Kategorie: Writing

Literatur und Schreiben ist eines meiner großen Hobbys, seit ich zehn Jahre alt bin. Hier gibt es regelmäßige Updates und Anregungen zur Schreiberei sowie Kurzgeschichten und Ausschnitte aus Projekten.

short story • Von sechs Richtigen und einer ganzen Menge Dankbarkeit.

Jetzt im Lotto gewinnen, was würdest du dann tun? Fragt sie, streicht sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht und ich schließe kurz die Augen.

Jetzt sechs Richtige ankreuzen, den einen Schein haben. Ja, ich weiß genau, was ich dann tun würde. 

Die Freunde anrufen, die schon längst warten, und ihnen sagen – es dauert keinen Tag länger, lasst uns jetzt den Motorradführerschein machen, wer muss dann noch jahrelang sparen? Dann ist die Freiheit zum Greifen nah, Touren quer durch die Berge und schlussendlich am Meer ankommen, in Leder und Metall am Strand stehen und endlich, wirklich frei sein.

Eine Liste aus all den Orten machen, die seit Jahren im Kopf herumspuken und einfach mal den ersten Flug buchen, wen interessiert schon unbezahlter Urlaub, wenn man so viel sehen kann? Sri Lanka. New York City. Island. Singapur. Einmal die US-Ostküste runter. Mit dem Motorrad quer durch Frankreich. Warum, frage ich sie, warum denn nicht?

Die Karten für das nächste Konzert kaufen, music is life, vielleicht Twenty One Pilots oder Panic! At the Disco. Zusammen mit tausenden anderen singen – das war schon immer fantastisch.

Und dann dämmert mir etwas. Eine ganz simple Erkenntnis.

Was, wenn ich die sechs Richtigen schon längst habe? Vielleicht nicht im Lotto, aber im Leben.

 Na und, dann warten wir doch noch bis nächstes Jahr mit dem Führerschein und heizen solange mit der Motocross über verlassene Feldwege, auf denen wir die Einzigen inmitten von all der Natur sind. Wir. Zusammen.

Vielleicht muss New York oder Island noch ein bisschen warten, aber Malta und Paris und die Berge reichen doch auch erst mal, unvergessliche Momente mit Menschen, die man liebt, und im Hintergrund das Meer. Und selbst wenn wir nur bis ins Kino kommen statt ans Meer oder an den Chiemsee, das Gelächter bleibt das gleiche, und das Gefühl, dass uns nichts auseinanderbringen kann, auch.

Vielleicht kommen wir nie auf all die Konzerte, aber wir haben Festivaltickets und Campingstühle und ein Zelt und deswegen tragen wir die Bänder auch noch Monate später, weil vier Tage Wahnsinn auf dem Festival einfach noch viel besser ist. Und wenn wir nicht gerade mitsingen, mitjubeln, dann singen wir unsere eigenen Lieder, schreiben unsere eigene Geschichte weiter, und das zusammen.

Und ist es nicht das, was zählt? Die Menschen, die man liebt. Die Lieder, die man selber singt. Die Momente, die man am liebsten in Marmeladengläsern fangen möchte, und dann tut man es doch nicht, weil sie es nicht verdient haben, weggesperrt zu werden.

Die richtigen Momente sind wichtig. Nicht die richtigen Zahlen. Sage ich zu ihr und sie nickt zufrieden, als hätte sie nichts anderes erwartet.

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I'm A Fan Pt. II • fanfictions

Meine Lieben,
Ihr kennt mich ja. Mich und meine Fandoms. Für alle, die das nicht tun, hier noch einmal die Vorgeschichte und meine kleine Erklärung zu allem, was mit Fandom zu tun hat.
Heute soll’s um Fanfictions gehen. Ganz vorneweg: Das Image von Fanfictions ist schlecht. Geradezu unterirdisch schlecht. Woran das liegt? An dreizehnjährigen Mädchen mit voll freshen Autorenskills, die ihre vor Rechtschreibfehlern strotzenden One-Direction-Stories mit uns teilen müssen, in denen grundsätzlich immer sie selbst die Hauptrolle spielen und im Sturm von einem der Bandmitgliedern erobert werden. An der Annahme, dass Fanfictions grundsätzlich nur über Boybands und Animes geschrieben werden und außerdem nur deswegen kostenlos verfügbar sind, weil die Autoren nicht fähig sind, ein echtes Buch zu schreiben. Und nicht zuletzt an Leuten, die mit ihren grottigen Fanfictions auch noch berümt werden – ich habe keine Ahnung, wie es kommt, dass die prominentesten Beispiele für Fanfictions derart schlecht geschrieben sind. Ja, da braucht ihr gar nicht so empört zu schauen. Ich habe die ganze, ich wiederhole, die GANZE After Passion-Reihe von Anna Todd gelesen. Ich habe immerhin den ersten Band und den Film von Fifty Shades of Grey ausgehalten. Und wie die meisten Menschen, die viel und gerne Hochwertiges lesen, bin ich entsetzt von solchen Büchern – das hat rein gar nichts mit Fanfictions zu tun, sondern einzig und allein mit dem schlechten Schreibstil der Autorinnen. 
Und die Fanfictionszene, die ich kenne, ist eine andere. Ich lese hauptsächlich Fanfictions zu den Marvel-Filmen und zu Harry Potter. Kennt man als zwei der bekanntesten Fandoms, mit hunderttausenden von Fanfictions im Netz. Da stellt sich dem Neuling doch sofort als Erstes die Frage: Warum Fanfictions schreiben? Hat der Autor keine Ideen für eine eigenen Story? Man muss gar nicht so viele Fanfictions lesen, um die drei häufigsten Gründe für Fanfic zu kennen. Erstens: Der Plot lässt erzählerische Lücken, die man für die grundlegende Story eigentlich nicht braucht – das Leben von Nebencharakteren zum Beispiel. Und die gibt es in jedem Film, jedem Roman, jeder Serie. Wie sind zum Beispiel die Weasley-Zwillinge auf die Idee gekommen, Scherzartikel zu erfinden? Dann gibt es den Fanfiction-Autor, der gerne eine Alternative zum Plot des Originals ausprobieren möchte. Hätte Hermine nicht besser zu Harry gepasst? Oder gar zu Draco Malfoy? Und schlussendlich ist natürlich eine Fortsetzung des Lieblingswerks nie verkehrt. Wie geht es zum Beispiel Harrys Kindern in Hogwarts?


Aber lasst uns jetzt vom Schreiben zum Lesen kommen – als Erstes muss man natürlich Fanfictions zum Lesen finden. Die beiden größten internationalen Portale sind Fanfiction.net und AO3, dort findet man Millionen von verschiedenen Stories. Beide Portale haben ihre Vorteile: FF.net bietet eine offizielle App, mit der ihr Fanfics auch auf dem Smartphone lesen könnt, bei AO3 könnt ihr dagegen die Geschichten in verschiedenen Formaten herunterladen und so zum Beispiel auf dem Kindle lesen. Sortiert werden die Stories immer gleich: nach Kategorie wie Film, Buch, Serie oder Game, nach dem Originalwerk, auf dem sie basieren, nach den Protagonisten der Fanfiction und nach dem PG-Rating – hier gibt es die Stufen K, K+, T und M, wobei M für 18+ steht. Merkt euch das gut, vor allem das Rating, das könnte wichtig werden. 😉

Um Fanfictions zu lesen, sollte man ein paar grundlegende Regeln kennen. Ansonsten könnte es sein, dass das Universum der Fanfictions zu Anfang ein bisschen verstörend sein. Aber mit diesen fünf Punkten seid ihr vorgewarnt:

