Kategorie: Fotografie

short story | Weil die Details am meisten bedeuten.

Die U-Bahn fährt ein, fahles Blau gegen das schreiende Orange der Station. Marienplatz. Kopfschmerz. Die Unitasche ist schwer, Musik dröhnt in meinen Ohren, besser als das Stimmengewirr.

Ich verhalte mich wie ein kaputter Scanner, mein Blick huscht unruhig durch die Masse, bis nur noch ein grauer Schleier übrig bleibt. Graue Masse, graue Menschen, kategorisiert nach Alter, Kleidung, Stil, Attraktivität, wie auf einer Preisliste.

Blinzle gegen das Licht. Jemand steht neben mir, nehme die Person kaum wahr, dann treffen mich Augen. Blaue, ein wenig müde Augen mit kurzen Wimpern, ein Kranz aus grünem Licht um die Pupille.

Wie lange ist es her, dass du einem Menschen in die Augen gesehen hast?

Es reichen 36 Fragen und 4 Minuten durchgehender Augenkontakt, um sich in einen Fremden zu verlieben, besagt eine Studie. Aber nur die Fragen reichen nicht aus.

Wie lange ist es her, dass du einem Menschen so lange in die Augen gesehen hast, dass du alle Details kanntest, jede schiefe Wimper, jeden Farbverlauf in der Iris?

Details. Eigentlich geht es immer um die Details, und das fällt uns viel zu selten auf. Du kaufst ein Notizbuch – geht es dir darum, dass die Linien stimmen, oder um das Gefühl des Leders unter deinen Fingern? Um den Geruch von Papier und die weiche Oberfläche, die blaue Tinte aufsaugt, als wäre sie am Verdursten, was ja auch irgendwie stimmt. Es geht um die Einzelheiten.

Aber wir verlieren uns im Alltag. Zwischen neun Stunden Arbeit, all den To-Do-Listen, dem Hetzen vom einen Ort zum nächsten, klimpernden Autoschlüsseln und überall Radiostimmen und grellen Werbeanzeigen verlieren wir uns, und dann gehen die Details im Strudel unter, ertrinken im Allgegenwärtigen.

Und ich frage mich: war das nicht einmal anders? Haben wir nicht einmal nur die Details gesehen?

Ich wollte doch immer mehr sein als das, mehr erfahren, mehr leben, das wollten wir alle. Keine Sklaven des Alltags, des engen Blicks, wir sehen manchmal nur noch den Weg vor unseren Augen, ohne das Gras am Feldrand. Terminkalender statt Licht in Augen. Nur den Stau auf der Autobahn statt dem Schwarm Stare, der an den nächsten Ort von vielen zieht.

Und dann, auf einen Schlag, passiert es. Die ganzen alten Gedanken kehren zurück, kitzeln in längst vergessenen, verstaubten Ecken des Kopfs. Pläne, Orte, Ideen. Neue Gesichter, alte Menschen, die Mischung macht’s. An manchen Tagen bin ich wacher als sonst, fahre mit dem Auto in die Dunkelheit hinein, und dann ist alles so klar, scharf umrissen wie lange nicht mehr, wie lang war ich blind? So viele unscharfe Umrisse, die Müdigkeit ist endlich verschwunden, zurück bleibt Determination. Etwas anzufangen. Nicht hier aufzuhören. Es war und ist nie genug, ich kann noch so viel höher, weiter, schneller. Mehr. Da ist so viel Mehr, in Großbuchstaben, und es wartet nur darauf, gefunden zu werden. Also steige ich in die U-Bahn, schnell, bevor die Türen schließen und mich zurücklassen, und ich sehe endlich wieder die Details, graue Augen mit gelben Flecken und die Musik in meinen Ohren bringt mich zum Lächeln.

Diese Augen sind so unterschiedlich und doch haben sie etwas gemein – sie sind meine und die meiner Schwester. Ob lange Wimpern oder kurze, getuschte, ungeschminkte, mit Kajal oder ohne, schwarz oder silberschimmernd und ob sie blau sind oder grün oder braun oder grau – sie alle sind einzigartig und mit ihnen nehmen wir all die Details auf, auf die wir alle mehr achten sollten. 

