Kategorie: Writing

Literatur und Schreiben ist eines meiner großen Hobbys, seit ich zehn Jahre alt bin. Hier gibt es regelmäßige Updates und Anregungen zur Schreiberei sowie Kurzgeschichten und Ausschnitte aus Projekten.

Besser schreiben mit den richtigen Tools und Apps zum Schreiben

Tools und Apps zum Schreiben

Der NaNo ist mittlerweile in vollem Gange und ich bin trotz ein paar Schwierigkeiten fest entschlossen, die 50k zu knacken! Wieder einmal bin ich vor allem dankbar für Scrivener und alle anderen Apps, die ich zum Schreiben benutze – mal mehr, mal weniger häufig. Ich habe nämlich einmal und nie wieder versucht, einen Roman in Word zu schreiben, bin mindestens fünfmal dabei ausgerastet und habe schließlich nach einem Viertel aufgehört. Jetzt habe ich eine sorgfältig ausgewählte Liste an Tools und Apps zum Schreiben: Und die stelle ich dir heute zur Verfügung, damit du deinen Blutdruck schonst und gleich ins produktive Schreiben starten kannst. 

Übrigens: Solche Tools sind nicht nur für Romanautoren super, sondern genauso für Blogger, für Studenten oder für jeden, der Dinge schreiben muss, die er manchmal nicht schreiben will. Und da geht es uns allen wohl gleich. 

Tools und Apps zum Schreiben

PC Apps zum Schreiben: Scrivener und Dabble

Scrivener ist vermutlich jedem, der schon mal mehr als eine Kurzgeschichte geschrieben hat, ein Begriff. Außerdem ist es mein allerliebstes Tool zum Schreiben und unterstützt mich seit über einem Jahr treu bei jedem Projekt. 

Nach einer kurzen Einarbeitung ins beiliegende Tutorial kennt man sich schon ganz gut aus: Scrivener bietet nämlich unzählige Funktionen zum Schreiben und Überarbeiten. So lege ich hier mein Manuskript an, packe jede einzelne Szene in einen eigenen Text und sortiere die in Ordner.  Vorher erstelle ich natürlich einen eigenen Ordner mit Bildern, Links und Texten, die ich zu Plot und Charakteren gesammelt habe.

Mit Labels, einer Karteikartendarstellung und verschiedenen Möglichkeiten, Notizen zu machen, kannst du fertige Manuskripte easy-peasy überarbeiten und verlierst den Überblick auch nicht. Außerdem hast du die Möglichkeit, vorgefertigte Templates herunterzuladen – zum Beispiel für bestimmte Plotstrukturen – oder selbst welche zu erstellen.

Dabble ist noch sehr neu und bietet im Prinzip dasselbe wie Scrivener – nur in einer überarbeiteten, modernen Oberfläche, und mit allen Inhalten in der Cloud. Das hat natürlich den Vorteil, dass man jederzeit an allen Geräten an seinem Werk arbeiten kann. Über die Weboberfläche lässt es sich super schreiben, sodass man nicht mal die Software installieren muss. Dafür bezahlt man bei Dabble leider einen monatlichen Beitrag.

Bei beiden Tools gibt es riesige Vorteile für NaNoWriMo-Teilnehmer: Sowohl für jeden, der teilnimmt, als auch für die schlussendlichen Gewinner gibt es Gutscheincodes, mit denen man Scrivener letztendlich für ungefähr 20 Euro bekommt und Dabble für 2 Dollar im Monat. Während NaNo sind sie beide kostenlos, damit man sie testen kann. 

Preis: 37,99€ (Scrivener), 4,99$/Monat (Dabble)
(jeweils kostenloser Probemonat)

Scrivener (Win, Mac)  Dabble (Win, Mac)

Fighter’s Block

Fighter’s Block ist das lustigste Schreibtool, das mir seit langem untergekommen ist. Du wählst einen putzigen Avatar und bekämpfst ein böses Monster – damit dir das gelingt, musst du möglichst schnell schreiben. Das hält deine Gesundheitspunkte im Duell konstant und fügt dem Gegner Schaden zu. Finde ich super, um durch Textstücke durchzupowern, die mir absolut keinen Spaß machen – Dialoge zum Beispiel. 

In den Einstellungen kannst du den Schwierigkeitsgrad ändern – zum Beispiel, wie stark und schnell dein Gegner sein soll. Außerdem stellst du hier Theme und Darstellung ein und kannst, wenn du das Tool schon länger nutzt, weitere Charaktere und Monster freischalten.

Preis: Kostenlos

Fighter’s Block (Web)

Write or Die

Die Web App zum Schreiben „Write or Die“ könnte man eigentlich auch als lustiges Tool bezeichnen – wenn sie einem nicht solchen Stress einjagen würde. Das ist wirklich die absolute Geheimwaffe kurz vor jeder Deadline, oder wenn man sich bei NaNo endlich mal auf seinen faulen Hosenboden setzen muss und SCHREIBEN. (Auch für Blogposts übrigens gut geeignet.)

In Write or Die kannst du dich nämlich erschrecken lassen, wenn du nicht schnell genug schreibst: Stelle deinen angestrebten Word Count ein, dann die Zeitspanne und zum Schluss den Modus. Der Stimulus Modus ist der einzige positive Modus: Damit wird dir das Schreiben mit angenehmen Hintergrundgeräuschen wie zum Beispiel Meereswellen erleichtert. Viel lieber mag ich aber die anderen beiden: Der Consequence Modus schreit dich an, wenn du ins Stocken kommst, und der Kamikaze Modus frisst deine Wörter! Das hilft bei mir an manchen Tagen viel besser als eine beruhigende Umgebung. 

Schau dich auf der Website auf jeden Fall gründlich um, hier gibt es auch Links zu so manchem anderem Tool, das für alles Geschriebene nützlich sein könnte. 

Preis: Kostenlos (eingeschränkt), 20$ (voller Funktionsumfang)

Write or Die (Web)

Tools und Apps zum Schreiben

Writeometer

Diese kleine App zum Schreiben habe ich dir letztes Jahr schon vorgestellt, aber der Vollständigkeit halber darf sie in der Liste nicht fehlen. Dort legst du dein aktuelles Projekt nämlich mit Wortanzahl und Deadline an und kannst deinen Fortschritt tracken – und dir damit Belohnungen verdienen.

Ich tracke mittlerweile lieber im Bullet Journal, aber ich kann es dir ja nicht oft genug sagen: Belohne dich für deine harte Arbeit! So verlierst du die Motivation nicht, weil du nicht nur auf ein Ziel, sondern zwei hinarbeitest. Und mit Writeometer bekommst du ein super Belohnungssystem auf die Hand, indem du dir beim Schreiben sogenannte Guavas verdienst und die gegen selbst definierte Belohnungen einlösen kannst. 

Preis: Kostenlos

Writeometer (Android)

Microsoft Office: Excel

Was macht denn Excel in einer Liste mit Schreibtools? Für mich ist das wirklich das Wichtigste, direkt nach Scrivener. War ich früher noch totaler Tabellengegner, habe ich mittlerweile für jedes Projekt ein Excel-Dokument: Darin lässt es sich nämlich wunderbar plotten. 

Eines muss ich nämlich sagen: Ich liebe es, einen Schreibplan zu haben. Aber ich hasse es, einen zu erstellen. Ich habe über Pinterest hunderte Artikel über Plotten und Charaktererstellung gelesen. Habe festgestellt, dass die meisten, vor allem die „schnellen Tipps“ einfach nur Bullshit sind, man keine tausend komplizierten Character Sheets und Story Arcs oder was auch immer braucht. 

Es reicht eine einfache Excel-Tabelle, in die ich Szene für Szene eintrage, welche Charaktere drin vorkommen und was ungefähr passieren soll. Ungereimtheiten fallen mir da sehr schnell auf und wenn eine Szene rausfällt oder in mehrere aufgeteilt wird, passe ich das während des Schreibens an. Und weil Excel so umfangreich ist, nutze ich es nicht nur dafür, sondern auch für die Semesterplanung, meinen Blog-Workflow, und, und, und. Es ist und bleibt nun mal ein Alleskönner. Und wenn ich meine Tabellen auf OneDrive speichere, kann ich sie direkt in der Cloud auf jedem beliebigen Gerät anpassen und ansehen. 

Preis: Kostenlos (Excel Online), 69€/Jahr (Office 365 Personal).
Alternativ: Google Tabellen (online, kostenlos)

Excel Online (Web)

Am Schluss bleibt aber noch eins zu sagen: Egal, wie viele Tools du nutzt, du musst immer noch selbst die Wörter schreiben – das wird dir nicht abgenommen. Deswegen empfehle ich dir: Statt zehn verschiedenen Programmen, in denen du dich am Ende nicht mehr auskennst, nutze eins oder zwei aus der Liste und lenke deine Konzentration aufs Schreiben statt auf die Apps. Und dann wünsche ich dir viel Erfolg! Was nutzt du, wenn du viel schreiben musst? Fällt es dir mit manchen Apps leichter oder ist das für dich nur Ballast? 

