Schlagwort: Produktivität

Einen täglichen Ausgleich zur Arbeit schaffen

Es ist eines der It-Wörter, mit denen man in der Arbeitswelt aktuell nur so um sich wirft: Work-Life-Balance. Klingt erst mal wichtig. Aber was heißt das genau, ist es wirklich so bedeutend, und steht der Ausgleich zur Arbeit nicht im Widerspruch zur schnellen Karriere? Das alles sind Fragen, mit denen ich mich in letzter Zeit beschäftigt habe. Zuallererst: Ja, es ist tatsächlich wichtig, einen Ausgleich zu haben. Wer den ganzen Tag nur dasselbe tut, der wird müde, unkreativ und am Ende sogar krank. 

Warum ich jeden Tag 20 Minuten Sport mache (und mein Freund nicht)

Das Wichtigste zuerst: Jeder braucht seinen eigenen Ausgleich. Ich bin Studentin, Bloggerin und redaktionelle Mitarbeiterin. Das heißt im Klartext: sehr viele Stunden an diversen Schreibtischen und sehr viel geistige Arbeit. Mein Freund arbeitet als Handwerker, was bedeutet, dass er mindestens 40 Stunden die Woche anstrengende körperliche Arbeit verrichtet. Auf mich warten zu Hause jeden Tag die Boxhandschuhe und mein geliebtes Top mit bayrischem Spruch – der gute alte Sport also.  Zwischen 20 und 30 Minuten trainiere ich dann am Boxsack. Das ist zwar nicht immer angenehm und kostet mich des Öfteren Überwindung, hinterher hat sich mein Rücken aber wieder von den Strapazen des Büroalltags erholt und mein Kopf ist wieder frei. Mein Freund muss nach acht Stunden auf der Baustelle keinen Sport mehr machen, im Gegenteil – ein bisschen Ruhe ist nach einem anstrengenden Arbeitstag mehr als nötig. Manchmal, wenn ich so gar keine Lust auf den abendlichen Sport habe, beneide ich ihn ein bisschen 😉

Was ist also der richtige Ausgleich? Fast die Hälfte der Deutschen arbeitet im Büro und wer studiert, verbringt seine Zeit ebenfalls im Sitzen. In diesen Fällen heißt ausgleichen tatsächlich: den Arsch hochbekommen und Sport machen. Das freut mich persönlich oft nur bedingt, wenn ich nach einem stressigen Tag nach Hause komme und am liebsten nur schlafen möchte. Deswegen ist es so wichtig, eine gesunde Routine aufzubauen. Die Sache mit dem Sport macht den wenigsten Spaß, das kann ich dir versichern. Wenn du aber klein anfängst – 20 Minuten schaffst du auch am Anfang locker – und einfach dranbleibst, dann wirst du schon nach zwei Wochen merken, dass du mit Sport besser gelaunt und weniger müde bist. Wichtig ist aber, dass du die 20 Minuten in deine tägliche Routine einplanst. Wer einen Tag aufhört, kennt das Gefühl genau: Die Überwindung ist wieder viel größer, weil du im Prinzip wieder von vorne anfängst. Und auch wenn ich der unsportlichste und sportmuffeligste Mensch der Welt bin, funktioniert es bei mir ganz gut mit den regelmäßigen Workouts – du kannst das also auch. 

Boxhandschuhe* und Boxsack: Hammer | Top: Bavarian Couture | Sport-BH: H&M

Halbe Stunde Mittagspause? Ein kurzer Ausgleich zur Arbeit

Für die Konzentration ist es wichtig, ab und an mal etwas anderes zu sehen als immer nur den Computerbildschirm. Sport ist natürlich die erste Wahl, doch nicht immer ist es möglich, einfach abzuhauen und sich auszupowern. Wie wäre es dann mit einer kreativen Mittagspause? Ich nehme mir gerne die Tombow Brush Pens* und das Handlettering-Buch* von Frau Hölle mit zur Arbeit und übe mittags ein bisschen Lettering oder schnappe mir nach vier Stunden Blogposts schreiben auch mal den Aquarellkasten. Mit den Händen zu arbeiten statt mit dem Kopf ist für mich eine super Entspannung, wenn ich gerade keinen Boxsack zur Hand habe. 

Auch Bewegung an der frischen Luft ist meistens einfacher, als man denkt. Einfach in der Mittagspause eine Runde um den Block gehen oder laufen, und schon bist du wieder fit und füllst deine Vitamin D Reserven auf. Ein Mini-Workout geht genauso gut, zum Beispiel kann ich das 5-Minuten-Rückentraining von Mady Morrison empfehlen. Ein starker Rücken ist vor allem im Büro von Vorteil. 

Keine Zeit? Gibt’s nicht!

Keine Zeit für Freiräume und Sport, weil du immer beschäftigt bist und sooo viel arbeiten musst? Dann solltest du dringend deinen Lebensstil überdenken. Hast du vielleicht einfach keine Lust und schiebst deinen Stress als Ausrede vor? Das kenne ich nur zu gut. Funktioniert hat es bei mir aber nie. Spätestens, wenn du merkst, dass du vom Stress krank wirst, solltest du versuchen, einen Gang zurückzuschalten. 

Du hast keine Lust, deine Freizeit mit Sport zu füllen, sondern machst lieber produktive Dinge? Lass mich dir eines mitteilen: Sport ist ein wunderbares Mittel, produktiver zu werden. Ein Workout pustet negative Gedanken aus deinem Gehirn und entspannt. Das führt dazu, dass du hinterher kreativer und produktiver bist und neue Ideen wie von selbst kommen. (Dass du besser schläfst und nicht mehr so oft krank wirst, muss ich wohl kaum erwähnen.) Was ich außerdem noch festgestellt habe: Durch den Tapetenwechsel komme ich oft auf Dinge, die mir am Schreibtisch nie aufgefallen wären. Win-Win also, oder?

So viel zu meinem Plädoyer für Sport und eine gesunde Work-Life-Balance. Aus dem Munde von jemand, der Sport eigentlich hasst, ist das ziemlich revolutionär, findest du nicht? Machst du regelmäßig Sport? Wie sieht dein Ausgleich zu der Zeit am Schreibtisch aus? Ich bin gespannt, wie du das handhabst. In diesem Sinne wünsche ich dir einen schönen Montag und einen tollen kreativen und sportlichen Nachmittag oder Abend!

*Dieser Beitrag erhält Affiliate-Links. Damit erhalte ich bei deinem Kauf eine kleine Provision. Dein Kaufpreis erhöht sich dadurch jedoch nicht, du unterstützt mich aber bei meiner Arbeit auf Deliriumskind, sodass ich dir weiterhin hochwertigen Content bieten kann.

Weniger planen, mehr machen: Dein Email Kurs

Die ganze letzte Woche war es ungewöhnlich ruhig hier, und das aus einem guten Grund. Die letzten Wochen war ich damit beschäftigt, mein großes neues Herzensprojekt für dich und alle anderen Leser hier umzusetzen. Im Newsletter habe ich es euch ja schon angekündigt, und jetzt ist es endlich soweit. Am 1. Februar startet mein Email Kurs: „Weniger planen, mehr machen!“ und schon jetzt kannst du dich dafür anmelden. 

Damit du auch weißt, was dich im Programm dann erwartet und ob der Kurs das Richtige für dich ist, habe ich einen kleinen Einblick vorbereitet. Auf der Übersichtsseite findest du mehr zu den Inhalten und kommst direkt zur Anmeldung. 

Zur Kursübersicht und Anmeldung

Weniger planen? Das klingt gar nicht produktiv

Zugegeben, für jemanden wie mich, der ständig mit Worten wie Bullet Journal und Planung um sich wirft, klingt „weniger planen“ ziemlich verrückt. Mein größtes Produktivitätsgeheimnis, das ich dir bisher noch vorenthalten habe, lautet aber: Wer zu viel plant, der schafft am Ende überhaupt nichts. Wer zu wenig plant, dem geht es meistens auch nicht viel besser.

Ich möchte dir also beibringen, wie du mit genau der richtigen Menge an Organisation und Planung einen ordentlichen Tagesablauf hinbekommst und jederzeit weißt, wann du wo sein musst. Warum das so wichtig ist? Stress ist eine der Modekrankheiten unserer Generation und je mehr Chaos in deinem Leben herrscht, umso mehr nimmt er überhand. Er frisst deine Freiräume auf, die du dringend benötigst, und führt dazu, dass du am Ende überfordert, müde und womöglich krank wirst. 

Email Kurs: Inhalte und Ablauf

In sieben E-Mails, die dich über eine Woche verteilt erreichen, zeige ich dir, wie ich den Stress und das Chaos in meinem Alltag in den Griff bekommen habe und gebe dir mit kurzen, anschaulichen To Dos eine Anleitung an die Hand, wie du die Basis für dein neues stressfreies Leben in wenigen Tagen schaffst. Wieso gerade E-Mails? Im Gegensatz zu langen Videos brauchst du nur einige Minuten, um eine Mail durchzulesen: das passt in jeden noch so stressigen Arbeitstag. 