Bei diesem kurzen Shooting hatte ich so viel Spaß wie lange nicht mehr – ich habe meine Makrolinsen neu für mich entdeckt und endlich festgestellt, dass man damit nicht nur Pflanzen und Ameisen fotografieren muss. Mal sehen, welches Detail mir als Nächstes vor die Linse läuft.

Life Update Vol. 4 | Hello 2017 Edition

‚The sexiest thing you could ever do is to be wildly and beautifully unafraid.‘

-Cleo Wade

Meine Lieben,

hello 2017! Neues Jahr, neuer Blog, könnte man fast sagen. Ja, ich bin endlich auf WordPress umgezogen, das ist ein Grund, warum es in den letzten Tagen so still hier war. Das Design hat mich kräftig geärgert und einige „Features“ (it’s not a bug, it’s a feature!) auch. Aber jetzt zum eigentlichen Thema.

Es ist tatsächlich vorbei, dieses seltsame Jahr 2016. Es hat sich viel verändert, nicht nur in meinem Leben, sondern auch in der Welt. Und ganz oft wissen wir nicht, ob das wirklich so gut ist. Meinen persönlichen Rückblick und meinen Ausblick für 2017, alles, was ich mir so wünsche, gibt es heute im Tagebuchmodus. Betrachtet man mich und meinen Alltag so rein oberflächlich, hat sich nicht viel getan. Die ganz großen Veränderungen sind nicht sofort sichtbar – da muss man ein wenig an der Oberfläche kratzen. Aber sind nicht gerade das die guten Sachen?

Hello 2017 Cat and Punk Rock OOTD

Hello 2017 Cat and Punk Rock OOTD

►❚❚ Tagebuchmodus ein: Hello 2017

Was, wenn ich keine Vorsätze habe?: Ich halte nichts davon, zum Jahresanfang das komplette Leben umzukrempeln. Vor allem, wenn man zwei Wochen später sowieso in den alten Trott zurückfällt. Ähnlich hat das übrigens Viktoria von Mirror Love in ihrem Post zum Jahreswechsel geschildert. Dementsprechend nehme ich mir also nicht sonderlich viel vor für 2017 – außer dasselbe wie immer. Alles zu erleben, was man gerade so erleben kann. Zeit für Langeweile habe ich mit vierzig auch noch.

Other directions: Rein beruflich hat sich für mich sehr viel getan in den letzten Monaten. Noch vor einem Jahr war ich felsenfest davon überzeugt, Informatik sei mein Berufsziel und nichts und niemand könnte daran etwas ändern. Jetzt arbeite ich mittlerweile seit zehn Monaten neben der Uni in einer großen Onlineredaktion und wünsche mir nichts lieber, als auf Dauer im Journalismus zu bleiben. Mal sehen, ob das klappt!

Up and away: Ich werde reisen. Sogar viel reisen. Wenn alles glatt läuft, startet im September mein großes Projekt Auslandssemester in Frankreich. (Wo auch sonst?) Außerdem geht’s im Frühling ein paar Tage in die Berge, im Sommer auf das Chiemsee Summer Festival und zwei weitere Urlaubspläne sind noch im Entstehen. Was spontan auf mich zukommt wie 2016 Paris oder Berlin, das werden wir ja sehen – ich bin gespannt!

Hello 2017 Cat and Punk Rock OOTD 2

Hello 2017 Cat and Punk Rock OOTD 3

 

 
 

Das erste Mal…

… an einer Klausur gescheitert. Ich würde ja gerne sagen, dass es auch das letzte Mal war, aber ich fürchte, das wird nicht so sein.
… mehr als 50% eines Romans geschrieben. Ehrlich, ich bin gespannt, wie es weitergeht.
… in Berlin gewesen. Und in Berlin verknallt.
… Malen und Zeichnen so gelernt, dass man sich bei den Ergebnissen nicht mehr schämen muss, und tatsächlich ernsthaft damit angefangen. Einige der Werke könnt ihr auf Instagram oder in meiner Postreihe zu Malen und Zeichnen finden.
… meine absolute Lieblingsband Sum 41 live gesehen. Gleich zweimal. (Nummer drei folgt im Februar 2017.)

