantie auf Reparatur und Ersatz.
 
2. Ja, ich und Nintendo – a never ending love story, könnte man sagen. Jahrelang habe ich meine Eltern um einen Nintendo DS angebettelt, bis ich endlich Mario Kart, Pokémon und Animal Crossing spielen konnte. Und jetzt, wo bekannt ist, dass die neue Switch keine 3DS games unterstützen wird, sondern parallel gehandelt wird – was hält mich noch? Genau, nichts. Im Gegensatz zu allem anderen wird der 3DS auch unter dem Christbaum liegen. Mit dazu kommt Legend of Zelda: A Link Between Worlds.
 
3. Copic Marker und ein Grafiktablett in vernünftiger Größe – dazu muss ich wohl nicht viel sagen. Ich zeichne und male nach wie vor viel und seit ich das auch für Aufträge tue, sind hochwertige Materialien noch wichtiger. Marker habe ich bis jetzt gar nicht, koloriert wird in Photoshop oder mit Filzstiften und das ist auf Dauer eher schrecklich. Und mein Grafiktablett von Wacom ist zwar heißgeliebt, aber auf Dauer einfach zu klein, um effizient zu arbeiten.
 
4. Leute. Dieses. Shirt. Ich habe es in Berlin in einem Schaufenster an der U-Bahn gesehen und ungefähr drei Tage lang nicht aufgehört, darüber zu lachen. Ich habe allen Ernstes noch nie ein Shirt gesehen, das so sehr meinem Humor entspricht. Leider von Swarovski und damit nicht ganz billig – aber ich sag euch eines, ich kriege dieses Shirt auch noch! Und wenn ich fünf Jahre dafür arbeiten muss. (Außerdem ist mein geliebtes schwarzes Shirt von Einstein & Newton vor einem Monat kaputtgegangen. Scheiß Drahtzäune.)
 
5. Ich bin im Moment andauernd angespannt, müde, gestresst – und wenn ich nächstes Jahr in den Urlaub fahren will, dann bitte schön irgendwohin, wo sonst niemand ist und ich meine Ruhe habe. Keine anstrengende wochenlange Städtereise. Keine Touristenhochburgen. Lieber Berge und Schnee, von mir aus gerne eine Sauna und ein paar gute Bücher. Hach!
 
6. Trotz allem Stress – ein bisschen Action muss auch sein und was passt da besser als Musik? Seiler und Speer konnte ich im November in München nicht sehen und habe mich deswegen schwarz geärgert – also dann halt im März! Wanda und Sum 41 sind außerdem schon gekauft und warten an der Pinnwand auf ihren Einsatz.
 
7. Noch ein Nerdteil – ich bin seit meiner Anmeldung auf Pottermore vor ungefähr drei Ewigkeiten stolzer Slytherin – most underrated Hogwarts House ever! Und nachdem ich für den Fasching noch kein Kostüm habe, dafür aber einen Gutschein von Elbenwald, bin ich aktuell stark in Versuchung, mir den Pulli und die passende Krawatte zu holen. Was meint ihr?
 
Ganz ehrlich – in fünf Tagen ist Weihnachten und ich bin so absolut kein bisschen in Weihnachtsstimmung. Deswegen kommt das ganze Thema auf dem Blog dieses Jahr ein bisschen zu kurz – meine Geschenke sind alle nur zur Hälfte fertig, von kreativen Verpackungen und Prints ganz zu schweigen. Das wird wahrscheinlich alles auf Freitag vertagt, mir graust schon. Aber Weihnachten hin oder her, ich freue mich auf ein paar Tage Ruhe und Ausspannen, bevor der ganze Affenzirkus wieder losgeht! Wie sieht das bei euch aus? Freut ihr euch auf Weihnachten? Und was steht auf eurer Wunschliste für 2017?
 

Why So Serious? • Punk DIY Wall Art

Meine Lieben, 
gerade in der dunklen Winterzeit muss ich ein bisschen vom Grau, Schwarz und Weiß weg, das in meinem Leben sonst so oft vorkommt: Kleidung, Design, Interior. So einfach ist das aber meistens gar nicht – ich kann schlecht mein Zimmer komplett neu bunt streichen, dachte ich mir erst gestern wieder. Leicht deprimiert. Aber ich bin ziemlich schnell auf eine kunterbunte Lösung gekommen: wir sind heute mal wieder künstlerisch und malen uns ein Kunstwerk für die eigenen vier Wände. Das geht ziemlich einfach und macht auch noch so viel Spaß, dass man die Winterdepression für eine Zeit vergisst. Und weil ich mit geraden Linien und sauberen Formen zurzeit nichts anfangen kann, geht unser Wall Art DIY in Richtung Punk. Ein bisschen Joker, ein bisschen Alice im Wunderland.

