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Minimalismus für Anfänger: Wie werde ich Minimalist?

Minimalismus für Anfänger

Es gab da einen Tag, irgendwann im März oder April 2017, da hatte ich wirklich keine Lust mehr.  Ich konnte mich nicht konzentrieren, war ständig abgelenkt oder müde (oder beides), meine Ernährung bestand aus Kaffee und Schokolade. Das Chaos in meinem Zimmer und an meinem Arbeitsplatz vereinfachte die Sache auch nicht gerade, ich war permanent schlecht gelaunt und unmotiviert. So konnte es nicht weitergehen. Pinterest und ein Artikel namens „Decluttering und Minimalismus für Anfänger“ waren schlussendlich meine Rettung.

Ich fing an, aufzuräumen. 

Statt dem alljährlichen Großputz, bei dem alles umorganisiert und doch wieder in irgendwelche Ecken gestopft wurde: Wegschmeißen! Ich besitze jetzt vielleicht noch halb so viel und bin zufriedener als je zuvor. 

Ich fing an, früher aufzustehen und das Smartphone vor dem Einschlafen wegzulegen.

Mit einer vernünftigen Morgenroutine war ich schon vor dem Frühstück produktiv und konnte mir mein Nachmittagstief auch leisten. Und endlich hatte ich mal Zeit, mir Gedanken über ein gesundes Frühstück zu machen. Oder im Sommer den Sonnenaufgang über den Feldern anzusehen.

Ich fing an, mein Bullet Journal produktiv zu nutzen – statt dem Chaos aus fünftausend Smartphone-Apps, Post-Its und Planern. 

Mit einer genauen Tagesplanung und gut organisierten Aufgaben wurde das Einhalten von Deadlines und das effiziente Arbeiten plötzlich einfacher. Mittlerweile bin ich sogar so weit, dass ich freiwillig Sport mache, einfach, weil ich mir gerne meine Auszeit gönne! 

Kurz zusammengefasst: Seit ich verschiedene Bereiche meines Alltags minimalistischer gestalte, bin ich zufriedener, ausgeglichener, entspannter und produktiver. Klingt unglaubwürdig, oder? Ist aber tatsächlich so – und ich kann dir sagen, wie du meine Art von Minimalismus für Anfänger selbst ausprobieren kannst.

Minimalismus für Anfänger

Minimalismus für Anfänger: So wirst du zum Minimalisten

Soll ich dir was verraten? Eigentlich ist der Titel ja eine Fangfrage. Denn sobald du dich für den Minimalismus interessierst, hast du den größten Schritt schon geschafft. Jetzt musst du nur eines tun: Verinnerliche den Grundsatz des Minimalismus. Über den kann man ganze Bücher lesen – ich habe ihn dir kurz zusammengefasst: 

Umgebe dich mit Menschen und Dingen, die du liebst und brauchst – weniger ist mehr.

Viel mehr ist es eigentlich nicht. Es geht um Ordnung in deinen Lebensbereichen, ums Loswerden von Dingen, die dich belasten. Mein Tipp: Nimm dir Zeit, ein Blatt Papier und einen Stift. Und dann schreib alles auf, was dich an deinem Alltag nervt. Das ist dein Startpunkt – in meiner Einführung zum Minimalismus für Anfänger habe ich dir Beispiele gegeben, wie du aus dem Chaos in verschiedenen Bereichen herauskommst. 