1. Lest Fanfictions auf Englisch. Warum? Das ist ganz einfach. Der Prozentsatz an schlechten Fanfics ist immer und überall ungefähr gleich. Da aber die Menge an englischen Fanfictions riesig ist, habt ihr hier auch die größere Chance, schnell eine gute zu eurem gewünschten Thema oder Pairing zu finden. Und auch wenn ihr eigentlich keine englischen Bücher lest – es gibt auch Fanfictions mit einfachem Vokabular und nach vier Wochen merkt ihr den Unterschied schon gar nicht mehr. Versprochen!
2. Fanfiction-Autoren haben die verrücktesten Ideen, was die Themen ihrer Geschichten angeht. Also, klar gibt es Sachen wie die Liebesgeschichte zwischen Hermine Granger und Draco Malfoy, die man in 10000 Varianten findet, weil sie einfach viel Stoff bietet und alle sie gerne lesen. Und dann gibt es Stories, in denen sich Loki in einen Stein verliebt. Oder erotische Fanfictions, deren Hauptrolle der Sprechende Hut spielt. Ihr seht, was ich meine?
3. Zu meinem nächsten Hinweis gibt es sogar eine Internetregel – und zwar die Rule #34: „If it exists, there is porn on it.“ Und die gilt bei Fanfictions ganz besonders. Vermutlich drei Viertel aller Fanfictions enthalten sexuelle Inhalte, vor allem, wenn das Originalwerk keine hat (Harry Potter zum Beispiel). Und die sind oft alles andere als romantisiert. Wenn ihr keine Lust auf erotische Szenen oder komplett erotische Stories hat: Rating beachten und alles, was ein M enthält, lieber links liegen lassen.
4. Ganz viele Fanfic-Autoren schreiben einfach drauflos und haben weder jemand, der Korrektur liest, noch sind sie selbst Rechtschreibgenies. Ergo: da draußen existieren unglaublich viele Fanfictions, bei denen mein innerer Monk schon nach 30 Zeilen aufhört zu lesen und weinen will, weil die Story – die vielleicht ganz gut sein könnte – gespickt mit Fehlern ist. Sehr gefährlich. Und leider ein Problem, dem man nicht mit der erweiterten Suche aus dem Weg gehen kann. Aber wenn die Fanfic wirklich toll sein sollte: kontaktiert doch den Autor und fragt ihn, ob er einen Beta-Leser haben möchte 😉
5. Trotz allem: egal, was man sucht, man findet immer eine gute Fanfiction. Egal, wie skurril eure aktuellen OTPs sind. Egal, welcher Fangemeinde ihr angehört. Es gibt zu allem Fanfics und es gibt auch zu allem gute Fanfics.

Ja ja, ich kann eure ratlosen Gesichter schon sehen, wenn ihr zum ersten Mal so eine Fanfiction-Beschreibung durchlest. Das reinste Fanfictionsfachchinesisch. Also gibt’s jetzt noch etwas, was ihr dringend braucht: einen Einblick in die Fanfiction-Vokabeln. Weitere Erklärungen für Interessierte und Ratlose findet ihr hier bei Angelfire.

Fluff: alles, was schön, süß oder romantisch ist. Geschichten, die man mit Fluff labelt, haben keine Angst- oder Panikszenen, keine dunklen Hintergründe. Aber oft auch keinen sonderlich ausgearbeiteten Plot. Also eher was für zwischendurch – oder für Tage, an denen die reale Welt schon viel zu hässlich ist.

Oneshot: Eine einzelne, in sich abgeschlossene Geschichte – also Stories mit einem einzigen Kapitel, die auch oft nur eine Szene enthalten. Das Kapitel kann allerdings jede belieblige Länge haben.

Lemons: Damit wird eine Fanfiction mit explizitem erotischem Inhalt bezeichnet. Wer so etwas also nicht lesen möchte: Augen auf beim Rating und bei diesem Filterwort. Die abgeschwächte, etwas weniger grafische Version davon nennt sich Lime.


AU: Eine sehr beliebte Abkürzung, hinter der die Wörter „Alternate Universe“ stehen. Dabei wird das ursprüngliche Universum des Originalwerks abgeändert. So gibt’s Geschichten mit einem (Achtung, Spoiler) sehr lebendigem Fred oder gar welche, in denen Harry Potter das Böse verkörpert und nicht umgekehrt.

Crossover: Ein Fanfiction-Genre, das manchmal etwas gewöhnungsbedürftig wirken kann. Hier werden Inhalte aus zwei verschiedenen Originalwerken kombiniert. Spock in Hogwarts? Jon Schnee und der Hulk auf gemeinsamen Abenteuern? Gar kein Problem.

OC: Original Character. Damit ist ein non-canon Charakter gemeint, also einer, der im Originalwerk nicht vorkommt und stattdessen vom Autor erfunden wurde.

Slash: Das Wort an sich steht für eine schwule Beziehung – findet man in der Beschreibung etwas wie „no slash“, dann kommt auch keine solche in der Fanfic vor. Das Zeichen selbst nutzt man aber für jegliche Art von Kombination, wenn man Liebesbeziehungen darstellen möchte: Hermione/Draco, Harry/Voldemort, Ginny/Parvati Patil. Damit könnt ihr die Stories nach euren liebsten Paaren durchsuchen.

Self-Insert: Diese Art von Story lässt wohl den Traum eines jeden Fans wahr werden. Hier schreibt man sich nämlich einen OC, der den Autor repräsentiert und der somit aktiv in die Geschichte eingreifen kann – damit ist der Hogwartsbrief in greifbarer Nähe.

Zu guter Letzt möchte ich euch noch einige meiner liebsten Fanfictions zu Harry Potter und den Marvel-Filmen vorstellen – alle auf Englisch, aber für euch habe ich die Klappentexte übersetzt.

A Morbid Taste for Ice (Marvel: Darcy Lewis/Loki, rated M)
Darcy Lewis hätte sich nie im Leben vorstellen können, mit dem Donnergott und seinem soziopathischen Bruder in einem Trailer Home in der Wüste von New Mexico zu leben, aber sie macht eben das Beste draus. Bis eine schockgefrostete Leiche auf der Veranda auftaucht. Als Detektivin bricht sie zu einer Reise auf, die alles, was sie kennt und liebt, in Frage stellt.

Nine Lives (Marvel: Tony Stark/Loki, rated M)
Nach einem kleinen magischen Unfall findet sich Loki in der Form einer Katze wieder, und das im Avengers Tower – Tony fängt langsam an zu glauben, dass er eher ein Hundefreund ist.

A Fine Line (Harry Potter: Rose Weasley/Scorpius Malfoy, rated M)
Nur eine dünne Linie trennt Liebe und Hass… Jeder weiß, dass sich Rose Weasley und Scorpius Malfoy hassen. Dass sie sich sehr, sehr hassen.

Tears on the Balcony (Harry Potter: Lily Evans/James Potter, rated M)
Lily und James haben sich gehasst, seit ihre erste Begegnung gründlich schiefging. Es folgt ein überraschender Abschied am Ende des sechsten Jahres und die Ankündigung, dass die beiden als Schulsprecher zusammenarbeiten müssen – werden die Dinge ab sofort anders sein?

Ich könnte jetzt noch ewig weiterschwafeln, aber selbst ein Monsterpost wie dieser muss einmal zu einem Ende kommen. Wie ist das bei euch? Lest ihr Fanfictions oder habt es zumindest schon mal ausprobiert? Gute oder schlechte Erfahrungen? Ich bin gespannt auf eure Geschichten!

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{A Novel in 30 Days}
A List of Useful Writing Tools