Decluttering im Office: Schreibtisch aufräumen leicht gemacht

Juhuuu, nur noch ein paar Stunden, bis der NaNoWriMo endlich anfängt! Ich habe mir schon einen Alarm für Mitternacht gestellt, damit ich pünktlich starten kann. Schließlich habe ich  mal wieder verrückte Ziele im Kopf und möchte am liebsten den Tag morgen schon mit 10k Wörtern abschließen. Mal sehen, ob das gelingt – wie’s geht, weiß ich ja!  Dafür brauche ich auf jeden Fall eine ruhige und angenehme Arbeitsumgebung. Ganz ehrlich, mich lenkt nichts mehr ab als das ganze Chaos, das für gewöhnlich auf meinem Schreibtisch herumliegt. Bücher,  Stifte, Unizeug, Stifte, irgendwelche Kassenzettel, die ich noch eintippen müsste, noch mehr Stifte… Also heißt meine große Aufgabe für diesen letzten Oktobertag: Schreibtisch aufräumen!

Schreibtisch aufräumen - Office Decluttering

Schreibtisch aufräumen: Meine Tipps für dich

x Dein erstes Ziel sollte sein, eine blanke Tischplatte vor dir zu haben. Das heißt, kein Papierchaos, keine herumliegenden Stifte – aber auch vorerst keine Ordner, keine Pflanzen, keine Deko. Wirf alles weg, was du nicht mehr brauchst. Kaputte Stifte, irgendwelche alten Bastelsachen – einfach weg damit. Stell Bücher ins Regal, statt sie in Stapeln auf dem Tisch zu lassen, und räum herumliegende Dinge an ihren angestammten Platz. 
x Mach kurzen Prozess mit den herumfliegenden Blättern! Unwichtiges kannst du sofort wegwerfen, wie zum Beispiel den letzten Ikea-Katalog. Lege dir einige Ordner zu, in die du wichtige Unterlagen einsortierst. Ich habe jeweils einen klassischen Leitz-Ordner* zu den Themen Uni, Finanzen, Vereine, Blog und Dokumente. Dann weißt du genau, was du wo findest, wenn du mal etwas nachschlagen musst. Und gleichzeitig heißt es: Tschüss Papierstapel!  
x Ist alles beseitigt, musst du jetzt nur noch für eine schöne Atmosphäre sorgen. Lass keine losen Gegenstände herumliegen, sondern sorge für eine praktische Aufbewahrung. Wichtige Dinge, die ich ständig brauche, findet man bei mir im Drahtkorb – zum Beispiel Notizblöcke, Tesa, TAN-Generator (und den Xbox Controller für meine Games ). Für meine Stifte habe ich einen IKEA-Kerzenhalter* umfunktioniert. Und was natürlich nicht fehlen darf, sind Pflanzen und Bilder! Dieses Jahr steht bei NaNo außerdem meine Yankee Candle* auf dem Tisch. Such dir deine liebsten Dekogegenstände aus – achte aber darauf, dass es nicht zu viel wird.

Was du außerdem jeden Tag machen solltest: Wenn du abends aufhörst zu arbeiten, räum deine Unterlagen und Materialien zurück an ihren Platz. Trag die Kaffeetasse in die Küche und setz deinen Schreibtisch praktisch zurück auf Null. Dann lässt es sich morgen viel besser starten!

Für eine bessere Konzentration: Immer zuerst den Schreibtisch aufräumen!

Ich persönlich finde Aufräumaktionen immer einfacher, wenn ich eine To Do Liste dafür habe. Deswegen habe ich mir für heute eine Checkliste geschrieben und extra für dich abgetippt. Du kannst sie dir als PDF herunterladen und entweder ausdrucken oder mit dem Adobe Reader ausfüllen! Hier findest du den Download: 

Zum Downloadbereich

 

Schreibtisch aufräumen: Office Decluttering Checkliste - Freebie

Ich überlege jetzt noch, was mit den Büchern auf meinem Schreibtisch passiert. Nachdem ich hier im Wohnheim kein Regal habe, kann ich meine eigenen Ratschläge nämlich nicht befolgen! Und danach setze ich mich an meinen frisch aufgeräumten Schreibtisch und zähle die Minuten bis Mitternacht.  An alle fellow WriMos: Habt einen tollen Start in den NaNoWriMo! Und auch allen anderen wünsche ich einen schönen Feiertag! Verbringst du die freien Tage vielleicht auch mit Aufräumen? Was sind deine Geheimtipps für einen ablenkungsfreien Workspace? 

*Dieser Beitrag erhält Affiliate-Links. Damit erhalte ich bei deinem Kauf eine kleine Provision. Dein Kaufpreis erhöht sich dadurch jedoch nicht.

Habit Tracker: Mehr Disziplin mit dem Bullet Journal

Weekly Habit Tracker

Jetzt sind nur noch ein paar Tage übrig, bis der November beginnt und damit auch der NaNoWriMo. Zeit, die letzten Dinge vorzubereiten! Mir fehlt noch ein einziger Charakter – und ein Tracker für meine geschafften Tage. Ich bin ja ein großer Fan von Habit Trackern in meinem Bullet Journal und genau deswegen stelle ich dir die verschiedenen Arten von Trackern vor, zusammen mit ihren Vorteilen und Nachteilen. Warum Habit Tracker? Damit motiviere ich mich selbst – probier es einfach mal aus. So ein ausgefüllter Tracker ist nämlich sehr sehr hübsch und ich kann gar nicht fassen, wie zufriedenstellend das ist, am Ende eines produktiven Tages Feld für Feld im Tracker auszumalen.  

Monthly Habit Tracker

Monthly Habit Tracker

Das ist der Klassiker, und gleichzeitig der Tracker, den ich persönlich am wenigsten nutze. Damit hältst du eine ganze Liste von Gewohnheiten über einen ganzen Monat fest – egal, ob das jetzt gesunde Ernährung, genug Schlaf oder Sport ist.

+ Je nachdem, wie groß du deinen Tracker gestaltest, kannst du über zehn verschiedene Punkte bequem tracken. Außerdem musst du nicht alle paar Tage einen neuen Tracker aufmachen.
Nachdem der Tracker einen ganzen Monat gültig ist, bist du nicht sehr flexibel. Ich tracke jede Woche andere Dinge, je nach Stresslevel der Woche und je nach Schwerpunkt – wenn ich viel in der Uni bin, zählen andere Dinge als in Wochen, die ich zu Hause verbringe. Außerdem finde ich es schwer, einen Tracker ganze 30 Tage durchzuhalten – die wenigen Monthly Tracker in meinem BuJo sind deswegen meistens nur halb ausgefüllt, bis ich die Lust verloren habe.

Weekly Habit Tracker

Weekly Habit Tracker

Nach einiger Zeit Verzweiflung über verschwendeten Platz und halb leere Tracker habe ich dann auf Weekly Tracker umgeschwenkt. Die verstecken sich einfach in einem Eck deines Wochenplans und gehen über sieben Tage.

+ Hier bist du richtig flexibel. Ich tracke jede Woche andere Dinge, manches kommt hinzu, anderes fällt weg. Das heißt, ich kann meine Gewohnheiten immer an die aktuellen Wochenpläne anpassen. Außerdem habe ich jede Woche ein anderes Design – damit wird das Tracken nicht langweilig!
Der große Nachteil liegt wohl auf der Hand: Jede einzelne Woche muss ein neuer Tracker gestaltet werden. Das kann fünf Minuten dauern, wenn ich einfach den letzten kopiere. Muss ich aber Gewohnheiten anpassen oder will ich ein neues Design, sitze ich auch mal eine halbe Stunde nur für den Tracker da. In stressigen Wochen habe ich dafür eigentlich keine Zeit. (Das sind bei mir dann die Wochenpläne ohne Tracker.)

Single Habit Tracker

 Single Habit Tracker  Single Habit Tracker

Solche Tracker sind eigentlich genau das, was ich jetzt für NaNo brauche – ein schön gestalteter Tracker für eine einzige Tätigkeit. Vor allem für einzelne Ziele, Projekte und Ähnliches sind die super und sorgen bei mir für Motivation. Es ist einfach so toll, ein neues Feld ausmalen zu können! 😄

+ Für Projekte sind sie perfekt – tracke deinen Fortschritt und freue dich über alle ausgemalten Felder. Außerdem kannst du deinen Single Habit Tracker super an dein Ziel anpassen und deiner Kreativität freien Lauf lassen.
Im Alltag sind Tracker, die nur eine einzelne Tätigkeit aufzeichnen, meistens eher unpraktisch und nehmen in deinem BuJo ganz schön viel Platz weg, wenn du mehrere davon gestalten musst.

Wenn ich meine Fotos zu diesem Post so ansehe, dann kann ich es kaum erwarten, zurück nach Hause zu kommen. Selbst im hellen Mittagslicht ist es unmöglich, hier im Wohnheim gute Bilder zu schießen. Und den improvisierten Hintergrund schweigen wir jetzt einfach mal tot. 😂 Übrigens: Unglaublich, dass meine Zeit hier schon zur Hälfte vorbei ist! Jetzt bleiben noch weniger als acht Wochen, bis ich wieder zurück nach Bayern aufbreche. Das heißt, jetzt wird es Zeit, meine restlichen Erasmus To Dos im BuJo anzupacken. Wenn ich nicht gerade am Schreiben bin! Was sind deine Pläne für November? Und hast du selbst auch schon mit Habit Trackern gearbeitet? Ich freue mich auf Tipps und Erfahrungen von dir!

