Schlagwort: Photography

short story | Weil die Details am meisten bedeuten.

Die U-Bahn fährt ein, fahles Blau gegen das schreiende Orange der Station. Marienplatz. Kopfschmerz. Die Unitasche ist schwer, Musik dröhnt in meinen Ohren, besser als das Stimmengewirr.

Ich verhalte mich wie ein kaputter Scanner, mein Blick huscht unruhig durch die Masse, bis nur noch ein grauer Schleier übrig bleibt. Graue Masse, graue Menschen, kategorisiert nach Alter, Kleidung, Stil, Attraktivität, wie auf einer Preisliste.

Blinzle gegen das Licht. Jemand steht neben mir, nehme die Person kaum wahr, dann treffen mich Augen. Blaue, ein wenig müde Augen mit kurzen Wimpern, ein Kranz aus grünem Licht um die Pupille.

Wie lange ist es her, dass du einem Menschen in die Augen gesehen hast?

Es reichen 36 Fragen und 4 Minuten durchgehender Augenkontakt, um sich in einen Fremden zu verlieben, besagt eine Studie. Aber nur die Fragen reichen nicht aus.

Wie lange ist es her, dass du einem Menschen so lange in die Augen gesehen hast, dass du alle Details kanntest, jede schiefe Wimper, jeden Farbverlauf in der Iris?

Details. Eigentlich geht es immer um die Details, und das fällt uns viel zu selten auf. Du kaufst ein Notizbuch – geht es dir darum, dass die Linien stimmen, oder um das Gefühl des Leders unter deinen Fingern? Um den Geruch von Papier und die weiche Oberfläche, die blaue Tinte aufsaugt, als wäre sie am Verdursten, was ja auch irgendwie stimmt. Es geht um die Einzelheiten.

Aber wir verlieren uns im Alltag. Zwischen neun Stunden Arbeit, all den To-Do-Listen, dem Hetzen vom einen Ort zum nächsten, klimpernden Autoschlüsseln und überall Radiostimmen und grellen Werbeanzeigen verlieren wir uns, und dann gehen die Details im Strudel unter, ertrinken im Allgegenwärtigen.

Und ich frage mich: war das nicht einmal anders? Haben wir nicht einmal nur die Details gesehen?

Ich wollte doch immer mehr sein als das, mehr erfahren, mehr leben, das wollten wir alle. Keine Sklaven des Alltags, des engen Blicks, wir sehen manchmal nur noch den Weg vor unseren Augen, ohne das Gras am Feldrand. Terminkalender statt Licht in Augen. Nur den Stau auf der Autobahn statt dem Schwarm Stare, der an den nächsten Ort von vielen zieht.

Und dann, auf einen Schlag, passiert es. Die ganzen alten Gedanken kehren zurück, kitzeln in längst vergessenen, verstaubten Ecken des Kopfs. Pläne, Orte, Ideen. Neue Gesichter, alte Menschen, die Mischung macht’s. An manchen Tagen bin ich wacher als sonst, fahre mit dem Auto in die Dunkelheit hinein, und dann ist alles so klar, scharf umrissen wie lange nicht mehr, wie lang war ich blind? So viele unscharfe Umrisse, die Müdigkeit ist endlich verschwunden, zurück bleibt Determination. Etwas anzufangen. Nicht hier aufzuhören. Es war und ist nie genug, ich kann noch so viel höher, weiter, schneller. Mehr. Da ist so viel Mehr, in Großbuchstaben, und es wartet nur darauf, gefunden zu werden. Also steige ich in die U-Bahn, schnell, bevor die Türen schließen und mich zurücklassen, und ich sehe endlich wieder die Details, graue Augen mit gelben Flecken und die Musik in meinen Ohren bringt mich zum Lächeln.

Diese Augen sind so unterschiedlich und doch haben sie etwas gemein – sie sind meine und die meiner Schwester. Ob lange Wimpern oder kurze, getuschte, ungeschminkte, mit Kajal oder ohne, schwarz oder silberschimmernd und ob sie blau sind oder grün oder braun oder grau – sie alle sind einzigartig und mit ihnen nehmen wir all die Details auf, auf die wir alle mehr achten sollten. 

Bei diesem kurzen Shooting hatte ich so viel Spaß wie lange nicht mehr – ich habe meine Makrolinsen neu für mich entdeckt und endlich festgestellt, dass man damit nicht nur Pflanzen und Ameisen fotografieren muss. Mal sehen, welches Detail mir als Nächstes vor die Linse läuft.

Travel Guide | Ein Wochenende in Berlin, Teil 1

Meine Lieben,
Berlin, endlich ein Wochenende in Berlin! Schon fast ein wenig peinlich, dass ich bis vor ein paar Wochen in Rom, Paris, Wien, Washington D.C. war, aber kein einziges Mal in der deutschen Hauptstadt. Diese Bildungslücke ist jetzt aber zum Glück beseitigt – dank Dan & Phil.

Und so fing das Ganze an: irgendwann Ende Oktober fand meine Freundin einen Tweet, in dem meine Lieblingsyoutuber ihren Besuch in Berlin ankündigten. Zwei Stunden später hatte ich alles geplant und drei Tage später das Ticket, den Flug und ein Zimmer gebucht.

Wochenende in Berlin: Transavia, was sonst?

Warum ein Flug, werdet ihr euch vielleicht fragen. Na ja, mit dem Auto braucht man zwischen acht und neun Stunden – keine Lust. Das war also unser Plan B. Mit dem Fernbus fahre ich ungern länger als vier Stunden, da wird mir immer übel und das kann tagelang anhalten. Zug wäre also die passende Option gewesen. Aber ich bezahle keine 250€ für München – Berlin hin und zurück, liebe Deutsche Bahn! Und bei diesen Preisen habe ich dann auch keine Hemmungen, ins Flugzeug zu steigen. Selber schuld. Hmpf. Lieber knapp 100 bei Transavia – mal wieder. Was dann den Vorteil hatte, dass wir tatsächlich das ganze Wochenende in Berlin verbringen konnten. Wären wir gefahren, dann hätte das Ganze anders ausgesehen und wir hätten sicher nicht so viel anschauen können.

Flughafen München - Wochenende in Berlin Flug nach Berlin, Sonnenaufgang - Wochenende in Berlin Flugselfie Transavia - Wochenende in Berlin
Sechsuhrmorgenselfie… …Sonnenaufgang… …und Flugzeugfreude.

Nun ja, die Aufstehzeiten waren trotzdem gewöhnungsbedürftig. Vier Uhr morgens aufstehen ist kein Spaß. Dafür haben wir im Flugzeug den schönsten Sonnenaufgang überhaupt gesehen, geschlafen, und sind um acht in Berlin gelandet. Kaum waren wir in Schönefeld angekommen, ging es schon so richtig los. Für den ÖPNV gibt’s in Berlin die praktische WelcomeCard: 21,90 Euro für 48 Stunden, einmal abstempeln und das ganze Wochenende lang Bahn, Bus und Co. fahren.

Samstag in Berlin: Sightseeing und Essen

 Dann erst mal im Ampelmann Store am Brandenburger Tor einkaufen – die wunderschönen Postkarten hängen jetzt in meinem Rahmen über dem Bett. Das bekommt ihr auch noch zu sehen, sobald ich mal eine Konstellation gefunden habe, die ästhetisch genug aussieht, um sie zu verbloggen. 😂 Für einen Pulli hat das Reisebudget nicht gereicht, aber wir wollten sowieso lieber Frühstück.