Meine Lieben,
was für ein Spiel! Was – für – ein – wahnsinniges – Spiel! Ja, eigentlich sollte ich euch jetzt von meinem Schreibprojekt erzählen, aber ich habe mich von diesem irren Viertelfinale gegen Italien auch zwei Tage später noch kein bisschen erholt. Meine Stimme genauso wenig wie meine Nerven.
Finalstimmung!
Was für ein Spiel!
Das ist das Gefühl,
das wir so lange vermisst haben, fiebrige Nervosität über Halbzeiten lang, neu
entdeckte Liebe und kleine Enttäuschungen auf dem geliebten grünen Rasen und
immer diese unerklärliche Euphorie.
Fangesänge,
verhalten und dann zuerst lauter in diesem Raum, in dem wir die Helden auf dem
Screen feiern. Geklopfe auf den Tischen, abgeknabberte Fingernägel und immer
wieder ein Schrei – ob entsetzt oder erleichtert, das ist immer die große
Frage.
K.O. Phase.
Ein Elfmeterschießen
wie verhext, das ist die Krönung der Gefühlswelle – ach was, Welle, das ist ein
Tsunami. Zwischen neu erwachter Hoffnung, schierer Euphorie und dann wieder dem
Entsetzen über die vergebenen Chancen, über unerklärlicherweise gehaltene
Paraden, ja, auch die andere Seite beherrscht das Spiel. Heiser geschriene
Kehlen, die Fäuste am Ende der Nacht müde vom Ballen. Zwischendurch fast die
Gewissheit, jetzt, jetzt muss es vorbei sein, das war es, und dann schießt die
Hoffnung doch wieder scharf ins Eck. Tor, der war drin, weiter geht’s.
Blutdruck schwankt, aber meistens alles auf 180, höchste Anspannung.
Das ist Fußball,
diese Mischung aus Nervenkrise und Zusammengehörigkeit. Was für ein Spiel.
Und heute muss ich mich doch noch ein bisschen ärgern, dass die Herzensmannschaft Island rausgeflogen ist. Aber wie Sigthorsson so schön gesagt hat – vielleicht wäre es ein bisschen zu viel gewesen, die EM gleich im ersten Versuch zu gewinnen. Ich freue mich auf jeden Fall auf die nächste Meisterschaft mit den sympathischen Wikingern.
Aber jetzt zum eigentlichen Thema: heute soll es um ein paar Dinge gehen, die jeden beim Schreiben unterstützen. Ich weiß nicht, wie es euch da geht, das ist bei jedem Schreiber anders – aber eines haben wir wohl alle gemeinsam: wir brauchen Inspiration und Organisation. Und dabei helfen die folgenden Dinge, die ich euch heute mitgebracht habe.

Writeometer: Android App

Das Writeometer ist seit Tag 1 des 40-Days-Projects mein ständiger Begleiter. Diese App ist ein echter Alleskönner für Schreibprojekte: neues Projekt anlegen, Zahl der Wörter und ein Zieldatum definieren und schon kann’s losgehen. Jeden Tag könnt ihr im Writing Log eure erreichte Anzahl an Wörtern eingeben und die Statistiken einsehen. Die App erinnert euch täglich ans Schreiben und bietet dann auch einen Timer, falls ihr eure 1000 Wörter in einer bestimmten Zeit schaffen wollt. Was ich besonders interessant finde: das Belohnungssystem. Für eine bestimmte Anzahl an Wörtern oder eine bestimmte Zeit, die man beim Schreiben verbracht hat (das könnt ihr selbst bestimmen), gibt es sogenannte Guavas, die ihr dann im Anschluss gegen verschiedene selbst definierte Belohnungen eintauschen könnt. Also – 500 Wörter schreiben und dann Facebook checken. 2000 Wörter schreiben und dann eine Folge Game of Thrones schauen – das motiviert tatsächlich.

Pinterest: Writing Board
Wenn ich gar nicht mehr weiß, wie ich weiterschreiben soll. Wenn ich schreiben möchte, aber noch überhaupt keine Ahnung habe, was. Wenn ich zu bestimmten Szenen Inspiration und Tipps brauche. – Das sind so die typischen Fälle, in denen ich erst mal auf Pinterest suche. Mein Writing-Board ist vollgepackt mit Prompts, Tipps für Dialoge und andere Szenen und nützlichen Sheets, mit denen ich meine Geschichten plane. (Wenn man sie denn planen kann.)

Spotify: Inspiration Playlist
Die nächste wichtige, vielleicht wichtigste Inspirationsquelle: Musik. Ohne Musik geht bei mir gar nichts – mit Musik hingegen kann ich überall schreiben, sei es in einem vollen Hörsaal, im Zug oder im Bett. Dabei gibt es vermutlich für jeden andere Kriterien, ich habe aus meinen liebsten Songs zum Schreiben eine Playlist für euch gebastelt. Darunter sind Bands wie Solstafír, Disturbed und Cats on Trees, bunt gemischt für ein bisschen Abwechslung. Auch ein bisschen klassische Musik habe ich dazugemogelt. Und mein neuer Geheimtipp zur Motivation: das Tetris-Theme! Ernsthaft, die Melodie ist derart motivierend, dass man gleich versucht, im Takt zu tippen.

One Page Novel Plot Spreadsheet

Dieses Sheet von e.a. deverell war vor allem in der Vorbereitungsphase mein wichtigstes Tool. Damit habe ich meinen kompletten Plot klar strukturiert und jede einzelne Szene vor dem Schreiben so definiert, dass ich jeden Tag nur kurz nachsehen muss und schon weiß, auf was ich mich heute konzentrieren kann. Gerade bei solchen Projekten, wo man zwischendurch keine Zeit hat, den Plot noch nachzubearbeiten, ist so eine kurz-knackige und klar strukturierte Übersicht gut. 
Die Autorin gibt schon eine grobe Struktur für einen Roman vor und damit auch eine Hilfe, an der man sich entlanghangeln kann: Jeder Roman sollte in verschiedene Zustände aufgeteilt werden können:
  •  Stasis: Eine unbefriedigende Ausgangssituation – zum Beispiel: der Protagonist hat einen deutlichen Charakterfehler. Oder eine ungerechte Welt.
  • Trigger: Ein Auslöser für den Protagonisten, aus dieser Ausgangssituation auszubrechen.
  • Quest: Der Weg des Protagonisten beginnt, er fängt an, seine Aufgabe zu meistern.
  • Bolt: Ein Rückschlag. Zweifel, eine Attacke, egal – irgendetwas passiert, das den Protagonisten aus der Bahn wirft.
  • Shift: Die Läuterung. Der Protagonist beginnt, umzudenken und sich auf das wirkliche Ziel zu konzentrieren.
  • Defeat: Der Bosskampf – und die Guten unterliegen. Alles scheint verloren.
  • Power: Der Protagonist findet etwas in sich selbst, das es doch noch möglich macht, alles zum Guten zu wenden.
  • Resolution: Jetzt ist das Gegenteil der Stasis-Situation erreicht – die finale Auflösung aller Konflikte.
Diese Zustände sind im Spreadsheet einzeln dargestellt und an Beispielszenen veranschaulicht – das liefert noch mal Input für einzelne Szenen. Bei mir ist das jetzt ein einziger Mischmasch aus Deutsch und Englisch, da das Original natürlich in Englisch gehalten ist – das muss man ja nicht so machen. Mit dem eingebauten Word Count lässt sich außerdem im Vorhinein schon abschätzen, wie lang die Geschichte anhand der Anzahl von Szenen werden könnte. Alles in allem: bei Weitem das Hilfreichste, was ich euch zum Plotten empfehlen kann.
Was findet ihr zum Schreiben hilfreich? Wie könnt ihr euch am besten motivieren – egal, o für Texte, Blogposts oder Hausarbeiten? Ich bin gespannt auf eure Tipps!
Ja, still ist es hier geworden in letzter Zeit. Die Prüfungen stehen kurz bevor, und solche Dinge wie das 40 Day Project und die EM nehmen meine ganze spärliche Freizeit in Beschlag. Was auf euch in nächster Zeit noch so wartet: zur Abwechslung mal eine urbane Fotoserie, eins meiner Lieblingsrezepte und bald auch mein Fazit zum Romanprojekt. Stay tuned!

Cheers!
Eure Marianne

{A Novel in 30 Days}
The Beginning + 5 Reasons to Take On a Writing Project

Meine Lieben,

in nächster Zeit könnte es hier ein bisschen ruhiger werden. Einerseits fangen in wenigen Wochen die Uniklausuren an und dafür sollte ich langsam mal ein wenig lernen. Der andere Grund ist ein bisschen komplizierter, und darüber werdet ihr in Zukunft noch mehr hören. 

Ich schreibe einen Roman. 

In dreißig Tagen. 
Einen schlechten Roman zwar, und einen kurzen, aber einen Roman.
Der Grund dafür? Ein schnell und viel geschriebenes Projekt, das nicht unbedingt gut sein muss, ist der perfekte Konter für eine Schreibblockade. Am Plot muss man nicht wochenlang feilen, den kann man in zwei Stunden hinschreiben und sämtliche logische Fehler ignorieren. Und egal, wie schlecht der Text ist, es sind geschriebene Wörter.
Wie man also auf so was kommt? Habt ihr schon mal vom NaNoWriMo gehört? Das ist der National Novel Writing Month und bei diesem Projekt schreiben jedes Jahr Tausende von Menschen in einem Monat 50.000 Wörter, also 1.667 Wörter am Tag. Das ist eine ganze Menge – besser gesagt, ein ganzer Roman. Nachdem dieses Projekt aber leider erst wieder im November stattfindet, musste ich mein eigenes Projekt starten.

