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Bullet Journal 2018: Ein Plan für das neue Jahr

Bullet Journal 2018 | year at a glance

Ja, mein Jahr 2018 fängt mit ein paar Tagen Verspätung an. Die ersten Tage habe ich hauptsächlich zum Entspannen genutzt, diese Motivationslücke nach den Feiertagen restlos zu beseitigen, und starte jetzt erst entspannt und ausgeruht. Und zum frischen Start gehört natürlich auch ein neues Bullet Journal Setup für 2018. Außerdem dürfen ja meine Ziele und Pläne für dieses Jahr nicht fehlen – die habe ich ich auch gleich ins Bullet Journal 2018 eingetragen.

Mein Bullet Journal 2018

Auch wenn ein neues Jahr anfängt, bleibt das Notizbuch dasselbe – ich habe noch 100 Seiten in meinem Leuchtturm1917 Notizbuch frei und die wollen natürlich gefüllt werden. Ganze vier Seiten habe ich komplett neu gestaltet, um das neue Jahr einzuläuten.

Bei meiner Titelseite habe ich mich endlich getraut, mit Aquarellfarben in mein Bullet Journal zu malen. Mein Fazit ist: Die dünnen Seiten wellen sich zwar bei größeren Flächen, das verliert sich aber auf Dauer unter dem Druck des Gummibands. Kleinere Flächen mit wenig Wasser wie meine Monatsüberschriften hält das Papier mühelos aus. Benutzt habe ich außerdem meinen üblichen Fineliner (den PITT Artist Pen XS) und den uniball Signo broad in weiß. 

Im Gegensatz zu 2017 habe ich mich gegen das beliebte Konzept Future Log entschieden – alle Termine in eine Jahresübersicht einzutragen und später nochmal in die Monthly Übersicht war mir zu mühsam. Stattdessen gibt es einen simplen Kalender, damit ich alle Wochentage auf einen Blick habe. Beide Methoden zeige ich dir heute im direkten Vergleich: 

Future Log Year at a Glance
Jeder Monat hat hier Platz, um unter oder neben der Kalenderübersicht Termine und Geburtstage einzutragen. Markiere dir die betreffenden Tage in der Übersicht am besten, damit du sie sofort wiederfindest. Bist du kein großer Fan von Monatsübersichten, sparst du dir mit dem Future Log eine Menge Arbeit.  Das Jahr auf einen Blick ist wesentlich weniger Aufwand als ein ganzer Future Log – meistens reicht eine Seite dafür. Allerdings dient es auch nur dazu, Wochentage und Daten nachzuschlagen. Termine eintragen kannst du hier nicht, eine Übersicht für jeden einzelnen Monat ist also ratsam. 

Pläne, Vorsätze und Ziele für 2018 

In meinem Bullet Journal 2018 geht es natürlich nicht nur um Termine, sondern auch um persönliche Entwicklung. Aus 2017 nehme ich so einiges mit – allein in meiner Zeit in Frankreich habe ich viel gelernt, das mir im Alltag weiterhilft. Bei luiseliebt bin ich dann auf die #18Plänefür2018 gestoßen: Notiere dir 18 Stichworte für das neue Jahr und lass dich von ihnen leiten, statt immer dieselben leeren Vorsätze vor dir herzuschieben. Meine wichtigsten fünf Grundsätze für 2018 möchte ich euch heute auch nennen: 

Kreativität. Wenn ich mit Aquarellfarben oder Lettering Pens hantiere, bin ich glücklich. Zu Weihnachten habe ich mir endlich Copic Marker geleistet – das alles will ausgenutzt werden und es ist eine perfekte Abwechslung zu der ständigen Arbeit am PC und dem vielen Schreiben. Ich möchte in diesem Jahr so viel Zeit mit Zeichnen, Malen und Designen verbringen wie noch nie (und vielleicht endlich mal meine miserablen Schattierfähigkeiten verbessern). Das gilt natürlich auch für mein Bullet Journal 2018!

Lesen. In meiner Kindheit waren zwei bis vier Bücher die Woche keine Seltenheit, in den letzten Jahren ist meine Bücherliste immer kleiner geworden. Was ich hauptsächlich gelesen habe? Fachbücher, den ein oder anderen Roman und Fanfiction. Das will ich jetzt wieder ausbauen und habe mich entschieden, 52 Bücher in 52 Wochen zu lesen – auch mal wieder etwas literarisch Wertvolleres. Was ich so lese und wie ich mich schlage, könnt ihr übrigens auf meinem Profil bei Goodreads verfolgen.

Mehr Zeit für mich. Meine große Erkenntnis aus vier Monaten Auslandssemester: Ich brauche meine Ruhe. Unbedingt. Ich habe zwar gerne viele Leute um mich herum und verbringe Zeit mit Familie und Freunden, aber ein bisschen alone time muss sein. Dadurch habe ich sofort bessere Laune, kann besser denken, bin kreativer und weniger gestresst. Das kam in den letzten Jahren durch Stress, Projekte und viel Arbeit entschieden zu kurz. Und daran möchte ich in 2018 aktiv arbeiten.