Ampelmann - Wochenende in Berlin Nante-Eck - Wochenende in Berlin

Das bekamen wir auch, und zwar im Nante-Eck. Kaum fünf Minuten zu Fuß vom Brandenburger Tor entfernt fanden wir das Restaurant: altberlinerische Küche mit toller Einrichtung, leckerer Kaffee und das Rührei mit Speck ist auch ganz vorzüglich. Die Speisekarte, die wie eine alte Zeitung gestaltet war, wollte ich am liebsten mitnehmen – stattdessen blieben wir ganze eineinhalb Stunden auf den rot gepolsterten Stühlen sitzen. Am liebsten wären wir sowieso das ganze Wochenende in Berlin hier geblieben – sich einfach einmal kreuz und quer durch die ganze Speisekarte essen. Nächstes Mal dann! Tipp: Samstags sind die Berliner erst ab zehn Uhr richtig wach, vorher sind alle Cafés und Restaurants wie ausgestorben – ideal für Frühaufsteher also.

Touristentum & Concept Mall

Dann ging es frisch gestärkt los auf die Touristentour: Brandenburger Tor, Fotos, Selfies, Reichstag, nochmal dasselbe. Unser nächstes Ziel war der Hauptbahnhof, wo wir eigentlich nur umsteigen wollten. Wollten. Dieser Hauptbahnhof hat uns allerdings total fasziniert: so ordentlich! So hübsch! Das Einzige, was in Berlin nach München aussieht und in München eher nach Berlin. Unsere nächste Station war dann die Gegend am Bahnhof Zoo – Gedächtniskirche und Bikini Berlin. Schon mal gehört? Das perfekteste Einkaufszentrum der Welt. Eine Concept Mall. Lauter tolle Läden, kleine Pop-Up Stores. Einer davon mit den genialen Stationery Produkten von odernichtoderdoch, denen ich schon seit Jahren hinterherrenne. Ehrlich gesagt der einzige Grund, warum ich auf das Bikini Berlin aufmerksam geworden bin, muss ich gestehen. Trotzdem ist die Mall für jeden Blogger einen Besuch wert und es wird auch sicher nicht mein letzter gewesen sein!

Frau am Reichstag - Wochenende in Berlin Brandenburger Tor - Wochenende in Berlin

 U-Bahn Bundestag - Wochenende in Berlin   Reichstag-Selfie - Wochenende in berlin

Berliner Engel - Wochenende in Berlin Am Reichstag - Wochenende in Berlin

  Hauptbahnhof Berlin - Wochenende in Berlin

Berliner Hauptbahnhof - Wochenende in Berlin odernichtoderdoch.de @ Bikini Berlin - Wochenende in Berlin

Nachmittags bezogen wir dann unser Zimmer im Berlin Guesthouse – euer Zimmer solltet ihr euch vielleicht woanders suchen. Ich meine, wir hatten einen Heidenspaß, aber für andere ist ein minikleines Zimmer direkt an der Turmstraße im Fremdenviertel vielleicht nicht so toll. Mal ganz abgesehen von – ach ja. In den Bewertungen hatten sich manche über Kleinigkeiten wie eine fehlende Halterung für den Duschkopf beschwert. Was uns aber viel mehr fehlte, war die nicht vorhandene Badezimmertüre 😂 Ernsthaft jetzt, Türstock und Angeln waren vorhanden. Aber eben keine Türe. Im Ernst. 😂 Na ja, emotional bonding, sagt man so schön, und eine hohe Luftfeuchtigkeit im Zimmer nach der Dusche hat auch noch keiner Lunge geschadet. Aber erst mal den verpassten Schlaf von letzter Nacht nachholen. Abends waren wir dann wieder fit und zogen los in Richtung Ku’damm.

Ku’damm & KaDeWe

Nobles Abendessen? Fehlanzeige. Für unser Wochenende in Berlin hatten wir nicht allzu viel Budget eingeplant, also war das Restaurant unserer Wahl, ja genau, McDonald’s am Bahnhof Zoo. Coole Atmosphäre, muss ich sagen, ich liebe ja Bahnhöfe und Fast Food sowieso. Und das war der erste McDonald’s, in dem unser Essen an den Tisch gebracht wurde. Ich bin beeindruckt!

Schon mittags hatten wir überall die Weihnachtsmärkte gesehen und ich hatte wahnsinnige Lust auf Punsch – außerdem war es am Samstag bitterkalt in Berlin. Also wollten wir auf einen Weihnachtsmarkt gehen, und unsere Wahl fiel auf den an der Gedächtniskirche. Das hat jetzt irgendwie einen bitteren Beigeschmack bekommen, nachdem genau dieser Weihnachtsmarkt von Gewalt und Terror erschüttert wurde, also will ich mich hier kurz fassen. Nach Bratapfelglühwein und Crêpe ging es dann weiter, den Ku’damm entlang.

Weihnachtsmarkt - Wochenende in Berlin Lego Store - Wochenende in Berlin Tesla Model S im KaDeWe - Wochenende in Berlin
Bratapfelglühwein sollte ich wirklich öfter trinken. Alle lieben Lego! Tesla, the one and only.

Und was wir für einen Spaß hatten! Chokeranprobe bei Forever 21, Autos bauen (und vielleicht ein bisschen das neue Fantastic Beasts Set anschmachten) im Lego Store und dann eine Tour quer durch das KaDeWe. Mein Favorit war definitiv der Tesla Model S im Erdgeschoss: die Ledersitze sind schon mal superbequem und die Innenausstattung rekordverdächtig. Jetzt muss ich nur noch an eine Probefahrt kommen! 😉 Den Tag schlossen wir dann mit Känguruchips und YouTube-Videos in unserem 1,40m Bett ab – am nächsten Tag sollten wir schließlich fit sein für die große Show!

Puh, ein ganz schön langer Post mal wieder – und lange genug hat auch das Schreiben gedauert. Die Uni hat mittlerweile wieder angefangen und fordert mich ganz schön, zusätzlich zu Arbeit, Blog und diversen Vereinen. Während sich andere auf der Fashion Week amüsieren, bastle ich zu Hause an meinem Faschingskostüm für morgen Abend und suche mir meinen nächsten Kinofilm aus – was empfehlt ihr mir? Und wie verbringt ihr euer Wochenende?

Cheers,
Eure Marianne

Life Update Vol. 4 | Hello 2017 Edition

‚The sexiest thing you could ever do is to be wildly and beautifully unafraid.‘

-Cleo Wade

Meine Lieben,

hello 2017! Neues Jahr, neuer Blog, könnte man fast sagen. Ja, ich bin endlich auf WordPress umgezogen, das ist ein Grund, warum es in den letzten Tagen so still hier war. Das Design hat mich kräftig geärgert und einige „Features“ (it’s not a bug, it’s a feature!) auch. Aber jetzt zum eigentlichen Thema.

Es ist tatsächlich vorbei, dieses seltsame Jahr 2016. Es hat sich viel verändert, nicht nur in meinem Leben, sondern auch in der Welt. Und ganz oft wissen wir nicht, ob das wirklich so gut ist. Meinen persönlichen Rückblick und meinen Ausblick für 2017, alles, was ich mir so wünsche, gibt es heute im Tagebuchmodus. Betrachtet man mich und meinen Alltag so rein oberflächlich, hat sich nicht viel getan. Die ganz großen Veränderungen sind nicht sofort sichtbar – da muss man ein wenig an der Oberfläche kratzen. Aber sind nicht gerade das die guten Sachen?

Hello 2017 Cat and Punk Rock OOTD

Hello 2017 Cat and Punk Rock OOTD

►❚❚ Tagebuchmodus ein: Hello 2017

Was, wenn ich keine Vorsätze habe?: Ich halte nichts davon, zum Jahresanfang das komplette Leben umzukrempeln. Vor allem, wenn man zwei Wochen später sowieso in den alten Trott zurückfällt. Ähnlich hat das übrigens Viktoria von Mirror Love in ihrem Post zum Jahreswechsel geschildert. Dementsprechend nehme ich mir also nicht sonderlich viel vor für 2017 – außer dasselbe wie immer. Alles zu erleben, was man gerade so erleben kann. Zeit für Langeweile habe ich mit vierzig auch noch.