Das ist der NaNoWriMo in Light: Setz dir tausend Wörter als Tagesziel. In einem Roman gilt: eine Szene sollte tausend Wörter haben, du schreibst also genau eine Szene pro Tag. Die Länge deines Projektes richtet sich also nach der Länge deines Romans: zwischen 40.000 und 60.000 Wörter sind für einen normal langen Roman realistisch, aber man muss ja keinen Roman schreiben. Wer nur ein kurzes Projekt möchte, der schreibt eine Kurzgeschichte oder eine Novelle.

Kurzum, ein ganz einfaches Konzept, das sich auf alle möglichen Vorhaben anwenden lässt – Hauptsache, man schreibt. Warum so ein Projekt nicht nur für die Ideen, sondern auch für die Persönlichkeit wirklich sinnvoll ist? Ich habe euch – und auch mir – die Gründe in einer kurzen Liste zusammengefasst.

  1.  Disziplin üben. In den ersten Tagen ist es wahnsinnig schwer, sich die Zeit zu nehmen, alles beiseitezulassen und einfach nur zu schreiben. Das ist genauso wie mit allen anderen Gewohnheiten: man braucht einfach eine gewisse Zeit und Überwindung, um sie einzuführen. Aber Disziplin ist wichtig – und mich darin zu üben, indem ich mir eine Tätigkeit angewöhne, die mir meistens auch Spaß macht, ist für mich ein guter Weg.
  2.  Kreative Blockaden beseitigen. Jeder, der schreibt, malt, fotografiert oder irgendeine andere kreative Tätigkeit ausübt, kennt die Phasen, in denen man ideenlos und mit leerem Kopf da sitzt oder in der alle Ideen anfangs gut aussehen, aber dann doch schiefgehen. Kristen Kieffer schreibt auf ihrem Blog She’s Novel: Blockaden sind immer das Ergebnis von Zweifeln an der eigenen Kunst. Bei diesem Projekt geht es nicht um Qualität. Es geht darum, das Ziel zu erfüllen – und dabei bleibt kein Raum für Zweifel. Ein 40-Tage-Roman wird immer mies sein. Aber das ist nicht der Punkt, und das wirkt wie eine Pause vom ständigen kreativen Druck.
  3.  Konzentration und Fokussieren üben. Wer kennt es nicht? Mal schnell Facebook checken, ein paar Nachrichten schreiben, zack, schon ist die Konzentration weg und eine halbe Stunde vergangen. Das geht hier nicht. Ein Roman in so einer kurzen Zeit ist ein riesiges Projekt, das viel Zeit und Mühe braucht. Prokrastination ist hier tödlich – das merkt man schon nach ein, zwei Tagen. Also weg mit dem Handy und auf das Wichtige konzentrieren.
  4.  Mal etwas anderes versuchen. Ich habe noch nie Fantasy geschrieben – meine Geschichte spielt fast komplett in einer Fantasiewelt. Wer vielleicht noch überhaupt nie etwas Längeres geschrieben hat oder noch gar nichts, für den kann das eine komplett neue Erfahrung werden. Dieses Projekt ist wie geschaffen für neue Wege: neue Genres, ein neuer Stil, neue Geschichten und nicht immer die gleichen alten Ideen. Und wer weiß, vielleicht kommt ja dabei ein neuer Lieblingsstil heraus!
  5.  Sich selbst beweisen, dass man die Fähigkeit besitzt. Man kennt das, wenn man schon einmal eine Idee zum Schreiben hatte: überall liegen Fetzen und einzelne Szenen rum, aber bis mal eine vage Idee zur ganzen Geschichte geworden ist, dauert es ewig. Meistens kommt es nicht einmal so weit, und das kann ganz schön frustrierend sein. Bei diesem Projekt dreht sich alles nur darum, dass die Geschichte fertig wird. Kein Bearbeiten, kein Korrigieren, keine Delete-Taste: egal, wie viele Tippfehler oder falsche Formulierungen im Text stehen, es geht darum, die Seite zu füllen.

Zum Ende habe ich für euch meinen Plot in einem Klappentext zusammengefasst – vielleicht bietet er für den ein oder anderen eine gute Anregung. Im nächsten Post erwarten euch Tools und Tipps, die zum Plotten und Schreiben nützlich sind – habt ihr noch Tipps für mich? Würdet ihr so ein Projekt in Angriff nehmen?

Cheers!
Eure Marianne

Cinema Love | All-Time Favorite Movies & Salted Caramel Popcorn

Meine Lieben,
ich habe ein riesiges Portemonnaie. Das ist meistens ziemlich praktisch, weil einfach alles darin Platz hat. Nicht übel ist auch, dass Nieten drauf sind, sodass man sich im Notfall schon mal damit verteidigen könnte, falls jemand frech wird. Was aber nicht so toll ist: über kurz oder lang sammelt sich bei mir ein riesiges Sammelsurium aus Kassenbons, alten Gutscheinen und Kupfermünzen an. Warum ich das erzähle? Weil ich dieses Sammelsurium mal wieder aus meinem Geldbeutel entfernt habe und darin sage und schreibe 27 Kinokarten gefunden habe. Jawoll. Ich gehe ziemlich oft ins Kino und deswegen habe ich auch ziemlich viele Lieblingsfilme – und die allerliebsten stelle ich euch heute vor. Für den perfekten Filmeabend.
Natürlich dürfen keine Marvel-Filme in meiner Sammlung fehlen und Deadpool ist mein aktueller Favorit. Es ist kein Wunder, dass dieser Film der einzige der Marvelreihe ist, der ab sechzehn freigegeben wurde, denn hier geht es so richtig ab. Wade Wilson, gespielt vom wunderbaren Ryan Reynolds, ist Söldner, glücklich mit seiner Frau – und krebskrank im letzten Stadium. Er lässt seine Frau allein zurück und flüchtet verzweifelt, um zu sterben. Seine einzige Hoffnung: die mysteriöse Behandlung durch den sadistischen Francis. Die rettet ihm zwar das Leben und stattet ihn mit einer superschnellen Heilung aus, entstellt ihn aber ganz furchtbar – deswegen verfolgt er Francis erbarmungslos. Ein wahnsinnig lustiger Antiheld, der seine Witze grundsätzlich unter der Gürtellinie und auch mal gerne im vulgären Bereich ansiedelt und sich nur zu gerne mit dem Zuschauer unterhält – zum Schreien. Leider noch nicht auf DVD erhältlich, aber ich habe sie schon mal vorbestellt.
Eine Mischung aus Action und Science Fiction – mit den klangvollen Namen Luc Besson, Morgan Freeman und Scarlett Johansson im Vorspann. Das allein ist schon ein Grund dafür, dass dieser Film gut sein muss. Noch besser ist die Story: die amerikanische Studentin Lucy ist auf Party-Urlaub in Taipeh und wird durch eine Verkettung unglücklicher Umstände mit einer gefährlichen Superdroge in Kontakt gebracht. Das führt dazu, dass ihre Gehirnfunktionen gewaltig steigen und ungeahnte Kräfte in ihr freisetzen – die kann sie auch gebrauchen, denn die Besitzer der Droge verfolgen die Studentin über den ganzen Erdball, während sie mit einem renommierten Gehirnforscher anfängt zu entdecken, was mit ihrem Gehirn geschieht. Rasante Action und spannende wissenschaftliche Theorien – das ist alles, was ich von einem guten Film verlange.
Auch schon fast ein Klassiker – Tim Burtons düstere Verfilmung von Lewis Carrolls Kinderbuch ist schon seit dem Filmstart eine feste Größe in meinem DVD-Regal. Ob die fantastische Welt im Unterland, die flauschige Grinsekatze oder die weise Raupe Absolem – ich kann mich gar nicht entscheiden, was ich an dem Film am liebsten mag. Die Story dürfte bekannt sein: Alice, ein rebellisches Mädchen im viktorianischen Zeitalter, soll heiraten. Will sie aber nicht. Viel lieber folgt sie dem mysteriösen weißen Kaninchen ins Unterland, wo sie mitten in eine abenteuerliche Geschichte purzelt – sie ist die Alice, die die Rebellion gegen die böse rote Königin anführen und beenden soll. Begleitet wird sie von Johnny Depp, dem verrückten Hutmacher, und Anne Hathaway als weiße Königin.