Wall Art DIY: Spray, Acryl und Gekleckere

Was ihr dafür braucht? Gar nicht so viel. Ein paar Spraydosen in neutralen Farben, bunte Acrylfarbe, einen passenden Malgrund. Bei mir war das ein großer Malkarton von boesner – stabiler als Papier, trotzdem schon grundiert und für Rahmen geeignet. Papier oder Keilrahmen sind aber natürlich auch perfekt geeignet. Dann noch euren Arbeitsplatz großzügig mit Zeitungspapier auslegen, Pinsel, Spachtel, Schwämme oder das Werkzeug eurer Wahl und Wasser bereitstellen und los geht’s.
Als Erstes muss der Malgrund grundiert werden. Bei mir war das silbernes und schwarzes Farbspray von Dupli Color, meine Favoriten. Das darf ruhig mal wild verteilt werden, fleckig sein, am Karton herunterlaufen. Lasst eurer Fantasie freien Lauf – und den Karton danach gründlich trocknen! Ansonsten habt ihr die ganze schwarze Farbe nachher in der Acrylfarbe und damit sieht euer Wall Art DIY eher nach Brei als nach Farbexplosion aus.
Nach ein bisschen Trockenzeit könnt ihr schon mit der zweiten Schicht anfangen. Und da geht das Gekleckere erst richtig los! Für ein wirklich wildes Muster malt mit ungemischten Farben und nehmt ruhig viel Farbe. Pinselstriche habe ich am wenigsten benutzt, am liebsten mag ich bei solchen abstrakten Dingen den Spachtel. Damit kann ich wilde Linien malen, Farbe auftragen und für Muster wieder abkratzen. Das Einfachste ist außerdem das Tropfen: die Farben ein wenig verdünnen, auf Pinsel oder Spachtel auftragen und einfach mal schütteln. Da sollte man die Zeitung aber wirklich gut verteilt haben und keine schönen Klamotten tragen! Ansonsten könnt ihr Techniken ausprobieren, wie ihr lustig seid: mit den Fingern kann mal zum Beispiel auch super malen!

Get the punk done: Schriftzug malen

Habt ihr einen ausreichend bunten Hintergrund, dürft ihr das Ganze mal wieder trocknen lassen – und wenn ihr so viel Farbe verwendet habt wie ich, dann dauert das ganz schön lange. In der zwischenzeit könnt ihr ja mal nach einer passenden Message suchen. Denn nur ein Schriftzug macht aus unserem kindergartenkünstlerischen Hintergrund ein richtig cooles Bild. Meine Wahl war aus Platzgründen einfach nur das Wort „MAD“, aber auch „MADNESS“ oder ein ganzes Zitat aus meiner Sammlung könnte ich mir auf meinen Wänden gut vorstellen.

Der Schriftzug sollte in einer Farbe gehalten sein, die sonst im Gemälde kaum vorkommt. Bei mir eignet sich Weiß perfekt dafür. Um den zerflossenen Stil nachzumachen, braucht ihr nur ein bisschen Wasser und drei Schritte:

  1. Den Schriftzug als Erstes mit unverdünnter Acrylfarbe vormalen und darauf achten, dass die Deckkraft passt. Es sollte am besten nichts mehr durchschimmern.
  2. Dann die Farbe mit viel Wasser mischen, bei mir hat 1:1 ganz gut geklappt. Auf die unteren Teile der Buchstaben die verdünnte Farbe auftragen.
  3. Den Karton hochnehmen und mehrfach senkrecht auf den Boden schlagen, sodass die Farbe nach unten verläuft. Wenn nötig, könnt ihr noch mehr Farbe auftragen und dann einfach so lange nach unten schütteln oder schlagen, bis ihr mit dem Ergebnis zufrieden seid.


Dann – Überraschung – zum dritten Mal trocknen lassen und voilà, ihr habt euer eigenes verrücktes Kunstwerk erschaffen, um den Novemberblues zu vertreiben! Aufhängen könnt ihr das Ganze mit einem passenden Rahmen, einem Nagel samt Aufhängung oder einfach PowerStrips. (Dreimal dürft ihr raten, welche Lösung ich Faulpelz gewählt habe. 😉) Und das war’s auch schon. Ich werde mich jetzt mit einer Tasse Kaffee an den Schreibtisch verziehen und mein Kunstwerk verliebt anstarren. Als Nächstes nehme ich euch mit auf eine abenteuerliche Reise nach Paris – seid gespannt! 

Cheers, 
Eure Marianne

Photo Shoot | München Hackerbrücke bei Nacht

Meine Lieben,
endlich sind die Prüfungen vorbei und endlich habe ich Semesterferien! Na ja, nicht ganz – eine kurze Seminararbeit schreibe ich noch und im Oktober folgt eine allerletzte Klausur. Aber was soll’s – ich muss nicht mehr neun Stunden am Tag lernen und kann mich wieder ganz gemütlich an den Laptop setzen und die ganzen unverwirklichten Ideen der letzten Wochen endlich verbloggen.
Meint man. Oder? Na ja, nicht ganz. Schon morgen startet für mich der Flieger nach Malta – endlich Urlaub! Und kaum komme ich wieder nach Hause, geht’s auch schon nach Paris und anschließend zum Chiemsee Summer Festival. Im September verbringe ich dann noch ein Wochenende mit Freunden in den Bergen – ihr seht, auch in den nächsten Wochen wird es turbulent. Dennoch versuche ich, jede freie Minute zum Bloggen zu nutzen, schließlich habe ich euch soo viel zu erzählen!

Und gerade dieser Post soll auch ein Beispiel dafür sein, dass Spontanaktionen manchmal die besten Ergebnisse liefern – heute gibt’s nämlich wieder mal eine Fotoreihe.