Hello 2017 Blogging Year: Man sieht es ja: Hier auf Deliriumskind ist alles im Umbau. Wundert euch also nicht über seltsame Formatierungen und unvollständige Widgets. Die wichtigsten Sachen funktionieren schon!  Auch rein inhaltlich möchte ich einige Neuerungen bringen, mich endlich auf eine eigene Nische konzentrieren. Ein bisschen mehr Technik und Geek, weniger reine Fotografie, rein aus Zeitgründen. Auch ein paar Tutorials für Blogger stehen schon in den Startlöchern – seid gespannt!

Christmas Time: Noch ein kleiner Nachtrag zu Weihnachten, ein paar Gedanken hatte ich ja im letzten Post schon veröffentlicht. Ich hatte trotz aller Anti-Weihnachts-Feelings ein tolles Weihnachtsfest und genauso tolle Geschenke. Habt ihr es schon gesehen? Ich darf tatsächlich das „Zuckerbrot ist alle“-Shirt mein Eigen nennen – mein Freund hatte den richtigen Riecher. Darüber hinaus gab es Karten für Schwanensee vom Russischen Staatsballett am Samstag und ein Set Zeichenstifte von Caran d’Ache von meiner Schwester. Den 3DS zu bestellen war übrigens die dümmste Idee meines Lebens – ich kann nicht aufhören, ständig Zelda zu spielen!

►❚❚ Tagebuchmodus aus

Hello 2017 Cat and Punk Rock OOTDMantel: Tom Tailor
Hose: Review
Blazer: H&M
Shirt: Look 54
Schuhe: Tamaris
Schal: Pieces

Das war’s schon wieder mit allem, was ich zum Jahreswechsel so zu sagen habe – wie gesagt ist das nicht mein allerliebstes Thema. Nachdem alle anderen Silvester schon so viel bedeutung beimessen, muss ich das nicht auch noch tun. Ich setze mich jetzt wieder an meine Widgets! Die Fotos hat übrigens meine Schwester gemacht und sich damit spontan zum offiziellen Blogfotografen befördert. 😉️ Natürlich habe ich es geschafft, das Shooting genau einen Tag zu früh einzuplanen – am Tag drauf hat es angefangen zu schneien. Außerdem sehen jetzt, zwei Tage später, meine Haare wieder komplett anders aus – ich habe sie aus reinem Frust und Langeweile dunkler getönt und gestern wieder schulterlang schneiden lassen. Mal sehen, vielleicht lässt sich die Fotografin zu einem zweiten Shooting überreden. 😉️

Cheers!

Eure Marianne

’she has been through hell. so believe me when i say, fear her when she looks into a fire and smiles.‘

-e.corona

Die Volume-Posts. Hier kommt der ganze random stuff der letzten Zeit, über den ich so nachdenke, mich freue, mich aufrege. Und Zitate, die ich gerade gut finde. Denn meine Zitatesammlung füllt mittlerweile über zwei Notizbücher und nie hab ich Gelegenheit, sie irgendwo anzubringen. Und gute Zitate müssen meiner Meinung nach verbreitet werden. Oder?

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Photo Shoot | München Hackerbrücke bei Nacht

Meine Lieben,
endlich sind die Prüfungen vorbei und endlich habe ich Semesterferien! Na ja, nicht ganz – eine kurze Seminararbeit schreibe ich noch und im Oktober folgt eine allerletzte Klausur. Aber was soll’s – ich muss nicht mehr neun Stunden am Tag lernen und kann mich wieder ganz gemütlich an den Laptop setzen und die ganzen unverwirklichten Ideen der letzten Wochen endlich verbloggen.
Meint man. Oder? Na ja, nicht ganz. Schon morgen startet für mich der Flieger nach Malta – endlich Urlaub! Und kaum komme ich wieder nach Hause, geht’s auch schon nach Paris und anschließend zum Chiemsee Summer Festival. Im September verbringe ich dann noch ein Wochenende mit Freunden in den Bergen – ihr seht, auch in den nächsten Wochen wird es turbulent. Dennoch versuche ich, jede freie Minute zum Bloggen zu nutzen, schließlich habe ich euch soo viel zu erzählen!

Und gerade dieser Post soll auch ein Beispiel dafür sein, dass Spontanaktionen manchmal die besten Ergebnisse liefern – heute gibt’s nämlich wieder mal eine Fotoreihe.