Minimalismus. Das mit dem Decluttering hat 2017 schon ganz gut geklappt und das mit der Ordnung wird auch schön langsam besser. Meine Minimalismusreise ist aber noch lang nicht zu Ende: Als Nächstes möchte ich mir mein Konsumverhalten vornehmen. Denn müsste ich schätzen, sind wahrscheinlich 50% der Dinge, die ich kaufe, nicht nötig. Mal sehen, ob ich das dieses Jahr verbessern kann!

Schlafrhythmus und Gesundheit. Weißt du noch, mein Blogpost über Morgenroutine? Die hat in den letzten Monaten arg gelitten und mein Schlafrhythmus auch. Das will ich wieder verbessern – seit zwei Tagen erst stehe ich wieder früh auf und merke, dass ich den ganzen Tag viel besser gelaunt bin. Dasselbe gilt auch für Sport und Gesundheit, mein Körper muss mich schließlich noch ein paar Jahrzehnte lang unterstützen. 

Auf jeden Fall bin ich gespannt, wie sich meine Pläne im Laufe des Jahrs entwickeln und was davon am Jahresende übrigbleibt. Was das Reisen betrifft, nehme ich mir dieses Jahr übrigens gar nichts vor. Nach 2017 brauche ich vielleicht erst mal eine Pause. Oder einfach einen spontanen Einfall. Was hast du dir für das neue Jahr vorgenommen? Fasst du zum Jahresanfang Vorsätze oder weißt du schon, dass sie dir nichts bringen? 

Wie du Weihnachten ohne Stress verbringst

Ich kann kaum glauben, dass in zwei Wochen schon Weihnachten ist. An mir zieht der ganze Adventstrubel dieses Jahr vorbei, und diese Gelegenheit habe ich natürlich gleich genutzt, um ein paar Gedanken festzuhalten. Erstens: Die Weihnachtszeit ist normalerweise Stress pur. Zweitens: Eins meiner liebsten deutschen Wörter ist Gemütlichkeit. Wie kommt es dann, dass meine Weihnachtszeit meist alles andere als gemütlich ist?

Deine stressfreie Adventszeit

Lass uns mit einem kleinen Experiment anfangen. Nimm einfach mal ein Blatt Papier zur Hand und schreibe auf, was du an der Weihnachtszeit gerne magst. Bei mir sind das Dinge wie gemütliche Adventssonntage, Fruchtpunsch, Weihnachtsmotive malen oder das Haus dekorieren. Jetzt dreh das Blatt um und überlege, womit du für gewöhnlich in der Adventszeit beschäftigt bist. Mit Freunden auf 101 Weihnachtsmärkte rennen, Glühwein trinken und sich die Finger abfrieren? Von Geschäft zu Geschäft hetzen und nach Geschenken suchen? Tagelang Plätzchen backen? So in etwa sähe meine Liste vom letzten Jahr aus. 

Das Problem mit der Weihnachtszeit ist, dass der Alltag ständig dazwischenfunkt und die Erwartungen wahnsinnig hoch sind. Soll heißen: Alle wollen so viel Weihnachtskram wie möglich machen, ist ja logisch. Schön und besinnlich soll es ja werden. Aber man vergisst nur zu oft, dass die täglichen To Dos auch im Advent erledigt werden wollen. Das Ergebnis? Stress und Überforderung. 

Dagegen vorzugehen ist ganz einfach. Priorisiere deine Aufgaben – sowohl die weihnachtlichen als auch die alltäglichen – und schaffe dir Räume für Rituale in deinem Plan. Genau diese Rituale hast du vorhin nämlich auf deinem Blatt Papier notiert, und die helfen dir, eine entspannte und besinnliche Adventszeit zu erleben. Und was passiert mit den Weihnachtsdingen, die du nicht gerne machst? Ich würde mich dieses Jahr spätestens bei Weihnachtsmarkt Nummer 3 querstellen und sagen, da bleib ich lieber daheim und male ein paar Grußkarten. Drei statt acht Sorten Plätzchen reichen auch. Und die Geschenke? 

Weihnachtsgeschenke ohne Stress

Das alljährliche Schenken ist für mich mit das Schönste an Weihnachten. Leider artet es spätestens dann, wenn ich für zehn Leute das perfekte Geschenk finden soll, in Stress aus. Bisher habe ich es jedes Jahr auch geschafft – aber das Gelbe vom Ei ist es nicht. Dieses Jahr habe ich also beschlossen, die Dinge ein bisschen anders handzuhaben. Gerade, nachdem ich die letzten vier Monate außer Landes verbracht habe, freue ich mich darauf, alle meine Freunde und meine Familie wiederzusehen und schenke ihnen statt Geschenken einfach lieber meine Zeit.

Warum nicht einfach auf Materielles verzichten und stattdessen Zeit schenken?

Mit den meisten meiner Freunde gehe ich, statt Kleinigkeiten auszutauschen, gemütlich essen. Meine Eltern bekommen als Weihnachtsgeschenk ein selbst gekochtes Heiligabendmenü von meiner Schwester und mir. Und mit meinem Freund habe ich ein Wochenende in den Bergen gebucht, dazu schenken wir uns eine Kleinigkeit. Das Ergebnis: Heute, am 12. Dezember, bin ich mit den Weihnachtsgeschenken zu 95% durch. Letztes Jahr habe ich bis Heiligabend gebraucht.