Damit nicht genug: Ich habe einige exklusive Printables für dich vorbereitet, darunter mein schicker Wochenplan, den ich selbst nutze. Diese Freebies sind einzig und allein für dich als Kursteilnehmer reserviert, damit du meine Tipps perfekt umsetzen kannst. Außerdem bekommst du Zutritt zu meiner Facebook-Community, wo ich dir jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stehe und wo du dich mit anderen Teilnehmern über Planung und Alltag austauschen kannst. 

Also, nicht vergessen: Am 1. Februar startet der Kurs! Ich bin schon gespannt, was du mitnehmen kannst und freue mich darauf, mich mit dir in der Gruppe auszutauschen. Bist du selbst jemand, der eigentlich zu viel plant? Zu wenig? Oder hast du alles schon perfekt im Griff?

Bullet Journal 2018: Ein Plan für das neue Jahr

Bullet Journal 2018 | year at a glance

Ja, mein Jahr 2018 fängt mit ein paar Tagen Verspätung an. Die ersten Tage habe ich hauptsächlich zum Entspannen genutzt, diese Motivationslücke nach den Feiertagen restlos zu beseitigen, und starte jetzt erst entspannt und ausgeruht. Und zum frischen Start gehört natürlich auch ein neues Bullet Journal Setup für 2018. Außerdem dürfen ja meine Ziele und Pläne für dieses Jahr nicht fehlen – die habe ich ich auch gleich ins Bullet Journal 2018 eingetragen.

Mein Bullet Journal 2018

Auch wenn ein neues Jahr anfängt, bleibt das Notizbuch dasselbe – ich habe noch 100 Seiten in meinem Leuchtturm1917 Notizbuch frei und die wollen natürlich gefüllt werden. Ganze vier Seiten habe ich komplett neu gestaltet, um das neue Jahr einzuläuten.

Bei meiner Titelseite habe ich mich endlich getraut, mit Aquarellfarben in mein Bullet Journal zu malen. Mein Fazit ist: Die dünnen Seiten wellen sich zwar bei größeren Flächen, das verliert sich aber auf Dauer unter dem Druck des Gummibands. Kleinere Flächen mit wenig Wasser wie meine Monatsüberschriften hält das Papier mühelos aus. Benutzt habe ich außerdem meinen üblichen Fineliner (den PITT Artist Pen XS) und den uniball Signo broad in weiß. 

Im Gegensatz zu 2017 habe ich mich gegen das beliebte Konzept Future Log entschieden – alle Termine in eine Jahresübersicht einzutragen und später nochmal in die Monthly Übersicht war mir zu mühsam. Stattdessen gibt es einen simplen Kalender, damit ich alle Wochentage auf einen Blick habe. Beide Methoden zeige ich dir heute im direkten Vergleich: 

Future Log Year at a Glance
Jeder Monat hat hier Platz, um unter oder neben der Kalenderübersicht Termine und Geburtstage einzutragen. Markiere dir die betreffenden Tage in der Übersicht am besten, damit du sie sofort wiederfindest. Bist du kein großer Fan von Monatsübersichten, sparst du dir mit dem Future Log eine Menge Arbeit.  Das Jahr auf einen Blick ist wesentlich weniger Aufwand als ein ganzer Future Log – meistens reicht eine Seite dafür. Allerdings dient es auch nur dazu, Wochentage und Daten nachzuschlagen. Termine eintragen kannst du hier nicht, eine Übersicht für jeden einzelnen Monat ist also ratsam. 

Pläne, Vorsätze und Ziele für 2018 

In meinem Bullet Journal 2018 geht es natürlich nicht nur um Termine, sondern auch um persönliche Entwicklung. Aus 2017 nehme ich so einiges mit – allein in meiner Zeit in Frankreich habe ich viel gelernt, das mir im Alltag weiterhilft. Bei luiseliebt bin ich dann auf die #18Plänefür2018 gestoßen: Notiere dir 18 Stichworte für das neue Jahr und lass dich von ihnen leiten, statt immer dieselben leeren Vorsätze vor dir herzuschieben. Meine wichtigsten fünf Grundsätze für 2018 möchte ich euch heute auch nennen: 

Kreativität. Wenn ich mit Aquarellfarben oder Lettering Pens hantiere, bin ich glücklich. Zu Weihnachten habe ich mir endlich Copic Marker geleistet – das alles will ausgenutzt werden und es ist eine perfekte Abwechslung zu der ständigen Arbeit am PC und dem vielen Schreiben. Ich möchte in diesem Jahr so viel Zeit mit Zeichnen, Malen und Designen verbringen wie noch nie (und vielleicht endlich mal meine miserablen Schattierfähigkeiten verbessern). Das gilt natürlich auch für mein Bullet Journal 2018!

Lesen. In meiner Kindheit waren zwei bis vier Bücher die Woche keine Seltenheit, in den letzten Jahren ist meine Bücherliste immer kleiner geworden. Was ich hauptsächlich gelesen habe? Fachbücher, den ein oder anderen Roman und Fanfiction. Das will ich jetzt wieder ausbauen und habe mich entschieden, 52 Bücher in 52 Wochen zu lesen – auch mal wieder etwas literarisch Wertvolleres. Was ich so lese und wie ich mich schlage, könnt ihr übrigens auf meinem Profil bei Goodreads verfolgen.

Mehr Zeit für mich. Meine große Erkenntnis aus vier Monaten Auslandssemester: Ich brauche meine Ruhe. Unbedingt. Ich habe zwar gerne viele Leute um mich herum und verbringe Zeit mit Familie und Freunden, aber ein bisschen alone time muss sein. Dadurch habe ich sofort bessere Laune, kann besser denken, bin kreativer und weniger gestresst. Das kam in den letzten Jahren durch Stress, Projekte und viel Arbeit entschieden zu kurz. Und daran möchte ich in 2018 aktiv arbeiten.

Minimalismus. Das mit dem Decluttering hat 2017 schon ganz gut geklappt und das mit der Ordnung wird auch schön langsam besser. Meine Minimalismusreise ist aber noch lang nicht zu Ende: Als Nächstes möchte ich mir mein Konsumverhalten vornehmen. Denn müsste ich schätzen, sind wahrscheinlich 50% der Dinge, die ich kaufe, nicht nötig. Mal sehen, ob ich das dieses Jahr verbessern kann!

Schlafrhythmus und Gesundheit. Weißt du noch, mein Blogpost über Morgenroutine? Die hat in den letzten Monaten arg gelitten und mein Schlafrhythmus auch. Das will ich wieder verbessern – seit zwei Tagen erst stehe ich wieder früh auf und merke, dass ich den ganzen Tag viel besser gelaunt bin. Dasselbe gilt auch für Sport und Gesundheit, mein Körper muss mich schließlich noch ein paar Jahrzehnte lang unterstützen. 

Auf jeden Fall bin ich gespannt, wie sich meine Pläne im Laufe des Jahrs entwickeln und was davon am Jahresende übrigbleibt. Was das Reisen betrifft, nehme ich mir dieses Jahr übrigens gar nichts vor. Nach 2017 brauche ich vielleicht erst mal eine Pause. Oder einfach einen spontanen Einfall. Was hast du dir für das neue Jahr vorgenommen? Fasst du zum Jahresanfang Vorsätze oder weißt du schon, dass sie dir nichts bringen? 

Warum Prokrastinieren wichtig ist und wie du es nutzen kannst

Prokrastinieren

Es blockiert uns immer wieder und lässt die To Do Liste länger und länger werden, aber wir tun es alle: Prokrastinieren. Wir verschieben Dinge, die wir nicht erledigen wollen, auf später, auf morgen und manchmal dauert es Monate, bis wir sie endlich anpacken. Kommt dir das bekannt vor? Bestimmt. 

Vor allem in den letzten Jahren ist Prokrastinieren mehr oder weniger zum Modewort geworden und mittlerweile ist bekannt, dass es sich in extremen Fällen auch zu einer psychische Krankheit auswachsen kann. Doch keine Panik: Bei den meisten Menschen ist es einfach ein  unterbewusstes Signal, dass etwas gerade nicht optimal ist.

Was ist der Grund für dein Prokrastinieren?

Ich habe mich in letzter Zeit viel mit den psychologischen Hintergründen zu Produktivität und Prokrastination auseinandergesetzt. Der Gedanke dahinter: Man kann noch so entschlossen sein, produktiv zu werden, gegen manche Faktoren kommt man einfach nicht an, wie zum Beispiel gegen den eigenen Körper. Also muss ich, um meiner dauernden Faulheit einen Riegel vorzuschieben, auch wissen, woher sie stammt. 

Denn eines habe ich gelernt: Man prokrastiniert nicht einfach so. Es gibt verschiedene Gründe für deine Prokrastination und die meisten davon stammen direkt aus deinem Unterbewusstsein. 

Die Frage, die du dir selbst also stellen solltest, lautet folgendermaßen:

Was hindert mich daran, einfach anzufangen? 