Zeit für gute Dinge: Minimalistische Zeitplanung

Minimalistische Zeitplanung

Es gibt Wochen, da kriege ich beim Blick in mein Bullet Journal Kopfschmerzen. Das sind die Wochen, in denen sich Termine und Listen derart häufen, dass die zwei Seiten meines Weeklies schon gar nicht mehr reichen. Projekte, Aufträge, Arbeit, Vereine, Uni – wenn das alles zusammenkommt, wirds anstrengend. Da möchte man sich nur noch im Bett verkriechen, die Decke über den Kopf ziehen und alles ignorieren. Stimmts? Leider habe ich festgestellt, dass die Methode langfristig auch nichts wirklich verbessert. 😂 Meine Alternative ist also – Überraschung – der gute alte Minimalismus. Besser gesagt, minimalistische Zeitplanung. Mein liebstes Prinzip lässt sich nämlich auch super auf Terminkalender und To-To-Listen anwenden.

Konzentriere dich aufs Wesentliche – auf das, das dich persönlich weiterbringt – und lass alles andere beiseite. 

Viel mehr steckt eigentlich gar nicht dahinter! Wenn ich meine Wochenplanung mache, benutze ich immer diesen Grundsatz, um Termine und To Dos nach Prioritäten zu ordnen und auszumisten. Für dich habe ich aber fünf konkrete Tipps, wie dir das Priorisieren leichter fällt – minimalistische Zeitplanung ist kein Hexenwerk! 

Minimalistische Zeitplanung

Minimalistische Zeitplanung: Meine 5 Tipps

1. Am allerwichtigsten im Job: Wenn jemand anderes die Aufgabe erledigen kann, delegiere sie. Klar machst du es selbst am besten – aber es dürfen auch mal 80% sein statt 100. Und auf deiner To Do Liste stehen dann vermutlich nur noch 12 Dinge und nicht 18 – klingt doch super, oder? Und wenn es am Schluss mal doch nicht klappt, ist es viel einfacher, ein Problem zu zweit zu lösen als alleine. 
2. Sag auch mal nein. Tätigkeiten, die du nur für andere machst, kannst du ersatzlos aus dem Kalender streichen. „Du studierst doch Informatik, kannst du mir sagen, welchen Laptop ich mir kaufen soll?“ Ich weiß ernsthaft nicht, wie oft ich diesen Satz schon gehört habe. Erstens bekomme ich das (Überraschung!) im Studium nicht beigebracht und zweitens müsste ich diese Frage jedes Mal neu recherchieren. Also: Alle Fragen, die du selber erst googeln müsstest, einfach mal mit „https://www.google.de“ beantworten. Und genauso wenig musst du für jede Party mit den Freunden Pizzabrötchen machen oder die Gruppenarbeit im Seminar alleine erledigen. Kann auch mal jemand anderes machen.
3. Ist es eine Gelegenheit oder eine Last? Wow, cool, ein Gastpost auf einem riesigen Blog! Muss man auf alle Fälle machen. Dagegen sage ich absolut nichts – aber wenn auch nach dem fünften Gastpost die Erfolge ausgeblieben sind, solltest du dir überlegen, ob du dir die sechs Stunden Arbeit nicht einfach sparen kannst. Grundsätzlich: Hier gilt auch wieder, sei sparsam mit Dingen, die du für andere Leute tust. Wenn es dir selbst was bringt, spricht natürlich nichts dagegen. 
4. Plane wichtige Termine langfristig und führe eine Übersicht. Waaaas, schon wieder Zahnarzttermin? Der war doch erst neulich? So ging es mir immer, als ich Arzttermine und solche Dinge noch als Erinnerung im Handy eingespeichert habe. Seit ich dafür eine praktische kleine Übersicht im Bullet Journal habe,  weiß ich genau, wann ich wohin muss und kann das in meine Wochenpläne integrieren. 
5. Musst du unbedingt dorthin? Gerade bei Vereinstreffen wende ich das öfter an, wenn ich eine sehr stressige Woche habe. Ich liebe es, abends mit tollen Leuten zusammenzusitzen, Dinge zu planen, in der Feuerwehr zu üben oder einfach Spaß zu haben. Aber wenn die Uhr langsam auf Abend zugeht und noch fünf To Dos übrig sind, die ich leicht vor acht schaffen könnte, wenn ich nicht um halb acht losmüsste – dann verzichte ich. Vor allem, wenn mehrere Vereinsabende in einer Woche anstehen. Dafür kann ich am nächsten Tag ohne alte Listenpunkte starten und das nimmt ganz schön viel Stress weg! Aber natürlich solltest du hier nicht übertreiben. Ein Ausgleich zu Arbeit und Studium ist wichtig und mindestens 1-2 Abende pro Woche solltest du mit Menschen statt mit To Dos verbringen.

Viel mehr steckt auch gar nicht dahinter – das war es schon. Ich empfehle dir, deine Woche als Ganzes zu planen und dabei auszusortieren. Bist du dann immer noch heillos überfordert, plane morgens deinen Tag, am besten tatsächlich nach Stunden, und schmeiße nochmal alles raus, was nicht unbedingt sein muss! Manchmal ist nur leider alles wichtig – Wochen vor wichtigen Klausuren und Wochen vor und nach dem Urlaub sind meine persönlichen Endgegner. Wie gehst du mit solchen Monsterwochen um? Hast du ein System für Termine und To Dos?

Ein Projekt planen in 5 einfachen Schritten + Workbook!

Projekt planen - nanowrimo

Bald ist schon November. Fühlt sich ziemlich surreal an, den Satz zu tippen, schließlich sitze ich hier bei einer Temperatur von 27 Grad und schwitze im kurzen Kleid. Aber trotzdem ist in zwei Wochen November und damit startet der NaNoWriMo. Zum zweiten Mal heißt es dann für mich: Einen ganzen Roman in einem Monat schreiben. 50.000 Wörter in 30 Tagen. So ein großes Projekt braucht einiges an Vorbereitung – aus meinen Erfahrungen letztes Jahr habe ich einiges gelernt. (Man sollte zum Beispiel nicht über 10.000 Wörter in Verzug kommen. Ups.) Und genau deswegen erkläre ich dir heute, wie du am besten so ein großes Projekt planen kannst. Vielleicht hast du auch Lust, bei NaNo mitzumachen oder hast eine andere Idee im Hinterkopf? Mach den November zum Projektmonat! 

5 Schritte zum fertigen Konzept: Dein Projekt planen

Projekt planen - nanowrimo

1. Lege Ergebnis und Zeitspanne fest.

Wenn du ein Projekt startest, hast du ein großes Ziel, das du erreichen möchtest. Ich schreibe in NaNo einen Roman. Das heißt, ich fange mit einer vagen Idee an, die sich im Laufe der Vorbereitung entwickelt. Als Allererstes gestalte ich ein Romancover und schreibe einen Klappentext. Warum? So habe ich mein fertiges Projekt jederzeit vor Augen und freue mich auf das fertige Buch! (Falls ich mit dem Überarbeiten je so weit komme, dass ich eine Version meines Romans drucken lasse. :D) Visualisiere auch du dein Ergebnis. Du machst ein neues Blogdesign oder eine App? Bastle ein Mockup in Photoshop. Du willst deine Instagram-Reichweite steigern? Leg eine genaue Zahl fest. Du willst einen Schuppen bauen? Zeichne ein Bild davon.

Projekt planen - NaNoWriMo

Dann brauchst du eine Zeitspanne für dein Projekt. Bei mir ist sie gegeben: Ich habe für NaNoWriMo genau 30 Tage Zeit, von Anfang bis Ende November. Du kannst deine Zeitspanne selbst festlegen oder – wenn du für jemand anderes arbeitest – nach deiner Deadline richten. Wichtig: Lege deine eigene Deadline immer ein paar Tage, am besten eine ganze Woche, vor der eigentlichen fest. So hast du eine Vorlaufzeit, falls Probleme auftreten. Warum du eine feste Zeitspanne brauchst? Sonst wird dein Projekt nie fertig, das kann ich dir garantieren. Sobald das erste Motivationstief kommt, lässt du deine Arbeit am Projekt schleifen, und das holst du nie wieder auf. Teil dir die Zeit also lieber knapp ein als zu großzügig! Vier Wochen bzw. ein Monat ist eine gut machbare Zeitspanne für ein Projekt – alles, was darüber hinausgeht, wird schnell zu anstrengend.

2. Erstelle einen genauen Plan und teile ihn in Tagesziele auf.

Bei einer Geschichte ist das der arbeitsreichste Teil. Ich brauche einen Plot, also eine stichfeste Handlung, ausgereifte Charaktere und passende Orte. Auch du brauchst einen genauen Plan von deinem Projekt – egal, ob das ein Bauplan, ein Businessplan oder einfach nur ein Konzept ist. An Tag 1 drauflosarbeiten und eine Woche später feststellen, dass das Ganze so nicht funktioniert: Das kostet dich unglaublich viel Zeit und Energie. Investiere also lieber mehr Zeit in deine Planung!