Vor ein paar Wochen war ich nämlich gerade auf dem Rückweg von meiner monatlichen Schreibwerkstatt in Pasing – mein Zug geht leider nur stündlich vom Hauptbahnhof aus und ich verpasse ihn jedes Mal um genau fünf Minuten. Also hatte ich eine ganze Stunde Zeit, um neun Uhr abends irgendwas zu machen. Und da ich sowieso meine Kamera dabeihatte und außerdem gerade in der S-Bahn saß, bin ich kurzerhand an der Hackerbrücke aus der Bahn gesprungen und habe spontan Fotos vom Hauptbahnhof und den umliegenden Gleisen geschossen. Mal was ganz anderes als sonst – bitte sehr!

 

 

 

 

 

 

Ich muss zugeben, auf das letzte Foto bin ich besonders stolz – einen Blitz habe ich noch nie so gut fotografiert. Und wenn man bedenkt, dass das Foto aus der Hand und ohne fancy Belichtungsmodi entstanden ist, dann hatte ich wahnsinniges Glück.

Weniger Glück hatte ich beim Wetter (deswegen auch der Blitz): genau, als wir die Schreibwerkstatt verlassen hatten, ging ein heftiger Wolkenbruch genau über uns nieder – ich war bis auf die Knochen durchnässt. Und die nächsten drei Tage krank. Das ist mal wieder typisch ich…

Wie auch immer – wie findet ihr die Bilder? Sollte ich in Zukunft öfter mal Bilder aus München posten oder lieber wieder mehr Porträtshootings? Stay tuned – wer meine Maltareise verfolgen will, auf Instagram werde ich die nächsten Tage sehr aktiv sein, wann auch immer ich einen WLAN-Hotspot finde. 

portraits of spring

And You’re a Cherry Blossom
You’re About to Bloom
You Look so Pretty
But You’re Gone so Soon
– Fall Out Boy, Centuries

Mal wieder ein Post mit Selbstporträts – die lagen jetzt fast drei Wochen lang auf der SD-Karte rum, bis ich endlich Zeit gefunden habe, sie zu bearbeiten. Die Uni hält mich schon wieder ganz schön auf Trab, aber ich verwende jede freie Minute zum Schreiben und Fotografieren. Kaum ist der Frühling endlich komplett angekommen, bin ich auch wieder hochmotiviert.

Zu den Fotos kann ich euch nur sagen: Rapspollen jucken ganz furchtbar an den Beinen. Egal, wie oft man duscht, es juckt stundenlang. Und eigentlich sollte ich es mittlerweile wissen – schließlich ist das nicht mein erstes Fotoshooting in einem Rapsfeld und früher haben wir darin gerne mal Verstecken gespielt. Aber die Blüten sind halt einfach so schön!
Außerdem wollte ich eigentlich keine Fotos in der prallen Sonne machen: harte Schatten, weißer Himmel und so weiter, ihr wisst schon. An diesem schönen Freitagnachmittag war es aber ganz aussichtslos, dass jemals eine Wolke aufzieht, also blieb mir nichts Anderes übrig. Was vermutlich dazu geführt hat, dass die Bearbeitung so aufwändig war: schließlich mussten zwei Bilder einen neuen Himmel erhalten. Na ja, so oder so sind sie doch nicht so schlecht geworden, aber ich werde mir trotzdem demnächst Reflektoren und einen Diffusor anschaffen. Habt ihr schon mal mit Diffusoren gearbeitet? Könnt ihr mir Tipps geben, welche ich mir am besten ansehen sollte?

Kill the clown, he’s so unfair • Macro and Self Portraits

Heute gibt’s als Abwechslung zu den Textposts mal wieder ein paar Fotos. In den letzten Tagen konnte ich mich nicht beherrschen und habe, anstatt zu lernen, mal wieder zur Kamera gegriffen. Vor allem Selbstportraits werden ab jetzt häufiger kommen – ich habe endlich einen Weg gefunden, mir einen Ersatz für das schwenkbare Display zu basteln, das ich gerne hätte, aber nicht habe. Dazu demnächst mehr! Wer mir auf Instagram folgt, der kennt womöglich das ein oder andere Foto schon – ich werde jetzt auch vermehrt die Previews dort posten. Ich freue mich also über neue Follower!