Perfektionismus: Zu hohe Erwartungen an sich selbst sind einer der vorherrschenden Gründe für Prokrastination. „Wenn ich nicht weiß, ob ich es perfekt erledigen kann, mache ich es lieber gar nicht“, ist also die Botschaft, die dein Unterbewusstsein an dich sendet. Fear of failure nennen Psychologen diese Angst, die manchmal bewusst, manchmal unterbewusst auftritt. Bist du ein solcher Perfektionist, dann hilft meist nur eines: Ins kalte Wasser springen, trotzdem anfangen und bewusst deinen Perfektionismus ignorieren. Klingt grauenhaft, oder? Ist es leider auch – aber du wirst merken, dass deine Hemmschwelle nach und nach sinkt. Du entwickelst langsam, aber sicher eine Routine und kannst deinen Perfektionismus dadurch eindämmen. 
Überforderung: Ist die Aufgabe zu groß, zu mächtig? Hast du nicht das nötige Wissen dafür? Mir geht es so, wenn ich in der Uni ein komplett neues Thema anpacken soll und genau weiß, dass ich mich erst mal durchbeißen muss. Hier hilft es, sich die Aufgabe in kleinen Teilschritten vorzunehmen – wie du das am besten machst, erkläre ich in diesem Artikel. Und jeden Tag nur eine kleine Aufgabe zu lösen, die dich nicht überfordert, bringt dich auf jeden Fall weiter voran, als das Thema wochenlang vor dir herzuschieben und am Ende alles auf wenige Tage erledigen zu müssen.
Stress: Brauchst du vielleicht tatsächlich eine kleine Pause? Wenn ich überarbeitet bin und die To Do Liste einfach zu lang ist, weigert sich mein Körper oft, weiter konzentriert zu bleiben. Ist das bei dir der Fall, solltest du dir bewusst eine Pause nehmen. Genieß es, ein paar Minuten einfach abzuschalten, atme tief durch, geh vielleicht an die frische Luft, und dann kannst du motiviert weiterarbeiten. 

Prokrastinieren

Das Gute am Prokrastinieren

Manchmal ist der Grund für mein Aufschieben jedoch ganz banal: Ich habe schlicht und einfach keine Lust. Tja, was dann? Ich persönlich habe das elegant gelöst. Wenn ich nicht die geringste Motivation zum Bloggen habe, bastele ich an meiner Pinterest-Strategie oder putze das Bad und umgekehrt. Zu dieser Methode gibt es einen sehr bekannten Essay von John Perry: How to Procrastinate and Still Get Things Done (hier kannst du ihn lesen). Hierbei handelt es sich um die sogenannte strukturierte Prokrastination.

Viele Leute, die notorisch prokrastinieren, sind nämlich sehr wohl in der Lage, produktiv zu arbeiten und vor allem eine ganze Menge an Aufgaben tatsächlich zu erledigen. Ich kenne das nur zu gut. Gefühlt verbringe ich die Hälfte meiner Zeit mit Prokrastination und bekomme oft zu hören: „Wie schaffst du das nur alles?“ Ganz einfach: Statt drei Dingen nehme ich mir fünf vor und nachdem ich keine Lust habe, Punkt 1 und 2 zu erledigen, mache ich eben Punkt 3, 4 und 5. Zusammengefasst: Wer sich viel vornimmt, der schafft auch trotz oder gerade wegen der Prokrastination viel. Man muss sich nur darauf einstellen, dass die To Do Liste durcheinandergerät. (Oder auch mal Dinge erledigt werden, die gar nicht daraufstehen. Soll’s geben. Habe ich gehört.)

Wie beugst du deiner Prokrastination vor? 

Wie, vorbeugen? Wir haben doch gerade geklärt, dass Prokrastinieren etwas Gutes sein kann und jetzt soll ich es doch lassen? Das stimmt sehr wohl, aber einen Fall haben wir nach wie vor nicht abgedeckt: Die Aufgaben, die trotz allem liegen bleiben. Meine Blogposts und meine Uni-Aufgaben werden mit der strukturierten Methode ziemlich gut abgedeckt, dort bleibt selten etwas länger als einige Tage unerledigt.

Bei Haushaltsarbeiten ist das anders. An denen führt meistens kein Weg vorbei – die Wohnung ist nun mal staubig und der Wäschekorb quillt nun mal über. Trotzdem bin ich der unmotivierteste Mensch der Welt, wenn es um den Haushalt geht. Für mich gibt es da nur ein einziges Mittel, das wirklich hilft: Routine. Wer sich angewöhnt, direkt nach dem Kochen die Küche aufzuräumen, hat nicht zwei Stunden später das Chaos direkt vor der Nase. Und wenn ein fester Wochentag für die Wäsche da ist und einer für den Hausputz, für den man sich dann auch ausreichend Zeit nimmt, dann ist die Hemmschwelle zum Anfangen deutlich geringer. Hier gilt natürlich wie immer: Übung macht den Meister und eine Routine braucht mindestens 3 Wochen, bis man sie verinnerlicht hat. Also: Zähne zusammenbeißen und gleich mal das Bad putzen.

Am Ende dieses Ausflugs in die Welt der Aufschieberitis will ich dir einen zusammenfassenden Rat geben. Anstatt dich selbst zu verfluchen, weil du immer alles aufschiebst, solltest du einmal auf deinen Körper und dein Unterbewusstsein hören. Und schon hat sich das Problem meist von selbst erledigt. 

Besser schreiben mit den richtigen Tools und Apps zum Schreiben

Tools und Apps zum Schreiben

Der NaNo ist mittlerweile in vollem Gange und ich bin trotz ein paar Schwierigkeiten fest entschlossen, die 50k zu knacken! Wieder einmal bin ich vor allem dankbar für Scrivener und alle anderen Apps, die ich zum Schreiben benutze – mal mehr, mal weniger häufig. Ich habe nämlich einmal und nie wieder versucht, einen Roman in Word zu schreiben, bin mindestens fünfmal dabei ausgerastet und habe schließlich nach einem Viertel aufgehört. Jetzt habe ich eine sorgfältig ausgewählte Liste an Tools und Apps zum Schreiben: Und die stelle ich dir heute zur Verfügung, damit du deinen Blutdruck schonst und gleich ins produktive Schreiben starten kannst. 

Übrigens: Solche Tools sind nicht nur für Romanautoren super, sondern genauso für Blogger, für Studenten oder für jeden, der Dinge schreiben muss, die er manchmal nicht schreiben will. Und da geht es uns allen wohl gleich. 

Tools und Apps zum Schreiben

PC Apps zum Schreiben: Scrivener und Dabble

Scrivener ist vermutlich jedem, der schon mal mehr als eine Kurzgeschichte geschrieben hat, ein Begriff. Außerdem ist es mein allerliebstes Tool zum Schreiben und unterstützt mich seit über einem Jahr treu bei jedem Projekt. 

Nach einer kurzen Einarbeitung ins beiliegende Tutorial kennt man sich schon ganz gut aus: Scrivener bietet nämlich unzählige Funktionen zum Schreiben und Überarbeiten. So lege ich hier mein Manuskript an, packe jede einzelne Szene in einen eigenen Text und sortiere die in Ordner.  Vorher erstelle ich natürlich einen eigenen Ordner mit Bildern, Links und Texten, die ich zu Plot und Charakteren gesammelt habe.

Mit Labels, einer Karteikartendarstellung und verschiedenen Möglichkeiten, Notizen zu machen, kannst du fertige Manuskripte easy-peasy überarbeiten und verlierst den Überblick auch nicht. Außerdem hast du die Möglichkeit, vorgefertigte Templates herunterzuladen – zum Beispiel für bestimmte Plotstrukturen – oder selbst welche zu erstellen.

Dabble ist noch sehr neu und bietet im Prinzip dasselbe wie Scrivener – nur in einer überarbeiteten, modernen Oberfläche, und mit allen Inhalten in der Cloud. Das hat natürlich den Vorteil, dass man jederzeit an allen Geräten an seinem Werk arbeiten kann. Über die Weboberfläche lässt es sich super schreiben, sodass man nicht mal die Software installieren muss. Dafür bezahlt man bei Dabble leider einen monatlichen Beitrag.

Bei beiden Tools gibt es riesige Vorteile für NaNoWriMo-Teilnehmer: Sowohl für jeden, der teilnimmt, als auch für die schlussendlichen Gewinner gibt es Gutscheincodes, mit denen man Scrivener letztendlich für ungefähr 20 Euro bekommt und Dabble für 2 Dollar im Monat. Während NaNo sind sie beide kostenlos, damit man sie testen kann. 

Preis: 37,99€ (Scrivener), 4,99$/Monat (Dabble)
(jeweils kostenloser Probemonat)

Scrivener (Win, Mac)  Dabble (Win, Mac)

Fighter’s Block

Fighter’s Block ist das lustigste Schreibtool, das mir seit langem untergekommen ist. Du wählst einen putzigen Avatar und bekämpfst ein böses Monster – damit dir das gelingt, musst du möglichst schnell schreiben. Das hält deine Gesundheitspunkte im Duell konstant und fügt dem Gegner Schaden zu. Finde ich super, um durch Textstücke durchzupowern, die mir absolut keinen Spaß machen – Dialoge zum Beispiel. 