Other directions: Rein beruflich hat sich für mich sehr viel getan in den letzten Monaten. Noch vor einem Jahr war ich felsenfest davon überzeugt, Informatik sei mein Berufsziel und nichts und niemand könnte daran etwas ändern. Jetzt arbeite ich mittlerweile seit zehn Monaten neben der Uni in einer großen Onlineredaktion und wünsche mir nichts lieber, als auf Dauer im Journalismus zu bleiben. Mal sehen, ob das klappt!

Up and away: Ich werde reisen. Sogar viel reisen. Wenn alles glatt läuft, startet im September mein großes Projekt Auslandssemester in Frankreich. (Wo auch sonst?) Außerdem geht’s im Frühling ein paar Tage in die Berge, im Sommer auf das Chiemsee Summer Festival und zwei weitere Urlaubspläne sind noch im Entstehen. Was spontan auf mich zukommt wie 2016 Paris oder Berlin, das werden wir ja sehen – ich bin gespannt!

Hello 2017 Cat and Punk Rock OOTD 2

Hello 2017 Cat and Punk Rock OOTD 3

 

 
 

Das erste Mal…

… an einer Klausur gescheitert. Ich würde ja gerne sagen, dass es auch das letzte Mal war, aber ich fürchte, das wird nicht so sein.
… mehr als 50% eines Romans geschrieben. Ehrlich, ich bin gespannt, wie es weitergeht.
… in Berlin gewesen. Und in Berlin verknallt.
… Malen und Zeichnen so gelernt, dass man sich bei den Ergebnissen nicht mehr schämen muss, und tatsächlich ernsthaft damit angefangen. Einige der Werke könnt ihr auf Instagram oder in meiner Postreihe zu Malen und Zeichnen finden.
… meine absolute Lieblingsband Sum 41 live gesehen. Gleich zweimal. (Nummer drei folgt im Februar 2017.)

Hello 2017 Blogging Year: Man sieht es ja: Hier auf Deliriumskind ist alles im Umbau. Wundert euch also nicht über seltsame Formatierungen und unvollständige Widgets. Die wichtigsten Sachen funktionieren schon!  Auch rein inhaltlich möchte ich einige Neuerungen bringen, mich endlich auf eine eigene Nische konzentrieren. Ein bisschen mehr Technik und Geek, weniger reine Fotografie, rein aus Zeitgründen. Auch ein paar Tutorials für Blogger stehen schon in den Startlöchern – seid gespannt!

Christmas Time: Noch ein kleiner Nachtrag zu Weihnachten, ein paar Gedanken hatte ich ja im letzten Post schon veröffentlicht. Ich hatte trotz aller Anti-Weihnachts-Feelings ein tolles Weihnachtsfest und genauso tolle Geschenke. Habt ihr es schon gesehen? Ich darf tatsächlich das „Zuckerbrot ist alle“-Shirt mein Eigen nennen – mein Freund hatte den richtigen Riecher. Darüber hinaus gab es Karten für Schwanensee vom Russischen Staatsballett am Samstag und ein Set Zeichenstifte von Caran d’Ache von meiner Schwester. Den 3DS zu bestellen war übrigens die dümmste Idee meines Lebens – ich kann nicht aufhören, ständig Zelda zu spielen!

►❚❚ Tagebuchmodus aus

Hello 2017 Cat and Punk Rock OOTDMantel: Tom Tailor
Hose: Review
Blazer: H&M
Shirt: Look 54
Schuhe: Tamaris
Schal: Pieces

Das war’s schon wieder mit allem, was ich zum Jahreswechsel so zu sagen habe – wie gesagt ist das nicht mein allerliebstes Thema. Nachdem alle anderen Silvester schon so viel bedeutung beimessen, muss ich das nicht auch noch tun. Ich setze mich jetzt wieder an meine Widgets! Die Fotos hat übrigens meine Schwester gemacht und sich damit spontan zum offiziellen Blogfotografen befördert. 😉️ Natürlich habe ich es geschafft, das Shooting genau einen Tag zu früh einzuplanen – am Tag drauf hat es angefangen zu schneien. Außerdem sehen jetzt, zwei Tage später, meine Haare wieder komplett anders aus – ich habe sie aus reinem Frust und Langeweile dunkler getönt und gestern wieder schulterlang schneiden lassen. Mal sehen, vielleicht lässt sich die Fotografin zu einem zweiten Shooting überreden. 😉️

Cheers!

Eure Marianne

’she has been through hell. so believe me when i say, fear her when she looks into a fire and smiles.‘

-e.corona

Die Volume-Posts. Hier kommt der ganze random stuff der letzten Zeit, über den ich so nachdenke, mich freue, mich aufrege. Und Zitate, die ich gerade gut finde. Denn meine Zitatesammlung füllt mittlerweile über zwei Notizbücher und nie hab ich Gelegenheit, sie irgendwo anzubringen. Und gute Zitate müssen meiner Meinung nach verbreitet werden. Oder?

Merken

Merken

Travel Guide: 30 Stunden – oder 1 Tag Paris

Griass eich,
dieser Artikel war die größte Nervensäge in der Geschichte aller Blogartikel. Als Erstes musste ich eine Dreiviertelstunde lang das Café auf Google Maps suchen, von dem ich am Eiffelturm so begeistert war. Ich Idiot hatte nämlich den Kassenbon verlegt. (Ratet mal, was jetzt gerade wieder aufgetaucht ist!) Dann hat sich Bridge beim Bildersortieren die ganze Zeit aufgehängt, weil die Verbindung vom Laptop zum Server so extrem langsam ist, wenn ich im Wohnzimmer sitze. Ich sollte weniger im Wohnzimmer rumgammeln. Aussortieren musste ich viermal, weil nach der ersten Runde eine hübsche Auswahl von 129 Bildern rauskam, und solche Monsterposts will ich euch wirklich nicht zumuten. 😂 Und schlussendlich musste ich die Hälfte der Bilder zweimal bearbeiten, nachdem Photoshop sich dachte, einen Streit mit meinen Grafikkartentreibern anfangen zu müssen. Ähm. Ja. Nein. Scheißtag.

Aber jetzt zu erfreulicheren Themen: einem Guide für 1 Tag Paris – komplett mit fertig aussortierten Bildern und Adressen. Denn Paris ist die schönste Stadt der Welt. Jeder liebt Paris. Ist doch so, oder? Für mich ist es zumindest jedes Mal wieder atemberaubend, wenn ich hinkomme, und dieser Besuch im August war schon mein vierter. Und ich war überrascht: obwohl wir so kurz Zeit hatten, war es ein spannender Trip und ich konnte auch wieder ein bisschen Frankreichflair mitnehmen.

Fernweh: In die Lüfte mit Transavia

Ihr wollt irgendwohin, habt keine Lust, mit dem Auto zu fahren (oder kein Geld) und der Zug ist zu teuer? Tja, meine Lieben, das Zauberwort heißt Transavia. Alle, die den Namen dieser Fluglinie noch nicht kennen, gleich aufschreiben. Damit bin ich mit meinen Kollegen für 96€ von München nach Paris Orly und zurück geflogen und auch meine Reise nach Berlin geht mit dieser Fluglinie. Selten findet man einen Preis über 100€, wenn man die europäischen Angebote der KLM-Tochter durchsucht.

Dass die meisten Flüge zu Unzeiten stattfinden (frühmorgens und spätabends), ist zwar stressig, aber super, wenn man ein bisschen was von der Stadt sehen will und keine drei Tage Zeit hat.

