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Einen täglichen Ausgleich zur Arbeit schaffen

Es ist eines der It-Wörter, mit denen man in der Arbeitswelt aktuell nur so um sich wirft: Work-Life-Balance. Klingt erst mal wichtig. Aber was heißt das genau, ist es wirklich so bedeutend, und steht der Ausgleich zur Arbeit nicht im Widerspruch zur schnellen Karriere? Das alles sind Fragen, mit denen ich mich in letzter Zeit beschäftigt habe. Zuallererst: Ja, es ist tatsächlich wichtig, einen Ausgleich zu haben. Wer den ganzen Tag nur dasselbe tut, der wird müde, unkreativ und am Ende sogar krank. 

Warum ich jeden Tag 20 Minuten Sport mache (und mein Freund nicht)

Das Wichtigste zuerst: Jeder braucht seinen eigenen Ausgleich. Ich bin Studentin, Bloggerin und redaktionelle Mitarbeiterin. Das heißt im Klartext: sehr viele Stunden an diversen Schreibtischen und sehr viel geistige Arbeit. Mein Freund arbeitet als Handwerker, was bedeutet, dass er mindestens 40 Stunden die Woche anstrengende körperliche Arbeit verrichtet. Auf mich warten zu Hause jeden Tag die Boxhandschuhe und mein geliebtes Top mit bayrischem Spruch – der gute alte Sport also.  Zwischen 20 und 30 Minuten trainiere ich dann am Boxsack. Das ist zwar nicht immer angenehm und kostet mich des Öfteren Überwindung, hinterher hat sich mein Rücken aber wieder von den Strapazen des Büroalltags erholt und mein Kopf ist wieder frei. Mein Freund muss nach acht Stunden auf der Baustelle keinen Sport mehr machen, im Gegenteil – ein bisschen Ruhe ist nach einem anstrengenden Arbeitstag mehr als nötig. Manchmal, wenn ich so gar keine Lust auf den abendlichen Sport habe, beneide ich ihn ein bisschen 😉

Was ist also der richtige Ausgleich? Fast die Hälfte der Deutschen arbeitet im Büro und wer studiert, verbringt seine Zeit ebenfalls im Sitzen. In diesen Fällen heißt ausgleichen tatsächlich: den Arsch hochbekommen und Sport machen. Das freut mich persönlich oft nur bedingt, wenn ich nach einem stressigen Tag nach Hause komme und am liebsten nur schlafen möchte. Deswegen ist es so wichtig, eine gesunde Routine aufzubauen. Die Sache mit dem Sport macht den wenigsten Spaß, das kann ich dir versichern. Wenn du aber klein anfängst – 20 Minuten schaffst du auch am Anfang locker – und einfach dranbleibst, dann wirst du schon nach zwei Wochen merken, dass du mit Sport besser gelaunt und weniger müde bist. Wichtig ist aber, dass du die 20 Minuten in deine tägliche Routine einplanst. Wer einen Tag aufhört, kennt das Gefühl genau: Die Überwindung ist wieder viel größer, weil du im Prinzip wieder von vorne anfängst. Und auch wenn ich der unsportlichste und sportmuffeligste Mensch der Welt bin, funktioniert es bei mir ganz gut mit den regelmäßigen Workouts – du kannst das also auch. 

Boxhandschuhe* und Boxsack: Hammer | Top: Bavarian Couture | Sport-BH: H&M

Halbe Stunde Mittagspause? Ein kurzer Ausgleich zur Arbeit

Für die Konzentration ist es wichtig, ab und an mal etwas anderes zu sehen als immer nur den Computerbildschirm. Sport ist natürlich die erste Wahl, doch nicht immer ist es möglich, einfach abzuhauen und sich auszupowern. Wie wäre es dann mit einer kreativen Mittagspause? Ich nehme mir gerne die Tombow Brush Pens* und das Handlettering-Buch* von Frau Hölle mit zur Arbeit und übe mittags ein bisschen Lettering oder schnappe mir nach vier Stunden Blogposts schreiben auch mal den Aquarellkasten. Mit den Händen zu arbeiten statt mit dem Kopf ist für mich eine super Entspannung, wenn ich gerade keinen Boxsack zur Hand habe. 

