Minimalism Travel

Minimalismus im Urlaub: Richtig packen mit diesen Tipps

Minimalismus im Urlaub: MInimalistisch packen
Griass di!

Deliriumskind ist wieder da! Die Sommerpause ist beendet, mein Urlaub leider ebenfalls. Jetzt sitze ich in meinem Wohnheimzimmer im sonnigen Bayonne an der französischen Atlantikküste und werde hier die nächsten vier Monate verbringen – good times ahead, ihr Lieben! Wie die meisten von euch vermutlich wissen, finde ich Frankreich fast so schön wie das gute alte Bayern. Und deswegen war ich die letzten zwölf Tage mit meinem Freund auf Tour quer durch dieses schöne Land. Neue Ecken entdecken, Städte ansehen, mal was anderes als die Orte, die man schon kennt. Und wer mit einem vollgepackten Auto unterwegs ist, weil ja das Ziel mein Wohnheim war, der lernt auch schnell, was Minimalismus im Urlaub eigentlich heißt. 

Minimalismus im Urlaub: Minimalistisch packen

Minimalismus im Urlaub: Fünf Tipps fürs schnelle Packen

Früher habe ich total minimalistisch gepackt – Hauptsache, ich war schnell fertig und hatte alles Nötige dabei. Heute bin ich ein Mensch, der vorsichtshalber zwei Jacken statt einer einpackt. Aber wie oft bist du auch schon mit einem Riesenkoffer verreist und hast dann die Hälfte nicht benötigt? Nachdem ich außerdem kein großes Auto habe und für mein Auslandssemester so lustige Dinge wie Geschirr, Bettdecke und Mikrowelle über 1550 km transportieren musste, war extensives Packen für die Urlaubsreise nicht drin. Also: Back to the Roots! Deswegen habe ich für mich einige Grundsätze festgehalten, mit denen ich effizient und vor allem minimalistisch packen kann – und trotzdem vergesse ich nichts Wichtiges!

1. Schreibe eine Packliste, auf der du jedes einzelne Teil festhältst – und halte dich daran! Das hat zwei Vorteile: Erstens hast du einen genauen Überblick, was du alles noch nicht eingepackt hast. Und zweitens kommst du so gar nicht erst in Versuchung, noch irgendwelche anderen Teile mit in den Koffer zu werfen.
2. Plane deine Outfits. Dabei gelten dieselben Richtlinien wie für eine Capsule Wardrobe – packe vor allem Teile ein, die zu allem passen. Natürlich musst du zum Beispiel für jeden Tag mindestens ein Oberteil einplanen, aber eine Jeans oder eine Jacke kann man auch öfter anziehen. Und dann sollte lieber der schwarze Cardigan in den Koffer statt der pinken Bomberjacke mit den Patches. Tipp am Rande: Wer Listenschreiben hasst, benutzt eine App wie PackPoint.
3. Konzentriere dich immer auf das Wesentliche. Brauchst du Schminke auf dem Rockfestival? Bergschuhe in Paris? Sportklamotten beim Partyurlaub? Wohl kaum. Informiere dich vorab (wenn du nicht sowieso schon Bescheid weißt) über Temperaturen und Bedingungen, damit du die richtigen Sachen einpackst – und sei konsequent. Lass alles andere zu Hause!
4. Wenn du mit dem Flugzeug reist: Behalte stets die Bestimmungen im Hinterkopf. Nichts ist ärgerlicher, als am Flughafen Flüssigkeiten wegzuwerfen oder zusätzliches Gewicht zu bezahlen! Packe wertvolle Gegenstände wie Laptop und Kamera ins Handgepäck, damit sie im Notfall nicht mit dem Koffer verloren gehen. Ein paar Klamotten sind auch nicht verkehrt, falls du Platz hast. Wenn dein Koffer nicht mit dir ankommt, bist du so auf der sicheren Seite.
5. Streiche alle Dinge, die du im letzten Urlaub umsonst mitgenommen hast. Vor allem Sachen wie Journal, Tablet oder alles andere, was mit der Arbeit zu tun hat: Weglassen! Im Urlaub solltest du dich auf Erholung statt Job konzentrieren. Alles, wofür du keine konkreten Pläne hast („an diesem und jenem Tag will ich in dieses und jenes Café, um mein Traveler’s Notebook auszufüllen“), kann getrost zu Hause bleiben.