Vor ein paar Wochen war ich nämlich gerade auf dem Rückweg von meiner monatlichen Schreibwerkstatt in Pasing – mein Zug geht leider nur stündlich vom Hauptbahnhof aus und ich verpasse ihn jedes Mal um genau fünf Minuten. Also hatte ich eine ganze Stunde Zeit, um neun Uhr abends irgendwas zu machen. Und da ich sowieso meine Kamera dabeihatte und außerdem gerade in der S-Bahn saß, bin ich kurzerhand an der Hackerbrücke aus der Bahn gesprungen und habe spontan Fotos vom Hauptbahnhof und den umliegenden Gleisen geschossen. Mal was ganz anderes als sonst – bitte sehr!

 

 

 

 

 

 

Ich muss zugeben, auf das letzte Foto bin ich besonders stolz – einen Blitz habe ich noch nie so gut fotografiert. Und wenn man bedenkt, dass das Foto aus der Hand und ohne fancy Belichtungsmodi entstanden ist, dann hatte ich wahnsinniges Glück.

Weniger Glück hatte ich beim Wetter (deswegen auch der Blitz): genau, als wir die Schreibwerkstatt verlassen hatten, ging ein heftiger Wolkenbruch genau über uns nieder – ich war bis auf die Knochen durchnässt. Und die nächsten drei Tage krank. Das ist mal wieder typisch ich…

Wie auch immer – wie findet ihr die Bilder? Sollte ich in Zukunft öfter mal Bilder aus München posten oder lieber wieder mehr Porträtshootings? Stay tuned – wer meine Maltareise verfolgen will, auf Instagram werde ich die nächsten Tage sehr aktiv sein, wann auch immer ich einen WLAN-Hotspot finde. 

portraits of spring

And You’re a Cherry Blossom
You’re About to Bloom
You Look so Pretty
But You’re Gone so Soon
– Fall Out Boy, Centuries

Mal wieder ein Post mit Selbstporträts – die lagen jetzt fast drei Wochen lang auf der SD-Karte rum, bis ich endlich Zeit gefunden habe, sie zu bearbeiten. Die Uni hält mich schon wieder ganz schön auf Trab, aber ich verwende jede freie Minute zum Schreiben und Fotografieren. Kaum ist der Frühling endlich komplett angekommen, bin ich auch wieder hochmotiviert.

Zu den Fotos kann ich euch nur sagen: Rapspollen jucken ganz furchtbar an den Beinen. Egal, wie oft man duscht, es juckt stundenlang. Und eigentlich sollte ich es mittlerweile wissen – schließlich ist das nicht mein erstes Fotoshooting in einem Rapsfeld und früher haben wir darin gerne mal Verstecken gespielt. Aber die Blüten sind halt einfach so schön!
Außerdem wollte ich eigentlich keine Fotos in der prallen Sonne machen: harte Schatten, weißer Himmel und so weiter, ihr wisst schon. An diesem schönen Freitagnachmittag war es aber ganz aussichtslos, dass jemals eine Wolke aufzieht, also blieb mir nichts Anderes übrig. Was vermutlich dazu geführt hat, dass die Bearbeitung so aufwändig war: schließlich mussten zwei Bilder einen neuen Himmel erhalten. Na ja, so oder so sind sie doch nicht so schlecht geworden, aber ich werde mir trotzdem demnächst Reflektoren und einen Diffusor anschaffen. Habt ihr schon mal mit Diffusoren gearbeitet? Könnt ihr mir Tipps geben, welche ich mir am besten ansehen sollte?