Außerdem habe ich euch mein aktuelles Lieblingslied mitgebracht – Kill The Clown von Soley. Diese Sängerin hat es mir schon länger angetan, sie hat einen ganz eigentümlichen Stil zu singen. Kennt ihr vielleicht ähnliche Künstler? Ich suche momentan wieder ganz viel Musik.

Selbstportrait mit neuem Lieblings-Lippenstift | Selbstportrait mit neuer Lieblings-Frisur (ihr erkennt das Prinzip?): seit ich meine Haare schulterlang trage, also seit Ostern, sieht ein Knoten einfach nur noch dämlich aus. Dieser Twist mit Haarband ist meine neue, viel dekorativere Alternative. | Macro: Hauswurz, Ehrenpreis, knospender Flieder und ein bisschen Wiese. Die Fotos sind mit meinen Macrolinsen von Polaroid entstanden.

Spring at the Farm

“When spring came, even the false spring, there were no problems except
where to be happiest. The only thing that could spoil a day was people
and if you could keep from making engagements, each day had no limits.
People were always the limiters of happiness except for the very few
that were as good as spring itself.”


Ernest Hemingway,

A Moveable Feast

Gerade hier auf dem Land ist es besonders schön, wenn im Frühling die Farben zurückkehren. Da musste sogar ich das Mathebuch in die Ecke schmeißen und stattdessen die Kamera zur Hand nehmen – die Bilder aus diesem Post sind aus meiner Eingewöhnungsphase mit dem Tamron 18-270mm entstanden. Ernsthaft, es ist so ungewohnt, so weit zoomen zu können! Vor allem, weil ich ja vorher hauptsächlich mit der Festbrennweite (50mm 1.8) fotografiert habe. Was ist euch lieber? Zoom oder Festbrennweite? Ich bin mir da noch nicht ganz so sicher.
Und ich muss mich für meine Katze entschuldigen – jedes Mal, wenn sie merkt, dass man sie fotografiert, setzt sie ein griesgrämiges Gesicht auf! Ich weiß auch nicht, irgendwie kann man ihr das nicht abgewöhnen. Hat jemand von euch auch solche gemeinen Katzen? 😀

Sunset in Spring • Portrait Shooting

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Vor ein paar Wochen hat mich wieder die Motivation gepackt, der Sonnenuntergang war einfach traumhaft schön. Perfekt für ein paar Selbstportraits, gerade bevor sich die Sonne vom Acker gemacht hat. An dem Tag war ich kurz vorher shoppen gewesen und musste dann auch das neue Kleid gleich in ein Outfit reinbasteln – ich liebe es ja, komplette Outfits zusammenzustellen.

Die Lederjacke ist übrigens mein allerliebstes Kleidungsstück momentan und muss auch dementsprechend leiden – als partytaugliche Jacke muss man bei mir so einiges aushalten. Flecken vom Wodka O sind da noch harmlos.

Vor noch gar nicht so langer Zeit habe ich mir außerdem mal wieder eingebildet, ich hätte noch nicht genug Löcher in den Ohren und bin spontan in der Mittagspause zum Piercer gefahren. Hach, es ist so toll, wenn man endlich selbst fahren kann! Auch nach über zwei Monaten habe ich mich noch nicht an den Luxus gewöhnt. Joa, und jetzt habe ich außer den zwei Löchern und dem Helix im einen Ohr sowie dem einen Loch im anderen jeweils noch eines an jedem Ohr. Der Kommentar meiner nicht allzu begeisterten Mutter: „Jetzt übertreibst du aber schon? Oder?“ Nö. Find ich nicht. 
Und weil ich für meine sechs verschiedenen Löcher auf jeden Fall auch sechs verschiedene Piercings haben will – gleiche Ohrringe sind ja fad -, musste eine Bestellung bei Crazy Factory sein. Ich sag’s euch, die Auswahl an Piercings ist grandios. Jetzt bin ich im Besitz von acht neuen – Barbells, Circular Barbells, Spiralen und was weiß ich, wie die alle heißen – und falls ich mal laaange Zeit habe, werde ich sie euch alle vorstellen. Was ich nämlich beim Piercingwechseln festgestellt habe – man braucht eine ruhige Hand, Fingerspitzengefühl und sehr viel Zeit, sonst kann man das gleich vergessen. 
Mein absolutes Lieblingsteil ist auf jeden Fall die Spirale mit grünen Spikes an den Enden. Und die seht ihr hier: 
Na, was sagt ihr zu den Fotos? Zu den Piercings? Ich stecke nach wie vor mitten im Abiturstress, deswegen habe ich die meisten Posts vorgeplant – deswegen nicht wundern, wenn das mit den Antworten auf die Kommentare ein wenig schleppend vorangeht. Aber eure Meinung ist mir natürlich wie immer wichtig!