Klassische Action, die einen zum Grübeln bringt: der britische Premierminister stirbt. Sein Begräbnis ist die bestgeschützte Veranstaltung der ganzen Welt und trotzdem verwandelt sie sich in ein Massaker – Staatsoberhäupter aller möglichen Länder werden von einer Terroristenorganisation getötet. Wir begleiten den Leibwächter des amerikanischen Präsidenten und Mr. President selbst auf ihrer spektakulären Flucht durch den Londoner Untergrund – Nägelkauen ist angesagt. Was aber die meiste Gänsehaut verursacht: der Film hat eine brisante Aktualität und zeigt auf beängstigende Art und Weise, wie das Chaos ausbricht, wenn der Terror in den westlichen Metropolen ankommt. Trotz des leichten Beklemmungsgefühls ein toller Film: mich erinnert er ein bisschen an James Bond, nur fehlt ihm dessen Klischeehaftigkeit. Die DVD ist im Sommer erhältlich, auch hier habe ich schon vorbestellt.

Es war vermutlich klar, dass dieser Titel in meiner Liste vorkommt – die französische Komödie ist nun mal ein Meisterwerk. Ich schaue hier auch gern die französische Version „Intouchables“ – aber egal, welche Sprache, die Witze sind toll, die Geschichte ist hinreißend und der Soundtrack ist traumhaft. Für alle Unwissenden kurz zur Story: der arbeitslose Driss, der aus einem schwierigen Milieu stammt, bewirbt sich nur deswegen auf einen Pflegejob beim schwerreichen Tetraplegiker Philippe, damit er weiter sein Arbeitslosengeld beziehen kann. Dass er den Job bekommt, war nicht in seinen Plänen vorgesehen. Die beiden müssen sich erst aneinander gewöhnen, aber dann entwickelt sich eine fantastische Freundschaft – nach einer wahren Geschichte. Ehrlich, diesen Film könnte ich jede Woche ansehen.

 

Ja, ich liebe John Greens Bücher. Und ja, ich stehe Buchverfilmungen sehr skeptisch gegenüber – dazu hat Sarah von The Fashionable Blog übrigens einen tollen Post geschrieben. Ich finde den Film zu „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ auch schrecklich. Anders bei „Margos Spuren“ – diese Mischung aus Highschool-Drama, Roadmovie und Komödie eignet sich super auch als Film und mit John Green als Regisseur geht vom einzigartigen Charme des Buchs kaum etwas verloren. Die Geschichte: „Also, wie ich die Sache sehe, erlebt jeder irgendwann mal ein Wunder.“ Quentins Wunder ist, dass Margo Roth Spiegelman neben ihm wohnt. Eine nächtliche Racheaktion, Margos Verschwinden und ein Roadtrip direkt nach dem Highschool-Abschluss – mehr will ich gar nicht verraten. Lest das Buch. Schaut den Film. Tut es einfach.

Und schon wieder Marvel. Aber dieses Mal ganz anders. Im zweiten Teil der Avengers-Serie kämpfen Amerikas beliebteste Superhelden gegen ihre eigene Kreation – Ultron ist eine künstliche Intelligenz, die eigentlich den Weltfrieden sichern sollte und durch einen verhängnisvollen Fehler genau das Gegenteil vorhat: die völlige Vernichtung. So weit, so schlecht – Captain America, Iron Man, Black Widow, Hulk & Co. haben einige Krisen vor sich. Es warten Streitereien, Gehirnwäsche – und neue Superhelden.Alle Marvel-Fans kennen diesen Film sowieso schon, für alle anderen, die auf ein bisschen Action stehen, sollte er auch nicht zu verkehrt sein. Und ganz ehrlich – allein die schlagfertigen Einzeiler sind das Anschauen wert.

 

Und weil so ein richtiger DVD-Abend garantiert nie ohne Popcorn stattfinden darf, gibt’s obendrauf noch meinen neuen Favoriten: Salted Caramel Popcorn. Ja, Salted Caramel ist eigentlich ein alter Hut. Aber dass man die leckere Sauce auch über’s selbstgemachte Popcorn kippen kann, ist mir erst vor ein paar Wochen eingefallen. Da können die im Kino mit ihrem langweiligen Popcorn einpacken!

Für zwei Portionen Popcorn braucht ihr Folgendes:
  • 20g Popcornmais
  • 1 Esslöffel geschmacksneutrales Öl
  • 3 Esslöffel Zucker
  • 1 Teelöffel Wasser
  • 1 Esslöffel Butter
  • 2-3 Esslöffel Schlagsahne
Das Öl in einem kleinen Topf erhitzen, den Mais dazugeben und auf mittlerer Hitze mit dem Deckel drauf so lange stehen lassen, bis das Ploppen nachlässt.
Für die Karamellsauce Wasser und Zucker erhitzen, bis der Zucker schmilzt und ein goldener Karamellsirup entsteht. Die Butter hineingeben – Vorsicht, das fängt ganz schön an zu brodeln – umrühren und mit der Sahne aufgießen. Je nachdem, wie flüssig ihr die Sauce gern haben möchtet, könnt ihr auch noch mehr Sahne untermischen.
Die Sauce über das Popcorn geben und kräftig umrühren, bis alles bedeckt ist – und schon ist euer DVD-Abend perfekt.
Die fancy Papierboxen mit dem selbst geletterten Schriftzug habe ich übrigens für euch zum Download bereitgestellt, ihr findet sie unter diesem Link:

 

Für eure Boxen einfach das Bild speichern, auf festes Papier drucken, ausschneiden und an den Klebeflächen zusammenkleben – nichts einfacher als das.

I'm A Fan Pt. I • everything about fandoms

Meine Lieben, 
ich bin Fan. Ich war schon immer Fan. Und weil ich jetzt festgestellt habe, dass es so viele Menschen gibt, die das Fansein überhaupt nicht kennen, möchte ich euch gerne davon erzählen. Also hab ich überlegt. Ich könnte euch jetzt natürlich von Fußball erzählen, vom FC Bayern, von Bands wie Sum 41 und AC/DC, von Serien, The Big Bang Theory und Gossip Girl. Aber solche Fans kennt ja jeder. Nein, habe ich beschlossen, ich erzähle euch von etwas, was wirklich eher geeky ist. Ich erzähle euch von den Fandoms
Tja, jetzt musste ich überlegen, wie man Fandoms erklärt. Eine Definition wäre nicht schlecht, oder? Und weil ich selbst das überhaupt nicht hinkriege, habe ich bei Urban Dictionary nachgefragt. Zwei meiner Lieblingsdefinitionen waren folgende:

„The
community that surrounds a TV show/movie/book etc. Fanfiction writers, artists,
poets, and cosplayers are all members of that fandom. Fandoms often consist of
message boards, livejournal communities, and people.“

„A cult
that will destroy your life.“
Ich finde, das fasst es ganz schön zusammen. Fandoms sind zwiespältig. Einerseits ist es wahnsinnig cool, sich mit vielen anderen über die Lieblingsfilme, Lieblingsbücher, Lieblingsgames auszutauschen und andererseits steckt man irgendwann rein emotional so tief mit drin, dass man einen Film, in dem sich die Lieblingsfiguren bekriegen, gar nicht ansehen will. (Ich weiß, wovon ich rede, glaubt mir. Aber davon später.)

Das Buch „Geek Pray Love“ ist mehr oder weniger ein Einsteigerhandbuch für die Fandoms und erklärt alles, was mit Fandom zu tun hat – vom Stammtisch über Fanzines und Fanfictions bis hin zu Conventions. Warum ich euch das jetzt erzähle? Weil ich mir das Buch vor einiger Zeit gekauft habe und jetzt dazu nutzen werde, euch das Fansein ein bisschen näherzubringen. Eigentlich wollte ich auch nur einen Post dazu schreiben – dann habe ich festgestellt, dass es schier unmöglich ist, alle Facetten des Fandoms angemessen in so wenig Text rüberzubringen – tja, also ist dies der erste Post der neuen Postreihe „Fandom“. Und deswegen fangen wir heute mit den Grundlagen an – was braucht man, um Fan zu sein?