Smudge & Splotch • Painting for Beginners

Meine Lieben,
die Uni hat mich wieder fest im Griff. Vorlesungen, Übungsblätter und die unvermeidliche Lernerei – kaum hat die zweite Woche angefangen, stecke ich schon wieder mittendrin. Aber wie dem auch sei, heute geht es endlich weiter mit dem Beginner’s Guide – diesmal sprechen wir über die Malerei. Wer den ersten Teil zum Zeichnen und die Vorgeschichte noch nicht kennt, der findet sie hier.
Auch beim Malen ist es ähnlich wie beim Zeichnen – es gibt tausend verschiedene Wege. Und genauso, wie ich beim Zeichnen nichts von Pastellkreide und Buntstiften erzählt habe, wird es heute auch nicht um Aquarellfarben oder Tempera gehen. Ich konzentriere mich auf Farben, die einfach und vielseitig genutzt werden können – ja, genau, die Acrylfarben. 
Rot, Gelb, Blau – oder?
Auch hier beginnt alles mit der Frage nach dem Material. Ohne Farbe kann man schlecht malen, mit dem Finger auftragen ist auch nicht das Nonplusultra (außer ihr seid vier Jahre alt und in der Bärengruppe) und Schreibmaschinenpapier war schon mit Wasserfarben das Allerletzte. Also erst mal zum Einkaufen. Billige Acrylfarben gibt es oft und überall – meine eigenen sind zum Beispiel von Aldi. Ich würde mich nicht wundern, wenn ein Künstler jetzt auf seinem Schreibtischstuhl tot umfällt. Tut mir leid! Gerade bei Acryl sind mir die Preise in Fachmärkten wie boesner doch ein bisschen zu hoch und gerade die bei Aldi können problemlos mithalten, was die Qualität betrifft. (Nach meinen Recherchen verkauft Aldi Markenfarben unter anderem Namen.) Also habe ich ein praktisches Set, das die Farben Gelb, Rot, Pink, Grün, Blau, Braun, Schwarz und Weiß enthält. Etwas in der Bandbreite würde ich für den Anfang auch empfehlen – klar kann man alle Farben aus den Grundfarben zusammenmischen, aber um einen Farbton genau zu treffen, braucht es Übung. Das Nächste sind die Pinsel. Hier kommt es natürlich darauf an, ob ihr riesige Bilder malen wollt oder lieber im Postkartenformat – ich empfehle etwas dazwischen. Ein breiter Pinsel zum Grundieren darf auf jeden Fall nicht fehlen, dazu passt ein Set Borstenpinsel verschiedener Größen. So könnt ihr mal rumprobieren und sehen, welche Größe euch am besten passt. Was auch noch interessant ist: Spachtel zum flächigen Auftragen der Farbe, Kratzen und vielem mehr – da kostet ein Set aus Plastik meistens nicht mehr als zwei Euro. Wenn euch das interessiert: immer ran! Außerdem sollte man die grundlegenden Utensilien nicht vergessen: Wasserbecher, Malerkreppband, Palette, Zeitung, Lappen, eventuell eine Seife zum Reinigen der Pinsel. Zum Malen reicht dickes Papier, empfehlenswert sind auch Malkarton und Keilrahmen – vor allem, wenn ihr eure Werke später aufhängen wollt.
Erst mal kleckern
Kaum ist der Arbeitsplatz aufgebaut, Wasser geholt, Zeitung ausgelegt, schon kann es losgehen. Und genau wie beim Zeichnen fangen wir auch in der Malerei im Kindergarten an. Nehmt euch mal fünf große Blätter – und dann probiert alles aus, was euch in den Sinn kommt. Pinseln, mischen, tropfen, streichen, kratzen, spachteln, kleckern, abkleben und drübermalen, mit viel Wasser oder wenig – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Der Effekt? Auch wieder ähnlich wie beim Zeichnen: man bekommt ein Gefühl für die Farben. Was man kombinieren kann, bei welchen Mischungen nur ein hässliches Braun rauskommt, welche Farben gut harmonieren und und und. Das ist natürlich alles sehr wichtig für eure spätere Künstlerkarriere und auch hier habe ich festgestellt, dass sich die Wahrnehmung nach und nach ändert: je mehr man malt, desto besser kennt man seine Farben und desto mehr kristallisiert sich auch heraus, welchen Stil man gerne verfolgt. Ich male zum Beispiel mit viel Kontrast, sehr deckenden und oft auch reinen Farben und ich liebe es, gerade Linien in meine Konzepte zu bringen – deswegen ist mein Verbrauch an Malerkrepp auch überdurchschnittlich hoch. Eine Freundin malt lieber mit schwachen Kontrasten. sehr vielen Übergängen und starker Verblendung – ihr seht, jeder hat seinen eigenen Stil. 
Feel Free to Explore
Wenn man dann mal ein bisschen angefangen hat zu malen, kann es mit den ersten Gemälden losgehen. Und hier kristallisiert sich recht schnell ein markanter Unterschied zum Zeichnen heraus: beim Malen ist man nicht an die Realität gebunden. Was das heißen soll? Ganz einfach. Die meisten Zeichnungen zeigen reale Inhalte – Menschen, Pflanzen, Landschaften. Und selbst, wenn man surreal oder abstrakt zeichnet, muss man Techniken anwenden, um das Ganze irgendwie real bzw. inhaltsvoll erscheinen zu lassen. Das ist beim Malen nicht der Fall. Abstrakte Malerei komplett ohne Konzept, ohne Aussage, ohne Szenario haben genauso ihren Reiz wie hyperrealistische Portraits. 

Was das für uns heißt? Wir müssen uns nicht auf Google Bilder verlassen, um unsere Ideen umzusetzen. Es muss nicht aussehen wie die Realität – und ich kann euch trösten, das wird es auch nicht – und auch wenn mal was schiefgeht, beim Malen findet man immer einen Weg, Fehler so aussehen zu lassen, als wären sie geplant gewesen. Wichtig: ich spreche hier von der Acrylmalerei – mit Aquarellfarben sieht das schon wieder anders aus. Und natürlich ist es für den Anfang hilfreich, Gemälde anderer Künstler abzumalen. Hier gilt aber auch im Gegensatz zum Zeichnen: es wird niemals so aussehen wie das Original und es sollte auch nicht so aussehen. Entwickelt ruhig eure eigenen Ideen! Meine Anregung für die Inspirationsarmen unter euch: ich habe für meine Kunstmappe angefangen, Songtexte zu illustrieren. Das kann man natürlich mit aller Art von Geschriebenem machen: Geschichten, Gedichte, Zitate, sogar Nachrichten – eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Und ansonsten: DeviantArt ist immer eine zuverlässige Inspirationsquelle.

Ja, ich muss zugeben: dieser Post war wohl kein klares Tutorial, sondern vielmehr ein Haufen Anregungen. Das liegt eben an der Natur der Malerei: hier muss man ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren. Und klar gibt es eine lange Liste an verschiedenen Techniken, die man lernen kann – aber die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt und für jede Idee anders. Wie gesagt: versucht es einfach! Ich freue mich auf Erfahrungsberichte und Ergebnisse. Malt ihr gerne oder habt ihr es noch nie versucht?

Im nächsten Teil werden wir Malerei und Zeichnen verbinden und den PC ein bisschen mitmischen lassen – wer von euch hat Lust auf Digital Painting?