Wir sind also am Donnerstagabend nach Paris Orly losgeflogen, haben die Lichter unter uns bewundert und sind nach einer guten Stunde Flug (ohne Verpflegung, die ist aber zubuchbar) dort angekommen. Zu den Mietautos mussten wir den Shuttle ins andere Terminal nehmen. Bei Hertz angekommen nahmen wir unseren Citroën C4 Picasso in Empfang und schon ging’s los zu unserem Hotel. Oder Motel, sollte ich wohl eher sagen. Wir hatten uns absichtlich ein günstiges Hotel abseits von Paris und ein wenig näher am Disneyland gesucht, dass die pappdeckelähnlichen Türen gleich nach draußen führen würden und das Bad eher eine Nasszelle sein sollte, wusste natürlich keiner. Hat uns bei zweimal fünf Stunden Schlaf aber auch nicht wirklich gestört. Und wenn ihr dort in der Nähe seid und abends noch weggehen wollt – vergesst es. Kauft euch lieber überteuerte Getränke am Flughafen und nehmt die mit.

1 Tag Paris: Frühstück am Eiffelturm

Aber genug vom abenteuerlichen ersten Abend, wir springen gleich zum nächsten Morgen. Sieben Uhr aufstehen, Zähne putzen, Kameratasche packen und los geht’s. Endlich rein in die Pariser Innenstadt. Vom Motel kommt man direkt auf den Périphérique, nach kaum einer halben Stunde waren wir am Eiffelturm, fanden einen Parkplatz in einer Querstraße, die Innenstadt wie ausgestorben. Das Frühstück gab’s im Castel Café, typisch französisch und für knapp neun Euro nicht mal teuer. So direkt am Eiffelturm. Café crème, ein frisches buttriges Croissant zum Reintauchen, zwei Scheiben getoastetes Baguette, Marmelade und zur Krönung ein Glas Orangensaft. Der Mann hinter der Bar ein typisch französischer Bistrobesitzer, grauhaarig im Clooney-Style, immer freundlich und einen charmanten Spruch auf den Lippen, Bistrostühle auf der Terrasse und drinnen. Ich gebe zu, ich wäre gerne länger geblieben.

 

Aber das ging schlecht, nächste Station: der Eiffelturm. Wir hatten ihn vom Flugzeug aus schon glitzern sehen, jetzt standen wir direkt drunter, wieder kaum Menschen zu sehen, ein paar Touristen, drei Soldaten biegen um die Ecke. Wir schießen Hunderte von Fotos, von der Brücke aus im Dunst erkennt man die Sacré Coeur, ein bisschen Montmartre. Nächstes Mal dann, sage ich mir. Und dann geht’s weiter.

 

 

 

Ab in die Fantasiewelten: Disneyland und Walt Disney Studios

Auf dem Weg nach Marne la Vallée müssen wir erst mal einkaufen, Proviant und Getränke, an der Autobahn kommt sowieso ein Carrefour nach dem anderen. Und die Supermärkte sind eine Sehenswürdigkeit für sich, muss ich sagen. Ich kaufe Madeleines, Orangina, Evian, dann geht’s weiter.

 

 

 

Disneyland, da war ich auch schon mal, vor ewigen Zeiten, als Kind. Und trotzdem stellt sich die Vorfreude schon ein, als wir das Tor passieren. Erst mal Tickets organisieren, als Pressemitglied geht das günstig, wenn auch mit ein wenig Aufwand verbunden. Und dann haben wir uns in die bunte Welt der Fantasie gestürzt. Frontierland, Fantasyland, Discoveryland – alle möglichen Themenwelten warten darauf, erkundet zu werden. Viele der Attraktionen sind natürlich hauptsächlich für Kinder, aber das hindert keinen daran, sie auszuprobieren. Ganz im Gegenteil – das berühmte It’s A Small World ist einfach nur zauberhaft und die Mad Hatter’s Tea Cups bei Alice im Wunderland machen erst dann Spaß, wenn man genug Kraft hat, die Tassen richtig schnell zu drehen.

 

 

Wer richtig Action will, der ist in den Walt Disney Studios noch besser aufgehoben – hier findet man die Aerosmith-Achterbahn, mit Rockmusik in den Ohren durch Kurven und Loopings zu rasen, macht wirklich Spaß. Im gruseligen Hollywood Hotel wird man zuerst in die Twilight Zone entführt und steigt dann in einen Free Fall Tower, der es wirklich in sich hat. Unser größter Spaß: der Assistent, der uns in den Tower geführt hat, hatte es ganz wunderbar drauf, gruselig zu grinsen und die Passagiere auch mal richtig zu erschrecken, wenn er anfing, aus heiterem Himmel irgendwelche Anweisungen rumzubrüllen. I like! Bei allen Attraktionen lohnen sich übrigens oft die FastPass-Stationen: Zettel ziehen, zur angegebenen Uhrzeit wiederkommen, Zettel am FastPass-Eingang vorzeigen und gar nicht anstellen.

 

 

 

Die größten Attraktionen sind sowieso die Disney-Charaktere, die überall herumlaufen und täglich bei den Paraden an verschiedenen Orten unterwegs sind. Also, ein Tag im Disneyland ohne Parade ist wirklich unmöglich. Wir haben da die Abendshow mitgenommen: keine typische Parade, sondern eine Lichtshow mit verschiedenen Geschichten rund um die Disney-Charaktere, die (I kid you not) mithilfe von Beamern direkt auf dem Dornröschenschloss gespielt werden. Inklusive Feuerwerk und Wassershow – ein wunderschöner Abschluss für einen Tag in Paris!

 

 

 

Noch ein ganz wichtiger Tipp: Die Verpflegung im Disneyland ist furchtbar teuer und nicht unbedingt die Beste, vor allem nicht für französische Verhältnisse. Wir haben das Toad Hall Restaurant im Fantasyland (Chickenburger, Fish & Chips) tagsüber und Colonel Hathi’s Pizza Outpost abends (weil alles andere bereits geschlossen war) getestet und für okay befunden. Aber mitgebrachte Verpflegung wäre mindestens genauso gut gewesen.

Nach vier knappen Stunden Schlaf ging’s dann am Samstagmorgen in aller Herrgottsfrühe wieder zurück nach München. Da hatte ich erst mal Schlaf aufzuholen! Und jetzt bin ich gespannt, ob endlich alles gutgeht, wenn ich auf Veröffentlichen drücke – wer weiß?

 

Why So Serious? • Punk DIY Wall Art

Meine Lieben, 
gerade in der dunklen Winterzeit muss ich ein bisschen vom Grau, Schwarz und Weiß weg, das in meinem Leben sonst so oft vorkommt: Kleidung, Design, Interior. So einfach ist das aber meistens gar nicht – ich kann schlecht mein Zimmer komplett neu bunt streichen, dachte ich mir erst gestern wieder. Leicht deprimiert. Aber ich bin ziemlich schnell auf eine kunterbunte Lösung gekommen: wir sind heute mal wieder künstlerisch und malen uns ein Kunstwerk für die eigenen vier Wände. Das geht ziemlich einfach und macht auch noch so viel Spaß, dass man die Winterdepression für eine Zeit vergisst. Und weil ich mit geraden Linien und sauberen Formen zurzeit nichts anfangen kann, geht unser Wall Art DIY in Richtung Punk. Ein bisschen Joker, ein bisschen Alice im Wunderland.