In den Einstellungen kannst du den Schwierigkeitsgrad ändern – zum Beispiel, wie stark und schnell dein Gegner sein soll. Außerdem stellst du hier Theme und Darstellung ein und kannst, wenn du das Tool schon länger nutzt, weitere Charaktere und Monster freischalten.

Preis: Kostenlos

Fighter’s Block (Web)

Write or Die

Die Web App zum Schreiben „Write or Die“ könnte man eigentlich auch als lustiges Tool bezeichnen – wenn sie einem nicht solchen Stress einjagen würde. Das ist wirklich die absolute Geheimwaffe kurz vor jeder Deadline, oder wenn man sich bei NaNo endlich mal auf seinen faulen Hosenboden setzen muss und SCHREIBEN. (Auch für Blogposts übrigens gut geeignet.)

In Write or Die kannst du dich nämlich erschrecken lassen, wenn du nicht schnell genug schreibst: Stelle deinen angestrebten Word Count ein, dann die Zeitspanne und zum Schluss den Modus. Der Stimulus Modus ist der einzige positive Modus: Damit wird dir das Schreiben mit angenehmen Hintergrundgeräuschen wie zum Beispiel Meereswellen erleichtert. Viel lieber mag ich aber die anderen beiden: Der Consequence Modus schreit dich an, wenn du ins Stocken kommst, und der Kamikaze Modus frisst deine Wörter! Das hilft bei mir an manchen Tagen viel besser als eine beruhigende Umgebung. 

Schau dich auf der Website auf jeden Fall gründlich um, hier gibt es auch Links zu so manchem anderem Tool, das für alles Geschriebene nützlich sein könnte. 

Preis: Kostenlos (eingeschränkt), 20$ (voller Funktionsumfang)

Write or Die (Web)

Tools und Apps zum Schreiben

Writeometer

Diese kleine App zum Schreiben habe ich dir letztes Jahr schon vorgestellt, aber der Vollständigkeit halber darf sie in der Liste nicht fehlen. Dort legst du dein aktuelles Projekt nämlich mit Wortanzahl und Deadline an und kannst deinen Fortschritt tracken – und dir damit Belohnungen verdienen.

Ich tracke mittlerweile lieber im Bullet Journal, aber ich kann es dir ja nicht oft genug sagen: Belohne dich für deine harte Arbeit! So verlierst du die Motivation nicht, weil du nicht nur auf ein Ziel, sondern zwei hinarbeitest. Und mit Writeometer bekommst du ein super Belohnungssystem auf die Hand, indem du dir beim Schreiben sogenannte Guavas verdienst und die gegen selbst definierte Belohnungen einlösen kannst. 

Preis: Kostenlos

Writeometer (Android)

Microsoft Office: Excel

Was macht denn Excel in einer Liste mit Schreibtools? Für mich ist das wirklich das Wichtigste, direkt nach Scrivener. War ich früher noch totaler Tabellengegner, habe ich mittlerweile für jedes Projekt ein Excel-Dokument: Darin lässt es sich nämlich wunderbar plotten. 

Eines muss ich nämlich sagen: Ich liebe es, einen Schreibplan zu haben. Aber ich hasse es, einen zu erstellen. Ich habe über Pinterest hunderte Artikel über Plotten und Charaktererstellung gelesen. Habe festgestellt, dass die meisten, vor allem die „schnellen Tipps“ einfach nur Bullshit sind, man keine tausend komplizierten Character Sheets und Story Arcs oder was auch immer braucht. 

Es reicht eine einfache Excel-Tabelle, in die ich Szene für Szene eintrage, welche Charaktere drin vorkommen und was ungefähr passieren soll. Ungereimtheiten fallen mir da sehr schnell auf und wenn eine Szene rausfällt oder in mehrere aufgeteilt wird, passe ich das während des Schreibens an. Und weil Excel so umfangreich ist, nutze ich es nicht nur dafür, sondern auch für die Semesterplanung, meinen Blog-Workflow, und, und, und. Es ist und bleibt nun mal ein Alleskönner. Und wenn ich meine Tabellen auf OneDrive speichere, kann ich sie direkt in der Cloud auf jedem beliebigen Gerät anpassen und ansehen. 

Preis: Kostenlos (Excel Online), 69€/Jahr (Office 365 Personal).
Alternativ: Google Tabellen (online, kostenlos)

Excel Online (Web)

Am Schluss bleibt aber noch eins zu sagen: Egal, wie viele Tools du nutzt, du musst immer noch selbst die Wörter schreiben – das wird dir nicht abgenommen. Deswegen empfehle ich dir: Statt zehn verschiedenen Programmen, in denen du dich am Ende nicht mehr auskennst, nutze eins oder zwei aus der Liste und lenke deine Konzentration aufs Schreiben statt auf die Apps. Und dann wünsche ich dir viel Erfolg! Was nutzt du, wenn du viel schreiben musst? Fällt es dir mit manchen Apps leichter oder ist das für dich nur Ballast? 

Habit Tracker: Mehr Disziplin mit dem Bullet Journal

Weekly Habit Tracker

Jetzt sind nur noch ein paar Tage übrig, bis der November beginnt und damit auch der NaNoWriMo. Zeit, die letzten Dinge vorzubereiten! Mir fehlt noch ein einziger Charakter – und ein Tracker für meine geschafften Tage. Ich bin ja ein großer Fan von Habit Trackern in meinem Bullet Journal und genau deswegen stelle ich dir die verschiedenen Arten von Trackern vor, zusammen mit ihren Vorteilen und Nachteilen. Warum Habit Tracker? Damit motiviere ich mich selbst – probier es einfach mal aus. So ein ausgefüllter Tracker ist nämlich sehr sehr hübsch und ich kann gar nicht fassen, wie zufriedenstellend das ist, am Ende eines produktiven Tages Feld für Feld im Tracker auszumalen.  

Monthly Habit Tracker

Monthly Habit Tracker

Das ist der Klassiker, und gleichzeitig der Tracker, den ich persönlich am wenigsten nutze. Damit hältst du eine ganze Liste von Gewohnheiten über einen ganzen Monat fest – egal, ob das jetzt gesunde Ernährung, genug Schlaf oder Sport ist.

+ Je nachdem, wie groß du deinen Tracker gestaltest, kannst du über zehn verschiedene Punkte bequem tracken. Außerdem musst du nicht alle paar Tage einen neuen Tracker aufmachen.
Nachdem der Tracker einen ganzen Monat gültig ist, bist du nicht sehr flexibel. Ich tracke jede Woche andere Dinge, je nach Stresslevel der Woche und je nach Schwerpunkt – wenn ich viel in der Uni bin, zählen andere Dinge als in Wochen, die ich zu Hause verbringe. Außerdem finde ich es schwer, einen Tracker ganze 30 Tage durchzuhalten – die wenigen Monthly Tracker in meinem BuJo sind deswegen meistens nur halb ausgefüllt, bis ich die Lust verloren habe.

Weekly Habit Tracker

Weekly Habit Tracker

Nach einiger Zeit Verzweiflung über verschwendeten Platz und halb leere Tracker habe ich dann auf Weekly Tracker umgeschwenkt. Die verstecken sich einfach in einem Eck deines Wochenplans und gehen über sieben Tage.

+ Hier bist du richtig flexibel. Ich tracke jede Woche andere Dinge, manches kommt hinzu, anderes fällt weg. Das heißt, ich kann meine Gewohnheiten immer an die aktuellen Wochenpläne anpassen. Außerdem habe ich jede Woche ein anderes Design – damit wird das Tracken nicht langweilig!
Der große Nachteil liegt wohl auf der Hand: Jede einzelne Woche muss ein neuer Tracker gestaltet werden. Das kann fünf Minuten dauern, wenn ich einfach den letzten kopiere. Muss ich aber Gewohnheiten anpassen oder will ich ein neues Design, sitze ich auch mal eine halbe Stunde nur für den Tracker da. In stressigen Wochen habe ich dafür eigentlich keine Zeit. (Das sind bei mir dann die Wochenpläne ohne Tracker.)

Single Habit Tracker

 Single Habit Tracker  Single Habit Tracker

Solche Tracker sind eigentlich genau das, was ich jetzt für NaNo brauche – ein schön gestalteter Tracker für eine einzige Tätigkeit. Vor allem für einzelne Ziele, Projekte und Ähnliches sind die super und sorgen bei mir für Motivation. Es ist einfach so toll, ein neues Feld ausmalen zu können! 😄

+ Für Projekte sind sie perfekt – tracke deinen Fortschritt und freue dich über alle ausgemalten Felder. Außerdem kannst du deinen Single Habit Tracker super an dein Ziel anpassen und deiner Kreativität freien Lauf lassen.
Im Alltag sind Tracker, die nur eine einzelne Tätigkeit aufzeichnen, meistens eher unpraktisch und nehmen in deinem BuJo ganz schön viel Platz weg, wenn du mehrere davon gestalten musst.

