Schlagwort: Reviews

Die besten Apps für mehr Produktivität und Motivation

Ihr Lieben,
in den letzten Wochen habe ich mir sehr viel Gedanken zum Wort „Lifestyle“ gemacht. Nach sechs Jahren in der Bloggerwelt ist dieses Wort für mich schon beinahe zum Unwort geworden. Das ist so austauschbar, ein Blogbegriff für alle Blogger, die sich nicht auf ein Thema festlegen wollen und die üblichen Klischees abhandeln. Food, Travel, Beauty, Fashion, das sind die Wörter, die wir häufig auf solchen Blogs lesen. Aber das bin nicht ich.

Versteht mich nicht falsch – für sehr viele Blogger klappt dieses Konzept. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass man die Hälfte der Blogs in meinem Feed in die Rubrik Lifestyle einstuft. Meinen wahrscheinlich auch. Aber Deliriumskind soll mehr als nur Food, Travel und DIY sein. Ich verbringe jede freie Minute (wenn ich nicht gerade schlafe) mit kreativen Tätigkeiten – schreiben, zeichnen, Konzepte entwerfen, malen, programmieren, fotografieren. Nachdenken. Und manche dieser Bereiche kommen hier auf dem Blog zu kurz. 

Der Bereich Technologie zum Beispiel. Das sind Games, Apps und Software, die ich toll finde und gerne mit euch teilen möchte. Und jetzt guckt mal hier oben im Menü auf den rechten Punkt – na, das ist neu, oder? In der Rubrik Reviews findet ihr künftig ein großes Archiv an Tools, die ich toll finde und mit euch teilen möchte. Noch sind sehr viele Kategorien leer, das wird sich aber in den nächsten Tagen und Wochen ändern.

Organizing Apps für Blogger und den Alltag

Um meine ganzen Tätigkeiten und Aktivitäten irgendwie im Überblick zu behalten, brauche ich so einiges an Hilfe. Das ist meistens gar nicht so einfach, wenn man X verschiedene Projekte und Termine mit Blog, Uni und Arbeit abgleichen muss. Außerdem ist mein innerer Schweinehund mindestens so groß wie King Kong. Das heißt, in meiner freien Zeit schlafe ich auch mal gerne oder schaue trashige Serien, anstatt das zu tun, was ich eigentlich tun sollte. Nicht sehr vorbildlich.

Aber ich habe eine gute Nachricht für alle, denen es genauso geht. Es gibt Abhilfe! Neben dem ganz einfachen analogen Kalender und in letzter Zeit meinem Bullet Journal verlasse ich mich dabei hauptsächlich auf drei Apps. 

Habitica: Lustiges RPG statt langweilige To Do Liste

Habitica - Gamify Your Tasks | Free To Do Organizing App

Habitica ist ungelogen die beste To Do App, die man im Play Store finden kann. Ich habe viele ausprobiert – Wunderlist, Todoist und wie sie alle heißen. Es geht einfach nicht besser. Vielleicht bin ich als Gameliebhaber auch ein bisschen subjektiv. In Habitica erstellt ihr nämlich einen süßen Avatar in 8-Bit Grafik. Der bekommt dann Erfahrungspunkte, höhere Level und Gold, wenn ihr eure Aufgaben brav erledigt. Bei versäumten Deadlines gibt’s stattdessen eins auf die Rübe und einen kräftigen Abzug von Gesundheitspunkten. Hierbei geht es nicht nur um schnöde To Do Listen, sondern auch Gewohnheiten und tägliche Aufgaben. 

Mit Habitica schaffe ich es tatsächlich, tägliche Routineaufgaben angenehm zu gestalten – schließlich möchte ich neue Klamotten, eine Berufung und ein Haustier für meinen Avatar! Und wer nicht alleine kämpfen möchte, der tritt den Challenges in der Community bei und motiviert sich so zum Sport oder zum Abnehmen.