Sobald dein Plan steht, geht es an die Einteilung. Ich muss täglich mindestens 1.667 Wörter schreiben, um auf die 50.000 zu kommen, das sind etwa zwei ganze Szenen. Also teile ich meinen Plot in 60 Szenen auf. Du solltest dein Ziel auch in kleine Portionen einteilen, sodass du jeden Tag genau weißt, was zu tun ist. So siehst du auch auf einen Blick, wenn irgendwas noch offen ist oder noch einmal gemacht werden muss.

3. Plane flexibel.

Ich habe gerade gesagt: 1.667 Wörter pro Tag sollte ich schreiben. In Wirklichkeit nehme ich mir 2.000 Wörter vor. Und gerade in den ersten Novembertagen, wenn ich viel Zeit und noch mehr Motivation habe, werde ich so viel schreiben wie möglich. Ich halte mich also nicht genau an den Plan, sondern arbeite vor!

Warum? Das ist ganz einfach. In der zweiten Woche kommt der erste Durchhänger. Der Plot stockt, die Charaktere machen alles, nur nicht das, was sie sollen, und die ganze Geschichte kommt einem hoffnungslos schlecht vor. In diesen Tagen schaffe ich meistens weniger als die 1.667 Wörter und verliere damit den Anschluss. Letztes Jahr musste ich in den letzten zwei Tagen über 10.000 Wörter aufholen – wer am Anfang schon gut vorankommt, kann so Durchhänger einfach überbrücken. Nutze also deine anfängliche Motivation aus! Trotzdem solltest du nie einen Tag komplett schleifen lassen: Ein Tag Pause ergibt drei Tage Pause ergibt „ups, jetzt schaffe ich das ganze Projekt nicht mehr“. Aber wenn du anfangs gut vorarbeitest, bereitet dir ein halbherziger Tag keine Bauchschmerzen.

Projekt planen - Nanowrimo

4. Bereite alle nötigen Materialien und Tools vor.

Dein Plan sollte irgendwo komplett festgehalten sein, damit du ihn täglich abrufen kannst. Ich schreibe alles Nötige zu den Szenen in ein Excel-Sheet, sammle Inspirationsbilder auf Pinterest und tracke meinen Fortschritt im Bullet Journal. So habe ich immer alles griffbereit.

Aber nicht nur für den Plan brauchst du Tools, auch für die Ausführung. Bereite sämtliche Software und Materialien vor, bevor du dein Projekt an Tag 1 beginnst. Ich lege zum Beispiel ein neues Projekt in Scrivener an und erstelle Platzhalter für alle geplanten Szenen. Dann kaufe ich Dinge ein, die ich für NaNoWriMo brauche: Snacks, einen großen Vorrat Kaffee und Tee und meine obligatorische Duftkerze. Und zum Schluss bastele ich noch eine riesige Spotify Playlist mit Liedern, die zu meiner Story passen. Installiere also alle Tools, die du brauchst, mache einen Ausflug zum Baumarkt, in den Supermarkt, bestelle bei Amazon. Hauptsache, du hast alles beisammen, wenn dein erster Projekttag ansteht.

5. Sammle Motivation!

Zum Schluss knüpfen wir wieder an Punkt 1 an. Du bist jetzt richtig motiviert, stimmts? Das ist normal – wenn man auf ein Projekt hinplant, steigert sich die Vorfreude. Aber ich kann dir verraten, dass du spätestens nach zweieinhalb Wochen nicht mehr ganz so motiviert bist, eher lustlos und gestresst. Was kann man also dagegen tun?

Ich nutze da ein klassisches Belohnungssystem. Für jeden Meilenstein von 10.000 Wörtern überlege ich mir etwas Kleines, aber Schönes – einen neuen Brush Pen, einen Abend mit meinen liebsten Videospielen, einen Kinobesuch. Und wenn ich die 50.000 geknackt habe, belohne ich mich mit etwas Größerem. Dieses Jahr wird das vermutlich ein neues Piercing – ich überlege schon seit Monaten, ob ich mir nicht mal wieder eines gönne und das ist die perfekte Gelegenheit. Hast du auch solche Sachen, um die du schon ewig herumschleichst? Mach sie zu deiner Belohnung! Dann hast du deinen ganzen Projektmonat lang Zeit, darauf hinzufiebern.

Überfordert? War ich am Anfang auch! Bis ich mir mein praktisches Workbook gebastelt habe. Eine PDF-Datei, die ich mit allen wichtigen Daten, Deadlines und Zielen befüllt habe und die jetzt ausgedruckt auf dem Schreibtisch liegt. Das Workbook kannst du natürlich auch kostenlos herunterladen!

Workbook? Ja, bitte!

Projekte planen Workbook

Ja, ein Projekt planen ist eine ganz schöne Riesenaufgabe. Aber ich habe vollstes Vertrauen in dich! Dieser Post ist im Übrigen der Auftakt zu einer ganzen Reihe über den NaNoWriMo und andere große Projekte – wenn du also dein eigenes startest, greife ich dir in den nächsten Wochen mit Tipps, Checklisten und Anleitungen unter die Arme. Welches Projekt würdest du gerne realisieren? Hast du selbst schon mal so etwas Großes geplant und hättest du gerne Lust, mehr über NaNo zu erfahren?

Favorite Links im März 2017

Hallo ihr Lieben,
das Real Life hat mich wieder! Nach fünf wunderbar entspannten Tagen in den Bergen und einem Tag „Rehabilitation“ bin ich heute wieder voll und ganz für euch da. Und los geht es mit ganz viel Inhalt – mal nicht von mir, sondern von anderen Bloggern. Hier kommt nach langer, langer Zeit eine neue Liste meiner liebsten aktuellen Blogposts – die Favorite Links im März. (Und ein paar Bergfotos, weil ich noch ein bisschen Bergweh habe.)

Autobahn Berge am Krummsee

Die besten WordPress Plug-ins für 2017 

Elmastudio dürfte so einigen als Entwicklerstudio für tolle WordPress-Templates bekannt vorkommen – auch mein Design stammt aus der Schmiede von Ellen und Markus. Jetzt haben die beiden eine lange Liste ihrer Empfehlungen aktueller Plug-ins für WordPress veröffentlicht.

Wie starte ich ein Bullet Journal? 

Dass ich total verliebt in mein Bullet Journal bin, auch BuJo genannt, ist allgemein bekannt. Anfangs kann man leicht überfordert mit all den schönen Spreads auf Instagram und Pinterest sein – Nia von But first, create! bietet mit ihren Post eine tolle Anlaufstelle für alle Anfänger. 

Tipps für tolle Flatlays

Flatlays sind die angesagtesten Fotos auf sämtlichen Social Media Networks – aber so eines hinzukriegen, kann manchmal ganz schön kompliziert sein. Jenny gibt bei Changeable Style Tipps für das perfekte Flatlay. 

Generation Maybe

Ein superinteressantes Thema schneidet Eva Katharina auf be fabulous an: Es wird immer komplizierter, sich für einen Beruf, einen Weg zu entscheiden und den konsequent verfolgen. Wir sind nicht zu Unrecht die „Vielleicht-Generation“ – damit setzt sie sich kritisch auseinander. 

How to do an Outfit Shooting

Auf Lux und Poppy schreibt Miriam über die Kunst, Outfits zu shooten. Das ist auch für mich immer noch kompliziert, wenn man Person und Outfit gleichzeitig in Szene setzen soll. Außerdem hilfreich: Posing Tipps und Tricks für gute Shoots. 

Tipps für produktives Arbeiten zu Hause

Bei Luise von kleinstadtcarrie bin ich von allen Posts wirklich begeistert – den vorletzten kann ich besonders gut gebrauchen. Wer wie ich zur Prokrastination am heimischen Arbeitsplatz neigt, der sollte hier mal reinschauen! 

Mit Pinterest zum Blog Erfolg

Pinterest ist mittlerweile eine der ganz großen Nummern, wenn es um neue Follower und Reichweitensteigerung geht. Caro von Madmoisell DIY schildert ihre eigenen Erfahrungen mit dem Netzwerk – ein interessanter Einblick. 

Blogging Work | Favorite Links

Das waren meine Highlights der letzten Tage und Wochen – ich denke, da ist für jeden was dabei! Könnt ihr mir interessante Blogartikel empfehlen? Was sind eure Lieblingsblogs?

Cheers,
Eure Marianne

Freakshake mit Banane und Nutella & Random Life Update

Banana Nutella Freakshake

Heute gibt es Freakshakes! Denn ich habe so einiges zu feiern. In den letzten Tagen ist viel passiert und deswegen habe ich heute neben dem überraschend gesunden Rezept für den Shake mit Nicecream auch ein Life Update für dich.