Wenn ich meine Fotos zu diesem Post so ansehe, dann kann ich es kaum erwarten, zurück nach Hause zu kommen. Selbst im hellen Mittagslicht ist es unmöglich, hier im Wohnheim gute Bilder zu schießen. Und den improvisierten Hintergrund schweigen wir jetzt einfach mal tot. 😂 Übrigens: Unglaublich, dass meine Zeit hier schon zur Hälfte vorbei ist! Jetzt bleiben noch weniger als acht Wochen, bis ich wieder zurück nach Bayern aufbreche. Das heißt, jetzt wird es Zeit, meine restlichen Erasmus To Dos im BuJo anzupacken. Wenn ich nicht gerade am Schreiben bin! Was sind deine Pläne für November? Und hast du selbst auch schon mit Habit Trackern gearbeitet? Ich freue mich auf Tipps und Erfahrungen von dir!

Zeit für gute Dinge: Minimalistische Zeitplanung

Minimalistische Zeitplanung

Es gibt Wochen, da kriege ich beim Blick in mein Bullet Journal Kopfschmerzen. Das sind die Wochen, in denen sich Termine und Listen derart häufen, dass die zwei Seiten meines Weeklies schon gar nicht mehr reichen. Projekte, Aufträge, Arbeit, Vereine, Uni – wenn das alles zusammenkommt, wirds anstrengend. Da möchte man sich nur noch im Bett verkriechen, die Decke über den Kopf ziehen und alles ignorieren. Stimmts? Leider habe ich festgestellt, dass die Methode langfristig auch nichts wirklich verbessert. 😂 Meine Alternative ist also – Überraschung – der gute alte Minimalismus. Besser gesagt, minimalistische Zeitplanung. Mein liebstes Prinzip lässt sich nämlich auch super auf Terminkalender und To-To-Listen anwenden.

Konzentriere dich aufs Wesentliche – auf das, das dich persönlich weiterbringt – und lass alles andere beiseite. 

Viel mehr steckt eigentlich gar nicht dahinter! Wenn ich meine Wochenplanung mache, benutze ich immer diesen Grundsatz, um Termine und To Dos nach Prioritäten zu ordnen und auszumisten. Für dich habe ich aber fünf konkrete Tipps, wie dir das Priorisieren leichter fällt – minimalistische Zeitplanung ist kein Hexenwerk! 

Minimalistische Zeitplanung

Minimalistische Zeitplanung: Meine 5 Tipps

1. Am allerwichtigsten im Job: Wenn jemand anderes die Aufgabe erledigen kann, delegiere sie. Klar machst du es selbst am besten – aber es dürfen auch mal 80% sein statt 100. Und auf deiner To Do Liste stehen dann vermutlich nur noch 12 Dinge und nicht 18 – klingt doch super, oder? Und wenn es am Schluss mal doch nicht klappt, ist es viel einfacher, ein Problem zu zweit zu lösen als alleine. 
2. Sag auch mal nein. Tätigkeiten, die du nur für andere machst, kannst du ersatzlos aus dem Kalender streichen. „Du studierst doch Informatik, kannst du mir sagen, welchen Laptop ich mir kaufen soll?“ Ich weiß ernsthaft nicht, wie oft ich diesen Satz schon gehört habe. Erstens bekomme ich das (Überraschung!) im Studium nicht beigebracht und zweitens müsste ich diese Frage jedes Mal neu recherchieren. Also: Alle Fragen, die du selber erst googeln müsstest, einfach mal mit „https://www.google.de“ beantworten. Und genauso wenig musst du für jede Party mit den Freunden Pizzabrötchen machen oder die Gruppenarbeit im Seminar alleine erledigen. Kann auch mal jemand anderes machen.
3. Ist es eine Gelegenheit oder eine Last? Wow, cool, ein Gastpost auf einem riesigen Blog! Muss man auf alle Fälle machen. Dagegen sage ich absolut nichts – aber wenn auch nach dem fünften Gastpost die Erfolge ausgeblieben sind, solltest du dir überlegen, ob du dir die sechs Stunden Arbeit nicht einfach sparen kannst. Grundsätzlich: Hier gilt auch wieder, sei sparsam mit Dingen, die du für andere Leute tust. Wenn es dir selbst was bringt, spricht natürlich nichts dagegen. 
4. Plane wichtige Termine langfristig und führe eine Übersicht. Waaaas, schon wieder Zahnarzttermin? Der war doch erst neulich? So ging es mir immer, als ich Arzttermine und solche Dinge noch als Erinnerung im Handy eingespeichert habe. Seit ich dafür eine praktische kleine Übersicht im Bullet Journal habe,  weiß ich genau, wann ich wohin muss und kann das in meine Wochenpläne integrieren. 
5. Musst du unbedingt dorthin? Gerade bei Vereinstreffen wende ich das öfter an, wenn ich eine sehr stressige Woche habe. Ich liebe es, abends mit tollen Leuten zusammenzusitzen, Dinge zu planen, in der Feuerwehr zu üben oder einfach Spaß zu haben. Aber wenn die Uhr langsam auf Abend zugeht und noch fünf To Dos übrig sind, die ich leicht vor acht schaffen könnte, wenn ich nicht um halb acht losmüsste – dann verzichte ich. Vor allem, wenn mehrere Vereinsabende in einer Woche anstehen. Dafür kann ich am nächsten Tag ohne alte Listenpunkte starten und das nimmt ganz schön viel Stress weg! Aber natürlich solltest du hier nicht übertreiben. Ein Ausgleich zu Arbeit und Studium ist wichtig und mindestens 1-2 Abende pro Woche solltest du mit Menschen statt mit To Dos verbringen.

Viel mehr steckt auch gar nicht dahinter – das war es schon. Ich empfehle dir, deine Woche als Ganzes zu planen und dabei auszusortieren. Bist du dann immer noch heillos überfordert, plane morgens deinen Tag, am besten tatsächlich nach Stunden, und schmeiße nochmal alles raus, was nicht unbedingt sein muss! Manchmal ist nur leider alles wichtig – Wochen vor wichtigen Klausuren und Wochen vor und nach dem Urlaub sind meine persönlichen Endgegner. Wie gehst du mit solchen Monsterwochen um? Hast du ein System für Termine und To Dos?

Ein Projekt planen in 5 einfachen Schritten + Workbook!

Projekt planen - nanowrimo

Bald ist schon November. Fühlt sich ziemlich surreal an, den Satz zu tippen, schließlich sitze ich hier bei einer Temperatur von 27 Grad und schwitze im kurzen Kleid. Aber trotzdem ist in zwei Wochen November und damit startet der NaNoWriMo. Zum zweiten Mal heißt es dann für mich: Einen ganzen Roman in einem Monat schreiben. 50.000 Wörter in 30 Tagen. So ein großes Projekt braucht einiges an Vorbereitung – aus meinen Erfahrungen letztes Jahr habe ich einiges gelernt. (Man sollte zum Beispiel nicht über 10.000 Wörter in Verzug kommen. Ups.) Und genau deswegen erkläre ich dir heute, wie du am besten so ein großes Projekt planen kannst. Vielleicht hast du auch Lust, bei NaNo mitzumachen oder hast eine andere Idee im Hinterkopf? Mach den November zum Projektmonat! 

5 Schritte zum fertigen Konzept: Dein Projekt planen

Projekt planen - nanowrimo

1. Lege Ergebnis und Zeitspanne fest.

Wenn du ein Projekt startest, hast du ein großes Ziel, das du erreichen möchtest. Ich schreibe in NaNo einen Roman. Das heißt, ich fange mit einer vagen Idee an, die sich im Laufe der Vorbereitung entwickelt. Als Allererstes gestalte ich ein Romancover und schreibe einen Klappentext. Warum? So habe ich mein fertiges Projekt jederzeit vor Augen und freue mich auf das fertige Buch! (Falls ich mit dem Überarbeiten je so weit komme, dass ich eine Version meines Romans drucken lasse. :D) Visualisiere auch du dein Ergebnis. Du machst ein neues Blogdesign oder eine App? Bastle ein Mockup in Photoshop. Du willst deine Instagram-Reichweite steigern? Leg eine genaue Zahl fest. Du willst einen Schuppen bauen? Zeichne ein Bild davon.

Projekt planen - NaNoWriMo

Dann brauchst du eine Zeitspanne für dein Projekt. Bei mir ist sie gegeben: Ich habe für NaNoWriMo genau 30 Tage Zeit, von Anfang bis Ende November. Du kannst deine Zeitspanne selbst festlegen oder – wenn du für jemand anderes arbeitest – nach deiner Deadline richten. Wichtig: Lege deine eigene Deadline immer ein paar Tage, am besten eine ganze Woche, vor der eigentlichen fest. So hast du eine Vorlaufzeit, falls Probleme auftreten. Warum du eine feste Zeitspanne brauchst? Sonst wird dein Projekt nie fertig, das kann ich dir garantieren. Sobald das erste Motivationstief kommt, lässt du deine Arbeit am Projekt schleifen, und das holst du nie wieder auf. Teil dir die Zeit also lieber knapp ein als zu großzügig! Vier Wochen bzw. ein Monat ist eine gut machbare Zeitspanne für ein Projekt – alles, was darüber hinausgeht, wird schnell zu anstrengend.