Auch Bewegung an der frischen Luft ist meistens einfacher, als man denkt. Einfach in der Mittagspause eine Runde um den Block gehen oder laufen, und schon bist du wieder fit und füllst deine Vitamin D Reserven auf. Ein Mini-Workout geht genauso gut, zum Beispiel kann ich das 5-Minuten-Rückentraining von Mady Morrison empfehlen. Ein starker Rücken ist vor allem im Büro von Vorteil. 

Keine Zeit? Gibt’s nicht!

Keine Zeit für Freiräume und Sport, weil du immer beschäftigt bist und sooo viel arbeiten musst? Dann solltest du dringend deinen Lebensstil überdenken. Hast du vielleicht einfach keine Lust und schiebst deinen Stress als Ausrede vor? Das kenne ich nur zu gut. Funktioniert hat es bei mir aber nie. Spätestens, wenn du merkst, dass du vom Stress krank wirst, solltest du versuchen, einen Gang zurückzuschalten. 

Du hast keine Lust, deine Freizeit mit Sport zu füllen, sondern machst lieber produktive Dinge? Lass mich dir eines mitteilen: Sport ist ein wunderbares Mittel, produktiver zu werden. Ein Workout pustet negative Gedanken aus deinem Gehirn und entspannt. Das führt dazu, dass du hinterher kreativer und produktiver bist und neue Ideen wie von selbst kommen. (Dass du besser schläfst und nicht mehr so oft krank wirst, muss ich wohl kaum erwähnen.) Was ich außerdem noch festgestellt habe: Durch den Tapetenwechsel komme ich oft auf Dinge, die mir am Schreibtisch nie aufgefallen wären. Win-Win also, oder?

So viel zu meinem Plädoyer für Sport und eine gesunde Work-Life-Balance. Aus dem Munde von jemand, der Sport eigentlich hasst, ist das ziemlich revolutionär, findest du nicht? Machst du regelmäßig Sport? Wie sieht dein Ausgleich zu der Zeit am Schreibtisch aus? Ich bin gespannt, wie du das handhabst. In diesem Sinne wünsche ich dir einen schönen Montag und einen tollen kreativen und sportlichen Nachmittag oder Abend!

*Dieser Beitrag erhält Affiliate-Links. Damit erhalte ich bei deinem Kauf eine kleine Provision. Dein Kaufpreis erhöht sich dadurch jedoch nicht, du unterstützt mich aber bei meiner Arbeit auf Deliriumskind, sodass ich dir weiterhin hochwertigen Content bieten kann.

Weniger planen, mehr machen: Dein Email Kurs

Die ganze letzte Woche war es ungewöhnlich ruhig hier, und das aus einem guten Grund. Die letzten Wochen war ich damit beschäftigt, mein großes neues Herzensprojekt für dich und alle anderen Leser hier umzusetzen. Im Newsletter habe ich es euch ja schon angekündigt, und jetzt ist es endlich soweit. Am 1. Februar startet mein Email Kurs: „Weniger planen, mehr machen!“ und schon jetzt kannst du dich dafür anmelden. 

Damit du auch weißt, was dich im Programm dann erwartet und ob der Kurs das Richtige für dich ist, habe ich einen kleinen Einblick vorbereitet. Auf der Übersichtsseite findest du mehr zu den Inhalten und kommst direkt zur Anmeldung. 

Zur Kursübersicht und Anmeldung

Weniger planen? Das klingt gar nicht produktiv

Zugegeben, für jemanden wie mich, der ständig mit Worten wie Bullet Journal und Planung um sich wirft, klingt „weniger planen“ ziemlich verrückt. Mein größtes Produktivitätsgeheimnis, das ich dir bisher noch vorenthalten habe, lautet aber: Wer zu viel plant, der schafft am Ende überhaupt nichts. Wer zu wenig plant, dem geht es meistens auch nicht viel besser.

Ich möchte dir also beibringen, wie du mit genau der richtigen Menge an Organisation und Planung einen ordentlichen Tagesablauf hinbekommst und jederzeit weißt, wann du wo sein musst. Warum das so wichtig ist? Stress ist eine der Modekrankheiten unserer Generation und je mehr Chaos in deinem Leben herrscht, umso mehr nimmt er überhand. Er frisst deine Freiräume auf, die du dringend benötigst, und führt dazu, dass du am Ende überfordert, müde und womöglich krank wirst. 