dress: Super B (Schustermann & Borenstein) • leather jacket: H&M • leggings: Tally Weijl • shoes: Adidas • piercings: Crazy Factory 

Goodbye 2014 – hello 2015

„Und in Sekundenbruchteilen hat sich alles geändert, die Zahlen gekippt und alles wieder auf Null gesetzt. Der Abschied von 2013 ist schwergefallen, doch wir gehen mit der Gewissheit, dass 2014 mindestens genauso furios beginnt.“ – 01.01.2014

Was wirst du an 2014 vermissen?
Die lange glückliche Zeit, die ich hatte und die jetzt wohl endgültig vorbei ist. Einen ganzen Haufen Menschen, der mich in dieser Zeit begleitet hat. Und den Plan, den ich das ganze Jahr über hatte.

„Ich sollte strahlen wie ein Reaktor heute, in dieser Nacht. Und was tue ich stattdessen? Wieso bin ich so todunglücklich? Alles scheint aus dem Ruder zu laufen.“ – 09.02.2014

Was hast du verloren oder gefunden?
Verloren: die Ruhe, die ich bisher immer hatte. 2014 hat mir einen großen Teil meiner Energie geraubt, all die schönen Momente und vor allem die Reisen haben viel Kraft gekostet.
Gefunden: Menschen, nach denen ich lange gesucht hatte. Eine tolle Freundin. Die genialste Reisegruppe dieses Planeten.

„Sitzen herzhaft gähnend auf den unbequemen Stühlen am Gate, umgeben von
Duty Free und Lautsprecherlärm. Die Müdigkeit lähmt uns, aber sie ist es, die
uns das halb irre, leise Kichern schenkt, das halblaut durch die Halle tönt. Wo
sind die Tränen und die Wut der vergangenen Tage hin? Wie in Luft aufgelöst,
nichts bleibt unter dem müden Ritalin, das uns betäubt. Nur die Erinnerungen an
gestern, und das Lächeln.“- 23.04.2014

Was war dein glücklichster Tag?
Davon gibt es so viele. Vielleicht der letzte Abend der Studienfahrt nach Malta. Oder der Tag in Paris. Wer weiß? Glück mit Glück zu vergleichen ist nie einfach.

„Wir finden die Zeit nicht mehr, die eigentlich unsere beste sein sollte. Sekunden jagen dahin und wir hinterher, ohne zu wissen, wohin wir eigentlich so verzweifelt rennen. Ja, wir schreiben unsere eigenen Drehbücher, doch wir finden die Bühne nicht mehr.“ – 02.07.2014

Was war der traurigste Moment?
Definitiv Silvester. Ein ungünstiger Zeitpunkt für die Einsicht, dass alle Mühen nicht gereicht haben und Wege sich trennen werden.

„Wir fangen Glücksmomente im Papier und sperren sie in Computern ein. So süchtig sind wir nach den alten Tagen, dass selbst ein fader Abglanz davon das Lächeln zurück in unsere Gesichter klebt.“ – 28.09.2014

Worauf bist du stolz?
Das kann ich gar nicht so genau sagen. Vielleicht meine Leistungen, dass ich es geschafft habe, viele meiner Vorstellungen zu realisieren.

„Wir stolpern durch die Tage, anstatt sie zu leben. Graue Novembertage, und das Gemüt so wie die Nächte dazwischen. Wir hangeln uns an To-do-Listen entlang und fügen Punkt um Punkt hinzu, anstatt sie endlich loszulassen.“ – 11.11.2014

Was wünschst du dir im Jahr 2015?
Auf jeden Fall, dass das Jahr besser wird als sein Start. Dass ich die Schule endlich hinter mir lassen kann und das tun, was mich glücklich macht. Und ein guter Abiturschnitt wäre auch nicht verkehrt, oder?

Fragen von Karla, die Idee mit den Zitaten von Anneke. Alle Zitate sind aus meinen eigenen Texten.