Als Erstes natürlich Begeisterungsfähigkeit, das ist selbsterklärend. Und ein bisschen Masochismus. Auch wenn die ganzen Geeks und Nerds als introvertiert und tendenziell einsam verschrien sind, sind Fans grundsätzlich sehr vernetzt und sozial. Das geht von Filmeabenden über internationale Gespräche auf verschiedenen sozialen Netzwerken bis hin zur San Diego Comic Con – die größte Messe für Fans aller Art. Irgendwann reicht es einfach nicht mehr, die Filme, Serien, Games und Bücher alleine toll zu finden. Irgendwann möchte man das alles teilen. Und genau so bin ich zum Fan geworden: eine Freundin hat mich da mit reingezogen. Aber ich will mich gar nicht beschweren, denn es ist ja eine fantastische Welt.

Die wichtigsten Netzwerke für Fandom-Anhänger sind Tumblr und Twitter. Da sammeln sich Leute wie ich und tauschen sich aus, erfinden Geschichten, sabbern virtuell über Bilder ihrer Lieblingsschauspieler und -figuren. Tom Hiddleston, Leute! Chris Evans! Robert Downey Jr.! Okay, okay, ich bin schon still. Gerade, wenn große Ereignisse in einem Fandom anstehen, dann merkt man das sofort an der Menge der Tweets in der Fandom-Timeline. Und vor allem an der Anzahl der TWEETS, DIE DANN IN CAPSLOCK GESCHRIEBEN WERDEN – egal, ob Entsetzen oder Begeisterung zum Ausdruck gebracht werden soll, Capslock ist sehr wichtig. 
Was mindestens genauso wichtig ist: Merchandise. Ja, Fandom kann sehr teuer werden. Die bekannteste Anlaufstelle für Geeks aller Art ist in Deutschland wohl Elbenwald. Hier gibt’s von Doctor Whos Schallschraubenzieher über Hogwarts-Uniformen und Sheldons Superhelden-Shirts bis hin zum Einen Ring alles, was das Fanherz begehrt. (Ich persönlich darf mittlerweile ein The Big Bang Theory Shirt mit Stein, Papier, Schere, Echse, Spock mein Eigen nennen und als Nächstes steht ein Gryffindor-Pulli auf dem Plan. Sobald ich mich mal dazu aufraffen kann, 75 Euro auszugeben.)

Aber jetzt mal genug von allem, was man für Fandoms so braucht. Wichtig ist ja, was man davon hat. Und weil ich selbst schon anfangen kann, das zu erklären, aber mich nur in irgendwelche ellenlangen Argumentationen verzetteln würde, lasse ich stattdessen einen meiner liebsten YouTuber sprechen: Vorhang auf für Dan Howell! Viel Spaß! 


Bald geht’s weiter mit dem nächsten Teil… Was sagt ihr zu der neuen Reihe? Wer von euch kennt sich in verschiedenen Fandoms aus oder steckt sogar selber mit drin? Ich freue mich auf eure Kommentare!

short story • Anlauf

Donnerstag Nacht, 22.39. München Hauptbahnhof. 
Eins. Die Fenster im Starbucks sind noch hell erleuchtet, das Stimmengewirr wabert zwischen Karamellwolken dahin. Die Glastür schlägt hinter mir zu, ein dumpfes Krachen. Mein Kopf dröhnt. Wühle mich durch englische Begriffe, caramel, java chip, venti, espresso shot, tanzen durch meinen Kopf. Dann wühle ich mich durch die Münzen in meinem Portemonnaie und bestelle doch nur eine Flasche Wasser, zwei Euro, kalt und nicht tall, grande, venti. Die roten Sessel sind so kaffeefleckig und abgewetzt wie immer, aber einer ist noch frei. Die Tasche kracht zu Boden, und ich blicke nach draußen, auf das Kommen und Gehen. Nur die Anzeigetafel leuchtet stoisch vor sich hin, und das Wasser schmeckt nach schalen Erinnerungen. 

Zwei. Der Bankautomat rattert sein resigniertes Mantra vor sich hin. Karte schlucken, Scheine ausspucken. Noch zwei Menschen vor mir, und die Karte zittert mit meinen Fingern um die Wette. Ihre Zahlen verschwimmen mit dem Blau und Gold vor meinen Augen wie ein Kaleidoskop, verschlungene Muster, die vor sich hinglitzern. Ich blinzle, dann steht er vor mir. Er spricht Französisch. Meine Finger stellen nicht um. Veuillez introduire la carte. Die Karte in den Schlitz. Vier Ziffern. Acht. Neun. Drei. Neun. Jetzt kann er Deutsch und fragt mich, was ich tun möchte. Das weiß ich auch noch nicht so genau, sage ich zu ihm. Und wähle dann doch Abheben. Gesamter Betrag. 437,90€. Sind Sie sicher? Sicher ist gar nichts, sage ich, und drücke die grüne Taste. Er fängt wieder an zu rattern, singt sein Lied von einem, der immer nur den einen Ort sieht. Und spuckt alles aus, Scheine und die Karte. Ich atme ein und wieder aus. Einmal, zweimal, dreimal. Tschüss, sage ich. Vielleicht sehen wir uns ja mal wieder. 
Drei. Die Anzeigetafel leuchtet noch immer unbeirrt und stört sich nicht an der Tatsache, dass sich ihr weißgebuchstabtes Kleid ständig neu erfindet. Ich leiste ihr Gesellschaft und studiere die Orte, von denen sie mir erzählt. Hamburg (Altona). Frankfurt. Venezia San Lucia. Salzburg. Essen. Hast du nichts anderes im Angebot, frage ich sie. Wortlos wechselt sie die Aufschriften. Ich fange von vorne an und muss gar nicht lange suchen Danke, sage ich, jetzt habe ich das Richtige gefunden. Paris Est. Der TGV in zwanzig Minuten. Der Bahnbeamte am Schalter sieht traurig aus und gähnt und ich würde ihm einen Kaffee anbieten, wenn ich mehr Zeit und Geld hätte. Aber ich habe nur Worte, und davon nicht viele. Ob in dem TGV noch freie Plätze seien, frage ich. Ja, sagt er, um die Zeit schon. Hin- und Rückfahrt? Nee, sage ich. Einfach reicht, danke. Er zieht die Augenbrauen hoch. Reservierung? Ja, sage ich, nicke mich durch die nächsten Fragen. Reiche ein paar Scheine über den Tresen und sammle die Münzen ein. Das Ticket ist federleicht in meinen Händen, als ich mich umdrehe und gehe. 
Und los. Der Zug rattert gleichmäßig über die Schienen, ganz anders als der Geldautomat vorhin. Nicht so verzweifelt, denke ich, bevor ich langsam ins Unbewusste gleite. Wenn die Sonne wieder aufgeht, bin ich in Sicherheit.


Ja, wenn ich die Zeit dazu finde, dann schreibe ich nach wie vor. Diese Geschichte ist aus einem Impuls heraus entstanden: ich war abends am Hauptbahnhof in München und habe ein abgehetzt aussehendes Mädchen beobachtet, das eine riesige Tasche hinter sich herzog. So kann eine zufällige Begegnung zu einer ganzen Geschichte führen.