Wall Art DIY: Spray, Acryl und Gekleckere

Was ihr dafür braucht? Gar nicht so viel. Ein paar Spraydosen in neutralen Farben, bunte Acrylfarbe, einen passenden Malgrund. Bei mir war das ein großer Malkarton von boesner – stabiler als Papier, trotzdem schon grundiert und für Rahmen geeignet. Papier oder Keilrahmen sind aber natürlich auch perfekt geeignet. Dann noch euren Arbeitsplatz großzügig mit Zeitungspapier auslegen, Pinsel, Spachtel, Schwämme oder das Werkzeug eurer Wahl und Wasser bereitstellen und los geht’s.
Als Erstes muss der Malgrund grundiert werden. Bei mir war das silbernes und schwarzes Farbspray von Dupli Color, meine Favoriten. Das darf ruhig mal wild verteilt werden, fleckig sein, am Karton herunterlaufen. Lasst eurer Fantasie freien Lauf – und den Karton danach gründlich trocknen! Ansonsten habt ihr die ganze schwarze Farbe nachher in der Acrylfarbe und damit sieht euer Wall Art DIY eher nach Brei als nach Farbexplosion aus.
Nach ein bisschen Trockenzeit könnt ihr schon mit der zweiten Schicht anfangen. Und da geht das Gekleckere erst richtig los! Für ein wirklich wildes Muster malt mit ungemischten Farben und nehmt ruhig viel Farbe. Pinselstriche habe ich am wenigsten benutzt, am liebsten mag ich bei solchen abstrakten Dingen den Spachtel. Damit kann ich wilde Linien malen, Farbe auftragen und für Muster wieder abkratzen. Das Einfachste ist außerdem das Tropfen: die Farben ein wenig verdünnen, auf Pinsel oder Spachtel auftragen und einfach mal schütteln. Da sollte man die Zeitung aber wirklich gut verteilt haben und keine schönen Klamotten tragen! Ansonsten könnt ihr Techniken ausprobieren, wie ihr lustig seid: mit den Fingern kann mal zum Beispiel auch super malen!

Get the punk done: Schriftzug malen

Habt ihr einen ausreichend bunten Hintergrund, dürft ihr das Ganze mal wieder trocknen lassen – und wenn ihr so viel Farbe verwendet habt wie ich, dann dauert das ganz schön lange. In der zwischenzeit könnt ihr ja mal nach einer passenden Message suchen. Denn nur ein Schriftzug macht aus unserem kindergartenkünstlerischen Hintergrund ein richtig cooles Bild. Meine Wahl war aus Platzgründen einfach nur das Wort „MAD“, aber auch „MADNESS“ oder ein ganzes Zitat aus meiner Sammlung könnte ich mir auf meinen Wänden gut vorstellen.

Der Schriftzug sollte in einer Farbe gehalten sein, die sonst im Gemälde kaum vorkommt. Bei mir eignet sich Weiß perfekt dafür. Um den zerflossenen Stil nachzumachen, braucht ihr nur ein bisschen Wasser und drei Schritte:

  1. Den Schriftzug als Erstes mit unverdünnter Acrylfarbe vormalen und darauf achten, dass die Deckkraft passt. Es sollte am besten nichts mehr durchschimmern.
  2. Dann die Farbe mit viel Wasser mischen, bei mir hat 1:1 ganz gut geklappt. Auf die unteren Teile der Buchstaben die verdünnte Farbe auftragen.
  3. Den Karton hochnehmen und mehrfach senkrecht auf den Boden schlagen, sodass die Farbe nach unten verläuft. Wenn nötig, könnt ihr noch mehr Farbe auftragen und dann einfach so lange nach unten schütteln oder schlagen, bis ihr mit dem Ergebnis zufrieden seid.


Dann – Überraschung – zum dritten Mal trocknen lassen und voilà, ihr habt euer eigenes verrücktes Kunstwerk erschaffen, um den Novemberblues zu vertreiben! Aufhängen könnt ihr das Ganze mit einem passenden Rahmen, einem Nagel samt Aufhängung oder einfach PowerStrips. (Dreimal dürft ihr raten, welche Lösung ich Faulpelz gewählt habe. 😉) Und das war’s auch schon. Ich werde mich jetzt mit einer Tasse Kaffee an den Schreibtisch verziehen und mein Kunstwerk verliebt anstarren. Als Nächstes nehme ich euch mit auf eine abenteuerliche Reise nach Paris – seid gespannt! 

Cheers, 
Eure Marianne

[Travel Guide]
• Malta •
An Island Between Africa and Great Britain

Ja, meine Lieben,

es hat sich schon bestätigt – der November und ich werden einfach keine Freunde mehr. Der Himmel draußen ist genauso grau und trüb wie meine Laune, ich sitze mit Kopfschmerzen und Halsschmerzen im Bett und will eigentlich nur noch Dan & Phils Game-Videos gucken. Aber das geht natürlich auch nicht – es gibt ja so viel zu tun!
Jetzt, kurz nach dem Semesterstart, bin ich wieder voll da – leider. Denn wie das so ist, hat mich das Fernweh nach den ganzen Reisen hintereinander keineswegs verlassen, sondern ist eher noch schlimmer geworden – und die nächsten Wochen sitze ich erst mal in der Uni fest. Wie gut, dass bereits wieder einiges für den Winter und auch für nächstes Jahr geplant ist…
Aber nun zu einer der kontrastreichsten und spannendsten Inseln, die man im Mittelmeer so finden kann: Malta. Nach meinem zweiten Aufenthalt in diesem faszinierenden kleinen Land wird es nun doch Zeit für einen Travel Guide – in diesem Post führe ich euch kreuz und quer über die Insel und ich garantiere euch: nach den Fotos und Tipps seid ihr genauso angefixt wie ich. Und das Schönste: egal zu welcher Jahreszeit, Malta ist immer einen Besuch wert.

 

Wohnen, Essen, Feiern: Sliema & St. Julians

Unser Hotel, das Plaza Hotel, war – genauso wie das Park Hotel bei meinem ersten Aufenthalt vor zwei Jahren – ein nettes Drei-Sterne-Hotel direkt am Felsenstrand von Sliema, das sich mitten im „städtischen Teil“ rund um Valletta befindet. Für uns war das ideal: eine Bushaltestelle genu gegenüber des Hotels, schöne, helle Zimmer, im Gegensatz zum Park Hotel ein annehmbares Frühstück und natürlich das Meer direkt vor der Nase – zum kleinen Preis. Viel günstiger kann man in Maltas Hotels kaum unterkommen, höchstens Airbnb spart noch mehr Kosten. Zum Partyviertel Paceville in St. Julians hatten wir kaum zehn Minuten zu Fuß, der Bus braucht fast genauso lange.  Apropos Bus: außer einem Wochenticket für ebendiesen für 21 Euro und einem Plan dafür braucht man eigentlich nichts, um die ganze Insel zu erkunden. Das Busnetzwerk in Malta ist wunderbar ausgebaut, der zentrale Busbahnhof in Valletta riesengroß und in meinen zwei Reisen habe ich noch keinen Ort gefunden, der nicht in der Nähe einer Haltestelle liegt. Aber erst mal zurück nach Sliema.