Kill the clown, he’s so unfair • Macro and Self Portraits

Heute gibt’s als Abwechslung zu den Textposts mal wieder ein paar Fotos. In den letzten Tagen konnte ich mich nicht beherrschen und habe, anstatt zu lernen, mal wieder zur Kamera gegriffen. Vor allem Selbstportraits werden ab jetzt häufiger kommen – ich habe endlich einen Weg gefunden, mir einen Ersatz für das schwenkbare Display zu basteln, das ich gerne hätte, aber nicht habe. Dazu demnächst mehr! Wer mir auf Instagram folgt, der kennt womöglich das ein oder andere Foto schon – ich werde jetzt auch vermehrt die Previews dort posten. Ich freue mich also über neue Follower!

Außerdem habe ich euch mein aktuelles Lieblingslied mitgebracht – Kill The Clown von Soley. Diese Sängerin hat es mir schon länger angetan, sie hat einen ganz eigentümlichen Stil zu singen. Kennt ihr vielleicht ähnliche Künstler? Ich suche momentan wieder ganz viel Musik.

Selbstportrait mit neuem Lieblings-Lippenstift | Selbstportrait mit neuer Lieblings-Frisur (ihr erkennt das Prinzip?): seit ich meine Haare schulterlang trage, also seit Ostern, sieht ein Knoten einfach nur noch dämlich aus. Dieser Twist mit Haarband ist meine neue, viel dekorativere Alternative. | Macro: Hauswurz, Ehrenpreis, knospender Flieder und ein bisschen Wiese. Die Fotos sind mit meinen Macrolinsen von Polaroid entstanden.

Hexenwerk? • Drawing for Beginners

Hallo, meine Lieben,

ich habe viel gelernt in meinem ersten Semester, das kann ich euch verraten. Ich kann jetzt programmieren – was an sich schon ein riesiger Fortschritt ist. Ich kann mit Wörtern wie Multithreads, Hoare-Kalkül und Singleton-Pattern um mich werfen und kann (in den meisten Fällen) sogar erklären, was das sein soll.
Was mir aber am allermeisten Neues gezeigt hat, ist mein Anwendungsfach. Ich habe euch davon erzählt, vor Ewigkeiten, weil ich eine Mappe zur Bewerbung abgeben musste – und jetzt habe ich mein erstes Semester Mediengestaltung hinter mir. Zwei Stunden Zeichnen pro Woche und drei Stunden Malerei. Ich muss zugeben, anfangs war ich sehr skeptisch. Ich hatte Mediengestaltung eigentlich nur deswegen gewählt, weil ab dem 3. Semester Photoshop, Illustrator & Co. die zentralen Inhalte sind – also alles, womit ich gerne rumbastle. Selber zeichnen und malen – ganz ohne PC? Nö, lieber nicht. Dachte ich. Falsch gedacht. 
Genug der Vorgeschichte – ich möchte eigentlich mit euch teilen, was mir diese Kurse gebracht haben. Und da ich festgestellt habe, dass ein einziger Post über Zeichnen und Malen eher zu einem Roman werden würde, beschränke ich mich heute auf das Zeichnen. (Für alle, die keine blutigen Anfänger sind, ist dieser Post vermutlich das reine Grauen – sorry, Leute, ich bin nun mal keine Fachfrau!) 
Am Anfang Steht der Stift
Zuallererst stellt sich die Frage nach dem Material. Wer schon einmal in einem Kunstgroßhandel war, der weiß, wie riesig die Auswahl ist. Und klar kann man mal alles durchprobieren, aber ich denke, ein paar Basics gehören in jeden Zeichenkasten. Ich persönlich arbeite mit folgenden Dingen:

Bleistifte von Faber Castell in folgenden Härtegraden: 2B, 6B, 7B, 8B | PITT Graphitstifte von Faber Castell in 6B und 9B | Faber Castell Minenbleistift, Stärke 0.5 mit Minen in B und 2B | PITT Artist Pens von Faber Castell: Vier schwarze Fineliner in verschiedenen Stärken | PITT Kohlestifte von Faber Castell in Medium und Soft | Skizzenblöcke: 30x30cm, DinA5 | boesner Knetradiergummi (nicht auf dem Foto)

Ihr wisst vermutlich – Zeichenmaterial ist teuer. Natürlich ist es jetzt Geschmackssache, wie viel Material man braucht und wie viel man auch dafür ausgeben möchte. Es hängt auch davon ab, was ihr vorhabt – für reine Kohlezeichnungen würde ich euch Kohle empfehlen, einen oder mehrere Estompen, also Pappstifte zum Verwischen, und Fixativ. Für Konzeptzeichnungen, also Vorzeichnungen für Comics, braucht ihr vielleicht nur die Fineliner und einen harten Bleistift. Ihr solltet euch also Gedanken machen, was ihr am liebsten anfangen möchtet – oder einfach mal die Basics kaufen, wenn ihr noch keine Pläne habt. Hier würde ich euch auf jeden Fall zwei bis drei weiche Bleistifte (2B, 4B und 8B sind nie verkehrt) empfehlen, einen guten Radiergummi, vielleicht einen Fineliner und – wichtig! – einen ordentlichen Spitzer. Was den Skizzenblock betrifft, sollte es auf jeden Fall dickes Papier (mit z.B. 170 g/m²) sein, zeichnen auf Druckerpapier ist ätzend. Die Größe sei euch überlassen – und dann kann es auch schon losgehen.