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Fabulous: Gesunde Gewohnheiten aufbauen

Fabulous | Free Motivating Android App | Organizing Apps

Mit Fabulous fangt ihr komplett von vorne an. Diese App ist dazu da, in einem vierwöchigen Programm einen Aspekt eures Lebens so richtig auf Vordermann zu bringen. Wollt ihr euch energiegeladener fühlen oder endlich Struktur in euren Alltag bringen? Nutzt Fabulous. In mehreren Schritten führt euch die App mit Erinnerungen, Texten und farbenfrohem Design an eine neue, bessere Routine heran.

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Forest: Ablenkungsfrei arbeiten

Forest App | Distraction-Free Studying | Organizing Apps

Während dem Lernen oder der Arbeit kurz WhatsApp oder Facebook checken? Schaut mich nicht so schuldbewusst an, ich weiß es genau. Ihr tut es alle. Jeder tut es. Und es ist absolut mies für die Konzentration und am Ende auch das Ergebnis. Ich bin ein absoluter Profi im Prokrastinieren, ich weiß das, und deswegen habe ich mir Forest heruntergeladen.

Die App sperrt euer Handy für den Lernzeitraum – noch nichts Besonderes. Das wirklich Coole ist der digitale Baum, der inzwischen auf dem Smartphone wächst. So könnt ihr am Ende einer Woche euren Wald aus Lernzeit betrachten und euch selber auf die Schulter klopfen. Und wer verdorrte Bäume in seinem Wochenwald findet, der sollte künftig wirklich die Finger vom Handy lassen.

Review und Download

Hier findet ihr alle Reviews zum Thema Organizing Apps auf einen Blick:

Organizing Apps

Das war’s von mir schon zum Thema Organizing! Ich werde jetzt mein Bullet Journal für das Seminar nächste Woche vorbereiten und abends geht’s ins Kino. Was sind eure liebsten Organizing Apps? Nutzt ihr lieber euer Smartphone, um organisiert zu bleiben, oder den guten alten Kalender? Und was mich natürlich am meisten interessiert: wie seht ihr die Thematik Lifestyleblog und was sagt ihr zu den Reviews?

Cheers,
Eure Marianne

Cinema Love | All-Time Favorite Movies & Salted Caramel Popcorn

Meine Lieben,
ich habe ein riesiges Portemonnaie. Das ist meistens ziemlich praktisch, weil einfach alles darin Platz hat. Nicht übel ist auch, dass Nieten drauf sind, sodass man sich im Notfall schon mal damit verteidigen könnte, falls jemand frech wird. Was aber nicht so toll ist: über kurz oder lang sammelt sich bei mir ein riesiges Sammelsurium aus Kassenbons, alten Gutscheinen und Kupfermünzen an. Warum ich das erzähle? Weil ich dieses Sammelsurium mal wieder aus meinem Geldbeutel entfernt habe und darin sage und schreibe 27 Kinokarten gefunden habe. Jawoll. Ich gehe ziemlich oft ins Kino und deswegen habe ich auch ziemlich viele Lieblingsfilme – und die allerliebsten stelle ich euch heute vor. Für den perfekten Filmeabend.
Natürlich dürfen keine Marvel-Filme in meiner Sammlung fehlen und Deadpool ist mein aktueller Favorit. Es ist kein Wunder, dass dieser Film der einzige der Marvelreihe ist, der ab sechzehn freigegeben wurde, denn hier geht es so richtig ab. Wade Wilson, gespielt vom wunderbaren Ryan Reynolds, ist Söldner, glücklich mit seiner Frau – und krebskrank im letzten Stadium. Er lässt seine Frau allein zurück und flüchtet verzweifelt, um zu sterben. Seine einzige Hoffnung: die mysteriöse Behandlung durch den sadistischen Francis. Die rettet ihm zwar das Leben und stattet ihn mit einer superschnellen Heilung aus, entstellt ihn aber ganz furchtbar – deswegen verfolgt er Francis erbarmungslos. Ein wahnsinnig lustiger Antiheld, der seine Witze grundsätzlich unter der Gürtellinie und auch mal gerne im vulgären Bereich ansiedelt und sich nur zu gerne mit dem Zuschauer unterhält – zum Schreien. Leider noch nicht auf DVD erhältlich, aber ich habe sie schon mal vorbestellt.
Eine Mischung aus Action und Science Fiction – mit den klangvollen Namen Luc Besson, Morgan Freeman und Scarlett Johansson im Vorspann. Das allein ist schon ein Grund dafür, dass dieser Film gut sein muss. Noch besser ist die Story: die amerikanische Studentin Lucy ist auf Party-Urlaub in Taipeh und wird durch eine Verkettung unglücklicher Umstände mit einer gefährlichen Superdroge in Kontakt gebracht. Das führt dazu, dass ihre Gehirnfunktionen gewaltig steigen und ungeahnte Kräfte in ihr freisetzen – die kann sie auch gebrauchen, denn die Besitzer der Droge verfolgen die Studentin über den ganzen Erdball, während sie mit einem renommierten Gehirnforscher anfängt zu entdecken, was mit ihrem Gehirn geschieht. Rasante Action und spannende wissenschaftliche Theorien – das ist alles, was ich von einem guten Film verlange.
Auch schon fast ein Klassiker – Tim Burtons düstere Verfilmung von Lewis Carrolls Kinderbuch ist schon seit dem Filmstart eine feste Größe in meinem DVD-Regal. Ob die fantastische Welt im Unterland, die flauschige Grinsekatze oder die weise Raupe Absolem – ich kann mich gar nicht entscheiden, was ich an dem Film am liebsten mag. Die Story dürfte bekannt sein: Alice, ein rebellisches Mädchen im viktorianischen Zeitalter, soll heiraten. Will sie aber nicht. Viel lieber folgt sie dem mysteriösen weißen Kaninchen ins Unterland, wo sie mitten in eine abenteuerliche Geschichte purzelt – sie ist die Alice, die die Rebellion gegen die böse rote Königin anführen und beenden soll. Begleitet wird sie von Johnny Depp, dem verrückten Hutmacher, und Anne Hathaway als weiße Königin.