Email Kurs: Inhalte und Ablauf

In sieben E-Mails, die dich über eine Woche verteilt erreichen, zeige ich dir, wie ich den Stress und das Chaos in meinem Alltag in den Griff bekommen habe und gebe dir mit kurzen, anschaulichen To Dos eine Anleitung an die Hand, wie du die Basis für dein neues stressfreies Leben in wenigen Tagen schaffst. Wieso gerade E-Mails? Im Gegensatz zu langen Videos brauchst du nur einige Minuten, um eine Mail durchzulesen: das passt in jeden noch so stressigen Arbeitstag. 

Damit nicht genug: Ich habe einige exklusive Printables für dich vorbereitet, darunter mein schicker Wochenplan, den ich selbst nutze. Diese Freebies sind einzig und allein für dich als Kursteilnehmer reserviert, damit du meine Tipps perfekt umsetzen kannst. Außerdem bekommst du Zutritt zu meiner Facebook-Community, wo ich dir jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stehe und wo du dich mit anderen Teilnehmern über Planung und Alltag austauschen kannst. 

Also, nicht vergessen: Am 1. Februar startet der Kurs! Ich bin schon gespannt, was du mitnehmen kannst und freue mich darauf, mich mit dir in der Gruppe auszutauschen. Bist du selbst jemand, der eigentlich zu viel plant? Zu wenig? Oder hast du alles schon perfekt im Griff?

Bullet Journal 2018: Ein Plan für das neue Jahr

Bullet Journal 2018 | year at a glance

Ja, mein Jahr 2018 fängt mit ein paar Tagen Verspätung an. Die ersten Tage habe ich hauptsächlich zum Entspannen genutzt, diese Motivationslücke nach den Feiertagen restlos zu beseitigen, und starte jetzt erst entspannt und ausgeruht. Und zum frischen Start gehört natürlich auch ein neues Bullet Journal Setup für 2018. Außerdem dürfen ja meine Ziele und Pläne für dieses Jahr nicht fehlen – die habe ich ich auch gleich ins Bullet Journal 2018 eingetragen.

Mein Bullet Journal 2018

Auch wenn ein neues Jahr anfängt, bleibt das Notizbuch dasselbe – ich habe noch 100 Seiten in meinem Leuchtturm1917 Notizbuch frei und die wollen natürlich gefüllt werden. Ganze vier Seiten habe ich komplett neu gestaltet, um das neue Jahr einzuläuten.

Bei meiner Titelseite habe ich mich endlich getraut, mit Aquarellfarben in mein Bullet Journal zu malen. Mein Fazit ist: Die dünnen Seiten wellen sich zwar bei größeren Flächen, das verliert sich aber auf Dauer unter dem Druck des Gummibands. Kleinere Flächen mit wenig Wasser wie meine Monatsüberschriften hält das Papier mühelos aus. Benutzt habe ich außerdem meinen üblichen Fineliner (den PITT Artist Pen XS) und den uniball Signo broad in weiß. 

Im Gegensatz zu 2017 habe ich mich gegen das beliebte Konzept Future Log entschieden – alle Termine in eine Jahresübersicht einzutragen und später nochmal in die Monthly Übersicht war mir zu mühsam. Stattdessen gibt es einen simplen Kalender, damit ich alle Wochentage auf einen Blick habe. Beide Methoden zeige ich dir heute im direkten Vergleich: 

Future Log Year at a Glance
Jeder Monat hat hier Platz, um unter oder neben der Kalenderübersicht Termine und Geburtstage einzutragen. Markiere dir die betreffenden Tage in der Übersicht am besten, damit du sie sofort wiederfindest. Bist du kein großer Fan von Monatsübersichten, sparst du dir mit dem Future Log eine Menge Arbeit.  Das Jahr auf einen Blick ist wesentlich weniger Aufwand als ein ganzer Future Log – meistens reicht eine Seite dafür. Allerdings dient es auch nur dazu, Wochentage und Daten nachzuschlagen. Termine eintragen kannst du hier nicht, eine Übersicht für jeden einzelnen Monat ist also ratsam. 