►❚❚ Tagebuchmodus ein


20 Years
: Ja, ja, ich habe jetzt auch eine Zwei vorne dran stehen. Letzten Donnerstag bin ich doch tatsächlich schon zwanzig geworden. Und es war ein supertoller Geburtstag, den ich mit Familie und Freunden verbracht habe. Wer mir auf Instagram folgt, hat auch schon meine tollen neuen Hausschuhe  in der Story gesehen – ich trage jetzt nämlich 😍-Emojis an den Füßen! Und bevor jemand fragt: ich fühle mich weder alt, weise, noch erwachsen. Leider gab es auch mit zwanzig keine wundersame Veränderung. 

Von wegen kein Valentinstag: Im letzten Post habe ich dir noch erzählt, es gäbe dieses Jahr keinen Valentinstag für mich – Pustekuchen. Statt Rosen und Pralinen hat mir mein toller Freund Ben & Jerry’s Chocolate Fudge Brownie mitgebracht – und einen Spielzeugtraktor von Siku. Kein Witz. 😂😂😂 Und das alles nur, weil ich blöde Witze gemacht hatte. 

Sum41Family: Bestes. Konzert. Überhaupt. Und außerdem mein erstes mit VIP-Ticket. Als ich letzte Woche gesehen habe, dass es noch Upgrades gab, musste ich mir eines leisten! So habe ich meine liebste Band tatsächlich beim Meet & Greet getroffen und dann in der ersten Reihe erlebt. Gut, die Prellungen von den Moshpits brauchen noch ein paar Tage, bis sie verheilen, aber hey, wen juckt das schon? 😂

Sum 41 Selfie Sum 41 Ticket
SUm 41 Meet & Greet
Das hektischste Selfie überhaupt und wirklich schön ist es auch nicht, aber ich liebe es!

Endlich Ordnung: Die kriege ich jetzt hoffentlich in meinen Terminplan. Wer mir auf Pinterest folgt, hat sicher schon das neue Board gesehen: Bullet Journaling. Mein Tageskalender von Moleskine hat zwischen Wochen, wo täglich die ganze Seite gefüllt war, und wochenlangen leeren Seiten hin- und hergewechselt. Und irgendwann hatte ich die Nase voll. Da kam mein Geburtstag gerade recht. Nach unzählichen Google-Suchen, eifrigem Pinnen und vielen Päckchen vom Onlinehändler-Riesen bin ich nun stolze Besitzerin eines Leuchtturm1917 Notizbuchs, das jetzt mit verschiedensten Themen gefüllt wird. (Vom Tombow Fudenosuke Pen, den Mildlinern und diversen Finelinern ganz zu schweigen – ich bin so ein Shoppingopfer, wenn es um Künstlerbedarf geht!)

►❚❚ Tagebuchmodus aus

Die Freakshakes sind außerdem mein Beitrag zum RE·CREATE Blogevent – hier geht es darum, das allererste Rezept auf dem Blog noch einmal neu zu interpretieren. Das war bei mir dieser Bananenmilchshake mit Nutella, 2013 müsste das gewesen sein. Da mir ein Milchshake einfach zu langweilig ist, musste ich einen Freakshake daraus zaubern. Die leckeren Schokokekse findest du übrigens bei Ofenliebe.

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Sooo, lass dir die Shakes schmecken! Außerdem habe ich jetzt endlich Semesterferien und bin voll motiviert, hier noch mehr zu posten. Nächste Woche folgt noch ein Blockseminar und am Ende der Ferien eine Klausur, aber darüber mache ich mir jetzt noch keine Gedanken, sondern genieße die freie Zeit. Welche Themen willst du in nächster Zeit gerne sehen? Hast du besondere Wünsche oder Tipps für meine Ferien? 

short story | Weil die Details am meisten bedeuten.

Die U-Bahn fährt ein, fahles Blau gegen das schreiende Orange der Station. Marienplatz. Kopfschmerz. Die Unitasche ist schwer, Musik dröhnt in meinen Ohren, besser als das Stimmengewirr.

Ich verhalte mich wie ein kaputter Scanner, mein Blick huscht unruhig durch die Masse, bis nur noch ein grauer Schleier übrig bleibt. Graue Masse, graue Menschen, kategorisiert nach Alter, Kleidung, Stil, Attraktivität, wie auf einer Preisliste.

Blinzle gegen das Licht. Jemand steht neben mir, nehme die Person kaum wahr, dann treffen mich Augen. Blaue, ein wenig müde Augen mit kurzen Wimpern, ein Kranz aus grünem Licht um die Pupille.

Wie lange ist es her, dass du einem Menschen in die Augen gesehen hast?

Es reichen 36 Fragen und 4 Minuten durchgehender Augenkontakt, um sich in einen Fremden zu verlieben, besagt eine Studie. Aber nur die Fragen reichen nicht aus.

Wie lange ist es her, dass du einem Menschen so lange in die Augen gesehen hast, dass du alle Details kanntest, jede schiefe Wimper, jeden Farbverlauf in der Iris?

Details. Eigentlich geht es immer um die Details, und das fällt uns viel zu selten auf. Du kaufst ein Notizbuch – geht es dir darum, dass die Linien stimmen, oder um das Gefühl des Leders unter deinen Fingern? Um den Geruch von Papier und die weiche Oberfläche, die blaue Tinte aufsaugt, als wäre sie am Verdursten, was ja auch irgendwie stimmt. Es geht um die Einzelheiten.

Aber wir verlieren uns im Alltag. Zwischen neun Stunden Arbeit, all den To-Do-Listen, dem Hetzen vom einen Ort zum nächsten, klimpernden Autoschlüsseln und überall Radiostimmen und grellen Werbeanzeigen verlieren wir uns, und dann gehen die Details im Strudel unter, ertrinken im Allgegenwärtigen.

Und ich frage mich: war das nicht einmal anders? Haben wir nicht einmal nur die Details gesehen?

Ich wollte doch immer mehr sein als das, mehr erfahren, mehr leben, das wollten wir alle. Keine Sklaven des Alltags, des engen Blicks, wir sehen manchmal nur noch den Weg vor unseren Augen, ohne das Gras am Feldrand. Terminkalender statt Licht in Augen. Nur den Stau auf der Autobahn statt dem Schwarm Stare, der an den nächsten Ort von vielen zieht.

Und dann, auf einen Schlag, passiert es. Die ganzen alten Gedanken kehren zurück, kitzeln in längst vergessenen, verstaubten Ecken des Kopfs. Pläne, Orte, Ideen. Neue Gesichter, alte Menschen, die Mischung macht’s. An manchen Tagen bin ich wacher als sonst, fahre mit dem Auto in die Dunkelheit hinein, und dann ist alles so klar, scharf umrissen wie lange nicht mehr, wie lang war ich blind? So viele unscharfe Umrisse, die Müdigkeit ist endlich verschwunden, zurück bleibt Determination. Etwas anzufangen. Nicht hier aufzuhören. Es war und ist nie genug, ich kann noch so viel höher, weiter, schneller. Mehr. Da ist so viel Mehr, in Großbuchstaben, und es wartet nur darauf, gefunden zu werden. Also steige ich in die U-Bahn, schnell, bevor die Türen schließen und mich zurücklassen, und ich sehe endlich wieder die Details, graue Augen mit gelben Flecken und die Musik in meinen Ohren bringt mich zum Lächeln.

Diese Augen sind so unterschiedlich und doch haben sie etwas gemein – sie sind meine und die meiner Schwester. Ob lange Wimpern oder kurze, getuschte, ungeschminkte, mit Kajal oder ohne, schwarz oder silberschimmernd und ob sie blau sind oder grün oder braun oder grau – sie alle sind einzigartig und mit ihnen nehmen wir all die Details auf, auf die wir alle mehr achten sollten. 

Bei diesem kurzen Shooting hatte ich so viel Spaß wie lange nicht mehr – ich habe meine Makrolinsen neu für mich entdeckt und endlich festgestellt, dass man damit nicht nur Pflanzen und Ameisen fotografieren muss. Mal sehen, welches Detail mir als Nächstes vor die Linse läuft.

Life Update Vol. 4 | Hello 2017 Edition

‚The sexiest thing you could ever do is to be wildly and beautifully unafraid.‘

-Cleo Wade

Meine Lieben,

hello 2017! Neues Jahr, neuer Blog, könnte man fast sagen. Ja, ich bin endlich auf WordPress umgezogen, das ist ein Grund, warum es in den letzten Tagen so still hier war. Das Design hat mich kräftig geärgert und einige „Features“ (it’s not a bug, it’s a feature!) auch. Aber jetzt zum eigentlichen Thema.

Es ist tatsächlich vorbei, dieses seltsame Jahr 2016. Es hat sich viel verändert, nicht nur in meinem Leben, sondern auch in der Welt. Und ganz oft wissen wir nicht, ob das wirklich so gut ist. Meinen persönlichen Rückblick und meinen Ausblick für 2017, alles, was ich mir so wünsche, gibt es heute im Tagebuchmodus. Betrachtet man mich und meinen Alltag so rein oberflächlich, hat sich nicht viel getan. Die ganz großen Veränderungen sind nicht sofort sichtbar – da muss man ein wenig an der Oberfläche kratzen. Aber sind nicht gerade das die guten Sachen?