Klassische Action, die einen zum Grübeln bringt: der britische Premierminister stirbt. Sein Begräbnis ist die bestgeschützte Veranstaltung der ganzen Welt und trotzdem verwandelt sie sich in ein Massaker – Staatsoberhäupter aller möglichen Länder werden von einer Terroristenorganisation getötet. Wir begleiten den Leibwächter des amerikanischen Präsidenten und Mr. President selbst auf ihrer spektakulären Flucht durch den Londoner Untergrund – Nägelkauen ist angesagt. Was aber die meiste Gänsehaut verursacht: der Film hat eine brisante Aktualität und zeigt auf beängstigende Art und Weise, wie das Chaos ausbricht, wenn der Terror in den westlichen Metropolen ankommt. Trotz des leichten Beklemmungsgefühls ein toller Film: mich erinnert er ein bisschen an James Bond, nur fehlt ihm dessen Klischeehaftigkeit. Die DVD ist im Sommer erhältlich, auch hier habe ich schon vorbestellt.

Es war vermutlich klar, dass dieser Titel in meiner Liste vorkommt – die französische Komödie ist nun mal ein Meisterwerk. Ich schaue hier auch gern die französische Version „Intouchables“ – aber egal, welche Sprache, die Witze sind toll, die Geschichte ist hinreißend und der Soundtrack ist traumhaft. Für alle Unwissenden kurz zur Story: der arbeitslose Driss, der aus einem schwierigen Milieu stammt, bewirbt sich nur deswegen auf einen Pflegejob beim schwerreichen Tetraplegiker Philippe, damit er weiter sein Arbeitslosengeld beziehen kann. Dass er den Job bekommt, war nicht in seinen Plänen vorgesehen. Die beiden müssen sich erst aneinander gewöhnen, aber dann entwickelt sich eine fantastische Freundschaft – nach einer wahren Geschichte. Ehrlich, diesen Film könnte ich jede Woche ansehen.

 

Ja, ich liebe John Greens Bücher. Und ja, ich stehe Buchverfilmungen sehr skeptisch gegenüber – dazu hat Sarah von The Fashionable Blog übrigens einen tollen Post geschrieben. Ich finde den Film zu „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ auch schrecklich. Anders bei „Margos Spuren“ – diese Mischung aus Highschool-Drama, Roadmovie und Komödie eignet sich super auch als Film und mit John Green als Regisseur geht vom einzigartigen Charme des Buchs kaum etwas verloren. Die Geschichte: „Also, wie ich die Sache sehe, erlebt jeder irgendwann mal ein Wunder.“ Quentins Wunder ist, dass Margo Roth Spiegelman neben ihm wohnt. Eine nächtliche Racheaktion, Margos Verschwinden und ein Roadtrip direkt nach dem Highschool-Abschluss – mehr will ich gar nicht verraten. Lest das Buch. Schaut den Film. Tut es einfach.