Kritzel kritzel… zurück in den Kindergarten

Ich zeichne unglaublich schlecht. Wirklich wahr. Ich habe allein drei
Stunden gebraucht, um die Kreuzschraffur zu lernen und wenn ich von
einem Foto abzeichnen soll, verzweifle ich, weil ich keinen blassen
Schimmer habe, wo ich schattieren muss und wie stark. In meinem Seminar habe ich gelernt, wie man das ändert – nämlich, indem man kritzelt.

Ja, Kritzeln. Ich mache keine Witze. Aber das ist natürlich nicht alles, wir sind ja nicht mehr im Kindergarten. Für die ersten Kritzelübungen braucht ihr außer Bleistift und Papier nur ein Lineal zur Begrenzung. Das legt ihr auf euer Blatt und fangt dann an zu kritzeln – und zwar wirklich! Keine kreisförmigen Bewegungen, keine Schraffur. Nur Zickzack, ganz wirr. Und dann versucht mal zu schattieren – dunkel am Lineal und zur Blattmitte hin auslaufen lassen. Oder andere Formen, wie ihr sie unten im vierten Bild seht. Ich persönlich habe in meinem Zeichenkurs über zehn solcher Übungen gemacht, man bekommt einfach mit der Zeit ein Gefühl für die Stifte und die Techniken. Mal zur Abwandlung: andere Stifte sind immer gut. Nicht nur die verschiedenen Bleistifte, nehmt doch mal einen Kuli – das ist gleich ganz anders. Mit den Kritzelübungen lernt ihr automatisch die Kritzelschraffur – eine von vielen Möglichkeiten, wie man Schatten erzeugen kann und mit einer der besten.

Nach der Kritzelschraffur ist die zweite Schraffiermethode dran, die wir Anfänger uns vornehmen: die Kreuzschraffur. Prinzipiell auch nicht sonderlich schwierig: statt einfach nur Linien in eine Richtung zu schraffieren, legt ihr zwei verschiedene Linienrichtungen übereinander – dadurch entsteht ein Karomuster. Hier empfiehlt sich die Landschaftsübung aus dem dritten Bild: mit waagrechten Wellen könnt ihr ein Hügelmuster auf dem Papier andeuten. Dann versucht mal, die verschiedenen Hügel mit der Kreuzschraffur zu schattieren – oben dunkel, unten hell oder umgekehrt.  Auch hier gilt: Übung macht den Meister! Feine Kreuzschraffuren mit realistischen Mustern kriegt man sicher nicht auf’s erste Mal hin – aber vielleicht auf’s fünfte. Weitere Infos zu Schraffiermethoden findet ihr hier ganz gut erklärt.

Zeichnen nach Vorlage: Google Bilder ist dein Freund

Wenn das Schraffieren und Schattieren schon so einigermaßen sitzt und euch die ganzen abstrakten Zeichenübungen so richtig auf die Nerven gehen, dann wird es wohl Zeit für erste eigene Zeichnungen. Es gibt Menschen, die sehen, wie man aus einem Foto eine gute Zeichnung macht. Es gibt Menschen, die komplexe Formen aus dem Gedächtnis zeichnen können. Ich verrate euch was. Ich bin kein solcher Mensch, und deshalb zeichne ich ab.

Ich suche mir Motive – also Zeichnungen, keine Fotos – auf deviantART oder gleich bei Google, die dem, was ich zeichnen möchte, sehr ähnlich sind. Für mich ist es wichtig, dass die Auflösung hoch ist und ich einzelne Striche gut erkennen kann. Außerdem kann es hilfreich sein, wenn ihr mit demselben Material zeichnet wie euer Vorlagenzeichner – eine Kohlezeichnung mit Fineliner kopieren ist nicht gerade easy. Und dann geht es los. Ich drucke das Ding aus und fange an, abzumalen. In schwierigen Fällen, also zum Beispiel bei Portraits, pause ich sogar die Umrisslinien ab. Und erst, wenn ich das vorhandene Motiv zwei- bis dreimal abgezeichnet habe und schon ein Gefühl dafür habe, wie dieses Objekt oder dieser Mensch gezeichnet werden muss, dann entwerfe ich mein eigenes Motiv. Insgesamt stehen bei mir vor einer Zeichnung also oft vier oder mehr Entwürfe und Skizzen – aber es funktioniert! Mit jedem Motiv lerne ich, wie man bestimmte Dinge zeichnet und kann also behaupten, dass ich irgendwann auch von Fotos zeichnen kann.

Ja – das war es auch schon mit meinem Beginner’s Guide fürs Zeichnen – der für Malerei ist schon in Arbeit. Zum Schluss noch eins: Ich kenne mittlerweile so einige Leute, die gerne zeichnen lernen oder können würden und aber nicht wissen, wie sie anfangen sollen. Mein Zeichenseminar hat mir gezeigt, wie man anfängt und ich für mich habe auch herausgefunden, wie man weitermachen kann . Dieser Post soll euch also ein paar Anregungen liefern – ich bin aber gespannt, wie ihr zeichnen lernt, gelernt habt oder übt. Falls ihr das denn tut. Ich bin immer für neue Vorschläge und Geschichten offen!

Spring at the Farm

“When spring came, even the false spring, there were no problems except
where to be happiest. The only thing that could spoil a day was people
and if you could keep from making engagements, each day had no limits.
People were always the limiters of happiness except for the very few
that were as good as spring itself.”