Hello 2017 Cat and Punk Rock OOTD

Hello 2017 Cat and Punk Rock OOTD

►❚❚ Tagebuchmodus ein: Hello 2017

Was, wenn ich keine Vorsätze habe?: Ich halte nichts davon, zum Jahresanfang das komplette Leben umzukrempeln. Vor allem, wenn man zwei Wochen später sowieso in den alten Trott zurückfällt. Ähnlich hat das übrigens Viktoria von Mirror Love in ihrem Post zum Jahreswechsel geschildert. Dementsprechend nehme ich mir also nicht sonderlich viel vor für 2017 – außer dasselbe wie immer. Alles zu erleben, was man gerade so erleben kann. Zeit für Langeweile habe ich mit vierzig auch noch.

Other directions: Rein beruflich hat sich für mich sehr viel getan in den letzten Monaten. Noch vor einem Jahr war ich felsenfest davon überzeugt, Informatik sei mein Berufsziel und nichts und niemand könnte daran etwas ändern. Jetzt arbeite ich mittlerweile seit zehn Monaten neben der Uni in einer großen Onlineredaktion und wünsche mir nichts lieber, als auf Dauer im Journalismus zu bleiben. Mal sehen, ob das klappt!

Up and away: Ich werde reisen. Sogar viel reisen. Wenn alles glatt läuft, startet im September mein großes Projekt Auslandssemester in Frankreich. (Wo auch sonst?) Außerdem geht’s im Frühling ein paar Tage in die Berge, im Sommer auf das Chiemsee Summer Festival und zwei weitere Urlaubspläne sind noch im Entstehen. Was spontan auf mich zukommt wie 2016 Paris oder Berlin, das werden wir ja sehen – ich bin gespannt!

Hello 2017 Cat and Punk Rock OOTD 2

Hello 2017 Cat and Punk Rock OOTD 3

 

 
 

Das erste Mal…

… an einer Klausur gescheitert. Ich würde ja gerne sagen, dass es auch das letzte Mal war, aber ich fürchte, das wird nicht so sein.
… mehr als 50% eines Romans geschrieben. Ehrlich, ich bin gespannt, wie es weitergeht.
… in Berlin gewesen. Und in Berlin verknallt.
… Malen und Zeichnen so gelernt, dass man sich bei den Ergebnissen nicht mehr schämen muss, und tatsächlich ernsthaft damit angefangen. Einige der Werke könnt ihr auf Instagram oder in meiner Postreihe zu Malen und Zeichnen finden.
… meine absolute Lieblingsband Sum 41 live gesehen. Gleich zweimal. (Nummer drei folgt im Februar 2017.)

Hello 2017 Blogging Year: Man sieht es ja: Hier auf Deliriumskind ist alles im Umbau. Wundert euch also nicht über seltsame Formatierungen und unvollständige Widgets. Die wichtigsten Sachen funktionieren schon!  Auch rein inhaltlich möchte ich einige Neuerungen bringen, mich endlich auf eine eigene Nische konzentrieren. Ein bisschen mehr Technik und Geek, weniger reine Fotografie, rein aus Zeitgründen. Auch ein paar Tutorials für Blogger stehen schon in den Startlöchern – seid gespannt!

Christmas Time: Noch ein kleiner Nachtrag zu Weihnachten, ein paar Gedanken hatte ich ja im letzten Post schon veröffentlicht. Ich hatte trotz aller Anti-Weihnachts-Feelings ein tolles Weihnachtsfest und genauso tolle Geschenke. Habt ihr es schon gesehen? Ich darf tatsächlich das „Zuckerbrot ist alle“-Shirt mein Eigen nennen – mein Freund hatte den richtigen Riecher. Darüber hinaus gab es Karten für Schwanensee vom Russischen Staatsballett am Samstag und ein Set Zeichenstifte von Caran d’Ache von meiner Schwester. Den 3DS zu bestellen war übrigens die dümmste Idee meines Lebens – ich kann nicht aufhören, ständig Zelda zu spielen!

►❚❚ Tagebuchmodus aus

Hello 2017 Cat and Punk Rock OOTDMantel: Tom Tailor
Hose: Review
Blazer: H&M
Shirt: Look 54
Schuhe: Tamaris
Schal: Pieces

Das war’s schon wieder mit allem, was ich zum Jahreswechsel so zu sagen habe – wie gesagt ist das nicht mein allerliebstes Thema. Nachdem alle anderen Silvester schon so viel bedeutung beimessen, muss ich das nicht auch noch tun. Ich setze mich jetzt wieder an meine Widgets! Die Fotos hat übrigens meine Schwester gemacht und sich damit spontan zum offiziellen Blogfotografen befördert. 😉️ Natürlich habe ich es geschafft, das Shooting genau einen Tag zu früh einzuplanen – am Tag drauf hat es angefangen zu schneien. Außerdem sehen jetzt, zwei Tage später, meine Haare wieder komplett anders aus – ich habe sie aus reinem Frust und Langeweile dunkler getönt und gestern wieder schulterlang schneiden lassen. Mal sehen, vielleicht lässt sich die Fotografin zu einem zweiten Shooting überreden. 😉️

Cheers!

Eure Marianne

’she has been through hell. so believe me when i say, fear her when she looks into a fire and smiles.‘

-e.corona

Die Volume-Posts. Hier kommt der ganze random stuff der letzten Zeit, über den ich so nachdenke, mich freue, mich aufrege. Und Zitate, die ich gerade gut finde. Denn meine Zitatesammlung füllt mittlerweile über zwei Notizbücher und nie hab ich Gelegenheit, sie irgendwo anzubringen. Und gute Zitate müssen meiner Meinung nach verbreitet werden. Oder?

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Inspiration: Meine Wunschliste für 2017

Wunschliste-für-2017-cover-notizbuch
Meine Lieben,
Die Zeit eilt dahin und jetzt ist tatsächlich schon der vierte Advent verstrichen. Die meisten Geschenke sind eingepackt und in geheimen Ecken verstaut (hahaha, genau), die letzten Plätzchen gebacken und Pläne geschmiedet. Und was dachte ich mir da? Klar, Zeit für die Weihnachtswunschliste! Ehrlich gesagt wollte ich dieses Jahr überhaupt keine veröffentlichen, weil ich mir ursprünglich gar nicht so viel gewünscht habe. Aber dann musste ich feststellen, dass sich vor allem für 2017 eine ganze Menge an Sachen angesammelt hatte. Und warum dann nicht einfach eine Wunschliste für 2017 zusammenstellen? Hier kommt der materielle Teil – der ideelle ist noch nicht ganz fertig und meine Vorsätze kommen schließlich auch noch mit rein.
 
wunschliste-für-2017-aquarellfarbe

Meine Wunschliste für 2017:

1. Hinter einem klassischen Paar Doc Martens hechele ich schon seit Jahren her und je länger ich meine schwarzen Schnürstiefel von Tamaris anziehe, desto mehr will ich das Original endlich haben. Am liebsten die 1460 FORLIFE – damit bekommt man nicht nur den Schuh, sondern auch eine lebenslange Garantie auf Reparatur und Ersatz.
 
2. Ja, ich und Nintendo – a never ending love story, könnte man sagen. Jahrelang habe ich meine Eltern um einen Nintendo DS angebettelt, bis ich endlich Mario Kart, Pokémon und Animal Crossing spielen konnte. Und jetzt, wo bekannt ist, dass die neue Switch keine 3DS games unterstützen wird, sondern parallel gehandelt wird – was hält mich noch? Genau, nichts. Im Gegensatz zu allem anderen wird der 3DS auch unter dem Christbaum liegen. Mit dazu kommt Legend of Zelda: A Link Between Worlds.
 
3. Copic Marker und ein Grafiktablett in vernünftiger Größe – dazu muss ich wohl nicht viel sagen. Ich zeichne und male nach wie vor viel und seit ich das auch für Aufträge tue, sind hochwertige Materialien noch wichtiger. Marker habe ich bis jetzt gar nicht, koloriert wird in Photoshop oder mit Filzstiften und das ist auf Dauer eher schrecklich. Und mein Grafiktablett von Wacom ist zwar heißgeliebt, aber auf Dauer einfach zu klein, um effizient zu arbeiten.
 
4. Leute. Dieses. Shirt. Ich habe es in Berlin in einem Schaufenster an der U-Bahn gesehen und ungefähr drei Tage lang nicht aufgehört, darüber zu lachen. Ich habe allen Ernstes noch nie ein Shirt gesehen, das so sehr meinem Humor entspricht. Leider von Swarovski und damit nicht ganz billig – aber ich sag euch eines, ich kriege dieses Shirt auch noch! Und wenn ich fünf Jahre dafür arbeiten muss. (Außerdem ist mein geliebtes schwarzes Shirt von Einstein & Newton vor einem Monat kaputtgegangen. Scheiß Drahtzäune.)
 
5. Ich bin im Moment andauernd angespannt, müde, gestresst – und wenn ich nächstes Jahr in den Urlaub fahren will, dann bitte schön irgendwohin, wo sonst niemand ist und ich meine Ruhe habe. Keine anstrengende wochenlange Städtereise. Keine Touristenhochburgen. Lieber Berge und Schnee, von mir aus gerne eine Sauna und ein paar gute Bücher. Hach!
 