Und schon wieder Marvel. Aber dieses Mal ganz anders. Im zweiten Teil der Avengers-Serie kämpfen Amerikas beliebteste Superhelden gegen ihre eigene Kreation – Ultron ist eine künstliche Intelligenz, die eigentlich den Weltfrieden sichern sollte und durch einen verhängnisvollen Fehler genau das Gegenteil vorhat: die völlige Vernichtung. So weit, so schlecht – Captain America, Iron Man, Black Widow, Hulk & Co. haben einige Krisen vor sich. Es warten Streitereien, Gehirnwäsche – und neue Superhelden.Alle Marvel-Fans kennen diesen Film sowieso schon, für alle anderen, die auf ein bisschen Action stehen, sollte er auch nicht zu verkehrt sein. Und ganz ehrlich – allein die schlagfertigen Einzeiler sind das Anschauen wert.

 

Und weil so ein richtiger DVD-Abend garantiert nie ohne Popcorn stattfinden darf, gibt’s obendrauf noch meinen neuen Favoriten: Salted Caramel Popcorn. Ja, Salted Caramel ist eigentlich ein alter Hut. Aber dass man die leckere Sauce auch über’s selbstgemachte Popcorn kippen kann, ist mir erst vor ein paar Wochen eingefallen. Da können die im Kino mit ihrem langweiligen Popcorn einpacken!

Für zwei Portionen Popcorn braucht ihr Folgendes:
  • 20g Popcornmais
  • 1 Esslöffel geschmacksneutrales Öl
  • 3 Esslöffel Zucker
  • 1 Teelöffel Wasser
  • 1 Esslöffel Butter
  • 2-3 Esslöffel Schlagsahne
Das Öl in einem kleinen Topf erhitzen, den Mais dazugeben und auf mittlerer Hitze mit dem Deckel drauf so lange stehen lassen, bis das Ploppen nachlässt.
Für die Karamellsauce Wasser und Zucker erhitzen, bis der Zucker schmilzt und ein goldener Karamellsirup entsteht. Die Butter hineingeben – Vorsicht, das fängt ganz schön an zu brodeln – umrühren und mit der Sahne aufgießen. Je nachdem, wie flüssig ihr die Sauce gern haben möchtet, könnt ihr auch noch mehr Sahne untermischen.
Die Sauce über das Popcorn geben und kräftig umrühren, bis alles bedeckt ist – und schon ist euer DVD-Abend perfekt.
Die fancy Papierboxen mit dem selbst geletterten Schriftzug habe ich übrigens für euch zum Download bereitgestellt, ihr findet sie unter diesem Link:

 

Für eure Boxen einfach das Bild speichern, auf festes Papier drucken, ausschneiden und an den Klebeflächen zusammenkleben – nichts einfacher als das.

Cinema Love | Filme 2015

Irgendwie habe ich die letzten Monate über den Großteil meines Geldes in Kinokarten angelegt – und das will was heißen. Natürlich nehmen die Wochenenden in meiner Bilanz (hahaha, als hätte ich so was) grundsätzlich einen riesigen Teil ein, aber ins Kino gehe ich da eigentlich nicht so häufig. Mehr auf Partys, ihr kennt das. 
 
Aber ja, lange Rede, kurzer Sinn. In den letzten Wochen und Monaten habe ich im Kino ganze fünf Filme angesehen – mit unterschiedlichsten Resultaten. Und die will ich natürlich mit euch teilen.
 