2. Erstelle einen genauen Plan und teile ihn in Tagesziele auf.

Bei einer Geschichte ist das der arbeitsreichste Teil. Ich brauche einen Plot, also eine stichfeste Handlung, ausgereifte Charaktere und passende Orte. Auch du brauchst einen genauen Plan von deinem Projekt – egal, ob das ein Bauplan, ein Businessplan oder einfach nur ein Konzept ist. An Tag 1 drauflosarbeiten und eine Woche später feststellen, dass das Ganze so nicht funktioniert: Das kostet dich unglaublich viel Zeit und Energie. Investiere also lieber mehr Zeit in deine Planung!

Sobald dein Plan steht, geht es an die Einteilung. Ich muss täglich mindestens 1.667 Wörter schreiben, um auf die 50.000 zu kommen, das sind etwa zwei ganze Szenen. Also teile ich meinen Plot in 60 Szenen auf. Du solltest dein Ziel auch in kleine Portionen einteilen, sodass du jeden Tag genau weißt, was zu tun ist. So siehst du auch auf einen Blick, wenn irgendwas noch offen ist oder noch einmal gemacht werden muss.

3. Plane flexibel.

Ich habe gerade gesagt: 1.667 Wörter pro Tag sollte ich schreiben. In Wirklichkeit nehme ich mir 2.000 Wörter vor. Und gerade in den ersten Novembertagen, wenn ich viel Zeit und noch mehr Motivation habe, werde ich so viel schreiben wie möglich. Ich halte mich also nicht genau an den Plan, sondern arbeite vor!

Warum? Das ist ganz einfach. In der zweiten Woche kommt der erste Durchhänger. Der Plot stockt, die Charaktere machen alles, nur nicht das, was sie sollen, und die ganze Geschichte kommt einem hoffnungslos schlecht vor. In diesen Tagen schaffe ich meistens weniger als die 1.667 Wörter und verliere damit den Anschluss. Letztes Jahr musste ich in den letzten zwei Tagen über 10.000 Wörter aufholen – wer am Anfang schon gut vorankommt, kann so Durchhänger einfach überbrücken. Nutze also deine anfängliche Motivation aus! Trotzdem solltest du nie einen Tag komplett schleifen lassen: Ein Tag Pause ergibt drei Tage Pause ergibt „ups, jetzt schaffe ich das ganze Projekt nicht mehr“. Aber wenn du anfangs gut vorarbeitest, bereitet dir ein halbherziger Tag keine Bauchschmerzen.

Projekt planen - Nanowrimo

4. Bereite alle nötigen Materialien und Tools vor.

Dein Plan sollte irgendwo komplett festgehalten sein, damit du ihn täglich abrufen kannst. Ich schreibe alles Nötige zu den Szenen in ein Excel-Sheet, sammle Inspirationsbilder auf Pinterest und tracke meinen Fortschritt im Bullet Journal. So habe ich immer alles griffbereit.

Aber nicht nur für den Plan brauchst du Tools, auch für die Ausführung. Bereite sämtliche Software und Materialien vor, bevor du dein Projekt an Tag 1 beginnst. Ich lege zum Beispiel ein neues Projekt in Scrivener an und erstelle Platzhalter für alle geplanten Szenen. Dann kaufe ich Dinge ein, die ich für NaNoWriMo brauche: Snacks, einen großen Vorrat Kaffee und Tee und meine obligatorische Duftkerze. Und zum Schluss bastele ich noch eine riesige Spotify Playlist mit Liedern, die zu meiner Story passen. Installiere also alle Tools, die du brauchst, mache einen Ausflug zum Baumarkt, in den Supermarkt, bestelle bei Amazon. Hauptsache, du hast alles beisammen, wenn dein erster Projekttag ansteht.

5. Sammle Motivation!

Zum Schluss knüpfen wir wieder an Punkt 1 an. Du bist jetzt richtig motiviert, stimmts? Das ist normal – wenn man auf ein Projekt hinplant, steigert sich die Vorfreude. Aber ich kann dir verraten, dass du spätestens nach zweieinhalb Wochen nicht mehr ganz so motiviert bist, eher lustlos und gestresst. Was kann man also dagegen tun?

Ich nutze da ein klassisches Belohnungssystem. Für jeden Meilenstein von 10.000 Wörtern überlege ich mir etwas Kleines, aber Schönes – einen neuen Brush Pen, einen Abend mit meinen liebsten Videospielen, einen Kinobesuch. Und wenn ich die 50.000 geknackt habe, belohne ich mich mit etwas Größerem. Dieses Jahr wird das vermutlich ein neues Piercing – ich überlege schon seit Monaten, ob ich mir nicht mal wieder eines gönne und das ist die perfekte Gelegenheit. Hast du auch solche Sachen, um die du schon ewig herumschleichst? Mach sie zu deiner Belohnung! Dann hast du deinen ganzen Projektmonat lang Zeit, darauf hinzufiebern.

Überfordert? War ich am Anfang auch! Bis ich mir mein praktisches Workbook gebastelt habe. Eine PDF-Datei, die ich mit allen wichtigen Daten, Deadlines und Zielen befüllt habe und die jetzt ausgedruckt auf dem Schreibtisch liegt. Das Workbook kannst du natürlich auch kostenlos herunterladen!

Workbook? Ja, bitte!

Projekte planen Workbook

Ja, ein Projekt planen ist eine ganz schöne Riesenaufgabe. Aber ich habe vollstes Vertrauen in dich! Dieser Post ist im Übrigen der Auftakt zu einer ganzen Reihe über den NaNoWriMo und andere große Projekte – wenn du also dein eigenes startest, greife ich dir in den nächsten Wochen mit Tipps, Checklisten und Anleitungen unter die Arme. Welches Projekt würdest du gerne realisieren? Hast du selbst schon mal so etwas Großes geplant und hättest du gerne Lust, mehr über NaNo zu erfahren?

Produktiv arbeiten mit diesen 5 Top Office Apps

Produktiv Arbeiten Apps

Die übliche Meinung ist ja, das Smartphone hat am Arbeitsplatz nichts verloren und stört nur die Konzentration. Das stimmt auch – wenn man seine Zeit lieber auf Instagram, Pinterest & Co. verbringt, statt zu arbeiten. Also: Weg mit dem Handy? Nicht unbedingt! Wie ihr schon wisst, halte ich trotz Minimalismus nichts davon, das Digitale aus meinem Leben zu verbannen. Mein geliebtes Huawei P9 begleitet mich sowieso überallhin und steckt voller nützlicher Office Apps. Also möchte ich es auch produktiv in meinen Alltag einbinden und diese Apps bewusst nutzen. Und mit meinen 5 Lieblingsapps kann ich in Uni und Job produktiv arbeiten.

Produktiv arbeiten: Meine Top 5 Office Apps

Man könnte meinen, die Organisation meines Arbeits- und Blogalltags findet komplett im Bullet Journal statt. Das habe ich auch mal versucht – da ich aber so viele verschiedene Tätigkeiten gleichzeitig habe, ist das gescheitert. Wenn man Uni, Blog und zwei unterschiedliche Jobs zusammen mit dem üblichen Kalender ins BuJo integriert, entsteht nur eines: Chaos. Deswegen nutze ich verschiedene Office Apps, um organisiert und produktiv zu arbeiten. 

Produktiv arbeiten: Office Apps

Projekte und praktischer Workflow: Trello 

Mit Trello habe ich lange Zeit den Workflow meiner Blogposts koordiniert, Softwareprojekte organisiert, Vereinstätigkeiten erledigt und ganz einfache To Dos abgearbeitet. Zugegeben, bei den Blogposts führe ich mittlerweile eine klassische Excel-Liste, aber bei allen Projekten hat Trello einfach die Nase vorn! Die App gibt es nicht nur für Android, sondern alle gängigen Plattformen inklusive Browser.

Review und Download

Alle Dateien an einem Ort: OneDrive

Datenklau hin oder her: Ich liebe Clouds. Seit ich zur Uni gehe und viel an unterschiedlichen Orten und unterschiedlichen PCs arbeite, hat OneDrive meinen Heimserver als Dateiablage abgelöst. Damit kann ich von jedem Browser aus auf meine Daten zugreifen, außerdem ist der Austausch zwischen Smartphone und PC spielend einfach. Und das Beste: Für Office 365 Nutzer gibt’s 1 TB Speicher – so viel habe ich bei keiner anderen Cloud zur Verfügung. 

Review und Download

Notizen und Texte: OneNote

Ihr seht schon, ich bin ein richtiger Microsoft Office Junkie. Und da ich manchmal ganz schön vergesslich bin, notiere ich mir in OneNote alles, was mir so durch den Kopf geht. Mit den Notizen kann ich vor allem in der Redaktion produktiv arbeiten – morgens checke ich tagesaktuelle Themen und trage sie in eine sortierte Liste ein. Später mache ich mich dann an die Umsetzung. Auch Blogthemen plane ich gerne mit OneNote. 