Ernest Hemingway,

A Moveable Feast

Gerade hier auf dem Land ist es besonders schön, wenn im Frühling die Farben zurückkehren. Da musste sogar ich das Mathebuch in die Ecke schmeißen und stattdessen die Kamera zur Hand nehmen – die Bilder aus diesem Post sind aus meiner Eingewöhnungsphase mit dem Tamron 18-270mm entstanden. Ernsthaft, es ist so ungewohnt, so weit zoomen zu können! Vor allem, weil ich ja vorher hauptsächlich mit der Festbrennweite (50mm 1.8) fotografiert habe. Was ist euch lieber? Zoom oder Festbrennweite? Ich bin mir da noch nicht ganz so sicher.
Und ich muss mich für meine Katze entschuldigen – jedes Mal, wenn sie merkt, dass man sie fotografiert, setzt sie ein griesgrämiges Gesicht auf! Ich weiß auch nicht, irgendwie kann man ihr das nicht abgewöhnen. Hat jemand von euch auch solche gemeinen Katzen? 😀

Sunset in Spring • Portrait Shooting

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Vor ein paar Wochen hat mich wieder die Motivation gepackt, der Sonnenuntergang war einfach traumhaft schön. Perfekt für ein paar Selbstportraits, gerade bevor sich die Sonne vom Acker gemacht hat. An dem Tag war ich kurz vorher shoppen gewesen und musste dann auch das neue Kleid gleich in ein Outfit reinbasteln – ich liebe es ja, komplette Outfits zusammenzustellen.

Die Lederjacke ist übrigens mein allerliebstes Kleidungsstück momentan und muss auch dementsprechend leiden – als partytaugliche Jacke muss man bei mir so einiges aushalten. Flecken vom Wodka O sind da noch harmlos.

Vor noch gar nicht so langer Zeit habe ich mir außerdem mal wieder eingebildet, ich hätte noch nicht genug Löcher in den Ohren und bin spontan in der Mittagspause zum Piercer gefahren. Hach, es ist so toll, wenn man endlich selbst fahren kann! Auch nach über zwei Monaten habe ich mich noch nicht an den Luxus gewöhnt. Joa, und jetzt habe ich außer den zwei Löchern und dem Helix im einen Ohr sowie dem einen Loch im anderen jeweils noch eines an jedem Ohr. Der Kommentar meiner nicht allzu begeisterten Mutter: „Jetzt übertreibst du aber schon? Oder?“ Nö. Find ich nicht. 
Und weil ich für meine sechs verschiedenen Löcher auf jeden Fall auch sechs verschiedene Piercings haben will – gleiche Ohrringe sind ja fad -, musste eine Bestellung bei Crazy Factory sein. Ich sag’s euch, die Auswahl an Piercings ist grandios. Jetzt bin ich im Besitz von acht neuen – Barbells, Circular Barbells, Spiralen und was weiß ich, wie die alle heißen – und falls ich mal laaange Zeit habe, werde ich sie euch alle vorstellen. Was ich nämlich beim Piercingwechseln festgestellt habe – man braucht eine ruhige Hand, Fingerspitzengefühl und sehr viel Zeit, sonst kann man das gleich vergessen. 
Mein absolutes Lieblingsteil ist auf jeden Fall die Spirale mit grünen Spikes an den Enden. Und die seht ihr hier: 
Na, was sagt ihr zu den Fotos? Zu den Piercings? Ich stecke nach wie vor mitten im Abiturstress, deswegen habe ich die meisten Posts vorgeplant – deswegen nicht wundern, wenn das mit den Antworten auf die Kommentare ein wenig schleppend vorangeht. Aber eure Meinung ist mir natürlich wie immer wichtig!

dress: Super B (Schustermann & Borenstein) • leather jacket: H&M • leggings: Tally Weijl • shoes: Adidas • piercings: Crazy Factory 

Goodbye 2014 – hello 2015

„Und in Sekundenbruchteilen hat sich alles geändert, die Zahlen gekippt und alles wieder auf Null gesetzt. Der Abschied von 2013 ist schwergefallen, doch wir gehen mit der Gewissheit, dass 2014 mindestens genauso furios beginnt.“ – 01.01.2014

Was wirst du an 2014 vermissen?
Die lange glückliche Zeit, die ich hatte und die jetzt wohl endgültig vorbei ist. Einen ganzen Haufen Menschen, der mich in dieser Zeit begleitet hat. Und den Plan, den ich das ganze Jahr über hatte.

„Ich sollte strahlen wie ein Reaktor heute, in dieser Nacht. Und was tue ich stattdessen? Wieso bin ich so todunglücklich? Alles scheint aus dem Ruder zu laufen.“ – 09.02.2014

Was hast du verloren oder gefunden?
Verloren: die Ruhe, die ich bisher immer hatte. 2014 hat mir einen großen Teil meiner Energie geraubt, all die schönen Momente und vor allem die Reisen haben viel Kraft gekostet.
Gefunden: Menschen, nach denen ich lange gesucht hatte. Eine tolle Freundin. Die genialste Reisegruppe dieses Planeten.

„Sitzen herzhaft gähnend auf den unbequemen Stühlen am Gate, umgeben von
Duty Free und Lautsprecherlärm. Die Müdigkeit lähmt uns, aber sie ist es, die
uns das halb irre, leise Kichern schenkt, das halblaut durch die Halle tönt. Wo
sind die Tränen und die Wut der vergangenen Tage hin? Wie in Luft aufgelöst,
nichts bleibt unter dem müden Ritalin, das uns betäubt. Nur die Erinnerungen an
gestern, und das Lächeln.“- 23.04.2014

Was war dein glücklichster Tag?
Davon gibt es so viele. Vielleicht der letzte Abend der Studienfahrt nach Malta. Oder der Tag in Paris. Wer weiß? Glück mit Glück zu vergleichen ist nie einfach.