 
Fifty Shades of Grey ★☆☆☆☆
Also, ich hatte es ja vorhergeahnt. Irgendwie war es von vornherein klar, dass das eine Fehlentscheidung sein würde. Und Recht hatte ich behalten. 
Ihr wisst ja, ich bin ein Fan von allem, was auch nur im Entferntesten mit Action zu tun hat. Das Kriterium hat dieser Film nun sicherlich nicht erfüllt, was mir aber auch vorher schon klar war. Mein Problem mit dem Film war definitiv ein anderes. Auch nicht die Erotikszenen. Die waren zwar teilweise extrem lächerlich, aber auch das war eher lustig als abschreckend. Nein, mein Problem waren die Charaktere. Ein Film mit einem solchen Plot, der schon eher in Richtung Drama geht, verlangt nach ausdrucksstarken Charakteren. Und was bekommen wir hier? Christian Grey, den verwöhnten, weinerlichen Milliardär mit weniger Sexappeal als mein Schreibtisch (sorry, lieber Schreibtisch) und Anastasia Stelle, eine graue Maus, die nichts besser kann, als zu jammern. Sehr toll. Und genau hier sieht man, woher die Trilogie stammt – eine Fanfiction zur Twilight-Reihe. Die gleiche Charakterschwäche konnte man schon bei Stephenie Meyers Schöpfungen Edward Cullen und Bella Swan beobachten und genau die hat E. L. James sowohl in den Büchern als auch im Film mit unglaublicher Treffsicherheit für das Fettnäpfchen übernommen. Schade – mit weniger Gejammer und überzogenem Dramatisieren hätte das sicher ein toller Film werden können. Auch wenn ich dann nach wie vor kein Fan von Handschelle und Kabelbinder gewesen wäre.
 
American Sniper ★★★☆☆
 
Der nächste Film war da schon um Längen besser. Das Drama um den amerikanischen Scharfschützen Chris Kyle, der im Irak mehr als 160 Gegner in den Tod geschickt hat, besticht mit geschickten Psychospielchen und einer gehörigen Portion Krieg. 
Ich muss ja sagen, zwischendrin kam ich mir vor wie bei einer Partie Call of Duty MW3. Jedem von euch, der mit diesem Spiel schon einmal Bekanntschaft gemacht hat, sollten die Nahkampfszenen in den irakischen Wüstenstädten vage bekannt vorkommen. Regisseur Clint Eastwood schafft es aber, diese Klischeehaftigkeit mit den richtigen Szenen sehr spannend zu gestalten – einen Großteil des Films habe ich damit verbracht, nägelkauend auf die nächste unerwartete Bewegung zu warten. Im Kontrast zu den Kämpfen steht Kyles Leben in Amerika mit einer Bilderbuchfamilie – hübsche Frau, zwei Kinder -, das von seinem Kämpferdasein geprägt zusehends ins Wanken gerät. Zwischen den Einsätzen leidet er unter Albträumen, Flashbacks und will nicht wahrhaben, dass er zusehends die Kontrolle verliert. Diese dramatischen Elemente geben dem Film sein Übriges – bis zum traurigen Ende, in dem Eastwood geschickterweise Szenen aus dem Leben des echten Chris Kyle einbaut. Fazit: ein wirklich gelungenes Kriegsdrama, das leider aber stellenweise von amerikanischem Patriotismus trieft – und diese Selbstbeweihräucherung ist in einem solchen Film leider ganz fehl am Platz.  
 
Traumfrauen ★★★☆☆
 
Ja, was soll man dazu sagen? Ein typischer Mädelsfilm. Süß, witzig, und absolut vorhersehbar.
Was mich, wie ich zugeben muss, dieses Mal überhaupt nicht gestört hat. Nach all diesem Drama in American Sniper war die vertraute Welt der romantischen Komödie definitiv eine willkommene Abwechslung. Der Film wartet mit einigen extrem lustigen Elementen auf: der Typ mit zwanzig Hunden in der Wohnung – ich habe noch das „oooooh, wie süß!!“-Gekreische aus dem ganzen Saal im Ohr und ja, ich habe mitgekreischt – , die neue Freundin des Exmanns, die so gar nicht die typische Blondine ist, sondern charaktertechnisch eher an Cindy aus Marzahn erinnert … ja, zum Lachen gab es definitiv so einiges. Und Elyas M’Barek als ungewohnt schüchterner Josef hatte auch so einige Überraschungen parat. Mal abgesehen davon, dass dieser Schauspieler sowieso eine Augenweide sondergleichen ist. Schmacht. Ja, Ladies, das muss ich wohl nicht länger ausführen – die Schwimmbadszene in „Fack Ju Göhte“ kennen wir ja alle schon längst auswendig. Ein Film also für jede von uns, die gerade ein bisschen Lachen in ihrem Leben brauchen kann – und gebt es zu, über den Problemen der Mädels im Film können wir unsere eigenen zumindest doch für zwei Stunden vergessen.
 