Pläne, Vorsätze und Ziele für 2018 

In meinem Bullet Journal 2018 geht es natürlich nicht nur um Termine, sondern auch um persönliche Entwicklung. Aus 2017 nehme ich so einiges mit – allein in meiner Zeit in Frankreich habe ich viel gelernt, das mir im Alltag weiterhilft. Bei luiseliebt bin ich dann auf die #18Plänefür2018 gestoßen: Notiere dir 18 Stichworte für das neue Jahr und lass dich von ihnen leiten, statt immer dieselben leeren Vorsätze vor dir herzuschieben. Meine wichtigsten fünf Grundsätze für 2018 möchte ich euch heute auch nennen: 

Kreativität. Wenn ich mit Aquarellfarben oder Lettering Pens hantiere, bin ich glücklich. Zu Weihnachten habe ich mir endlich Copic Marker geleistet – das alles will ausgenutzt werden und es ist eine perfekte Abwechslung zu der ständigen Arbeit am PC und dem vielen Schreiben. Ich möchte in diesem Jahr so viel Zeit mit Zeichnen, Malen und Designen verbringen wie noch nie (und vielleicht endlich mal meine miserablen Schattierfähigkeiten verbessern). Das gilt natürlich auch für mein Bullet Journal 2018!

Lesen. In meiner Kindheit waren zwei bis vier Bücher die Woche keine Seltenheit, in den letzten Jahren ist meine Bücherliste immer kleiner geworden. Was ich hauptsächlich gelesen habe? Fachbücher, den ein oder anderen Roman und Fanfiction. Das will ich jetzt wieder ausbauen und habe mich entschieden, 52 Bücher in 52 Wochen zu lesen – auch mal wieder etwas literarisch Wertvolleres. Was ich so lese und wie ich mich schlage, könnt ihr übrigens auf meinem Profil bei Goodreads verfolgen.

Mehr Zeit für mich. Meine große Erkenntnis aus vier Monaten Auslandssemester: Ich brauche meine Ruhe. Unbedingt. Ich habe zwar gerne viele Leute um mich herum und verbringe Zeit mit Familie und Freunden, aber ein bisschen alone time muss sein. Dadurch habe ich sofort bessere Laune, kann besser denken, bin kreativer und weniger gestresst. Das kam in den letzten Jahren durch Stress, Projekte und viel Arbeit entschieden zu kurz. Und daran möchte ich in 2018 aktiv arbeiten.

Minimalismus. Das mit dem Decluttering hat 2017 schon ganz gut geklappt und das mit der Ordnung wird auch schön langsam besser. Meine Minimalismusreise ist aber noch lang nicht zu Ende: Als Nächstes möchte ich mir mein Konsumverhalten vornehmen. Denn müsste ich schätzen, sind wahrscheinlich 50% der Dinge, die ich kaufe, nicht nötig. Mal sehen, ob ich das dieses Jahr verbessern kann!

Schlafrhythmus und Gesundheit. Weißt du noch, mein Blogpost über Morgenroutine? Die hat in den letzten Monaten arg gelitten und mein Schlafrhythmus auch. Das will ich wieder verbessern – seit zwei Tagen erst stehe ich wieder früh auf und merke, dass ich den ganzen Tag viel besser gelaunt bin. Dasselbe gilt auch für Sport und Gesundheit, mein Körper muss mich schließlich noch ein paar Jahrzehnte lang unterstützen. 

Auf jeden Fall bin ich gespannt, wie sich meine Pläne im Laufe des Jahrs entwickeln und was davon am Jahresende übrigbleibt. Was das Reisen betrifft, nehme ich mir dieses Jahr übrigens gar nichts vor. Nach 2017 brauche ich vielleicht erst mal eine Pause. Oder einfach einen spontanen Einfall. Was hast du dir für das neue Jahr vorgenommen? Fasst du zum Jahresanfang Vorsätze oder weißt du schon, dass sie dir nichts bringen? 

Wie du Weihnachten ohne Stress verbringst

Ich kann kaum glauben, dass in zwei Wochen schon Weihnachten ist. An mir zieht der ganze Adventstrubel dieses Jahr vorbei, und diese Gelegenheit habe ich natürlich gleich genutzt, um ein paar Gedanken festzuhalten. Erstens: Die Weihnachtszeit ist normalerweise Stress pur. Zweitens: Eins meiner liebsten deutschen Wörter ist Gemütlichkeit. Wie kommt es dann, dass meine Weihnachtszeit meist alles andere als gemütlich ist?

