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Ein Projekt planen in 5 einfachen Schritten + Workbook!

Projekt planen - nanowrimo
Griass di!

Bald ist schon November. Fühlt sich ziemlich surreal an, den Satz zu tippen, schließlich sitze ich hier bei einer Temperatur von 27 Grad und schwitze im kurzen Kleid. Aber trotzdem ist in zwei Wochen November und damit startet der NaNoWriMo. Zum zweiten Mal heißt es dann für mich: Einen ganzen Roman in einem Monat schreiben. 50.000 Wörter in 30 Tagen. So ein großes Projekt braucht einiges an Vorbereitung – aus meinen Erfahrungen letztes Jahr habe ich einiges gelernt. (Man sollte zum Beispiel nicht über 10.000 Wörter in Verzug kommen. Ups.) Und genau deswegen erkläre ich dir heute, wie du am besten so ein großes Projekt planen kannst. Vielleicht hast du auch Lust, bei NaNo mitzumachen oder hast eine andere Idee im Hinterkopf? Mach den November zum Projektmonat! 

5 Schritte zum fertigen Konzept: Dein Projekt planen

Projekt planen - nanowrimo

1. Lege Ergebnis und Zeitspanne fest.

Wenn du ein Projekt startest, hast du ein großes Ziel, das du erreichen möchtest. Ich schreibe in NaNo einen Roman. Das heißt, ich fange mit einer vagen Idee an, die sich im Laufe der Vorbereitung entwickelt. Als Allererstes gestalte ich ein Romancover und schreibe einen Klappentext. Warum? So habe ich mein fertiges Projekt jederzeit vor Augen und freue mich auf das fertige Buch! (Falls ich mit dem Überarbeiten je so weit komme, dass ich eine Version meines Romans drucken lasse. :D) Visualisiere auch du dein Ergebnis. Du machst ein neues Blogdesign oder eine App? Bastle ein Mockup in Photoshop. Du willst deine Instagram-Reichweite steigern? Leg eine genaue Zahl fest. Du willst einen Schuppen bauen? Zeichne ein Bild davon.

Projekt planen - NaNoWriMo

Dann brauchst du eine Zeitspanne für dein Projekt. Bei mir ist sie gegeben: Ich habe für NaNoWriMo genau 30 Tage Zeit, von Anfang bis Ende November. Du kannst deine Zeitspanne selbst festlegen oder – wenn du für jemand anderes arbeitest – nach deiner Deadline richten. Wichtig: Lege deine eigene Deadline immer ein paar Tage, am besten eine ganze Woche, vor der eigentlichen fest. So hast du eine Vorlaufzeit, falls Probleme auftreten. Warum du eine feste Zeitspanne brauchst? Sonst wird dein Projekt nie fertig, das kann ich dir garantieren. Sobald das erste Motivationstief kommt, lässt du deine Arbeit am Projekt schleifen, und das holst du nie wieder auf. Teil dir die Zeit also lieber knapp ein als zu großzügig! Vier Wochen bzw. ein Monat ist eine gut machbare Zeitspanne für ein Projekt – alles, was darüber hinausgeht, wird schnell zu anstrengend.

2. Erstelle einen genauen Plan und teile ihn in Tagesziele auf.

Bei einer Geschichte ist das der arbeitsreichste Teil. Ich brauche einen Plot, also eine stichfeste Handlung, ausgereifte Charaktere und passende Orte. Auch du brauchst einen genauen Plan von deinem Projekt – egal, ob das ein Bauplan, ein Businessplan oder einfach nur ein Konzept ist. An Tag 1 drauflosarbeiten und eine Woche später feststellen, dass das Ganze so nicht funktioniert: Das kostet dich unglaublich viel Zeit und Energie. Investiere also lieber mehr Zeit in deine Planung!

Sobald dein Plan steht, geht es an die Einteilung. Ich muss täglich mindestens 1.667 Wörter schreiben, um auf die 50.000 zu kommen, das sind etwa zwei ganze Szenen. Also teile ich meinen Plot in 60 Szenen auf. Du solltest dein Ziel auch in kleine Portionen einteilen, sodass du jeden Tag genau weißt, was zu tun ist. So siehst du auch auf einen Blick, wenn irgendwas noch offen ist oder noch einmal gemacht werden muss.

3. Plane flexibel.

Ich habe gerade gesagt: 1.667 Wörter pro Tag sollte ich schreiben. In Wirklichkeit nehme ich mir 2.000 Wörter vor. Und gerade in den ersten Novembertagen, wenn ich viel Zeit und noch mehr Motivation habe, werde ich so viel schreiben wie möglich. Ich halte mich also nicht genau an den Plan, sondern arbeite vor!