Avengers – Age of Ultron ★★★★★
Tja, hier fehlen mir nach wie vor die Worte, meine Lieben. Seit Monaten haben wir diesem Film entgegengefiebert und dann natürlich Tickets für die Premiere im nächsten Kino ergattert. Ich muss zugeben, ich hatte sogar einen Countdown bis zum 23. April auf dem Handy.
Und ja, ja, ja, das Warten hat sich gelohnt. So was von gelohnt. Ich wusste ja vorher schon, dass Drehbuchschreiber Joss Whedon ein Gott mit einem Hang zum Sadismus ist. Diese Meinung hat sich mit dem Film definitiv gefestigt. Und da ich das anders nicht hinkriege: Achtung Spoiler! Ob das jetzt Clint Bartons Familie ist, die ihn so herzerweichend liebt, die Annäherung von Bruce Banner und Natasha Romanoff – zwei kaputte Seelen, die sich gegenseitig wieder ganz machen -, oder der Zusammenhalt zwischen den Maximoff-Geschwistern, die sich den Avengers letztendlich anschließen, das ist ganz großes Kino. Spoiler Ende. Da mögen andere Fans noch so sehr über Whedon schimpfen, die Entwicklung der Charakter hat er mit Bravour hinbekommen. Auch wenn Age of Ultron ein Actionfilm ist – hier kommen die großen Gefühle auf die Leinwand. Und ganz zu schweigen von den futuristischen Technologietricks, die ich gerade als angehende Informatikerin ja extrem spannend finde. Age of Ultron ist ein Erfolg auf der ganzen Linie, und irgendwie kommt es mir so vor, als müsste ich für diesen Film noch einmal ins Kino. Einziger Nachteil: Lieber Joss Whedon. Wo, verdammt nochmal, hast du die After-Credit-Szene gelassen?! Also ernsthaft.
 
The Fast and The Furious 7 ★★★★☆

Zwei Tage nach Age of Ultron ging es schon wieder ins Kino, zu einem der größten Actionfilme dieser Zeit. Ich muss zugeben, ich habe keine Ahnung mehr, welche der Vorgänger ich gesehen habe. Aber ich muss auf jeden Fall alle sechs noch nachholen, denn der siebte war grandios.
Was soll man zu so einem Film sagen? Geiler Plot, geile Charaktere, geile Autos. Natürlich fehlt der Tiefgang, den wir bei Age of Ultron gesehen haben, aber Tiefgang ist nicht gerade Dominic Torettos Stil. The Fast and the Furious sind für ihre Geradlinigkeit bekannt, für ihre Loyalität und für ihr Faible, mal ein bisschen was in die Luft zu jagen. Subtil ist nicht der Stil dieser Charaktere, und genau das macht auch den siebten Film der Reihe aus. Spektakuläre Aktionen – wer springt denn bitte schön sonst mit den Autos aus einem Flugzeug oder jagt ein 400-PS-Auto durch Dubais Skyline? – und immer diese Familienatmosphäre zwischen den Teammitgliedern. Von einem bis zum Ende des Films rätselhaften, aber reichen Menschen auf die Mission geschickt, einen erfolgreichen jungen Hacker zu retten, ist das Team bis zum Ende einig und gerade das ist das Schöne. Dass sich der Hacker inzwischen als Mädchen herausstellt – dafür gibt es einen Extrapunkt. Aus Gründen. Und das Ende, dessen Filmstills inzwischen auf sämtlichen sozialen Netzwerken herumgegangen sind, ist mehr als nur großes Gefühl. Hier spürt man deutlich, dass der gesamte Film eine Hommage an Paul Walker darstellt – herzzerreißend für jeden Zuschauer.