 

Sliema an sich ist ein schrecklich touristischer Ort, aber zum Wohnen der zentralste und gleichzeitig günstigste – Hotels, Souvenirläden und Restaurants findet man hier überall. Die winzig kleinen Supermärkte sind eher in den kleinen Gassen versteckt, lassen sich aber ganz schnell an der Hotelrezeption erfragen. Für mich ist das immer das Erste, wenn ich an einem neuen Ort bin: Fanta, Wasser und Kekse kaufen. Als Nächstes gilt es natürlich, die Umgebung zu erkunden. Am Strand waren wir grundsätzlich spätnachmittags und abends, wenn die großen Massen schon wieder weg waren und man ungestört baden konnte – auf den harten Felsen muss man sich seinen Liegeplatz schließlich frei aussuchen können, damit man keine Felsspitzen im Rücken hat 😉 
Wer gerne in Restaurants das lokale Essen genießen möchte oder einfach nur eine Pizza essen will, der ist auch in Paceville nicht verkehrt – hier gibt’s Restaurants und Bistros in allen Preisklassen, und vor allem Gutes und Günstiges für junge Leute findet man rings um die Partystraße Triq Santa Rita fast überall. Ein Geheimtipp: Maltesischer Haseneintopf – stuffat tal-fenek, das ist eines der maltesischen Nationalgerichte. Kein Wunder – schließlich sind Hasen die größten Landtiere, die wild auf Malta leben! Ansonsten empfehle ich euch unser günstiges und gemütliches Abendessen: Picknick am Strand. In den lokalen Pastizzerie, also Bäckereien, in denen man hauptsächlich Pikantes findet, gibt’s drei mit Ricotta gefüllte Pastizzi, das sind traditionelle Taschen aus Filoteig, für unter einen Euro. Oder eine Sausage Roll für einen Euro, dazu ein kühles Kinnie, das ist die original maltesische Limonade aus Bitterorange und Kräutern, und ab damit an den Strand!

Ja, das sind tatsächlich Smartphonefotos, geschossen mit der crappy Kamera vom Xperia Z2 – Schande über mein Haupt!

Zum Feiern ist natürlich Paceville die erste Wahl – im Triq Santa Rita reiht sich eine Bar an die nächste. Egal, ob man jetzt Lust auf einen gepflegten Cocktail, Tanzerei oder Shisha hat, hier findet sich für jeden was – gleichzeitig ist natürlich sehr viel los. Mittlerweile häufen sich auch einschlägige Etablissements, die Gentleman’s Clubs, deren Eingänge versteckt zwischen Bars und Pubs liegen. Mein Tipp in Paceville ist die Fuego Salsa Bar: eine kleine Bar am Ende des Triqs Santa Rita, von deren Dachterrasse aus man einen wunderbaren Blick über Paceville hat. Wer Cocktails oder Shisha – oder beides – möchte, der ist hier auch bedient, und mit einer Happy Hour bis Mitternacht und zwei Cocktails für 6 Euro fällt das Feiern hier absolut günstig aus. Noch schöner finde ich allerdings die Lounge Bar Playa del Sol in der St. Julians Bay – diese Bar befindet sich direkt am Meer und bietet kleine Tischchen am Kai. Auf Teppichen mit einem glitzernden Ausblick auf Sliema und St. Julians sitzen, die Füße ins Wasser hängen lassen und einen Cocktail trinken: kann der Urlaub schöner sein?

Plaza Hotel, Tower Road, Sliema | Fuego Salsa Bar, Triq Santu Wistin, San Ġiljan | Playa Del Sol Lounge & Bar, George Borg Olivier Street, San Ġiljan

The Capital: Valletta

 

Ganz ehrlich: genauso wie Malta ein ziemlich kleines Land ist, scheint auch Valletta nicht wirklich die Größenordnung für eine Hauptstadt zu erfüllen. Dafür ist die Altstadt umso schöner und idyllische kleine Gassen rund um den Hafen machen den planlosen Streifzug zum Abenteuer. Ganz ehrlich – für Valletta habe sogar ich Planungsmensch einmal Google Maps Google Maps sein lassen und habe mit der Kamera und den anderen Straße um Straße erkundet, bis wir irgendwann vom Busbahnhof kreuz und quer durch die Altstadt bis zum Hafen gelaufen waren.

 

Wer nicht nur Sehenswürdigkeiten ansehen möchte, der kann in Valletta auch wunderbar shoppen gehen, direkt am Hauptplatz finden sich Stradivarius, Pull & Bear und Co. und ein wenig weiter draußen gibt’s eine riesige Mall – bei unserem Urlaub haben wir außer Postkarten allerdings nichts gekauft, deswegen kann ich euch über die lokalen Shoppingverhältnisse nicht sonderlich viel erzählen. Dafür mussten natürlich ein paar Fotos bei den englischen Telefonzellen sein, die im sonnigen Malta vollkommen fehl am Platz wirken.


 

Out in the Wild: Faszinierende Natur 


Maltas Natur ist die faszinierendste, der ich je begegnet bin, und für europäische Verhältnisse geradezu exotisch. In den Städten fühlt man sich wie im urbanen Italien oder Spanien – Strandstädte eben, mit diesem typischen Urlaubsfeeling, wisst ihr, was ich meine? Und dann nimmt man den Bus und fährt nur fünf Minuten aus der Stadt raus, in die Mitte der Insel oder in den spärlich besiedelten Süden, und schon ist man in einer komplett anderen Welt. Da sind kleine, sandige Felder, die im Sommer brach und ausgetrocknet in der sonnigen Hitze liegen, mit halbhohen Mauern aus schief aufeinandergestapelten Steinen von den anderen getrennt, dazwischen Feigenbäume und Feigenkakteen, verlassene Häuser und hier und da die ein oder andere Scheune. Dazwischen schlechte Straßen, verschlafene Dörfer, der Bus rumpelt durch die heiße, aber doch so faszinierende Einöde. Und alles ist ruhig.

Gerade an den Dingli Cliffs war die Ruhe nachmittags fast zu greifen, am höchsten Punkt Maltas, über zweihundert Meter ragen die Klippen über das Meer hinaus und wir waren die Einzigen, die hinunterblickten. Ob Wanderung, kurzer Spaziergang oder einfach Verweilen neben der Kapelle an den Cliffs: dieser Ort ist faszinierend, geradezu magisch, und sollte auf jeder To-Do-Liste stehen, falls ihr sowas für euren Urlaub anlegt. Für die Kriminologen unter euch gibt’s auch noch was Spannendes zu entdecken: dieser Grabstein an den Cliffs, über den wir zufällig gestolpert sind, ist ein Gedenkstein für ein Mordopfer, das im Jahr 1992 erschossen an diesem Ort aufgefunden wurde. Der Fall ist bis heute nicht aufgeklärt – wer hat Lust, im Urlaub Sherlock zu spielen?

Auch schön, aber weniger ruhig: die berühmte Blaue Grotte im Süden der Insel. Acht Euro kostet eine Bootstour quer durch die vielen Höhlen und dauert ungefähr 25 Minuten. Ich war jetzt schon zum zweiten Mal dort und muss sagen: ein drittes Mal würde ich das Geld nicht ausgeben. Viel schöner ist es, eine Bushaltestelle vorher auszusteigen und vom Panoramaweg aus auf die Grotte hinunterzublicken – das sollte man aber nicht in der Mittagshitze tun, viel zu anstrengend. Genau deswegen mussten wir bei diesem Urlaub auch darauf verzichten.

 

Geradezu wahnsinnig überfüllt war die Blue Lagoon auf Comino, der winzigen Nachbarinsel zwischen Malta und Gozo: der einzige Ort auf den Inseln, wo es tropisch türkises Wasser und weißen Sand gibt. Der Ort ist wunderschön zum Baden und zum Entspannen, in der Hochsaison muss man aber schon ganz schön weit rausschwimmen, um nicht von unzähligen Menschen und Ferienbooten umringt zu sein. Gegenüber liegt die gerade mal 0,25 Quadratkilometer große Felseninsel Cominotto, die man schwimmend super erreichen und durch eine mit Wasser gefüllte Schlucht durchqueren kann – auf der anderen Seite warten zerklüftete Felsen und kleine Höhlen, die man als Abenteuerlustiger super erkunden kann. (Man sollte nur in der Nähe von Quallen aufpassen. 😉 Ich wusste nicht, dass Feuerquallenverletzungen beim Zurückschwimmen derart brennen, dass sie den ganzen Arm lahmlegen.)