Warum? Das ist ganz einfach. In der zweiten Woche kommt der erste Durchhänger. Der Plot stockt, die Charaktere machen alles, nur nicht das, was sie sollen, und die ganze Geschichte kommt einem hoffnungslos schlecht vor. In diesen Tagen schaffe ich meistens weniger als die 1.667 Wörter und verliere damit den Anschluss. Letztes Jahr musste ich in den letzten zwei Tagen über 10.000 Wörter aufholen – wer am Anfang schon gut vorankommt, kann so Durchhänger einfach überbrücken. Nutze also deine anfängliche Motivation aus! Trotzdem solltest du nie einen Tag komplett schleifen lassen: Ein Tag Pause ergibt drei Tage Pause ergibt „ups, jetzt schaffe ich das ganze Projekt nicht mehr“. Aber wenn du anfangs gut vorarbeitest, bereitet dir ein halbherziger Tag keine Bauchschmerzen.

Projekt planen - Nanowrimo

4. Bereite alle nötigen Materialien und Tools vor.

Dein Plan sollte irgendwo komplett festgehalten sein, damit du ihn täglich abrufen kannst. Ich schreibe alles Nötige zu den Szenen in ein Excel-Sheet, sammle Inspirationsbilder auf Pinterest und tracke meinen Fortschritt im Bullet Journal. So habe ich immer alles griffbereit.

Aber nicht nur für den Plan brauchst du Tools, auch für die Ausführung. Bereite sämtliche Software und Materialien vor, bevor du dein Projekt an Tag 1 beginnst. Ich lege zum Beispiel ein neues Projekt in Scrivener an und erstelle Platzhalter für alle geplanten Szenen. Dann kaufe ich Dinge ein, die ich für NaNoWriMo brauche: Snacks, einen großen Vorrat Kaffee und Tee und meine obligatorische Duftkerze. Und zum Schluss bastele ich noch eine riesige Spotify Playlist mit Liedern, die zu meiner Story passen. Installiere also alle Tools, die du brauchst, mache einen Ausflug zum Baumarkt, in den Supermarkt, bestelle bei Amazon. Hauptsache, du hast alles beisammen, wenn dein erster Projekttag ansteht.

5. Sammle Motivation!

Zum Schluss knüpfen wir wieder an Punkt 1 an. Du bist jetzt richtig motiviert, stimmts? Das ist normal – wenn man auf ein Projekt hinplant, steigert sich die Vorfreude. Aber ich kann dir verraten, dass du spätestens nach zweieinhalb Wochen nicht mehr ganz so motiviert bist, eher lustlos und gestresst. Was kann man also dagegen tun?

Ich nutze da ein klassisches Belohnungssystem. Für jeden Meilenstein von 10.000 Wörtern überlege ich mir etwas Kleines, aber Schönes – einen neuen Brush Pen, einen Abend mit meinen liebsten Videospielen, einen Kinobesuch. Und wenn ich die 50.000 geknackt habe, belohne ich mich mit etwas Größerem. Dieses Jahr wird das vermutlich ein neues Piercing – ich überlege schon seit Monaten, ob ich mir nicht mal wieder eines gönne und das ist die perfekte Gelegenheit. Hast du auch solche Sachen, um die du schon ewig herumschleichst? Mach sie zu deiner Belohnung! Dann hast du deinen ganzen Projektmonat lang Zeit, darauf hinzufiebern.

Überfordert? War ich am Anfang auch! Bis ich mir mein praktisches Workbook gebastelt habe. Eine PDF-Datei, die ich mit allen wichtigen Daten, Deadlines und Zielen befüllt habe und die jetzt ausgedruckt auf dem Schreibtisch liegt. Das Workbook kannst du natürlich auch kostenlos herunterladen!

Workbook? Ja, bitte!

Projekte planen Workbook

Ja, ein Projekt planen ist eine ganz schöne Riesenaufgabe. Aber ich habe vollstes Vertrauen in dich! Dieser Post ist im Übrigen der Auftakt zu einer ganzen Reihe über den NaNoWriMo und andere große Projekte – wenn du also dein eigenes startest, greife ich dir in den nächsten Wochen mit Tipps, Checklisten und Anleitungen unter die Arme. Welches Projekt würdest du gerne realisieren? Hast du selbst schon mal so etwas Großes geplant und hättest du gerne Lust, mehr über NaNo zu erfahren?

Habts es schee!
Marianne



 

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