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Bullet Journal Guide: Wie startet man ein Bullet Journal?

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Ich besitze Kalender, seit ich mich erinnern kann. Und ungefähr genauso lange nutze ich diese Kalender auch nur sporadisch. Halb ausgefüllte Hausaufgabenhefte waren an der Tagesordnung und natürlich habe ich dann auch die Hälfte vergessen. To Do Listen auf Post-its, stapelweise auf dem Schreibtisch – Standard. Und die letzten beiden Jahre mein Moleskine Tageskalender, um den es mir wirklich leidtat. Die meisten Seiten durften nur für ein, zwei Zeilen herhalten und an manchen Tagen reichte die A5-Seite gar nicht aus. Dann habe ich das Bullet Journal System entdeckt – und war sofort angefixt. Was sich hinter dem Begriff verbirgt und wie ihr euer eigenes Bullet Journal anfangt, erkläre ich euch heute im großen Bullet Journal Guide.

Bullet Journal Guide: So startest du dein eigenes Bullet Journal

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Was ist ein Bullet Journal?

Ein Bullet Journal ist jedes Notizbuch, das du jemals besessen hast, in einem. Ob Kalender, Skizzenbuch, To Do Liste, Tracking, Businessplaner – all das kannst du mit dem Bullet Journal in ein einzelnes Notizbuch packen. Zum Beispiel habe ich darin nicht nur meinen Kalender, sondern meine Semesterpläne, Entwürfe für Blogposts und Pläne, Arbeitszeiten, Tracker für den Sport, Wunschlisten, Einnahmen und Ausgaben, Notizen zu meiner Gesundheits- und Morgenroutine, und und und. Mittlerweile nutze ich als Papiermittel nur noch das Bullet Journal – alles andere organisiere ich digital. Wie die Kombination funktioniert, zeige ich dir auch noch in einem baldigen Post.

Du kannst deiner Kreativität sowohl bei der Gestaltung als auch beim Inhalt freien Lauf lassen – musst du aber nicht. Bei mir ändert sich das auch jede Woche: Mal mag ich es bunt und künstlerisch, man reichen mir knappe Überschriften für die einzelnen Tage und das war’s. Eine Übersicht über mein eigenes Bullet Journal siehst du bei mir auf Instagram: 

Was brauche ich für ein Bullet Journal?

Eigentlich gar nicht viel: Ein Notizbuch und ein paar Stifte. Im Prinzip reicht sogar ein Kugelschreiber. Wer es ein bisschen schöner haben will, legt sich einen dünnen Fineliner zu, zum Beispiel von Faber Castell oder Edding. Für bunte Akzente eignen sich ganz normale Filzstifte wie die von Stabilo oder auch die beliebten Tombow Dual Brush Pens

In der Notizbuchwahl bist du komplett frei – egal wie groß, wie dick oder welches Papier. Die beste Wahl ist für freie Einteilung ein Notizbuch mit Dot Grid wie das beliebteste Modell für Bullet Journaling, das Leuchtturm1917 A5, oder ein Blankoheft. Meiner Meinung nach sind die kleinen Punkte perfekt: Man hat eine Orientierungshilfe für Zeilen, aber keine Linien, die vom eigentlichen Layout ablenken. Aber natürlich kannst du auch linierte oder karierte Notizbücher verwenden, Hauptsache, du kommst damit zurecht.

Meinen großen Materialguide gibt’s in einem weiteren Post – ansonsten müsste dieser Artikel hier doppelt so lang sein. 

Welche Inhalte sollte ein Bullet Journal haben?

In der Auswahl der Inhalte bist du genauso frei wie in der Gestaltung – wenn du keine Lust auf irgendwelche Elemente hast, lass sie weg. Da mein BuJo hauptsächlich als Kalender fungiert, sind auch das die wichtigsten Spreads bei mir. Meine Favoriten stelle ich dir im folgenden Teil vom Bullet Journal Guide vor.

Zwei Elemente sind Pflicht: Index und Key. Der Index ist nichts anderes als ein Inhaltsverzeichnis, mit dem du deine Spreads schnell wiederfindest. Besonders praktisch: Beim Leuchtturm1917 ist bereits ein vorgefertigtes Inhaltsverzeichnis zum Ausfüllen enthalten und die Seiten sind nummeriert – das erspart mir viel Arbeit. Im Key hältst du deine Symbole fest, die für verschiedene Arten von Events stehen. Zum Beispiel erhalten To Dos bei mir ein Kästchen, Termine einen Kreis und erledigte Dinge ein ausgefülltes Kästchen. Mehr Keys findest du zum Beispiel auf Pinterest – da kann man nämlich wirklich kreativ werden.

Future Log: Jahreskalender

Das Future Log ist eine Übersicht übers ganze Jahr. Ich verteile dabei vier Monate auf eine Doppelseite, damit ich genug Platz für die Termine habe. Hier schreibe ich langfristig bekannte Termine wie Geburtstage, Arzttermine und Konzerte auf, sodass ich alles auf einen Blick habe. Auch die Urlaubs- und Semesterferienplanung findet hier statt.

Monthly Spread: Monatsübersicht

In meinen Monthlies stehen immer wieder unterschiedliche Dinge. Meistens ist eine Kalenderübersicht des aktuellen Monats für den schnellen Überblick enthalten. Darin stehen Termine wie Vereinssitzungen, Unitermine, meine Arbeitszeiten und zur Erinnerung auch Tage, die bereits im Future Log festgehalten sind. Als besondere Gimmicks mag ich Tracker wie hier die Übersicht meiner Blogstatistiken oder zum Beispiel einen täglichen Habit Tracker für Schlaf, Sport und andere Gewohnheiten.

Weekly Spread

Das ist das Herzstück meines Kalenders: Hier plane ich jeden einzelnen Tag. Morgens oder am Tag zuvor kommen die To Do Punkte, dazu Events und kurzfristige Termine wie Verabredungen mit Freunden. Ich habe meistens ein Feld für jeden Wochentag oder teile das Ganze in eine Tabelle mit vertikalen Feldern. Den restlichen Platz nutze ich für Notizen, To Do Listen oder einfach hübsche Doodles und Lettering. Tipp: Inspirationen für tolle Spreads hole ich mir vor allem bei Pinterest!

Wenn du dich über andere Planersysteme und deren Vor- und Nachteile informieren willst, schau doch mal bei Anneke vorbei. Sie hat vor einiger Zeit die Systeme vorgestellt, die sie in Kombination nutzt, das fand ich superinteressant, denn schließlich ist zum Beispiel auch Filofaxing eine gute Alternative zum Bullet Journal. Wie organisierst du deine Termine? Nutzt du überhaupt noch Papier oder machst du alles mit dem Smartphone?

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