Wer trotzdem Materielles schenken möchte: Einen ausführlichen Geschenkeguide findest du bei Anneke von Herzballon – dazu auch Tipps, was man Minimalisten oder Leuten, die schon alles haben, schenken kann. Diese Kategorie von Menschen kennt wohl jeder (Väter zum Beispiel) und gerade für sie etwas zu finden, stellt sich meistens als schier unmöglich raus. 

Besinnliche Weihnachtsfeiertage

Was die Weihnachtsfeiertage anbelangt, da hat wohl jede Familie ihre eigenen Traditionen. Mag sein, dass in deiner Familie jedes Jahr alles reibungslos funktioniert und sich niemand stressen muss. Wenn es bei dir trotzdem jedes Mal wieder Streitereien und Stress gibt, weil man von Essen zu Bescherung zu Kirche zu Verwandten und wieder zurück hetzen muss, dann solltest du dir mal was überlegen. 

Natürlich kann man nicht auf einmal das ganze Weihnachtsfest mit der Großfamilie canceln. (Außer du hast gerne beleidigte Familienmitglieder, dann ist das bestimmt eine Option.) Aber du kannst beispielsweise Aufgaben delegieren. Wie wäre es denn, wenn dieses Jahr das Fondue bei Oma flachfällt und stattdessen bringt jeder mal was mit? Gleich weniger Stress für Oma. Oder wenn ihr statt dem aufwändigen Weihnachtsessen gemütlich essen geht? Da spart man sich mindestens einen halben Tag Arbeit, den man gemütlich bei Punsch und Plätzchen verbringen kann, und alle sind zufrieden. 

Eigentlich hätte dieser Beitrag schon am Sonntag online gehen sollen, aber ich habe meine eigenen Tipps mal befolgt und mir den zweiten Advent freigenommen, für einen Spaziergang durchs weihnachtliche Bayonne und heiße Schokolade am Nachmittag. Wie handhabst du das in der Weihnachtszeit? Bist du auch jemand, der wochenlang im Stress steckt oder stehst du schon drüber? 

 

Zeit für gute Dinge: Minimalistische Zeitplanung

Minimalistische Zeitplanung

Es gibt Wochen, da kriege ich beim Blick in mein Bullet Journal Kopfschmerzen. Das sind die Wochen, in denen sich Termine und Listen derart häufen, dass die zwei Seiten meines Weeklies schon gar nicht mehr reichen. Projekte, Aufträge, Arbeit, Vereine, Uni – wenn das alles zusammenkommt, wirds anstrengend. Da möchte man sich nur noch im Bett verkriechen, die Decke über den Kopf ziehen und alles ignorieren. Stimmts? Leider habe ich festgestellt, dass die Methode langfristig auch nichts wirklich verbessert. 😂 Meine Alternative ist also – Überraschung – der gute alte Minimalismus. Besser gesagt, minimalistische Zeitplanung. Mein liebstes Prinzip lässt sich nämlich auch super auf Terminkalender und To-To-Listen anwenden.

Konzentriere dich aufs Wesentliche – auf das, das dich persönlich weiterbringt – und lass alles andere beiseite. 

Viel mehr steckt eigentlich gar nicht dahinter! Wenn ich meine Wochenplanung mache, benutze ich immer diesen Grundsatz, um Termine und To Dos nach Prioritäten zu ordnen und auszumisten. Für dich habe ich aber fünf konkrete Tipps, wie dir das Priorisieren leichter fällt – minimalistische Zeitplanung ist kein Hexenwerk! 

Minimalistische Zeitplanung

Minimalistische Zeitplanung: Meine 5 Tipps

1. Am allerwichtigsten im Job: Wenn jemand anderes die Aufgabe erledigen kann, delegiere sie. Klar machst du es selbst am besten – aber es dürfen auch mal 80% sein statt 100. Und auf deiner To Do Liste stehen dann vermutlich nur noch 12 Dinge und nicht 18 – klingt doch super, oder? Und wenn es am Schluss mal doch nicht klappt, ist es viel einfacher, ein Problem zu zweit zu lösen als alleine. 
2. Sag auch mal nein. Tätigkeiten, die du nur für andere machst, kannst du ersatzlos aus dem Kalender streichen. „Du studierst doch Informatik, kannst du mir sagen, welchen Laptop ich mir kaufen soll?“ Ich weiß ernsthaft nicht, wie oft ich diesen Satz schon gehört habe. Erstens bekomme ich das (Überraschung!) im Studium nicht beigebracht und zweitens müsste ich diese Frage jedes Mal neu recherchieren. Also: Alle Fragen, die du selber erst googeln müsstest, einfach mal mit „https://www.google.de“ beantworten. Und genauso wenig musst du für jede Party mit den Freunden Pizzabrötchen machen oder die Gruppenarbeit im Seminar alleine erledigen. Kann auch mal jemand anderes machen.
3. Ist es eine Gelegenheit oder eine Last? Wow, cool, ein Gastpost auf einem riesigen Blog! Muss man auf alle Fälle machen. Dagegen sage ich absolut nichts – aber wenn auch nach dem fünften Gastpost die Erfolge ausgeblieben sind, solltest du dir überlegen, ob du dir die sechs Stunden Arbeit nicht einfach sparen kannst. Grundsätzlich: Hier gilt auch wieder, sei sparsam mit Dingen, die du für andere Leute tust. Wenn es dir selbst was bringt, spricht natürlich nichts dagegen. 
4. Plane wichtige Termine langfristig und führe eine Übersicht. Waaaas, schon wieder Zahnarzttermin? Der war doch erst neulich? So ging es mir immer, als ich Arzttermine und solche Dinge noch als Erinnerung im Handy eingespeichert habe. Seit ich dafür eine praktische kleine Übersicht im Bullet Journal habe,  weiß ich genau, wann ich wohin muss und kann das in meine Wochenpläne integrieren. 
5. Musst du unbedingt dorthin? Gerade bei Vereinstreffen wende ich das öfter an, wenn ich eine sehr stressige Woche habe. Ich liebe es, abends mit tollen Leuten zusammenzusitzen, Dinge zu planen, in der Feuerwehr zu üben oder einfach Spaß zu haben. Aber wenn die Uhr langsam auf Abend zugeht und noch fünf To Dos übrig sind, die ich leicht vor acht schaffen könnte, wenn ich nicht um halb acht losmüsste – dann verzichte ich. Vor allem, wenn mehrere Vereinsabende in einer Woche anstehen. Dafür kann ich am nächsten Tag ohne alte Listenpunkte starten und das nimmt ganz schön viel Stress weg! Aber natürlich solltest du hier nicht übertreiben. Ein Ausgleich zu Arbeit und Studium ist wichtig und mindestens 1-2 Abende pro Woche solltest du mit Menschen statt mit To Dos verbringen.