Deine stressfreie Adventszeit

Lass uns mit einem kleinen Experiment anfangen. Nimm einfach mal ein Blatt Papier zur Hand und schreibe auf, was du an der Weihnachtszeit gerne magst. Bei mir sind das Dinge wie gemütliche Adventssonntage, Fruchtpunsch, Weihnachtsmotive malen oder das Haus dekorieren. Jetzt dreh das Blatt um und überlege, womit du für gewöhnlich in der Adventszeit beschäftigt bist. Mit Freunden auf 101 Weihnachtsmärkte rennen, Glühwein trinken und sich die Finger abfrieren? Von Geschäft zu Geschäft hetzen und nach Geschenken suchen? Tagelang Plätzchen backen? So in etwa sähe meine Liste vom letzten Jahr aus. 

Das Problem mit der Weihnachtszeit ist, dass der Alltag ständig dazwischenfunkt und die Erwartungen wahnsinnig hoch sind. Soll heißen: Alle wollen so viel Weihnachtskram wie möglich machen, ist ja logisch. Schön und besinnlich soll es ja werden. Aber man vergisst nur zu oft, dass die täglichen To Dos auch im Advent erledigt werden wollen. Das Ergebnis? Stress und Überforderung. 

Dagegen vorzugehen ist ganz einfach. Priorisiere deine Aufgaben – sowohl die weihnachtlichen als auch die alltäglichen – und schaffe dir Räume für Rituale in deinem Plan. Genau diese Rituale hast du vorhin nämlich auf deinem Blatt Papier notiert, und die helfen dir, eine entspannte und besinnliche Adventszeit zu erleben. Und was passiert mit den Weihnachtsdingen, die du nicht gerne machst? Ich würde mich dieses Jahr spätestens bei Weihnachtsmarkt Nummer 3 querstellen und sagen, da bleib ich lieber daheim und male ein paar Grußkarten. Drei statt acht Sorten Plätzchen reichen auch. Und die Geschenke? 

Weihnachtsgeschenke ohne Stress

Das alljährliche Schenken ist für mich mit das Schönste an Weihnachten. Leider artet es spätestens dann, wenn ich für zehn Leute das perfekte Geschenk finden soll, in Stress aus. Bisher habe ich es jedes Jahr auch geschafft – aber das Gelbe vom Ei ist es nicht. Dieses Jahr habe ich also beschlossen, die Dinge ein bisschen anders handzuhaben. Gerade, nachdem ich die letzten vier Monate außer Landes verbracht habe, freue ich mich darauf, alle meine Freunde und meine Familie wiederzusehen und schenke ihnen statt Geschenken einfach lieber meine Zeit.

Warum nicht einfach auf Materielles verzichten und stattdessen Zeit schenken?

Mit den meisten meiner Freunde gehe ich, statt Kleinigkeiten auszutauschen, gemütlich essen. Meine Eltern bekommen als Weihnachtsgeschenk ein selbst gekochtes Heiligabendmenü von meiner Schwester und mir. Und mit meinem Freund habe ich ein Wochenende in den Bergen gebucht, dazu schenken wir uns eine Kleinigkeit. Das Ergebnis: Heute, am 12. Dezember, bin ich mit den Weihnachtsgeschenken zu 95% durch. Letztes Jahr habe ich bis Heiligabend gebraucht.

Wer trotzdem Materielles schenken möchte: Einen ausführlichen Geschenkeguide findest du bei Anneke von Herzballon – dazu auch Tipps, was man Minimalisten oder Leuten, die schon alles haben, schenken kann. Diese Kategorie von Menschen kennt wohl jeder (Väter zum Beispiel) und gerade für sie etwas zu finden, stellt sich meistens als schier unmöglich raus. 

Besinnliche Weihnachtsfeiertage

Was die Weihnachtsfeiertage anbelangt, da hat wohl jede Familie ihre eigenen Traditionen. Mag sein, dass in deiner Familie jedes Jahr alles reibungslos funktioniert und sich niemand stressen muss. Wenn es bei dir trotzdem jedes Mal wieder Streitereien und Stress gibt, weil man von Essen zu Bescherung zu Kirche zu Verwandten und wieder zurück hetzen muss, dann solltest du dir mal was überlegen. 