x Chaos in deiner Wohnung beseitigst du mit einem großen Aufräumtag. Ich weiß, es ist ein alter Hut, aber mir hat die Konmari-Methode tatsächlich geholfen. Auch hier musst du dich nicht zu 100% an alles halten, sondern kannst dein eigenes System entwickeln. Es ist immer noch deine Sache, wie extrem du aussortierst. Das einzig Wichtige sollte die Leitfrage sein. Does it spark joy? Wenn nein, weg damit. Wenn du dich von manchen Klamotten oder Büchern nicht trennen kannst: Bewahr sie in einem Karton im obersten Schrankfach auf und nimm sie raus, wenn du sie brauchst. Was nach einem Jahr noch drin ist, solltest du entsorgen. 
x Für Terminchaos schreibe ich mir ab und zu eine Liste mit sämtlichen Aktivitäten, die ich so mache. Dann entscheide ich: Was ist unverzichtbar? Was mache ich, weil es mir Freude bereitet? Und was mache ich ausschließlich für andere Menschen, aus Pflichtbewusstsein oder aus Gewohnheit? Die komplette letzte Kategorie solltest du reduzieren. Klar ist es toll, wenn du viel für andere tust. Aber wenn das dazu führt, dass du gestresst und unglücklich bist, schalte einen Gang zurück. Oder drei. Das Gleiche gilt für Menschen in deiner Umgebung. Wer dich nur anruft, wenn er Probleme hat oder etwas braucht, ist Gift für dich. Trau dich, auch mal nein zu sagen!
x Das Wichtigste im Minimalismus ist wohl, wie sonst auch immer: Probier es einfach aus! Das gilt für Basics wie einen leeren Schreibtisch. Du kannst aber auch für einen Monat nur mit 30 Kleidungsstücken leben oder versuchen, so wenig Müll wie möglich zu produzieren. Mal eine Zeitlang nur gesund leben und dabei merken, was dir persönlich guttut und was zu viel ist. Im Minimalismus geht es auch darum, dich selbst kennenzulernen und dein Leben dann nach deinen Bedürfnissen zuzuschneiden. Und dazu gehört auch, dich zu nichts zu zwingen, was dir nichts bringt!

Minimalismus für Anfänger

Du siehst – im Minimalismus geht es nicht um feste Regeln. Es geht darum, das aus deinem Alltag zu entfernen, was das ganze Chaos und den Stress verursacht. Das braucht vielleicht ein bisschen Überwindung, aber es lohnt sich – fang in jedem Fall klein an! Als Nächstes möchte ich dir gerne noch verschiedene Arten von Minimalismus vorstellen und dir Probleme zeigen, die du auf deinem Weg vermeiden kannst. Hast du schon mal versucht, minimalistisch zu leben? Wie sind deine Erfahrungen mit Minimalismus? Erzähl mir gerne davon!

Von mir gibt es heute noch aufregende Neuigkeiten für alle Blogger: Schon am Montag startet die neue Challenge vom Kursmacherbootcamp – Noa zeigt dir, wie du deine eigene Ressourcenbibliothek aufbaust. Was das bringt? Mehr Abonnenten, eine größere Email Liste und neue Besucher auf deinem eigenen Blog! Und was ich damit zu tun habe? Ich bringe dir in der Challenge bei, wie du deine Bibliothek mit WordPress und Mailchimp kinderleicht umsetzen kannst. Ich bin schon total gespannt, was du aus meinen Tutorials machst – ich freue mich auf dich!

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Simpler leben: Was ist Minimalismus?

Ein Thema, das seit einigen Monaten in meinem Leben und in Zukunft auch auf dem Blog eine große Rolle spielt, ist der Minimalismus. Dazu stellt sich die Frage: Was ist Minimalismus eigentlich? Klar hat man den Begriff schon oft gehört, minimalistische Fotos findet man mittlerweile ständig auf Instagram. Sogar Großtantchen von nebenan erzählt auf dem Dorffest vom „minimalistischen Wohnungsstil“, weil das der neueste Trend in der Wohnzeitschrift ist und weil man das in Skandinavien ja schon immer so hat. Mag ja stimmen. Aber wusstest du, dass man ihn auch als Bezeichnung für einen ganzen Lebensstil benutzt? Das ist nämlich das eigentlich Interessante daran.

Was ist Minimalismus eigentlich?