Viel mehr steckt auch gar nicht dahinter – das war es schon. Ich empfehle dir, deine Woche als Ganzes zu planen und dabei auszusortieren. Bist du dann immer noch heillos überfordert, plane morgens deinen Tag, am besten tatsächlich nach Stunden, und schmeiße nochmal alles raus, was nicht unbedingt sein muss! Manchmal ist nur leider alles wichtig – Wochen vor wichtigen Klausuren und Wochen vor und nach dem Urlaub sind meine persönlichen Endgegner. Wie gehst du mit solchen Monsterwochen um? Hast du ein System für Termine und To Dos?

Minimalismus für Anfänger: Wie werde ich Minimalist?

Minimalismus für Anfänger

Es gab da einen Tag, irgendwann im März oder April 2017, da hatte ich wirklich keine Lust mehr.  Ich konnte mich nicht konzentrieren, war ständig abgelenkt oder müde (oder beides), meine Ernährung bestand aus Kaffee und Schokolade. Das Chaos in meinem Zimmer und an meinem Arbeitsplatz vereinfachte die Sache auch nicht gerade, ich war permanent schlecht gelaunt und unmotiviert. So konnte es nicht weitergehen. Pinterest und ein Artikel namens „Decluttering und Minimalismus für Anfänger“ waren schlussendlich meine Rettung.

Ich fing an, aufzuräumen. 

Statt dem alljährlichen Großputz, bei dem alles umorganisiert und doch wieder in irgendwelche Ecken gestopft wurde: Wegschmeißen! Ich besitze jetzt vielleicht noch halb so viel und bin zufriedener als je zuvor. 

Ich fing an, früher aufzustehen und das Smartphone vor dem Einschlafen wegzulegen.

Mit einer vernünftigen Morgenroutine war ich schon vor dem Frühstück produktiv und konnte mir mein Nachmittagstief auch leisten. Und endlich hatte ich mal Zeit, mir Gedanken über ein gesundes Frühstück zu machen. Oder im Sommer den Sonnenaufgang über den Feldern anzusehen.

Ich fing an, mein Bullet Journal produktiv zu nutzen – statt dem Chaos aus fünftausend Smartphone-Apps, Post-Its und Planern. 

Mit einer genauen Tagesplanung und gut organisierten Aufgaben wurde das Einhalten von Deadlines und das effiziente Arbeiten plötzlich einfacher. Mittlerweile bin ich sogar so weit, dass ich freiwillig Sport mache, einfach, weil ich mir gerne meine Auszeit gönne! 

Kurz zusammengefasst: Seit ich verschiedene Bereiche meines Alltags minimalistischer gestalte, bin ich zufriedener, ausgeglichener, entspannter und produktiver. Klingt unglaubwürdig, oder? Ist aber tatsächlich so – und ich kann dir sagen, wie du meine Art von Minimalismus für Anfänger selbst ausprobieren kannst.

Minimalismus für Anfänger

Minimalismus für Anfänger: So wirst du zum Minimalisten

Soll ich dir was verraten? Eigentlich ist der Titel ja eine Fangfrage. Denn sobald du dich für den Minimalismus interessierst, hast du den größten Schritt schon geschafft. Jetzt musst du nur eines tun: Verinnerliche den Grundsatz des Minimalismus. Über den kann man ganze Bücher lesen – ich habe ihn dir kurz zusammengefasst: 

Umgebe dich mit Menschen und Dingen, die du liebst und brauchst – weniger ist mehr.