6. Trotz allem Stress – ein bisschen Action muss auch sein und was passt da besser als Musik? Seiler und Speer konnte ich im November in München nicht sehen und habe mich deswegen schwarz geärgert – also dann halt im März! Wanda und Sum 41 sind außerdem schon gekauft und warten an der Pinnwand auf ihren Einsatz.
 
7. Noch ein Nerdteil – ich bin seit meiner Anmeldung auf Pottermore vor ungefähr drei Ewigkeiten stolzer Slytherin – most underrated Hogwarts House ever! Und nachdem ich für den Fasching noch kein Kostüm habe, dafür aber einen Gutschein von Elbenwald, bin ich aktuell stark in Versuchung, mir den Pulli und die passende Krawatte zu holen. Was meint ihr?
 
Ganz ehrlich – in fünf Tagen ist Weihnachten und ich bin so absolut kein bisschen in Weihnachtsstimmung. Deswegen kommt das ganze Thema auf dem Blog dieses Jahr ein bisschen zu kurz – meine Geschenke sind alle nur zur Hälfte fertig, von kreativen Verpackungen und Prints ganz zu schweigen. Das wird wahrscheinlich alles auf Freitag vertagt, mir graust schon. Aber Weihnachten hin oder her, ich freue mich auf ein paar Tage Ruhe und Ausspannen, bevor der ganze Affenzirkus wieder losgeht! Wie sieht das bei euch aus? Freut ihr euch auf Weihnachten? Und was steht auf eurer Wunschliste für 2017?
 

Ein Roman in 30 Tagen: NaNoWriMo – 10k Wörter an einem Tag

Meine Lieben,
Ich hab’s geschafft. Ich habe im November 50.138 Wörter geschrieben und den NaNoWriMo damit gewonnen. Das sind an die 200 Seiten, und 1.667 Wörter pro Tag. Ich habe einen fast fertigen Roman auf meinem Laptop – na gut, an die 20.000 Wörter könnten es schon noch werden – und so viel geschrieben wie noch nie zuvor.
 
Ehrlich, lange Zeit sah es nicht danach aus, dass ich es noch schaffen könnte, und jetzt ist mein Schnipselroman „In Freiheit sterben“ schon fast fertiggeschrieben. Wie lange ich davon geträumt habe… Aber alles der Reihe nach.
 
 

 

Mit selbstgestaltetem Book Cover und einem kryptischen Klappentext schreibt es sich gleich viel besser.
 
Schon die letzten Oktobertage waren nervenaufreibend. Mein Plot war noch am 25. Oktober ein einziger Wust an Ideen und meine Vorbereitung dank der Uni kaum vorhanden. Also erst mal einkaufen gehen und dann den Plot bereinigen. Mein Survival Kit bestand dann aus einer erfrischenden Duftkerze, einer vierstündigen Playlist auf Spotify, Kaffee, ganz viel Wasser und einem Haufen Snacks (ich sag nur Karotten, Bake Rolls, Weintrauben und Gummibärchen).
 
Mein Plot? Na jaaa… Der war bis zum 31. Oktober nicht die ordentliche, nach Kapiteln eingeteilte Übersicht in Scrivener, die ich wollte. Sondern vielmehr sechs digitale Karteikarten, die das Ganze mehr schlecht als recht zusammenfassten, und darüber hinaus eine riesige Liste an Szenen, die ich teils umsetzen musste, teils wollte. (Ratet mal, welche davon jetzt noch nicht geschrieben sind. Ha. Marianne lässt sich nun mal zu nichts zwingen. Blöderweise.) Aber wisst ihr was? Es hat trotzdem funktioniert! Also habe ich mich am 1. November gleich nach der Halloweenparty um drei Uhr morgens an den Laptop gesetzt und angefangen zu schreiben.
 

NaNoWriMo: Irgendwo zwischen Euphorie und Verzweiflung

 
Die ersten Tage gingen gut. Ach was, die ganze erste Woche war toll. Nachdem ich mich bei meiner Szenentabelle an keine festgelegte Reihenfolge gehalten hatte, sondern einfach mal drauflosgeschrieben habe, konnte ich mir die Szenen rauspicken, die gerade zu meiner Stimmung passten. Jeden Abend saß ich da, im Schein der Zitronengrasduftkerze, und schrieb. Fieberhaft.
 
Die nächsten Wochen? Schrieb ich verbissen, angestrengt. So nach dem Motto „oh nein, das muss ich auch noch machen“. Ein weiterer lästiger Punkt auf der To-Do-Liste. Und natürlich blieben jetzt die Szenen übrig, die ich nicht so gerne schreiben wollte. Gerade in der zweiten Woche kommt der Abgrund, hieß es von anderen, die den NaNo schon hinter sich hatten, und damit sollten sie Recht behalten. In diesen Wochen Mitte November habe ich etwas Entscheidendes gelernt: Das Romanschreiben hängt nicht nur von der Idee, von der Kreativität ab, sondern als Erstes und vor allem vom Durchhaltevermögen.
 
Ich bin kein sonderlich disziplinierter Mensch, wenn es um die meisten Dinge geht. Viele Projekte fange ich an und niemals werden sie fertig, weil ich die Motivation verliere oder keine Zeit mehr habe. Und genauso wäre es mir auch beinahe beim NaNo gegangen. Nach einer stressigen Uniwoche, einer miesen Erkältung und zwei schreibfreien Tagen in Berlin kam ich am 28. Oktober auf eine ernüchternde Bilanz von 4.000 Wörtern, also ganze 16 Seiten, zu wenig. Tja, das war nicht schön. Aber ich hab’s ja trotzdem geschafft. Wie, fragt ihr?
 
 
Mit einem 10k Day. Ja, genau, einem Tag, an dem man allen Ernstes 10.000 Wörter schreibt – im Vergleich zu den üblichen 1.667 ist das über fünf Mal so viel. Und auch fünf Mal so anstrengend. Aber ich habe mir einen genauen Plan zurechtgelegt, den ganzen Tag geschrieben und schlussendlich sogar fast 12.000 Wörter aufs Papier gebracht. Und damit – mit diesem riesigen Tag – habe ich den NaNo entgegen aller Hoffnungen zu Ende gebracht und bin irre stolz, dass ich tatsächlich durchgehalten habe.
 
Die Statistiken sollte ich vielleicht gar nicht veröffentlichen, weil sie so schräg sind 😂 aber hier, ich hab nicht gelogen!

 

 
An dieser Stelle noch Shoutout und ein großes fettes Dankeschön an alle die Leute, die mich im November unterstützt bzw. meinen Wahnsinn toleriert haben. Da wäre zum Einen meine Familie, die sich ständig meine Klagen über fehlende Inspiration und zu wenige Wörter anhören dürften. Die Mädels aus der Schreibwerkstatt, die mir in den schlimmsten Tagen wieder Energie gegeben haben. Dann natürlich die beiden Freundinnen, die den NaNo mitgemacht haben, und nicht zuletzt mein Freund, dem der ganze Wahnsinn und mein Gejammer wohl am meisten auf den Wecker gegangen ist. Ihr seid alle toll und ich liebe euch! Ihr seht, es ist für den NaNo vor allem auch wichtig, Menschen zu haben. Menschen, die das Ganze unterstützen, die einen anfeuern, und am besten auch noch Menschen, die selbst mitschreiben. Sucht euch Leute!
 

NaNoWriMo Tools: Plot Helper & 10k Day Schedule

 
Na, habt ihr jetzt auch Lust auf ein eigenes Schreibprojekt? Auch wenn der NaNoWriMo jetzt vorbei ist, man kann ein solches Projekt natürlich selbst starten. Dafür habe ich ja schon seit Längerem nützliche Tipps und Tools für euch – und diese Sammlung will ich jetzt nochmal erweitern.
 
Motivation, ein paar Ideen, aber keinen Plan vom Plot? Auch kein Problem. Wer nicht Pantser sein will und drauflosschreibt, ohne die Richtung zu kennen, der nutzt zum Beispiel meinen selbstgebastelten Plot Helper.
 
 
Diese Richtlinie gibt euch jeden Tag eine Idee, wohin eure Geschichte gehen könnte. Völlig egal, ob ihr sie in 100 Wörtern, in 5000 oder überhaupt nicht umsetzt. Ihr könnt euch aber in schlechten Tagen daran entlanghangeln und euch inspirieren lassen. Das hier ist die A4-Version für euch zum Ausdrucken. Die hochformatige Pinterest-Version könnt ihr hier finden.
 
Und wenn alles schiefgeht? Tja, ich hab ja schon Erfahrung, was 10k Days betrifft, ne? 😜 Deswegen bekommt ihr auch noch einen exklusiven Schedule für solche Schreibtage von mir – mit meinem Tipp zu den Word Sprints. Auch den gibt’s in der Hochkant-Version für Pinterest.
 
 
 
Puh! Das war mal wieder ein Monsterpost! Aber ich denke, der entschädigt für die ruhigen letzten zehn Tage – die Uni hat mich mal wieder voll im Griff. Jetzt werde ich mich aber erst mal wieder an den Laptop setzen und ein bisschen weiterschreiben. Was haltet ihr von Schreibprojekten? Schreibt ihr selbst auch gerne Geschichten? Ich freue mich auf Feedback und spannende Stories!
 