Noch ein Vorteil von Minimalismus im Urlaub: Die ganze Geschichte mit dem Packen dauert maximal halb so lange! Das ist vor allem von Vorteil, wenn man zwischen Chiemsee Summer Festival und Urlaubsbeginn genau drei Tage Zeit hat, um für vier Monate einzupacken. 😂 Und zum Schluss noch ein sehr ungewöhnlicher Tipp…

Minimalismus im Urlaub: Minimalistisch packen

Diesen Gegenstand brauchst du gar nicht: Minimalismus im Urlaub

Lass die Spiegelreflexkamera zu Hause. Ernsthaft jetzt, schau mich nicht so entsetzt an. Setz auf kitschige Pärchenselfies und Handylandschaftsfotos statt auf das dreitausendste Foto von irgendeiner Gasse, wo sowieso niemand mehr weiß, wo das eigentlich war. Also, solange du keine Fotoreise oder dreiwöchige Safari unternimmst oder im Urlaub nichts lieber tust als Motive zu suchen: Probier es aus! Wie oft habe ich meine Cam schon verflucht, weil ich sie quer durch alle möglichen Städte schleppen musste und gar keine Lust auf Fotografieren hatte? Und hinterher verstauben Reisefotos auf der Festplatte, weil sie niemand aussortiert.

Stattdessen bin ich in den letzten zwei Wochen mit dem Smartphone durch Antibes, Aix-en-Provence, Toulouse und andere Stationen unserer Reise gelaufen und habe festgestellt: Was für eine Entspannung! Klar ist die Qualität nicht genauso gut. Aber dafür muss ich auch nicht ewig an Belichtungszeit und Blende feilen, sondern knipse drauflos. Stelle ein Bild binnen Sekunden auf Instagram oder schicke es an Freunde. Also wenn du nicht vorhast, einen Blogpost über dein Reiseziel zu schreiben oder einen Bildband zu erstellen, dann kannst du die Kamera guten Gewissens auch mal zu Hause lassen. Und der Tipp für Hardcore-Minimalisten: Versuch mal, einen Tag komplett ohne Fotos zu erleben! Glaub mir: Es ist fantastisch, zur Abwechslung nicht über Bildausschnitte und Aesthetics nachzudenken, sondern einfach eine Szenerie in sich aufzunehmen. Das ist dann wirklich gelebter Minimalismus im Urlaub.

Passend zum Urlaubsthema habe ich außerdem noch mein aktuelles Lieblingslied für jeden Roadtrip für euch:

Die Band ist auch auf dem Chiemsee Summer Festival aufgetreten, ich habe sie leider erst danach in der Playlist entdeckt. Trotzdem: Itchy Feet drückt mein aktuelles Gefühl ganz gut aus!  Ich freue mich schon, die Küste hier und die Pyrenäen zu entdecken! So weit, so gut – Was sind deine Geheimtipps für tolle Reisen und effizientes Packen? Bist du eher der minimalistische Typ oder neigst du auch zum 40-Kilo-Koffer? Und: Hast du Tipps für mich, was ich in den nächsten vier Monaten unbedingt erleben muss? 
Stock Photos: Pexels

Habts es schee!
Marianne

  1. Hallo meine Liebe!

    Viele deiner Tipps befolge ich auch. Ich bin (zum Glück) der minimalistische Packer. Allerdings müsste ich mir eventuell mal angewöhnen meine Outfits zu planen. Meistens packe ich immer irgendwas ein, um am Ende festzustellen, dass etwas entweder gar nicht zum anderen passt, oder dass ich ein T-Shirt zu wenig eingepackt habe. Das ist dann schon mal doof.
    Und deinem Tipp, die Spiegelreflexcamera zu Hause zu lassen kann ich zustimmen! Früher war ich auch immer völlig dagegen, bis ich sie im vorletzten Urlaub vergessen hatte. Zuerst war es unglaublich dramatisch und am Ende habe ich mich gefreut, dieses riesige Teil nicht überall mit hinschleppen zu müssen. Mein Handy hat voll und ganz seinen Zweck erfüllt 🙂

    Ich wünsche dir jetzt schon mal ein schönes Wochenende!
    Anna 🙂
    https://wwwannablogde.blogspot.de/

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