Viel mehr ist es eigentlich nicht. Es geht um Ordnung in deinen Lebensbereichen, ums Loswerden von Dingen, die dich belasten. Mein Tipp: Nimm dir Zeit, ein Blatt Papier und einen Stift. Und dann schreib alles auf, was dich an deinem Alltag nervt. Das ist dein Startpunkt – in meiner Einführung zum Minimalismus für Anfänger habe ich dir Beispiele gegeben, wie du aus dem Chaos in verschiedenen Bereichen herauskommst. 

x Chaos in deiner Wohnung beseitigst du mit einem großen Aufräumtag. Ich weiß, es ist ein alter Hut, aber mir hat die Konmari-Methode tatsächlich geholfen. Auch hier musst du dich nicht zu 100% an alles halten, sondern kannst dein eigenes System entwickeln. Es ist immer noch deine Sache, wie extrem du aussortierst. Das einzig Wichtige sollte die Leitfrage sein. Does it spark joy? Wenn nein, weg damit. Wenn du dich von manchen Klamotten oder Büchern nicht trennen kannst: Bewahr sie in einem Karton im obersten Schrankfach auf und nimm sie raus, wenn du sie brauchst. Was nach einem Jahr noch drin ist, solltest du entsorgen. 
x Für Terminchaos schreibe ich mir ab und zu eine Liste mit sämtlichen Aktivitäten, die ich so mache. Dann entscheide ich: Was ist unverzichtbar? Was mache ich, weil es mir Freude bereitet? Und was mache ich ausschließlich für andere Menschen, aus Pflichtbewusstsein oder aus Gewohnheit? Die komplette letzte Kategorie solltest du reduzieren. Klar ist es toll, wenn du viel für andere tust. Aber wenn das dazu führt, dass du gestresst und unglücklich bist, schalte einen Gang zurück. Oder drei. Das Gleiche gilt für Menschen in deiner Umgebung. Wer dich nur anruft, wenn er Probleme hat oder etwas braucht, ist Gift für dich. Trau dich, auch mal nein zu sagen!
x Das Wichtigste im Minimalismus ist wohl, wie sonst auch immer: Probier es einfach aus! Das gilt für Basics wie einen leeren Schreibtisch. Du kannst aber auch für einen Monat nur mit 30 Kleidungsstücken leben oder versuchen, so wenig Müll wie möglich zu produzieren. Mal eine Zeitlang nur gesund leben und dabei merken, was dir persönlich guttut und was zu viel ist. Im Minimalismus geht es auch darum, dich selbst kennenzulernen und dein Leben dann nach deinen Bedürfnissen zuzuschneiden. Und dazu gehört auch, dich zu nichts zu zwingen, was dir nichts bringt!

Minimalismus für Anfänger

Du siehst – im Minimalismus geht es nicht um feste Regeln. Es geht darum, das aus deinem Alltag zu entfernen, was das ganze Chaos und den Stress verursacht. Das braucht vielleicht ein bisschen Überwindung, aber es lohnt sich – fang in jedem Fall klein an! Als Nächstes möchte ich dir gerne noch verschiedene Arten von Minimalismus vorstellen und dir Probleme zeigen, die du auf deinem Weg vermeiden kannst. Hast du schon mal versucht, minimalistisch zu leben? Wie sind deine Erfahrungen mit Minimalismus? Erzähl mir gerne davon!

Von mir gibt es heute noch aufregende Neuigkeiten für alle Blogger: Schon am Montag startet die neue Challenge vom Kursmacherbootcamp – Noa zeigt dir, wie du deine eigene Ressourcenbibliothek aufbaust. Was das bringt? Mehr Abonnenten, eine größere Email Liste und neue Besucher auf deinem eigenen Blog! Und was ich damit zu tun habe? Ich bringe dir in der Challenge bei, wie du deine Bibliothek mit WordPress und Mailchimp kinderleicht umsetzen kannst. Ich bin schon total gespannt, was du aus meinen Tutorials machst – ich freue mich auf dich!

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Minimalismus im Urlaub: Richtig packen mit diesen Tipps

Minimalismus im Urlaub: MInimalistisch packen

Deliriumskind ist wieder da! Die Sommerpause ist beendet, mein Urlaub leider ebenfalls. Jetzt sitze ich in meinem Wohnheimzimmer im sonnigen Bayonne an der französischen Atlantikküste und werde hier die nächsten vier Monate verbringen – good times ahead, ihr Lieben! Wie die meisten von euch vermutlich wissen, finde ich Frankreich fast so schön wie das gute alte Bayern. Und deswegen war ich die letzten zwölf Tage mit meinem Freund auf Tour quer durch dieses schöne Land. Neue Ecken entdecken, Städte ansehen, mal was anderes als die Orte, die man schon kennt. Und wer mit einem vollgepackten Auto unterwegs ist, weil ja das Ziel mein Wohnheim war, der lernt auch schnell, was Minimalismus im Urlaub eigentlich heißt. 

Minimalismus im Urlaub: Minimalistisch packen

Minimalismus im Urlaub: Fünf Tipps fürs schnelle Packen

Früher habe ich total minimalistisch gepackt – Hauptsache, ich war schnell fertig und hatte alles Nötige dabei. Heute bin ich ein Mensch, der vorsichtshalber zwei Jacken statt einer einpackt. Aber wie oft bist du auch schon mit einem Riesenkoffer verreist und hast dann die Hälfte nicht benötigt? Nachdem ich außerdem kein großes Auto habe und für mein Auslandssemester so lustige Dinge wie Geschirr, Bettdecke und Mikrowelle über 1550 km transportieren musste, war extensives Packen für die Urlaubsreise nicht drin. Also: Back to the Roots! Deswegen habe ich für mich einige Grundsätze festgehalten, mit denen ich effizient und vor allem minimalistisch packen kann – und trotzdem vergesse ich nichts Wichtiges!