Cheers!
Eure Marianne

Life Update Vol. 3 || I’M ALWAYS TIRED BUT NEVER OF YOU

bye, bye, greatest summer time

 

‚Wir wollen Sommer ohne Wolken und Nächte auf den Straßen, Tabak ohne Teer und unter Wasser atmen. Ich will im Plural reden und uns damit meinen. Glück ohne Ende und im Fallen steigen.‘
-Tonbandgerät

Meine Lieben,

tja, die Sommerpause ist endgültig beendet, ich bin wieder zurück und ja, es wird Zeit, den August und den September, diesen späten, aber umso schöneren Sommer ein bisschen Revue passieren zu lassen. So viel Zeit, die ich unterwegs verbracht habe, so viele Erlebnisse, so viel Strecke. 4374 Kilometer, sagt mir meine Routenplaner-App, und da ist noch gar nicht mitgerechnet, wo ich überall herumgelaufen bin. Jetzt sitze ich wieder an meinem Schreibtisch, der noch das Chaos von vor fünf Wochen beherbergt – Notizbücher, Aquarellfarben, Papierberge – und nehme das vertraute Bild in mich auf, während ich versuche, diese letzten beiden Monate und die nächsten, die kommen, irgendwie in Worte zu fassen.
►❚❚ Tagebuchmodus ein

 

Pack ma’s, bevor’s uns packt: die sechs Tage Malta zu viert waren ein wilder Mix aus Sonne, Meer, Irrsinn und Insiderwitzen. Vierzig Grad im Schatten auf dieser seltsamen Insel aus Kontrasten, ruhige Abende am Strand, auch mal reden bis zwei Uhr nachts und den Lichtern auf den Wellen nachsehen. In der Nachmittagshitze an den Cliffs stehen, hinunterblicken und darüber nachzudenken, wie es wäre, fliegen zu können. Danach lauwarmes Fanta-Wasser-Gemisch und italienische Schokokekse an der kleinen Kapelle, die fehl am Platz zweihundert Meter über dem Meer steht und neugierig die ankommenden Touristen betrachten. Über Touristen und Einheimische gleichermaßen reden, ein bisschen – na gut, sehr viel lachen, Kinnie ist immer noch die coolste Limonade der Welt und Geschichten erfinden hat noch nie so viel Spaß gemacht wie in Vallettas Straßen. In der größten Mittagshitze die Stadt, die ganze Insel einfach mal links liegen lassen, im klimatisierten Hotelzimmer liegen und lesen und aus dem Fenster schauen. Abends sind Pastizzi und Sausage Rolls aus der kleinen Pastizzeria nebenan das Beste, wer will schon Pizza für fünfzehn Euro im schönen klimatisierten Restaurant, wenn man Felsen, eine Decke und das Meer haben kann? Und danach doch wieder in die Shisha Bars, denn ganz ohne ein bisschen Party geht’s doch nicht. Hätte ich nur die Möglichkeit, dorthin zurückzukehren, ich würde es tun – ohne eine Sekunde nachzudenken.

 

It’s a small world, after all: Es ist kein Gerücht – Paris ist die schönste Stadt der Welt. Auch wenn man nur 30 Stunden dort verbringt. Rein in das Flugzeug, Landeanflug auf eine glitzernde Welt, inmitten derer der Eiffelturm aufragt, aus der Luft viel kleiner, als man ihn gewöhnt ist. Eine Nacht im lustigsten Einsternehotel der Welt, fast ein Motel, die Zimmer gehen auf ein Freilufttreppenhaus raus und die Wand ist aus amerikanischer Pappe. Morgens im wunderbar ruhigen Paris, typisches Frühstück mit buttrig-knusprigem Croissant und Kaffee zum Reintunken, der Eiffelturm steht direkt um die Ecke. Ein bisschen spazieren gehen, hier ein Selfie, da ein Selfie. Nächste Station: Carrefour, die größte Sehenswürdigkeit eines Landes sind die Supermärkte, erkläre ich und schnappe mir eine Packung Madeleines. Unser eigentliches Ziel: Disneyland. Eine andere Welt. Glitzer, Achterbahnen, Mickey Mouse, schon lange war ich nicht mehr hier, aber alles ist noch genauso berauschend wie damals mit acht Jahren. Und als ich um sechs Uhr morgens wieder im Flugzeug sitze, nach aufregenden 30 Stunden, da weiß ich: bald komme ich wieder. Bald, Paris.
Bevor wir fallen, fallen wir lieber auf!: Es gibt irgendwie die Zeit vor dem Festival und die nach dem Festival. Davor ist alles ein bisschen verschwommen, ein bisschen grau, ein bisschen Alltag.
Danach ist anders. Die Haut ist sonnenverbrannt, die Füße kaputtgetanzt, überall blaue Flecken und Kratzer, im Gesicht ein breites Grinsen, das nicht mehr verblassen will und so viele Erinnerungen im Kopf. Kalte Ravioli und Gelächter zu Xenonschein, Gelächter mitten im Moshpit, Gelächter noch bei der müden Heimfahrt. Unglaubliche jahrtausendealte Berge als Kulisse und wir mit unserem Eiskaffee davor, die Mittagshitze brennt bis in den Magen, aber wir springen lachend in den Bach, bis die Füße gefroren sind. „Chiemsee Summer“, das Band von diesem Jahr ist pink und trägt nach zwei Tagen schon Spuren vom Getanze zu Sum 41, AnnenMayKantereit, Steve Aoki. Fünfminutenterrinen und lauwarmes Radler zu jeder unmöglichen Tages- und Nachtzeit, Gekicher über Knutschflecken und die dämlichste Musik des ganzen Campingplatzes, abrocken getragen auf den Schultern der anderen, über der Menge. Wir fühlen uns wie ein Feuerwerk und wissen jetzt schon, das war nicht das letzte Mal Chiemsee.

Mountain Love: Ich weiß nicht, woher das kommt, aber plötzlich bin ich nicht zu halten, ich möchte jeden Sonnentag in den Bergen verbringen, einen Gipfel erklimmen und dann die Aussicht genießen, am besten mit einem guten Buch oder einem schönen Menschen, und jedes Wochenende auf’s Neue zieht mir der Regenvorhang einen dicken grauen Strich durch die Rechnung. Das Schönste war ein Septemberwochenende in den Bergen, eine kleine gemütliche Hütte hoch über dem Wanderweg, zwei Shetlandponys und einer Aussicht, für die manch einer töten würde. Bergluft macht frei im Kopf, sagte mir einst ein weiser Mensch, und scheinbar ist bei mir doch ein Teil dieser Wahrheit im Herz hängengeblieben – bald, bald geht’s wieder auf in die Alpen. Noch zehn Tage und die Wanderstiefel warten schon ungeduldig in der Ecke.
Septembernachmittage: Jetzt ist schon fast wieder Herbst, die Luft riecht zumindest wieder so, mehr nach rostroten Blättern als nach Kräutern und Stroh und wir schreiben September. Dass die Zahlen auf dem Thermometer immer noch nach Sommer aussehen, finde ich ganz toll, denn noch habe ich keine Lust, mich endgültig vom Sommer zu verabschieden. Eis essen mit alten Freunden in der kleinen Stadt, die Kalorien danach wieder runterschwitzen und mit dem Fahrrad lachend durch die Gegend düsen. Die Kinoabende leben wieder auf, nach dem Sommerloch kommt ein guter Film nach dem anderen und Nachos mit Käsesauce zusammen mit Freunden vor der Leinwand sind immer noch das Beste nach einem langen Tag. Suicide Squad, Nerve, Mike and Dave, die Liste ist endlos und wird wahrscheinlich nie aufhören, und vielleicht freu ich mich doch auf die Wintertage, wenn die Lieblingsdisco wieder öffnet und die Tasse für den heißen Kakao tagtäglich neben dem Laptop steht, weil Schreiben bei Regen und Kakao immer noch unschlagbar ist.

 

►❚❚ Tagebuchmodus aus

Bald beginnt das neue Semester, mein drittes nun, und bald fangen auch neue Aufgaben für mich an. Der NaNoWriMo startet zum 1. November, und dieses Mal stehe ich mit auf der Teilnehmerliste – in den nächsten drei Tagen werde ich mein Herzensprojekt endgültig fertigplotten und dann innerhalb von 30 Tagen niederschreiben. Ein Kurzurlaub ist auch schon wieder geplant – die Travelguides stapeln sich auf meinem virtuellen Schreibtisch und ich verspreche euch, bald werde ich Bericht erstatten!

 

‚They’re teaching me to kill, but wo’s teaching me how to love? Now baby, isn’t that crazy?‘
-My Chemical Romance

Die Volume-Posts. Hier kommt der ganze random stuff der letzten Zeit, über den ich so nachdenke, mich freue, mich aufrege. Und Zitate, die ich gerade gut finde. Denn meine Zitatesammlung füllt mittlerweile über zwei Notizbücher und nie hab ich Gelegenheit, sie irgendwo anzubringen. Und gute Zitate müssen meiner Meinung nach verbreitet werden. Oder?