Natürlich kann man nicht auf einmal das ganze Weihnachtsfest mit der Großfamilie canceln. (Außer du hast gerne beleidigte Familienmitglieder, dann ist das bestimmt eine Option.) Aber du kannst beispielsweise Aufgaben delegieren. Wie wäre es denn, wenn dieses Jahr das Fondue bei Oma flachfällt und stattdessen bringt jeder mal was mit? Gleich weniger Stress für Oma. Oder wenn ihr statt dem aufwändigen Weihnachtsessen gemütlich essen geht? Da spart man sich mindestens einen halben Tag Arbeit, den man gemütlich bei Punsch und Plätzchen verbringen kann, und alle sind zufrieden. 

Eigentlich hätte dieser Beitrag schon am Sonntag online gehen sollen, aber ich habe meine eigenen Tipps mal befolgt und mir den zweiten Advent freigenommen, für einen Spaziergang durchs weihnachtliche Bayonne und heiße Schokolade am Nachmittag. Wie handhabst du das in der Weihnachtszeit? Bist du auch jemand, der wochenlang im Stress steckt oder stehst du schon drüber? 

 

Zeit für gute Dinge: Minimalistische Zeitplanung

Minimalistische Zeitplanung

Es gibt Wochen, da kriege ich beim Blick in mein Bullet Journal Kopfschmerzen. Das sind die Wochen, in denen sich Termine und Listen derart häufen, dass die zwei Seiten meines Weeklies schon gar nicht mehr reichen. Projekte, Aufträge, Arbeit, Vereine, Uni – wenn das alles zusammenkommt, wirds anstrengend. Da möchte man sich nur noch im Bett verkriechen, die Decke über den Kopf ziehen und alles ignorieren. Stimmts? Leider habe ich festgestellt, dass die Methode langfristig auch nichts wirklich verbessert. 😂 Meine Alternative ist also – Überraschung – der gute alte Minimalismus. Besser gesagt, minimalistische Zeitplanung. Mein liebstes Prinzip lässt sich nämlich auch super auf Terminkalender und To-To-Listen anwenden.

Konzentriere dich aufs Wesentliche – auf das, das dich persönlich weiterbringt – und lass alles andere beiseite. 

Viel mehr steckt eigentlich gar nicht dahinter! Wenn ich meine Wochenplanung mache, benutze ich immer diesen Grundsatz, um Termine und To Dos nach Prioritäten zu ordnen und auszumisten. Für dich habe ich aber fünf konkrete Tipps, wie dir das Priorisieren leichter fällt – minimalistische Zeitplanung ist kein Hexenwerk! 