1. Schreibe eine Packliste, auf der du jedes einzelne Teil festhältst – und halte dich daran! Das hat zwei Vorteile: Erstens hast du einen genauen Überblick, was du alles noch nicht eingepackt hast. Und zweitens kommst du so gar nicht erst in Versuchung, noch irgendwelche anderen Teile mit in den Koffer zu werfen.
2. Plane deine Outfits. Dabei gelten dieselben Richtlinien wie für eine Capsule Wardrobe – packe vor allem Teile ein, die zu allem passen. Natürlich musst du zum Beispiel für jeden Tag mindestens ein Oberteil einplanen, aber eine Jeans oder eine Jacke kann man auch öfter anziehen. Und dann sollte lieber der schwarze Cardigan in den Koffer statt der pinken Bomberjacke mit den Patches. Tipp am Rande: Wer Listenschreiben hasst, benutzt eine App wie PackPoint.
3. Konzentriere dich immer auf das Wesentliche. Brauchst du Schminke auf dem Rockfestival? Bergschuhe in Paris? Sportklamotten beim Partyurlaub? Wohl kaum. Informiere dich vorab (wenn du nicht sowieso schon Bescheid weißt) über Temperaturen und Bedingungen, damit du die richtigen Sachen einpackst – und sei konsequent. Lass alles andere zu Hause!
4. Wenn du mit dem Flugzeug reist: Behalte stets die Bestimmungen im Hinterkopf. Nichts ist ärgerlicher, als am Flughafen Flüssigkeiten wegzuwerfen oder zusätzliches Gewicht zu bezahlen! Packe wertvolle Gegenstände wie Laptop und Kamera ins Handgepäck, damit sie im Notfall nicht mit dem Koffer verloren gehen. Ein paar Klamotten sind auch nicht verkehrt, falls du Platz hast. Wenn dein Koffer nicht mit dir ankommt, bist du so auf der sicheren Seite.
5. Streiche alle Dinge, die du im letzten Urlaub umsonst mitgenommen hast. Vor allem Sachen wie Journal, Tablet oder alles andere, was mit der Arbeit zu tun hat: Weglassen! Im Urlaub solltest du dich auf Erholung statt Job konzentrieren. Alles, wofür du keine konkreten Pläne hast („an diesem und jenem Tag will ich in dieses und jenes Café, um mein Traveler’s Notebook auszufüllen“), kann getrost zu Hause bleiben.

Noch ein Vorteil von Minimalismus im Urlaub: Die ganze Geschichte mit dem Packen dauert maximal halb so lange! Das ist vor allem von Vorteil, wenn man zwischen Chiemsee Summer Festival und Urlaubsbeginn genau drei Tage Zeit hat, um für vier Monate einzupacken. 😂 Und zum Schluss noch ein sehr ungewöhnlicher Tipp…

Minimalismus im Urlaub: Minimalistisch packen

Diesen Gegenstand brauchst du gar nicht: Minimalismus im Urlaub

Lass die Spiegelreflexkamera zu Hause. Ernsthaft jetzt, schau mich nicht so entsetzt an. Setz auf kitschige Pärchenselfies und Handylandschaftsfotos statt auf das dreitausendste Foto von irgendeiner Gasse, wo sowieso niemand mehr weiß, wo das eigentlich war. Also, solange du keine Fotoreise oder dreiwöchige Safari unternimmst oder im Urlaub nichts lieber tust als Motive zu suchen: Probier es aus! Wie oft habe ich meine Cam schon verflucht, weil ich sie quer durch alle möglichen Städte schleppen musste und gar keine Lust auf Fotografieren hatte? Und hinterher verstauben Reisefotos auf der Festplatte, weil sie niemand aussortiert.

Stattdessen bin ich in den letzten zwei Wochen mit dem Smartphone durch Antibes, Aix-en-Provence, Toulouse und andere Stationen unserer Reise gelaufen und habe festgestellt: Was für eine Entspannung! Klar ist die Qualität nicht genauso gut. Aber dafür muss ich auch nicht ewig an Belichtungszeit und Blende feilen, sondern knipse drauflos. Stelle ein Bild binnen Sekunden auf Instagram oder schicke es an Freunde. Also wenn du nicht vorhast, einen Blogpost über dein Reiseziel zu schreiben oder einen Bildband zu erstellen, dann kannst du die Kamera guten Gewissens auch mal zu Hause lassen. Und der Tipp für Hardcore-Minimalisten: Versuch mal, einen Tag komplett ohne Fotos zu erleben! Glaub mir: Es ist fantastisch, zur Abwechslung nicht über Bildausschnitte und Aesthetics nachzudenken, sondern einfach eine Szenerie in sich aufzunehmen. Das ist dann wirklich gelebter Minimalismus im Urlaub.