„Wir finden die Zeit nicht mehr, die eigentlich unsere beste sein sollte. Sekunden jagen dahin und wir hinterher, ohne zu wissen, wohin wir eigentlich so verzweifelt rennen. Ja, wir schreiben unsere eigenen Drehbücher, doch wir finden die Bühne nicht mehr.“ – 02.07.2014

Was war der traurigste Moment?
Definitiv Silvester. Ein ungünstiger Zeitpunkt für die Einsicht, dass alle Mühen nicht gereicht haben und Wege sich trennen werden.

„Wir fangen Glücksmomente im Papier und sperren sie in Computern ein. So süchtig sind wir nach den alten Tagen, dass selbst ein fader Abglanz davon das Lächeln zurück in unsere Gesichter klebt.“ – 28.09.2014

Worauf bist du stolz?
Das kann ich gar nicht so genau sagen. Vielleicht meine Leistungen, dass ich es geschafft habe, viele meiner Vorstellungen zu realisieren.

„Wir stolpern durch die Tage, anstatt sie zu leben. Graue Novembertage, und das Gemüt so wie die Nächte dazwischen. Wir hangeln uns an To-do-Listen entlang und fügen Punkt um Punkt hinzu, anstatt sie endlich loszulassen.“ – 11.11.2014

Was wünschst du dir im Jahr 2015?
Auf jeden Fall, dass das Jahr besser wird als sein Start. Dass ich die Schule endlich hinter mir lassen kann und das tun, was mich glücklich macht. Und ein guter Abiturschnitt wäre auch nicht verkehrt, oder?

Fragen von Karla, die Idee mit den Zitaten von Anneke. Alle Zitate sind aus meinen eigenen Texten.

Last Minute DIYs – Stocking Stuffers

Hallo ihr Lieben!

Quasi in allerletzter Minute melde ich mich wieder zurück – diesmal mit drei kurzen DIYs, die man ganz schnell noch zusammenschustern kann und die „richtige“ Geschenke im Nu aufpeppen.

 Dieser Blattanhänger lässt sich ganz easy-peasy aus Schmuckdraht formen, dazu braucht man nur eine kleine Rundzange und ein wenig Fingerfertigkeit. Mit einem kleinen Ring versehen passt er an jede Kette, ob das jetzt eine filigrane Silberkette ist wie hier oder ein Lederband.
Die Idee habe ich von hier, auf dem Bild sieht man auch ganz gut, wie man die Blätter formen kann. 

Ein kleines bisschen mehr zeitintensiv, aber dafür ganz einfach sind die Peppermint Sugar Scrub Bars – das perfekte Winterpeeling. Und sie lassen sich auch am Weihnachtsmorgen noch fröhlich zusammenpanschen, wenn der Christbaum geschmückt ist und alle Geschenke verpackt sind. 
Ihr braucht dazu (für circa 40 Stück):
  • 105g Kokosöl (nicht wundern, wenn es eher aussieht wie Palmfett, das schmilzt erst bei circa 25 Grad!)
  • 1 Tasse kleingeschnittene Rohseife
  • 350g Zucker
  • 6-8 Tropfen ätherisches Pfefferminzöl
  • rote, grüne und blaue Lebensmittelfarbe (wer will)
Als Erstes die Seife im Wasserbad (am besten in einer alten Konservendose) schmelzen. Ist sie komplett flüssig, dann das Kokosöl zugeben und so lange verrühren, bis eine homogene Masse daraus wird. 
Auf so viele Gläser verteilen, wie man Farben möchte (bei mir waren es drei), dann jeweils die Farbe sorgfältig einrühren. Die pastose Konsistenz sorgt nicht gerade dafür, dass das schnell geht, also beeilen! 
Zu guter Letzt den Zucker zu gleichen Teilen in die Gläser geben und vermischen, die Konsistenz sollte einem Slushy gleichen.
Die Masse in Eiswürfel- oder Pralinenformen aus Silikon füllen, gut festdrücken und 1 – 2 Stunden trocknen lassen, bevor man sie aus den Formen lösen und verpacken kann. 
Und damit ihr nicht noch extra Etiketten basteln müsst, stelle ich euch hier meines zum freien Download zur Verfügung:

Und last but not least möchte ich euch ein ganz kurzes DIY vorstellen, mit dem man (erfahrungsgemäß, hihi) eine Menge Eindruck schinden kann. 
Ihr braucht dazu nur einen Eimer Wasser, Nagellack und eine einfarbige Tasse. 
Die Anleitung findet ihr hier!
So, ihr Lieben, das war’s auch schon wieder von mir. Ich verabschiede mich jetzt für die Feiertage, ihr hört bald wieder von mir – schließlich darf die Vorbereitung auf Silvester nicht fehlen und auf Facebook habe ich ja schon einen neuen Post angekündigt – diesmal mit Stoff für die Bücherwürmer unter euch. 
Ich wünsche euch ein wundertolles Weihnachtsfest – tobt euch aus über die Feiertage, und vergesst nicht, genügend Plätzchen zu essen! 😉