Review und Download

Ablenkungsfrei arbeiten: Forest

Forest habe ich dir hier schon mal vorgestellt – nachdem ich aber immer noch begeistert davon bin, muss es nochmal auf die Liste. Damit konzentrierst du dich viel besser auf deine Arbeit. Forest sperrt nämlich deine Apps für einen Zeitraum, den du selbst wählen kannst. Durchgehaltene Konzentrationszeit siehst du dann als Bäumchen in deiner Wochenstatistik – checkst du doch mal WhatsApp, verdorrt dein Baum. Ein ähnlicher Timer ist Tide. Damit werden zwar deine Apps nicht geblockt, aber dafür bekommst du zum Beispiel Regensounds oder den Ozean zur Untermalung deiner Arbeit. 

Review und Download

Nachrichten, Artikel, Blogs: Feedly

Zu meinen täglichen Aktivitäten gehört es, mehrmals am Tag Feedly zu checken. In der Redaktion lese ich dort alle tagesaktuellen Themen zu Technik und Apps, in meiner Freizeit verfolge ich eine ganze Menge an Blogs. Dabei ist Feedly der beste Feedreader, den ich getestet habe. Ich liebe das minimalistische Interface und die Möglichkeit, Artikel für später zu speichern – so habe ich die interessantesten Posts immer griffbereit. 

Review und Download

Top Office Apps

Willst du dir diesen Beitrag merken? Pinne dieses Bild auf deine Pinterest-Boards!

Da alle meine Termine und Deadlines im Bullet Journal stehen, nutze ich keine Kalender-App (höchstens für kurzfristige Erinnerungen). Hier würde ich dich aber auf alle Fälle auf Outlook oder den Google-Kalender verweisen. Mit diesen Office Apps schaffe ich es leicht, sowohl Tage, Tätigkeiten als auch Dateien zu organisieren und damit produktiv zu sein. Was sind deine liebsten Apps für Office und Uni? Nutzt du das Smartphone zum Arbeiten oder muss es an deinem Arbeitsplatz in der Tasche bleiben? 

Fotocredit: Pexels

Produktiver Montag: 3 Regeln für den besten Start in die Arbeitswoche

Produktiver Montag: 3 Regeln für einen guten Start in die Arbeitswoche

Inzwischen sind wir schon mittendrin im September. Der Herbst steht vor der Tür – und das heißt nicht nur Strickpullis, heißer Tee und kuschelige Socken, sondern auch: #BackToBusiness! Zumindest hier auf Deliriumskind. Nach der Urlaubszeit tauschen wir wieder die Sommerkleider gegen das Arbeits-Outfit und egal ob Schule, Uni oder Office: Der September hat etwas von einem Neustart. Ich persönlich liebe das ja: mit freiem Kopf von vorne anfangen und produktiv in die Woche starten. Und was ist entscheidend für eine erfolgreiche Arbeitswoche? Natürlich ein produktiver Montag!

Produktiver Montag: 3 Regeln für einen guten Start in die Arbeitswoche Produktiver Montag: 3 Regeln, die du unbedingt beachten solltest

1. Ein guter Montag beginnt am Freitag! Lass keine angefangenen Aufgaben übers Wochenende liegen. Wer montags in die Arbeit kommt oder sich an den Schreibtisch setzt und genau weiß: Da liegt noch ein ganzer Stapel, der erledigt werden muss, dann ist die Motivation gleich mal dahin. Räume also am Freitag deinen Schreibtisch auf und bringe alle Tagesaufgaben zu Ende, damit du frisch in die neue Woche starten kannst!
2. Starte positiv in den Montag! Wenn du montags schon lustlos und demotiviert zur Arbeit kommst, ist meistens die ganze Woche gelaufen. Beginne deinen Arbeitstag mit einem Ritual, das dir Zeit zum Ankommen verschafft und gute Laune macht. Bei mir in der Arbeit ist das Folgendes: erst mal reinkommen, einen leckeren Kaffee trinken und dabei die ersten Headlines der Woche lesen. Ich arbeite in einer Redaktion und muss den lieben langen Tag Nachrichten verfolgen, um immer auf dem neuesten Stand zu sein – also zelebriere ich das montagmorgens so richtig. So weiß ich, was am Wochenende los war und kann auch in den stressigsten Montag mit einem ruhigen Kopf starten! Pro-Tipp: Wer schon eine produktive Morgenroutine verfolgt, der hat hier natürlich noch weniger Schwierigkeiten.
3. Gute Organisation ist alles, das betone ich ja immer wieder. Stelle einen Plan für die Woche auf. Und zwar noch bevor du anfängst, Mails zu beantworten! Ob das im Kalender ist oder einfach nur eine To Do Liste: Mach dir bewusst, was diese Woche auf dich wartet und bekomme ein Gefühl, welche die stressigen Tage werden könnten. So bist du schon gut vorbereitet, bevor du in den Arbeitsalltag startest.  

Produktiver Montag: 3 Regeln für einen guten Start in die Arbeitswoche
Und weil gerade heute mein erster Tag hier an der Uni ist: Natürlich gelten meine Regeln nicht nur für den Job, sondern auch fürs Studium oder für die Schule! Auch hier fängt im Herbst alles von vorne an. Früher hab ich das immer gerne mit neuen Stiften und einem coolen neuen Schülerkalender gefeiert, fällt mir gerade so ein. Mittlerweile habe ich ja mein Bullet Journal – aber auch da spricht nichts gegen ein, zwei neue Brushpens, oder?  Wie kannst du dich denn am besten motivieren, neu durchzustarten?

 

3 Schritte zum Erfolg: So kannst du jedes Ziel erreichen!

ziel erreichen goal setting 1

„Ich schaff das nicht, ich bin sowieso viel zu faul.“ – „Prokrastination ist meine einzige Stärke.“ – „Eigentlich kann ich gleich aufgeben, das wird sowieso nichts.“ Das sind Sätze, die ich echt nicht mehr hören kann und trotzdem selbst viel zu oft von mir gegeben habe. Ein Ziel erreichen ist aber wirklich nicht schwer: Du musst es dir nur richtig einteilen. So habe ich den NaNoWriMo letztes Jahr geschafft. Und so schaffe ich jede Woche wieder den riesigen Berg aus Blogarbeit, Klausuren und diversen Vereinen. Und damit du das auch kannst, möchte ich dir heute zeigen, wie du ein großes Ziel erreichen kannst, ohne ständig daran zu verzweifeln oder aufzugeben. Spoiler: Es ist gar nicht so anders als Bergsteigen. 😉

ziel erreichen goal setting 2

So kannst du dein Ziel erreichen:

1. Motivation: Ziel setzen und klar benennen

Als Erstes musst du dir überlegen, warum du genau auf diesen Berg raufwillst. Egal wie sehr du dieses Ziel erreichen willst oder auch nicht, es gibt einen Grund dafür. Ob es nun ein Projekt ist, das seit Monaten in deinem Hinterkopf schlummert, oder einfach die Klausur, die du bestehen musst – du willst mit deiner Arbeit etwas erreichen. Das kann zum Beispiel der Bachelor oder Master sein, damit du endlich in deinen Traumjob starten kannst. Oder das Geld, das du mit deinem Projekt verdienst und von dem du dir neue Dinge kaufen kannst.

Präge dir diese Motivation ein und verlier sie nie aus den Augen. So kommst du gar nicht in Versuchung, schon vor dem Anfang aufzugeben! Ich schreibe mir meine Motivation gerne auf und hänge sie mir an einen Platz, wo ich sie jeden Tag sehen kann. Am liebsten habe ich sie schön gelettert an meiner Wand über dem Schreibtisch hängen!

2. Planung: Aus großem Ziel mach kleine Ziele

Kein Ziel erreicht man auf einmal und du wirst auch nie die Zugspitze in einer Stunde ohne Vorbereitung erreichen. Teile dein Ziel in kleine Schritte ein und stelle dann Tages- und Wochenziele auf. Beachte dabei, dass du realistisch bleibst – niemand kann in zwei Wochen einen Roman schreiben oder nach zwei Tagen Lernen eine schwierige Klausur bestehen! Statt also sechs Stunden am Tag einzuplanen, nimm dir lieber eine Woche länger Zeit und rechne dafür mit zwei Stunden weniger.

Meinen Zeitplan stelle ich wie immer im Bullet Journal auf. Ich teile mein Gesamtprojekt in einzelne Stufen ein, die ich meistern muss, und überschlage dann die Zeit, die ich für jede Stufe brauche. Dann werfe ich einen Blick in meinen Terminkalender, damit ich weiß, wie viel Zeit ich am Tag aufwenden kann oder muss. Und schließlich stelle ich eine To Do Liste auf, in der ich die einzelnen Tage mitsamt ihren Aufgaben festhalte. So sehe ich täglich, was ich heute erledigen muss, und stehe nicht vor einem riesigen Haufen unsortierter To Dos, die mich total überfordern!

ziel erreichen goal setting 3

3. Belohnung: Der Trick für faule Tage

Zeit für die Pausen auf der Alm! Gerade unangenehme Ziele wie Prüfungen und Projekte für den Job sind nicht sonderlich motivierend und die Verlockung, statt zu arbeiten, einfach an den See zu fahren oder auf der Couch zu liegen, ist groß. Ich kenne das – egal, welche Motivation ich mir zurechtlege, an manchen Tagen hat man einfach keine Lust! Dagegen habe ich mir ein schlaues System gebastelt: Für jede gemeisterte Stufe meines Vorhabens belohne ich mich in irgendeinem Maße. Einfach ein Stück Kuchen am Nachmittag nach ein paar produktiven Stunden oder ein neues PC-Game nach einer bestandenen Klausur. Mit Belohnungen kannst du dich selbst motivieren und noch auf ein zweites Ziel hinarbeiten. 