Passend zum Urlaubsthema habe ich außerdem noch mein aktuelles Lieblingslied für jeden Roadtrip für euch:

Die Band ist auch auf dem Chiemsee Summer Festival aufgetreten, ich habe sie leider erst danach in der Playlist entdeckt. Trotzdem: Itchy Feet drückt mein aktuelles Gefühl ganz gut aus!  Ich freue mich schon, die Küste hier und die Pyrenäen zu entdecken! So weit, so gut – Was sind deine Geheimtipps für tolle Reisen und effizientes Packen? Bist du eher der minimalistische Typ oder neigst du auch zum 40-Kilo-Koffer? Und: Hast du Tipps für mich, was ich in den nächsten vier Monaten unbedingt erleben muss? 
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Smartphone Minimalismus: Digital Detox mit der Nova Launcher App

smartphone minimalismus nova launcher tutorial

Viele Leute optimieren ihr ganzes Leben. Die Wohnung, der Job oder das Studium, der Tagesplan – alles soll perfekt sein. Das ist wirklich lobenswert! Nur eines vergisst fast jeder, der seinen Lebensstil auf 100% bringen will: Einer der größten Stressfaktoren ist immer noch das Smartphone. Wir verbringen über zehn Prozent unseres Tages mit diesem kleinen Gerät – das ist mehr, als du je mit deinen Freunden zusammen sein wirst. Smartphone Minimalismus ist nicht zu unterschätzen.

Und damit du selbst nicht länger ein Opfer deines Handys bist, räumen wir heute als Erstes ein bisschen auf. Keine Angst! Du musst nicht auf WhatsApp, Instagram und deine restlichen Favoriten verzichten. Erst mal soll dein Smartphone nur ein bisschen ordentlicher und weniger vermüllt sein – dann ist dein Erlebnis beim Benutzen auch schon ein anderes. Und das Beste: Es sind nur 3 einfache Schritte.

Smartphone Minimalismus Teil 1: Aufräumen in 3 Schritten

1.  Entferne alle Apps, die du schon länger nicht mehr benutzt hast. 
2. Durchforste deinen internen Speicher und deiner Speicherkarte nach Dokumenten und Dateien, die du nicht mehr brauchst. Vor allem in der Galerie und in den Downloads sammeln sich viele Bilder und Dateien an, die man einmal benötigt und dann nie wieder. 
3. Passe deinen Launcher an! Viele Android Homescreens sind bunt, mit Apps und Widgets überladen und überfordern dich unterbewusst bei jedem Öffnen. Auf deinem Homescreen brauchst du eigentlich nur vier bis zwölf Apps, die du meistens nutzt, und vielleicht ein Widget. 

Der letzte Punkt ist vielleicht sogar der wichtigste: Nichts lenkt mich so sehr ab wie ein messy Startbildschirm, der mit zufälligen Apps und Widgets übersät ist. Das überfordert mich schnell mehr, als es hilfreich ist. Darum habe ich jetzt eine große Premiere für dich: Mein erstes Videotutorial! Und zwar zeige ich dir, wie du in wenigen Minuten einen minimalistischen und trotzdem stylishen Startbildschirm mit nur einem Screen erstellen kannst.

Smartphone Minimalismus mit dem Nova Launcher

Das ist natürlich nur eines von vielen Designs, die du mit dem Nova Launcher und einem der unzähligen kostenlosen Icon Packs erstellen kannst. Ich stelle dir hier noch meine vier Favoriten zur Inspiration vor.

Kühle Berge

Flight Dark Icons herunterladen

Hier habe ich die Icons deutlich verkleinert, damit die schwarze Fläche nicht so viel Platz einnimmt. Die Uhr kommt als Widget mit dem Icon Pack, genauso wie das Wallpaper.

Auf dem Highway

Light Void Icons

Die stylishe Uhr ist ein Widget, das mit der Widget-Builder App KWGT erstellt wurde. Auch das Widget Pack kannst du dir herunterladen, musst dann ein KWGT Widget erstellen, darauf tippen und dann deinen Favoriten unter den Time Widgets auswählen. Das Wallpaper ist im Icon Pack enthalten.

 

Linien auf dem Ozean

Lines Icons herunterladen

Auch hier findest du die Uhr und das Wallpaper im Icon Pack. Dasselbe Pack gibt es auch in Schwarz, wenn du einen hellen Hintergrund bevorzugst.

Minimalismus in Weiß

Delta Icons herunterladen

Das Wallpaper ist einfach ein weißer Hintergrund, die Uhr ist bei KWGT mitgeliefert. Ich habe die Farben noch ein bisschen angepasst, damit der Kontrast nicht allzu hart ist.

Mein Geheimtipp für dich, wenn du unterschiedliche Designs testen willst: In den Nova Launcher Einstellungen lassen sich ganz schnell Backups von aktuellen und alten Designs erstellen und laden. Nur das Wallpaper musst du manuell wechseln. So kannst du richtig schnell zwischen deinen Lieblingsdesigns switchen, wenn dir mal langweilig werden sollte. Mein aktueller Homescreen ist übrigens richtig nerdy: Ich habe mit einer App einen coolen Skyrim-Hintergrund gebastelt, der mir die wichtigsten Apps öffnen kann. Nachdem Zockerei aber natürlich nicht jedermanns Fall ist, sind die minimalistischen Designs mit dem passenden Hintergrund viel einfacher anpassbar.