New In: Wacom Intuos Pen&Touch S

Ja, ihr Lieben, da bin ich wieder. Und ich habe euch einen neuen Freund mitgebracht: mein tolles neues Wacom Intuos Pent&Touch – Grafiktablett. Nur eins vorweg – es ist soooo wunderbar, ich bin ganz verliebt.

Eine längere Rezension folgt, wenn ich es mal zwischen Klausuren und Urlaub über einen längeren Zeitraum hinweg testen kann. Allerdings habe ich bereits festgestellt, dass es für Composings einfach herrlich geeignet ist. Und mein erstes Ergebnis will ich euch natürlich nicht vorenthalten, auch wenn es nicht gerade bahnbrechend ist. 😉

Fotos von hier, hier und hier. 

Malta Pictures #2

Heute gibt’s die zweite Ladung Fotos von Malta, und so nebenbei erzähle ich euch ein bisschen, was wir die ganze Woche auf der Insel so gesehen haben. 

Tag 1 – Mdina „Stille Stadt“ und Dingli Cliffs

Die Aussicht von Mdina
Dingli Cliffs
Tag 2 – Blue Grotto

Wied iż-Żurrieq

Blue Grotto von oben
Tag 3 – Valletta 
 

Am Hafen
Hafenausfahrt

Tag 4 – Popeye Village & Wanderung zur Golden Bay
Heute mal ein sehr bilderlastiger Post, aber Fotos beschreiben einen Ort nach wie vor besser als Worte. Und die Worte kommen natürlich auch noch, aber nicht heute.

Malta Pictures #1 + 10 Facts

Hallöle ihr Lieben!

Ja, braungebrannt (na gut, halbwegs. Aber wenigstens nicht krebsrot, so wie die anderen) und ziemlich gut gelaunt bin ich wieder hier im verregneten Deutschland angekommen.
Meine Kamera musste fast so viel mitmachen wie meine armen Füße, deswegen der erste Schwung Fotos und zehn Dinge, die mir über Malta und die Studienfahrt vermutlich immer in Erinnerung bleiben werden.

  1.  Die maltesischen Busfahrer fahren wie die Henker (vielleicht alles Ex-Stuntmen? So schauen sie auch aus) und sind ab und zu wirklich wahnsinnig freundlich. „De next station – evrrrrybody off my bus!“ 
  2. Wo wir schon beim Englisch sind – das können sie zwar alle, aber oft nur rudimentär. Soviel zur Landessprache.
  3. Dafür ist Maltesisch ziemlich lustig – allein die Ortsnamen. Da wären zum Beispiel Xbiex, Żurrieq oder Kulleġġ. Irgendeine Ahnung, wie man die ausspricht? Nein? Ich auch nicht.
  4. Subway in Malta ist viel cooler als in Deutschland. Oder gibt’s das Chicken Tikka bei uns auch?
  5. In Deutschland versuchen sie mit aller Macht, die Jugendlichen aus den Clubs rauszuhalten. In Malta wollen sie sie alle reinbekommen – die Einstellung gefällt mir.
  6. Studienfahrten sind ziemlich gut, um die negativen Seiten von manchen Leute aufzudecken – da merkt man sofort, wer seine neun Stunden Schlaf braucht.
  7. Der Flughafen in Malta ist total putzig – sage und schreibe sieben Gates! Man kann sogar über’s Rollfeld laufen. Och, wie süß.
  8. Weniger süß ist dagegen das absolut geniale Fanta Amara. Schmeckt wie Cola mit Gingerino. Und ist für Drinks und Ähnliches auch super geeignet. Schade, dass es das nur auf Malta gibt. (Genauso übrigens wie Kinnie, das in etwa dasselbe ist, nur berühmter und noch bitterer.)
  9. Das Bier auf Malta heißt Cisk und schmeckt fast so gut wie das bayrische. Aber nur fast.
  10. Und sogar in den maltesischen Bars läuft „Willst Du“ von Alligatoah! Genauso wie die Champions League Spiele, und alle sind für Deutschland. Das nenn ich mal cool.

Flugzeug | Sliema | Rabat | Howard Gardens in Mdina
Letzteres Bild ist allen Big Bang Theory – Fans gewidmet. 😀 (CS: wir haben es ursprünglich für dich fotografiert!)