Life Update Vol. 2 || AND THE POETS ARE JUST KIDS WHO DIDN’T MAKE IT

‚denn ich glaub, dass ein Text immer noch Leben retten kann, dass den Liedern, die man liebt, immer Frieden inneliegt‘

– Casper

►❚❚ Tagebuchmodus ein

Technik & Co.: Ich leide unter Infobesity. Eindeutig. Nach sechs Wochen Praktikum bei CHIP.de habe ich eindeutig zu viel gelernt. Und erzählt mir nicht, dass man das nicht kann, denn das geht sehr wohl. Siehe Wikipedia. Nachdem ich täglich an die fünfhundert verschiedenen Nachrichtenmeldungen aus allen möglichen Technikmagazinen überflogen habe und mir leider Gottes auch noch einiges davon gemerkt habe (es gibt einen neuen Putzroboter? Das könnte meine Familie interessieren! Augmented Reality? Klar, lese ich später!), kam ich tatsächlich manchmal abends heim und weigere mich, die Zeitung auch nur anzufassen. Was natürlich cool ist: ich habe in der letzten Zeit Dinge ausprobiert, die ich sonst nur nutze, wenn ich mal wieder im Media Markt rumstöbere. Die Samsung Gear VR zum Beispiel. Und eins sage ich euch: jetzt verstehe ich auch, warum alle so einen Hype um Virtual Reality machen! Das Ding ist affengeil. Und jetzt, wo das Semester wieder angefangen hat, vermisse ich das Praktikum doch ein wenig.Blöde Feiertage: Ich weiß nicht, Ostern ist irgendwie nicht so meins. Da fehlen die großen Familienzusammenkünfte, die an Weihnachten trotz gelegentlichem Zoff und Drama jeder haben will. Dann wiegt man sich in Sicherheit und freut sich auf ein paar ruhige Feiertage – weit gefehlt. Erstens hab ich Trottel es geschafft, bis zum Karfreitag krank zu sein und am Ostermontag einen wunderbaren Rückschlag zu erhalten. Fragt mich nicht, wie ich das geschafft habe, das ist mir auch noch nie passiert.  Und zweitens gibt es da diese wunderbare bayrische Tradition namens Oakarran, die sich hauptsächlich um Alkohol dreht – die Jungs fahren zu den Mädels nach Hause und kriegen von ihnen Schnaps und blahblah – ihr kennt das ja. Hauptsache Alkohol. Seufz. Ein Haufen betrunkener Mädels: richtig lustig, aber auf Dauer auch anstrengend. Habt ihr eigentlich mal Lust auf einen Post mit bayrischen Traditionen? Ich kann euch versichern, da gibt’s echt schräge Sachen.

Duolingo: der neue Retter für mein Gehirn. Ja, ich habe drei Jahre lang Italienisch gelernt – achte bis zehnte Klasse. Und vor kurzem musste ich feststellen, dass sich mein Wortschatz auf ungefähr 25 Wörter beschränkt und ich die Grammatik auch nur deswegen noch kann, weil Französisch ähnlich ist. Da musste schnell was her, um die Kenntnisse aufzufrischen – also hab ich’s mit „Harry Potter e la Pietra Filosofale“ versucht. Jawohl, Harry Potter auf Italienisch. Nach zehn Seiten in einer Stunde hab ich das Teil frustriert zur Seite geschmissen – war wohl nix. Aber jetzt habe ich Duolingo für mich entdeckt – mit der App kann man die verschiedensten Sprachen lernen und üben. Zum Lernen von Anfang an würde mich die App nicht wirklich überzeugen, dafür ist mir das System viel zu chaotisch – aber Vokabeln, Grammatik und Formulierungen trainieren geht wirklich super.

Meine beiden Laster: Ich kann mich ja so gut vom Lernen ablenken. Wirklich wahr. Momentan habe ich gleich zwei Ablenkungen. Dank einer lieben Freundin, die ihre freie Zeit seit neuestem damit verbringt, Grey’s Anatomy von vorne anzusehen, bin ich drauf gekommen, dass ich dasselbe ja mit the Big Bang Theory tun könnte. Gesagt, getan – nach zwei Folgen war ich wieder völlig im Serienfieber. Und damit nicht genug: meinen Steam-Account habe ich nach ein paar Monaten Pause auch reaktiviert und bin jetzt wieder vollkommen süchtig nach Skyrim. Ja, okay, ich habe die Hauptquest fertiggespielt, statt das Kapitel über die Konvergenz von Reihen endlich zu lernen. Aber es macht soo viel Spaß!

►❚❚ Tagebuchmodus aus

 

‚don’t you worry your pretty little mind, people throw rocks at things that shine‘
– Taylor Swift

Die Volume-Posts. Hier kommt der
ganze random stuff der letzten Zeit, über den ich so nachdenke, mich
freue, mich aufrege. Und Zitate, die ich gerade gut finde. Denn meine
Zitatesammlung füllt mittlerweile über zwei Notizbücher und nie hab ich
Gelegenheit, sie irgendwo anzubringen. Und gute Zitate müssen meiner
Meinung nach verbreitet werden. Oder?

short story • Bilder von Sommerabenden

Erinnerungen wie Polaroids, perfektes Sommerleben.

Abgewetzte Sneaker an den sonnenverbrannten Füßen, der Schriftzug verblasst. Spuren von spanischen Stränden und von Konzerten und von Sommernächten wie dieser schlagen sich im Staub nieder.

Der ganze Körper braungebrannt, strahlender denn je, ein Lachen wie aus den Zeitschriften, Haare zerzaust im leichten Sommerwind und an diesem Abend ist alles perfekt, perfekt wie dieser Körper.

Schrammen und blaue Flecken an den Beinen heben sich vom Teer ab, der noch warm ist so kurz nach dem Sonnenuntergang, das heißgeliebte schwarzweiß gestreifte Kleid flattert um die Oberschenkel, um die Schultern hängt locker die alte Khakijacke. Brandflecken, Rotwein, Löcher, egal, die kühle Sommerbrise hält sie noch ab.

Ihr Mund hinterlässt keinen Abdruck mehr auf dem Filter der Zigarette, die mit den letzten bunten Wolken um die Wette flimmert, der Rauch entweicht zwischen kirschrot kaputtgeküssten Lippen, und sie ist sechzehn. Es ist der Sommer ihres Lebens, der erste.

Sommer des Lebens? Wann erkennt man, dass dieser eine Sommer vergangen ist und kein ebenbürtiger mehr nachfolgt?

Der Teer strahlt immer noch diese Hitze aus und sie nimmt ihren Becher, nippt, die Süße darin vertreibt den bitteren Rauch und die Kombination schmeckt nach Abschied. Sie lacht laut, diskutiert lebhaft, im Hintergrund klickt die Kamera und fängt das Flackern des Feuerzeugs ein, die Becher, die überall verstreut auf dem Asphalt stehen, einer bunter als der andere.

Es ist eine der Nächte, die niemals endet.

In ihrer Erinnerung wird immer Sommer sein.

Ja, Leute, ich kann es kaum mehr erwarten, bis endlich wieder Sommer ist. Bis dahin schaue ich alte Fotos an und freue mich, dass Blumen wachsen und die Knospen an dem Baum aufblühen, der mir an heißen Sommertagen Schatten spendet.

Blogvorstellungen hier, hier und hier.

Easy Blog Reading with Feedly

Meine Lieben,
wie lest ihr eure Blogs? 
Ich bin schon seit Längerem unzufrieden mit Google Friend Connect. Ich folge mittlerweile ziemlich vielen Blogs und habe festgestellt, dass diese Liste auf blogger.com einfach unvorteilhaft ist. Kein Überblick darüber, welcher Blog in welche Kategorie gehört. Keine Ahnung, welche Blogs schon länger inaktiv sind oder gar gelöscht. Und kein Hauch einer vernünftigen Sortierung – das nach dem Alphabet ist ja schon irgendwie lächerlich. Auch mit Bloglovin konnte ich mich zum reinen Lesen nie richtig anfreunden.
Richtig aufgefallen ist mir das aber erst, als ich für mein Praktikum bei CHIP.de angefangen habe, einen RSS-Feedreader zu nutzen. Hach! Übersichtliche Collections, verschiedene Ansichten zur Auswahl, alles sortiert nach gelesen/ungelesen – da fiel mir erst auf, wie sehr mich der GFC Reader eigentlich genervt hatte. 
Natürlich lese ich bei CHIP.de nicht die üblichen fünfzehn Blogartikel am Tag, sondern überfliege bis zu tausend News-Artikel. Nichtsdestotrotz habe ich dann gleich angefangen, mir einen Reader für meine Blogs einzurichten und ich muss jetzt nach drei Wochen Nutzung sagen, ich würde nie wieder zurück zu GFC wechseln. Als Reader nutze ich feedly, mit dem Vorteil, dass man sich mit einem Google-Konto anmelden kann und keine aufwändige Registrierung durchlaufen muss. Außerdem muss ich bei Feedly keine Software installieren, sondern kann einfach über die Homepage zugreifen. 
Zum Folgen von Feeds stellt feedly ein praktisches Add-On für Chrome und Firefox zur Verfügung, mit dem man nur mit zwei Klicks den neuen Blog im Reader hat. 
Der einzige Nachteil bei RSS-Feeds, weswegen ich trotzdem nicht um GFC oder Bloglovin herumkomme: der Blogger selbst merkt rein gar nix davon. Keine Benachrichtigung, keine steigenden Followerzahlen. Und ich weiß aus Erfahrung: eine niedrige Zahl an Followern ist deprimierend, egal, wie viele Leute deinen Blog wirklich lesen. Deswegen folge ich allen Blogs doppelt: einmal auf feedly und einmal mit dem GFC. Damit ihr auch was davon habt! Wie macht ihr das? Lest ihr noch bei GFC oder seid ihr auch schon umgestiegen?