Was natürlich auch nicht außer Acht gelassen werden darf: Zu viel Zeit am Smartphone kann dir wirklich schaden, wie du weißt. Darum konzentrieren wir uns im nächsten Teil des Smartphone Minimalismus auch mal darauf, das Handy mal aus der Hand zu legen. Wie oft nutzt du dein Smartphone? Achtest du selbst darauf, das auch mal zu reduzieren? 

Simpler leben: Was ist Minimalismus?

Ein Thema, das seit einigen Monaten in meinem Leben und in Zukunft auch auf dem Blog eine große Rolle spielt, ist der Minimalismus. Dazu stellt sich die Frage: Was ist Minimalismus eigentlich? Klar hat man den Begriff schon oft gehört, minimalistische Fotos findet man mittlerweile ständig auf Instagram. Sogar Großtantchen von nebenan erzählt auf dem Dorffest vom „minimalistischen Wohnungsstil“, weil das der neueste Trend in der Wohnzeitschrift ist und weil man das in Skandinavien ja schon immer so hat. Mag ja stimmen. Aber wusstest du, dass man ihn auch als Bezeichnung für einen ganzen Lebensstil benutzt? Das ist nämlich das eigentlich Interessante daran.

Was ist Minimalismus eigentlich?

Minimalismus stammt vom lateinischen Wort „minimum“ ab, das bedeutet „das Kleinste, Geringste„. Auf die Lebensweise übertragen heißt das: Sich aufs Wesentliche konzentrieren. Kein unnötiger Schnickschnack, der alles verkompliziert. Klingt gut, oder? 

Minimalismus heißt für mich: Eine ordentliche Arbeitsumgebung haben. Mich auch mal auf mein Zuhause und die Natur konzentrieren, statt nur Konsum zu leben. Geistige Freiheit statt Stress. Weniger Termine, mehr Kreativität.

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Fünf Bereiche, wo du Minimalismus anwenden kannst

1. Bei dir zu Hause. „Declutter“ heißt das englische Fachwort – entrümpeln. Ich bin kein ordentlicher Mensch und mein Zimmer versinkt seit Jahren immer wieder im Chaos. Damit ist Schluss, seit ich einmal komplett ausgeräumt habe. Wer weniger unnütze Sachen besitzt, hat auch weniger aufzuräumen. Und wo lässt es sich besser entspannen oder kreativ sein als in einem ordentlichen Umfeld, wo dir kein Gegenstand schlechtes Gewissen macht?
2. Im digitalen Leben. Die meisten Menschen zwischen 18 und 25 Jahren verbringen täglich über drei Stunden am Smartphone. Das ist anstrengend, meistens nutzlos und kann gefährlich werden – wissen wir ja mittlerweile alle. Die Lösung? Digitaler Minimalismus. Wer die Zeit am Handy auf das Nötige beschränkt, statt stundenlang in Instagram rumzusurfen, hat plötzlich viel mehr Zeit für sich.
3. Beim Einkaufen. Dass der massenhafte Konsum in unserer Gesellschaft vorherrscht, ist kein Geheimnis. Was man dagegen tun kann? Mit Plan einkaufen und dann auch nur kaufen, was man wirklich braucht. An Lebensmitteln und Drogerie führt kein Weg vorbei. Aber ob das dritte weiße Sweatshirt oder das neue Buch, wo doch schon fünf ungelesene im Regal stehen, tatsächlich nötig ist? Nicht wirklich.
4. In deiner Freizeit. Nicht nur Dinge können dich belasten, sondern auch Aktivitäten oder Freizeit. Was und wer raubt dir deinen letzten Nerv – für nichts? Womit verbringst du eine schlaflose Nacht nach der anderen und stehst am Ende mit leeren Händen da? Weg damit. Auch das ist Minimalismus – statt Gerenne und Stress ein Terminkalender, der Freude macht. Dann schaffst du auch schwierige Projekte, die du gerne umsetzen möchtest.
5. Im Studium oder am Arbeitsplatz. Wenn der Schreibtisch ordentlich ist, fehlt noch der Rest – gerade in der Uni ist es wichtig, sich auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren und auch im Job geht dann so manches leichter von der Hand. Gut organisiert hat man die Aufgaben jederzeit im Blick, weiß, was auch morgen oder nächste Woche noch gemacht werden kann und was jetzt sofort erledigt werden muss. Und alles Unnötige: Genau, richtig geraten, schmeiß es aus der Liste!

In diesen fünf Bereichen erleichtert dir der Minimalismus dein Leben als Erstes – das ist aber noch lange nicht alles. Grundsätzlich kann ich von mir selber sagen, dass ich jetzt viel entspannter bin und seltsamerweise auch produktiver, obwohl ich weniger mache als zuvor. Das verschlägt immer noch allen Leuten die Sprache, die mir nicht glauben wollten, dass man sein Leben auch ausmisten kann und nicht nur die alten Kisten auf dem Speicher. (Ernsthaft, die gibt es.) Kannst du mit dem Begriff Minimalismus schon länger etwas anfangen oder hast du heute erstmals davon gehört? Was hältst du von einem solchen Lebensstil? Wie du selbst anfangen kannst, ein wenig minimalistischer zu leben, erkläre ich dir bald hier auf Deliriumskind!