Hier habe ich dir einmal eine Auswahl an Belohnungen von klein bis groß zusammengestellt, die du als Inspiration nutzen kannst: 

Belohn dich!

5€ Shoppingbudget Die Nummer 1 auf deiner Wunschliste Eine halbe Stunde lesen oder zocken Ein Wellnesstag Eine Folge deiner Lieblingsserie
Einfach mal eine Pause Ein neues Buch Ein freies Wochenende daheim Ein Cookie oder einen leckeren Muffin!! Neues Arbeitsmaterial (Stifte, Werkzeug…)
 Ein Spaziergang Kinokarten   Ein Ausflug an einen tollen Ort  Eine Tasse Kaffee auf dem Balkon  Hübsche Deko für deinen Arbeitsplatz

So, jetzt würde ich am liebsten die Sportschuhe rauskramen und in die Berge fahren 😂 Leider wartet auf mich auch noch so einiges an Aufgaben für mein nächstes Ziel und das sind die Klausuren. Also tippe ich diesen Beitrag mit verpflasterten Fingern fertig – ich schwöre es, ich habe keine Ahnung, wie das passieren konnte. Anscheinend habe ich gestern beim Boxen ein bisschen kräftig zugeschlagen. 😂 Im Übrigen nutze ich auch für meine Sportroutine diesen Plan, um ans Ziel zu kommen, und fühle mich jetzt schon viel fitter als noch vor ein paar Wochen!

Mit diesen drei Schritten sollte deinem Ziel letztendlich nichts mehr im Wege stehen. Und glaub mir, zurückzublicken auf die einzelnen Schritte und zu wissen: ich habe es geschafft – es gibt nichts Besseres! Welches Ziel würdest du gerne erreichen, wenn du die Zeit und die passende Planung hast? Was ist dein Geheimnis für gute Zielsetzung? 

Fotocredit: Pexels

Bullet Journal Guide: Wie startet man ein Bullet Journal?

bullet journal guide february minimalist bujo

Ich besitze Kalender, seit ich mich erinnern kann. Und ungefähr genauso lange nutze ich diese Kalender auch nur sporadisch. Halb ausgefüllte Hausaufgabenhefte waren an der Tagesordnung und natürlich habe ich dann auch die Hälfte vergessen. To Do Listen auf Post-its, stapelweise auf dem Schreibtisch – Standard. Und die letzten beiden Jahre mein Moleskine Tageskalender, um den es mir wirklich leidtat. Die meisten Seiten durften nur für ein, zwei Zeilen herhalten und an manchen Tagen reichte die A5-Seite gar nicht aus. Dann habe ich das Bullet Journal System entdeckt – und war sofort angefixt. Was sich hinter dem Begriff verbirgt und wie ihr euer eigenes Bullet Journal anfangt, erkläre ich euch heute im großen Bullet Journal Guide.

Bullet Journal Guide: So startest du dein eigenes Bullet Journal

bullet journal guide workspace schreibtisch kaffee bujo

Was ist ein Bullet Journal?

Ein Bullet Journal ist jedes Notizbuch, das du jemals besessen hast, in einem. Ob Kalender, Skizzenbuch, To Do Liste, Tracking, Businessplaner – all das kannst du mit dem Bullet Journal in ein einzelnes Notizbuch packen. Zum Beispiel habe ich darin nicht nur meinen Kalender, sondern meine Semesterpläne, Entwürfe für Blogposts und Pläne, Arbeitszeiten, Tracker für den Sport, Wunschlisten, Einnahmen und Ausgaben, Notizen zu meiner Gesundheits- und Morgenroutine, und und und. Mittlerweile nutze ich als Papiermittel nur noch das Bullet Journal – alles andere organisiere ich digital. Wie die Kombination funktioniert, zeige ich dir auch noch in einem baldigen Post.

Du kannst deiner Kreativität sowohl bei der Gestaltung als auch beim Inhalt freien Lauf lassen – musst du aber nicht. Bei mir ändert sich das auch jede Woche: Mal mag ich es bunt und künstlerisch, man reichen mir knappe Überschriften für die einzelnen Tage und das war’s. Eine Übersicht über mein eigenes Bullet Journal siehst du bei mir auf Instagram: 

Was brauche ich für ein Bullet Journal?

Eigentlich gar nicht viel: Ein Notizbuch und ein paar Stifte. Im Prinzip reicht sogar ein Kugelschreiber. Wer es ein bisschen schöner haben will, legt sich einen dünnen Fineliner zu, zum Beispiel von Faber Castell oder Edding. Für bunte Akzente eignen sich ganz normale Filzstifte wie die von Stabilo oder auch die beliebten Tombow Dual Brush Pens

In der Notizbuchwahl bist du komplett frei – egal wie groß, wie dick oder welches Papier. Die beste Wahl ist für freie Einteilung ein Notizbuch mit Dot Grid wie das beliebteste Modell für Bullet Journaling, das Leuchtturm1917 A5, oder ein Blankoheft. Meiner Meinung nach sind die kleinen Punkte perfekt: Man hat eine Orientierungshilfe für Zeilen, aber keine Linien, die vom eigentlichen Layout ablenken. Aber natürlich kannst du auch linierte oder karierte Notizbücher verwenden, Hauptsache, du kommst damit zurecht.

Meinen großen Materialguide gibt’s in einem weiteren Post – ansonsten müsste dieser Artikel hier doppelt so lang sein. 

Welche Inhalte sollte ein Bullet Journal haben?

In der Auswahl der Inhalte bist du genauso frei wie in der Gestaltung – wenn du keine Lust auf irgendwelche Elemente hast, lass sie weg. Da mein BuJo hauptsächlich als Kalender fungiert, sind auch das die wichtigsten Spreads bei mir. Meine Favoriten stelle ich dir im folgenden Teil vom Bullet Journal Guide vor.

Zwei Elemente sind Pflicht: Index und Key. Der Index ist nichts anderes als ein Inhaltsverzeichnis, mit dem du deine Spreads schnell wiederfindest. Besonders praktisch: Beim Leuchtturm1917 ist bereits ein vorgefertigtes Inhaltsverzeichnis zum Ausfüllen enthalten und die Seiten sind nummeriert – das erspart mir viel Arbeit. Im Key hältst du deine Symbole fest, die für verschiedene Arten von Events stehen. Zum Beispiel erhalten To Dos bei mir ein Kästchen, Termine einen Kreis und erledigte Dinge ein ausgefülltes Kästchen. Mehr Keys findest du zum Beispiel auf Pinterest – da kann man nämlich wirklich kreativ werden.

Future Log: Jahreskalender

Das Future Log ist eine Übersicht übers ganze Jahr. Ich verteile dabei vier Monate auf eine Doppelseite, damit ich genug Platz für die Termine habe. Hier schreibe ich langfristig bekannte Termine wie Geburtstage, Arzttermine und Konzerte auf, sodass ich alles auf einen Blick habe. Auch die Urlaubs- und Semesterferienplanung findet hier statt.

Monthly Spread: Monatsübersicht

In meinen Monthlies stehen immer wieder unterschiedliche Dinge. Meistens ist eine Kalenderübersicht des aktuellen Monats für den schnellen Überblick enthalten. Darin stehen Termine wie Vereinssitzungen, Unitermine, meine Arbeitszeiten und zur Erinnerung auch Tage, die bereits im Future Log festgehalten sind. Als besondere Gimmicks mag ich Tracker wie hier die Übersicht meiner Blogstatistiken oder zum Beispiel einen täglichen Habit Tracker für Schlaf, Sport und andere Gewohnheiten.

Weekly Spread

Das ist das Herzstück meines Kalenders: Hier plane ich jeden einzelnen Tag. Morgens oder am Tag zuvor kommen die To Do Punkte, dazu Events und kurzfristige Termine wie Verabredungen mit Freunden. Ich habe meistens ein Feld für jeden Wochentag oder teile das Ganze in eine Tabelle mit vertikalen Feldern. Den restlichen Platz nutze ich für Notizen, To Do Listen oder einfach hübsche Doodles und Lettering. Tipp: Inspirationen für tolle Spreads hole ich mir vor allem bei Pinterest!

Wenn du dich über andere Planersysteme und deren Vor- und Nachteile informieren willst, schau doch mal bei Anneke vorbei. Sie hat vor einiger Zeit die Systeme vorgestellt, die sie in Kombination nutzt, das fand ich superinteressant, denn schließlich ist zum Beispiel auch Filofaxing eine gute Alternative zum Bullet Journal. Wie organisierst du deine Termine? Nutzt du überhaupt noch Papier oder machst du alles mit dem Smartphone?

Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links.