"dear stress, let's break up"

Die Zeit fliegt dahin, gerade eben war doch erst noch Oktober mit goldenen Blättern, Äpfeln und Kürbissen – und jetzt? Jetzt ist tatsächlich schon Dezember, der erste Schnee ist schon wieder geschmolzen und der Advent ist auch zur Hälfte abgehakt.
Und ich habe davon überhaupt nichts mitbekommen – bis zum Hals stecke ich in der Arbeit für mein Studium, programmiere, rechne, lerne. Dann, in meiner freien Zeit stürze ich mich in andere Tätigkeiten – ein neugegründeter Verein, ein aufwändiger Nebenjob. Und jetzt, wo ich noch Zeit für die Weihnachtsvorbereitungen finden soll, merke ich – ich muss ausmisten. Ordnung in meinem Leben schaffen, klare Linien, alles beseitigen, was mir selbst im Weg steht und alles an Arbeit weglassen, die ich nicht zwingend machen muss. Der Advent ist eine Zeit der Vorbereitung, und ich bereite mir mein eigenes Weihnachten vor: eines ohne Stress.
Mittlerweile kommt wohl niemand ohne Stress davon. Der Druck ist hoch, egal ob in der Schule, Uni oder im Job, dazu kommen noch Aktivitäten, Sport, Hobbys, Haushalt, Freunde und Familie und schwupps, schon stehen auf der To-Do-Liste mehr Punkte, als der Tag Stunden hat. Da ist Ausmisten nur der erste logische Schritt. 

Welche Aktivitäten, welche Menschen bringen mehr Stress als Spaß? Was ist notwendig und was nicht? Welche Hobbys hat man aus Überzeugung angefangen und muss dann aber feststellen, dass mittlerweile die Arbeit überhandnimmt? Was können andere im Verein genauso gut erledigen? Bleibt mir Zeit für mich selbst? Solche und ähnliche Fragen stelle ich mir seit Wochen und finde langsam, aber sicher die richtigen Antworten darauf. 
Ich streiche Stück für Stück aus meinem Alltag, was ich streichen kann, darf, soll und auch muss. Und jetzt fülle ich mit den Dingen auf, für die ich mir wirkliche Zeit nehmen will. Sport, ein vernünftiger Schlafrhythmus, mein Studium. Ein bisschen Wellness. Ich koche wieder öfter – und natürlich bin ich ständig mit Weihnachtsvorbereitungen beschäftigt. Ich zeichne, bastle, male – und endlich habe ich auch wieder Zeit, meine Ideen umzusetzen!
Und für die Tage, an denen trotzdem alles nicht so klappt, die To-Do-Liste sich zum Roman auswächst, habe ich meine sich ständig erweiternde Playlist – mit der richtigen Musik geht doch alles viel besser!

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