Das war wohl einer der längsten Posts, die ich je geschrieben habe, aber ich habe den Guide bewusst nicht geteilt – so habt ihr ganz Malta easy-peasy auf einen Blick zusammengefasst. Und dieser Guide wird nicht der letzte bleiben – Paris & Disneyland in 30 Stunden ist schon in Arbeit und auch in Zukunft ist reisetechnisch einiges geplant. So werde ich – Trommelwirbel – Ende November endlich die schöne deutsche Hauptstadt aufsuchen, die ich schon so lange mal sehen möchte. Ich werde dort ein ganzes Wochenende bleiben (haha, Sarkasmus) und mir am 27. November die The Amazing Tour Is Not On Fire von meinen allerliebsten Youtubern Dan & Phil ansehen! Ist das nicht fantastisch? Ich bin sooo aufgeregt! Und natürlich ist die Kamera die ganzen zwei Tage an meiner Seite – freut euch auf meine Berliner Eindrücke!

Cheers!
Eure Marianne

Photo Shoot | München Hackerbrücke bei Nacht

Meine Lieben,
endlich sind die Prüfungen vorbei und endlich habe ich Semesterferien! Na ja, nicht ganz – eine kurze Seminararbeit schreibe ich noch und im Oktober folgt eine allerletzte Klausur. Aber was soll’s – ich muss nicht mehr neun Stunden am Tag lernen und kann mich wieder ganz gemütlich an den Laptop setzen und die ganzen unverwirklichten Ideen der letzten Wochen endlich verbloggen.
Meint man. Oder? Na ja, nicht ganz. Schon morgen startet für mich der Flieger nach Malta – endlich Urlaub! Und kaum komme ich wieder nach Hause, geht’s auch schon nach Paris und anschließend zum Chiemsee Summer Festival. Im September verbringe ich dann noch ein Wochenende mit Freunden in den Bergen – ihr seht, auch in den nächsten Wochen wird es turbulent. Dennoch versuche ich, jede freie Minute zum Bloggen zu nutzen, schließlich habe ich euch soo viel zu erzählen!

Und gerade dieser Post soll auch ein Beispiel dafür sein, dass Spontanaktionen manchmal die besten Ergebnisse liefern – heute gibt’s nämlich wieder mal eine Fotoreihe.

Vor ein paar Wochen war ich nämlich gerade auf dem Rückweg von meiner monatlichen Schreibwerkstatt in Pasing – mein Zug geht leider nur stündlich vom Hauptbahnhof aus und ich verpasse ihn jedes Mal um genau fünf Minuten. Also hatte ich eine ganze Stunde Zeit, um neun Uhr abends irgendwas zu machen. Und da ich sowieso meine Kamera dabeihatte und außerdem gerade in der S-Bahn saß, bin ich kurzerhand an der Hackerbrücke aus der Bahn gesprungen und habe spontan Fotos vom Hauptbahnhof und den umliegenden Gleisen geschossen. Mal was ganz anderes als sonst – bitte sehr!

 

 

 

 

 

 

Ich muss zugeben, auf das letzte Foto bin ich besonders stolz – einen Blitz habe ich noch nie so gut fotografiert. Und wenn man bedenkt, dass das Foto aus der Hand und ohne fancy Belichtungsmodi entstanden ist, dann hatte ich wahnsinniges Glück.

Weniger Glück hatte ich beim Wetter (deswegen auch der Blitz): genau, als wir die Schreibwerkstatt verlassen hatten, ging ein heftiger Wolkenbruch genau über uns nieder – ich war bis auf die Knochen durchnässt. Und die nächsten drei Tage krank. Das ist mal wieder typisch ich…

Wie auch immer – wie findet ihr die Bilder? Sollte ich in Zukunft öfter mal Bilder aus München posten oder lieber wieder mehr Porträtshootings? Stay tuned – wer meine Maltareise verfolgen will, auf Instagram werde ich die nächsten Tage sehr aktiv sein, wann auch immer ich einen WLAN-Hotspot finde. 

travelling weekend • Valeggio sul Mincio

Meine Lieben,


mittlerweile muss ich wirklich schauen, dass ich meine Vorlesungen am Donnerstag und Freitag mal wieder besuche. Gefühlt bin ich jedes Wochenende unterwegs – ganz egal ob in Passau, Nürnberg, auf Rock im Park oder sogar spontan für drei Tage in Italien. Das hat sich ganz zufällig ergeben und so war ich mit meiner Familie drei Tage im wunderschönen Valeggio sul Mincio, südlich vom Gardasee.


Der Urlaub fing schon sehr lustig an: wir kamen nachmittags in Valeggio an. Regen wie aus Kübeln. Und die Hauptstraße war gesperrt. Über die mussten wir aber eigentlich drüber, um zu unserem Hotel zu gelangen – tja, Pech. Grund für die Sperrung war nämlich die berühmte Oldtimerrallye Mille Miglia, die direkt durch unser Urlaubsdorf führte, tja, dann sahen wir halt erst mal Ferrari nach Ferrari vorüberrauschen, während wir nach dem Hotel suchten (oooh, ich sag’s euch, gran-di-os!). Aber irgendwann waren sowohl Rallye als auch Regen vorbei und das Italienfeeling kam mit der Sonne gleich auf. 

Grundsätzlich kann ich euch gar nicht viele Reisetipps geben, weil diese drei Tage für mich eigentlich nur aus Spazierengehen und Essen bestanden haben: in Valeggio werden Tortellini hergestellt und die bekommt man dort auch in ungefähr jedem Restaurant. Nur vor einem möchte ich euch warnen: die Kürbistortelli, Tortelli di zucca, aus Mantova sind mit einer Füllung aus Kürbis und Amarettini sehr gewöhnungsbedürftig. Vor allem, wenn man vorher nicht weiß, dass die Füllung süß ist. Da ess ich dann doch lieber die mit Fleischfüllung. 😉 Ansonsten ist es auch noch sehr ratsam, in Borghetto eines der Bistros auszusuchen und dort einen Aperitif zu trinken – das kleine Mühlendorf ist wirklich sehr charmant.




Ein Ausflug in den Supermarkt in Mantova musste natürlich auch sein: immer, wenn ich in Italien bin, möchte ich bitte gerne Parmesankäse, Stracchino, Parmaschinken, Bresaola, Mortadella, Salami und alles andere, was mich gerade so anlacht, mit nach Hause nehmen. Und natürlich Pan di Stelle – kennt ihr die herrlichen Schokokekse? Wenn nicht, umso besser. Die machen nämlich wirklich süchtig.

Was auch schön ist: der Parco Giardino Sigurtà direkt in Valeggio, eine riesige Parkanlage, die man wahlweise mit dem Fahrrad, Golfcart oder zu Fuß betreten kann. Ich rate euch eins: nehmt das Golfcart, wenn ihr mehr als drei Personen seid! Ist nicht viel teurer als Fahrräder und viel, viel lustiger. In diesem Park habe ich auch meine neue Freundin, die kleine Zwergziege, kennengelernt – wenn irgendwo Tiergehege sind, kann ich einfach nicht widerstehen. Vor allem nicht bei Babyziegen.