Minimalismus stammt vom lateinischen Wort „minimum“ ab, das bedeutet „das Kleinste, Geringste„. Auf die Lebensweise übertragen heißt das: Sich aufs Wesentliche konzentrieren. Kein unnötiger Schnickschnack, der alles verkompliziert. Klingt gut, oder? 

Minimalismus heißt für mich: Eine ordentliche Arbeitsumgebung haben. Mich auch mal auf mein Zuhause und die Natur konzentrieren, statt nur Konsum zu leben. Geistige Freiheit statt Stress. Weniger Termine, mehr Kreativität.

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Fünf Bereiche, wo du Minimalismus anwenden kannst

1. Bei dir zu Hause. „Declutter“ heißt das englische Fachwort – entrümpeln. Ich bin kein ordentlicher Mensch und mein Zimmer versinkt seit Jahren immer wieder im Chaos. Damit ist Schluss, seit ich einmal komplett ausgeräumt habe. Wer weniger unnütze Sachen besitzt, hat auch weniger aufzuräumen. Und wo lässt es sich besser entspannen oder kreativ sein als in einem ordentlichen Umfeld, wo dir kein Gegenstand schlechtes Gewissen macht?
2. Im digitalen Leben. Die meisten Menschen zwischen 18 und 25 Jahren verbringen täglich über drei Stunden am Smartphone. Das ist anstrengend, meistens nutzlos und kann gefährlich werden – wissen wir ja mittlerweile alle. Die Lösung? Digitaler Minimalismus. Wer die Zeit am Handy auf das Nötige beschränkt, statt stundenlang in Instagram rumzusurfen, hat plötzlich viel mehr Zeit für sich.
3. Beim Einkaufen. Dass der massenhafte Konsum in unserer Gesellschaft vorherrscht, ist kein Geheimnis. Was man dagegen tun kann? Mit Plan einkaufen und dann auch nur kaufen, was man wirklich braucht. An Lebensmitteln und Drogerie führt kein Weg vorbei. Aber ob das dritte weiße Sweatshirt oder das neue Buch, wo doch schon fünf ungelesene im Regal stehen, tatsächlich nötig ist? Nicht wirklich.
4. In deiner Freizeit. Nicht nur Dinge können dich belasten, sondern auch Aktivitäten oder Freizeit. Was und wer raubt dir deinen letzten Nerv – für nichts? Womit verbringst du eine schlaflose Nacht nach der anderen und stehst am Ende mit leeren Händen da? Weg damit. Auch das ist Minimalismus – statt Gerenne und Stress ein Terminkalender, der Freude macht. Dann schaffst du auch schwierige Projekte, die du gerne umsetzen möchtest.
5. Im Studium oder am Arbeitsplatz. Wenn der Schreibtisch ordentlich ist, fehlt noch der Rest – gerade in der Uni ist es wichtig, sich auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren und auch im Job geht dann so manches leichter von der Hand. Gut organisiert hat man die Aufgaben jederzeit im Blick, weiß, was auch morgen oder nächste Woche noch gemacht werden kann und was jetzt sofort erledigt werden muss. Und alles Unnötige: Genau, richtig geraten, schmeiß es aus der Liste!

In diesen fünf Bereichen erleichtert dir der Minimalismus dein Leben als Erstes – das ist aber noch lange nicht alles. Grundsätzlich kann ich von mir selber sagen, dass ich jetzt viel entspannter bin und seltsamerweise auch produktiver, obwohl ich weniger mache als zuvor. Das verschlägt immer noch allen Leuten die Sprache, die mir nicht glauben wollten, dass man sein Leben auch ausmisten kann und nicht nur die alten Kisten auf dem Speicher. (Ernsthaft, die gibt es.) Kannst du mit dem Begriff Minimalismus schon länger etwas anfangen oder hast du heute erstmals davon gehört? Was hältst du von einem solchen Lebensstil? Wie du selbst anfangen kannst, ein wenig minimalistischer zu leben, erkläre ich dir bald hier auf Deliriumskind!