Life Update Vol. 1 || SCARS FROM TOMORROW

 ‚ich werd‘ niemals so wie ihr, denn ihr träumt nur noch im Schlaf, um am Tag zu funktionieren‘

– SDP

►❚❚ Tagebuchmodus ein

Up and Away: Das Jahr hat kaum begonnen, da sollen schon wieder Pläne geschmiedet werden und Reisen gebucht, der Posteingang ist voll mit Werbemails von irgendwelchen Reiseanbietern und alle fragen: „Na, habt ihr schon was gebucht?“ Nein, habe ich nicht. Aber wir haben uns vor zwei Tagen mit Tee, Schokomuffins und Notebook zusammen an den Tisch gesetzt und mal ein paar Pläne geschmiedet. Und nun steht ganz oben auf der Liste unserer Wunschziele – einmal mehr – Malta. Wer sich noch an meine Posts von der Studienfahrt hier und hier erinnert, der weiß auch noch, wie traumhaft ich dieses kleine Inselland fand. Am Freitag geht’s ins Reisebüro – drückt uns die Daumen! Außerdem stehen Rock im Park und Chiemsee Summer auf dem Sommerplan und im September ein Kurzurlaub in Italien. Hach, warum kann nicht jetzt schon Juni sein?
 
Klausurenphase: Oder auch: das böse Wort mit K, das nicht genannt werden darf. Und der Grund, warum ich jetzt hier sitze und blogge, anstatt Analysis zu lernen. Was ich vor allem schon gelernt habe, ist, dass ich der Prokrastinationstyp bin, der zur produktiven Prokrastination neigt. Das heißt also, ich habe gerade jetzt tausend Ideen für den Blog, mein Zimmer muss dringend umgeräumt werden und manchmal lerne ich sogar Programmierung, wenn ich eigentlich Analysis lernen sollte und keine Lust dazu habe Warum auch lernen, für eine Klausur mit 80% Durchfallquote? Meine Lieben, ich erwische mich tatsächlich dabei, wie ich sehnsüchtig an die Schule zurückdenke. Da gab es halt einfach keine kryptischen bis hin zu unverständlichen Mathevorlesungen…
Winterdepression: Ja, ich weiß, es ist Fasching. Da sind alle Leute fröhlich und verkleidet und in den meisten Fällen ganz schrecklich besoffen. Ich habe so das Gefühl, dass ich in den letzten drei Wochen mehr betrunkene Monologe gehört, über mehr Betrunkene gelacht, mehr betrunkene Verzweifelte getröstet, betrunkene Schlafende an meiner Schulter gehabt habe als im letzten halben Jahr. Was an sich nicht so schlimm ist, ja, eigentlich sogar ganz amüsant. Wenn mich diese ganzen Faschingspartys nicht so nerven würden. Meine Lieben, wäre das nicht schön, wenn wir milde Nächte mit 20°C hätten statt Eis auf den Straßen? Draußen am Lagerfeuer chillen statt einem schlecht gemischten Cocktail nach dem anderen in stickigen Räumen zwischen verschwitzten Leibern in seltsamen Kostümen und sofort einen Kälteschock, wenn man doch mal rausmuss? Ja, ihr merkt es schon. Es ist gerade mal Januar und der Winter geht mir derart auf die Nerven, dass ich alle drei Tage versucht bin, ein Flugticket in die Karibik zu buchen. Hmpf. Geht es euch da vielleicht ähnlich? Irgendjemand Lust, mitzukommen?     


Hoch gesteckte Ziele: Wie ihr vielleicht wisst, bin ich ja seit ein paar Jahren bei der Feuerwehr. Und als eine von zwei Frauen bei fast siebzig Männern wird man zwar umschwärmt, damit man ja auch sicher dabeibleibt (und bei jeder Rede namentlich erwähnt, tzz), aber manchmal auch nicht so richtig ernst genommen. Klar ist das berechtigt. Ich kann nun mal keine fünfzig Kilo schleppen, oder mit purer Muskelkraft eine Tür aufbrechen oder was auch immer. Aber ich kann mich trotzdem einbringen, und das plane ich auch zu tun – dieses Jahr stehe ich auf der Liste der Leute, die den Atemschutzlehrgang machen wollen. Ihr wisst schon, die mit den Sauerstoffmasken, die in brennende Häuser reinrennen und so. Einziges Problem: der medizinische Belastungstest in sechs Wochen und meine fehlende Kondition. Ihr werdet mich ab jetzt täglich auf dem Fahrrad finden – drückt mir die Daumen! (Wetten, ich werde auch eine von denen, die ständig #bestrong Selfies in Sportklamotten auf Instagram posten?)

►❚❚ Tagebuchmodus aus

Die Volume-Posts. Hier kommt der ganze random stuff der letzten Zeit, über den ich so nachdenke, mich freue, mich aufrege. Und Zitate, die ich gerade gut finde. Denn meine Zitatesammlung füllt mittlerweile über zwei Notizbücher und nie hab ich Gelegenheit, sie irgendwo anzubringen. Und gute Zitate müssen meiner Meinung nach verbreitet werden. Oder?

"dear stress, let's break up"

Die Zeit fliegt dahin, gerade eben war doch erst noch Oktober mit goldenen Blättern, Äpfeln und Kürbissen – und jetzt? Jetzt ist tatsächlich schon Dezember, der erste Schnee ist schon wieder geschmolzen und der Advent ist auch zur Hälfte abgehakt.
Und ich habe davon überhaupt nichts mitbekommen – bis zum Hals stecke ich in der Arbeit für mein Studium, programmiere, rechne, lerne. Dann, in meiner freien Zeit stürze ich mich in andere Tätigkeiten – ein neugegründeter Verein, ein aufwändiger Nebenjob. Und jetzt, wo ich noch Zeit für die Weihnachtsvorbereitungen finden soll, merke ich – ich muss ausmisten. Ordnung in meinem Leben schaffen, klare Linien, alles beseitigen, was mir selbst im Weg steht und alles an Arbeit weglassen, die ich nicht zwingend machen muss. Der Advent ist eine Zeit der Vorbereitung, und ich bereite mir mein eigenes Weihnachten vor: eines ohne Stress.
Mittlerweile kommt wohl niemand ohne Stress davon. Der Druck ist hoch, egal ob in der Schule, Uni oder im Job, dazu kommen noch Aktivitäten, Sport, Hobbys, Haushalt, Freunde und Familie und schwupps, schon stehen auf der To-Do-Liste mehr Punkte, als der Tag Stunden hat. Da ist Ausmisten nur der erste logische Schritt. 

Welche Aktivitäten, welche Menschen bringen mehr Stress als Spaß? Was ist notwendig und was nicht? Welche Hobbys hat man aus Überzeugung angefangen und muss dann aber feststellen, dass mittlerweile die Arbeit überhandnimmt? Was können andere im Verein genauso gut erledigen? Bleibt mir Zeit für mich selbst? Solche und ähnliche Fragen stelle ich mir seit Wochen und finde langsam, aber sicher die richtigen Antworten darauf. 
Ich streiche Stück für Stück aus meinem Alltag, was ich streichen kann, darf, soll und auch muss. Und jetzt fülle ich mit den Dingen auf, für die ich mir wirkliche Zeit nehmen will. Sport, ein vernünftiger Schlafrhythmus, mein Studium. Ein bisschen Wellness. Ich koche wieder öfter – und natürlich bin ich ständig mit Weihnachtsvorbereitungen beschäftigt. Ich zeichne, bastle, male – und endlich habe ich auch wieder Zeit, meine Ideen umzusetzen!
Und für die Tage, an denen trotzdem alles nicht so klappt, die To-Do-Liste sich zum Roman auswächst, habe ich meine sich ständig erweiternde Playlist – mit der richtigen Musik geht doch alles viel besser!