Nachdem Valeggio so nah am Gardasee liegt, durfte auf dem Weg nach Hause ein kurzer Abstecher nach Peschiera nicht fehlen: ganz klassisch Pizza und Eis am Ufer des Gardasees. Das einzige Manko: ich glaube, das ganze Dorf war voll mit deutschen Touristen statt Italienern. Nicht mein Fall, aber in den Pfingstferien vermutlich nicht zu vermeiden. Alles in allem eignet sich die Region perfekt für einen Kurztrip, gerade wenn man in Bayern wohnt – fünf Stunden Fahrt sind einfach nicht zu schlagen.
Was sind eure Lieblingsorte in Italien? Habt ihr noch Geheimtipps für einen Wochenendurlaub?

portraits of spring

And You’re a Cherry Blossom
You’re About to Bloom
You Look so Pretty
But You’re Gone so Soon
– Fall Out Boy, Centuries

Mal wieder ein Post mit Selbstporträts – die lagen jetzt fast drei Wochen lang auf der SD-Karte rum, bis ich endlich Zeit gefunden habe, sie zu bearbeiten. Die Uni hält mich schon wieder ganz schön auf Trab, aber ich verwende jede freie Minute zum Schreiben und Fotografieren. Kaum ist der Frühling endlich komplett angekommen, bin ich auch wieder hochmotiviert.

Zu den Fotos kann ich euch nur sagen: Rapspollen jucken ganz furchtbar an den Beinen. Egal, wie oft man duscht, es juckt stundenlang. Und eigentlich sollte ich es mittlerweile wissen – schließlich ist das nicht mein erstes Fotoshooting in einem Rapsfeld und früher haben wir darin gerne mal Verstecken gespielt. Aber die Blüten sind halt einfach so schön!
Außerdem wollte ich eigentlich keine Fotos in der prallen Sonne machen: harte Schatten, weißer Himmel und so weiter, ihr wisst schon. An diesem schönen Freitagnachmittag war es aber ganz aussichtslos, dass jemals eine Wolke aufzieht, also blieb mir nichts Anderes übrig. Was vermutlich dazu geführt hat, dass die Bearbeitung so aufwändig war: schließlich mussten zwei Bilder einen neuen Himmel erhalten. Na ja, so oder so sind sie doch nicht so schlecht geworden, aber ich werde mir trotzdem demnächst Reflektoren und einen Diffusor anschaffen. Habt ihr schon mal mit Diffusoren gearbeitet? Könnt ihr mir Tipps geben, welche ich mir am besten ansehen sollte?

Kill the clown, he’s so unfair • Macro and Self Portraits

Heute gibt’s als Abwechslung zu den Textposts mal wieder ein paar Fotos. In den letzten Tagen konnte ich mich nicht beherrschen und habe, anstatt zu lernen, mal wieder zur Kamera gegriffen. Vor allem Selbstportraits werden ab jetzt häufiger kommen – ich habe endlich einen Weg gefunden, mir einen Ersatz für das schwenkbare Display zu basteln, das ich gerne hätte, aber nicht habe. Dazu demnächst mehr! Wer mir auf Instagram folgt, der kennt womöglich das ein oder andere Foto schon – ich werde jetzt auch vermehrt die Previews dort posten. Ich freue mich also über neue Follower!

Außerdem habe ich euch mein aktuelles Lieblingslied mitgebracht – Kill The Clown von Soley. Diese Sängerin hat es mir schon länger angetan, sie hat einen ganz eigentümlichen Stil zu singen. Kennt ihr vielleicht ähnliche Künstler? Ich suche momentan wieder ganz viel Musik.

Selbstportrait mit neuem Lieblings-Lippenstift | Selbstportrait mit neuer Lieblings-Frisur (ihr erkennt das Prinzip?): seit ich meine Haare schulterlang trage, also seit Ostern, sieht ein Knoten einfach nur noch dämlich aus. Dieser Twist mit Haarband ist meine neue, viel dekorativere Alternative. | Macro: Hauswurz, Ehrenpreis, knospender Flieder und ein bisschen Wiese. Die Fotos sind mit meinen Macrolinsen von Polaroid entstanden.

Spring at the Farm

“When spring came, even the false spring, there were no problems except
where to be happiest. The only thing that could spoil a day was people
and if you could keep from making engagements, each day had no limits.
People were always the limiters of happiness except for the very few
that were as good as spring itself.”


Ernest Hemingway,

A Moveable Feast

Gerade hier auf dem Land ist es besonders schön, wenn im Frühling die Farben zurückkehren. Da musste sogar ich das Mathebuch in die Ecke schmeißen und stattdessen die Kamera zur Hand nehmen – die Bilder aus diesem Post sind aus meiner Eingewöhnungsphase mit dem Tamron 18-270mm entstanden. Ernsthaft, es ist so ungewohnt, so weit zoomen zu können! Vor allem, weil ich ja vorher hauptsächlich mit der Festbrennweite (50mm 1.8) fotografiert habe. Was ist euch lieber? Zoom oder Festbrennweite? Ich bin mir da noch nicht ganz so sicher.
Und ich muss mich für meine Katze entschuldigen – jedes Mal, wenn sie merkt, dass man sie fotografiert, setzt sie ein griesgrämiges Gesicht auf! Ich weiß auch nicht, irgendwie kann man ihr das nicht abgewöhnen. Hat jemand von euch auch solche gemeinen Katzen? 😀

Sunset in Spring • Portrait Shooting

.drei .tr-caption-container{
float: left;
margin-top: -25px;
position: relative;
display: block;
z-index: 2;
}

.bilder{
width: 76%;
margin: 0 auto;
}

Vor ein paar Wochen hat mich wieder die Motivation gepackt, der Sonnenuntergang war einfach traumhaft schön. Perfekt für ein paar Selbstportraits, gerade bevor sich die Sonne vom Acker gemacht hat. An dem Tag war ich kurz vorher shoppen gewesen und musste dann auch das neue Kleid gleich in ein Outfit reinbasteln – ich liebe es ja, komplette Outfits zusammenzustellen.

Die Lederjacke ist übrigens mein allerliebstes Kleidungsstück momentan und muss auch dementsprechend leiden – als partytaugliche Jacke muss man bei mir so einiges aushalten. Flecken vom Wodka O sind da noch harmlos.

Vor noch gar nicht so langer Zeit habe ich mir außerdem mal wieder eingebildet, ich hätte noch nicht genug Löcher in den Ohren und bin spontan in der Mittagspause zum Piercer gefahren. Hach, es ist so toll, wenn man endlich selbst fahren kann! Auch nach über zwei Monaten habe ich mich noch nicht an den Luxus gewöhnt. Joa, und jetzt habe ich außer den zwei Löchern und dem Helix im einen Ohr sowie dem einen Loch im anderen jeweils noch eines an jedem Ohr. Der Kommentar meiner nicht allzu begeisterten Mutter: „Jetzt übertreibst du aber schon? Oder?“ Nö. Find ich nicht. 
Und weil ich für meine sechs verschiedenen Löcher auf jeden Fall auch sechs verschiedene Piercings haben will – gleiche Ohrringe sind ja fad -, musste eine Bestellung bei Crazy Factory sein. Ich sag’s euch, die Auswahl an Piercings ist grandios. Jetzt bin ich im Besitz von acht neuen – Barbells, Circular Barbells, Spiralen und was weiß ich, wie die alle heißen – und falls ich mal laaange Zeit habe, werde ich sie euch alle vorstellen. Was ich nämlich beim Piercingwechseln festgestellt habe – man braucht eine ruhige Hand, Fingerspitzengefühl und sehr viel Zeit, sonst kann man das gleich vergessen. 
Mein absolutes Lieblingsteil ist auf jeden Fall die Spirale mit grünen Spikes an den Enden. Und die seht ihr hier: 
Na, was sagt ihr zu den Fotos? Zu den Piercings? Ich stecke nach wie vor mitten im Abiturstress, deswegen habe ich die meisten Posts vorgeplant – deswegen nicht wundern, wenn das mit den Antworten auf die Kommentare ein wenig schleppend vorangeht. Aber eure Meinung ist mir natürlich wie immer wichtig!

dress: Super B (Schustermann & Borenstein) • leather jacket: H&M • leggings: Tally Weijl • shoes: Adidas • piercings: Crazy Factory