Minimalistische Zeitplanung

Minimalistische Zeitplanung: Meine 5 Tipps

1. Am allerwichtigsten im Job: Wenn jemand anderes die Aufgabe erledigen kann, delegiere sie. Klar machst du es selbst am besten – aber es dürfen auch mal 80% sein statt 100. Und auf deiner To Do Liste stehen dann vermutlich nur noch 12 Dinge und nicht 18 – klingt doch super, oder? Und wenn es am Schluss mal doch nicht klappt, ist es viel einfacher, ein Problem zu zweit zu lösen als alleine. 
2. Sag auch mal nein. Tätigkeiten, die du nur für andere machst, kannst du ersatzlos aus dem Kalender streichen. „Du studierst doch Informatik, kannst du mir sagen, welchen Laptop ich mir kaufen soll?“ Ich weiß ernsthaft nicht, wie oft ich diesen Satz schon gehört habe. Erstens bekomme ich das (Überraschung!) im Studium nicht beigebracht und zweitens müsste ich diese Frage jedes Mal neu recherchieren. Also: Alle Fragen, die du selber erst googeln müsstest, einfach mal mit „https://www.google.de“ beantworten. Und genauso wenig musst du für jede Party mit den Freunden Pizzabrötchen machen oder die Gruppenarbeit im Seminar alleine erledigen. Kann auch mal jemand anderes machen.
3. Ist es eine Gelegenheit oder eine Last? Wow, cool, ein Gastpost auf einem riesigen Blog! Muss man auf alle Fälle machen. Dagegen sage ich absolut nichts – aber wenn auch nach dem fünften Gastpost die Erfolge ausgeblieben sind, solltest du dir überlegen, ob du dir die sechs Stunden Arbeit nicht einfach sparen kannst. Grundsätzlich: Hier gilt auch wieder, sei sparsam mit Dingen, die du für andere Leute tust. Wenn es dir selbst was bringt, spricht natürlich nichts dagegen. 
4. Plane wichtige Termine langfristig und führe eine Übersicht. Waaaas, schon wieder Zahnarzttermin? Der war doch erst neulich? So ging es mir immer, als ich Arzttermine und solche Dinge noch als Erinnerung im Handy eingespeichert habe. Seit ich dafür eine praktische kleine Übersicht im Bullet Journal habe,  weiß ich genau, wann ich wohin muss und kann das in meine Wochenpläne integrieren. 
5. Musst du unbedingt dorthin? Gerade bei Vereinstreffen wende ich das öfter an, wenn ich eine sehr stressige Woche habe. Ich liebe es, abends mit tollen Leuten zusammenzusitzen, Dinge zu planen, in der Feuerwehr zu üben oder einfach Spaß zu haben. Aber wenn die Uhr langsam auf Abend zugeht und noch fünf To Dos übrig sind, die ich leicht vor acht schaffen könnte, wenn ich nicht um halb acht losmüsste – dann verzichte ich. Vor allem, wenn mehrere Vereinsabende in einer Woche anstehen. Dafür kann ich am nächsten Tag ohne alte Listenpunkte starten und das nimmt ganz schön viel Stress weg! Aber natürlich solltest du hier nicht übertreiben. Ein Ausgleich zu Arbeit und Studium ist wichtig und mindestens 1-2 Abende pro Woche solltest du mit Menschen statt mit To Dos verbringen.

Viel mehr steckt auch gar nicht dahinter – das war es schon. Ich empfehle dir, deine Woche als Ganzes zu planen und dabei auszusortieren. Bist du dann immer noch heillos überfordert, plane morgens deinen Tag, am besten tatsächlich nach Stunden, und schmeiße nochmal alles raus, was nicht unbedingt sein muss! Manchmal ist nur leider alles wichtig – Wochen vor wichtigen Klausuren und Wochen vor und nach dem Urlaub sind meine persönlichen Endgegner. Wie gehst du mit solchen Monsterwochen um? Hast du ein System für Termine und To Dos?

Ein Projekt planen in 5 einfachen Schritten + Workbook!

Projekt planen - nanowrimo

Bald ist schon November. Fühlt sich ziemlich surreal an, den Satz zu tippen, schließlich sitze ich hier bei einer Temperatur von 27 Grad und schwitze im kurzen Kleid. Aber trotzdem ist in zwei Wochen November und damit startet der NaNoWriMo. Zum zweiten Mal heißt es dann für mich: Einen ganzen Roman in einem Monat schreiben. 50.000 Wörter in 30 Tagen. So ein großes Projekt braucht einiges an Vorbereitung – aus meinen Erfahrungen letztes Jahr habe ich einiges gelernt. (Man sollte zum Beispiel nicht über 10.000 Wörter in Verzug kommen. Ups.) Und genau deswegen erkläre ich dir heute, wie du am besten so ein großes Projekt planen kannst. Vielleicht hast du auch Lust, bei NaNo mitzumachen oder hast eine andere Idee im Hinterkopf? Mach den November zum Projektmonat! 

5 Schritte zum fertigen Konzept: Dein Projekt planen

Projekt planen - nanowrimo

1. Lege Ergebnis und Zeitspanne fest.

Wenn du ein Projekt startest, hast du ein großes Ziel, das du erreichen möchtest. Ich schreibe in NaNo einen Roman. Das heißt, ich fange mit einer vagen Idee an, die sich im Laufe der Vorbereitung entwickelt. Als Allererstes gestalte ich ein Romancover und schreibe einen Klappentext. Warum? So habe ich mein fertiges Projekt jederzeit vor Augen und freue mich auf das fertige Buch! (Falls ich mit dem Überarbeiten je so weit komme, dass ich eine Version meines Romans drucken lasse. :D) Visualisiere auch du dein Ergebnis. Du machst ein neues Blogdesign oder eine App? Bastle ein Mockup in Photoshop. Du willst deine Instagram-Reichweite steigern? Leg eine genaue Zahl fest. Du willst einen Schuppen bauen? Zeichne ein Bild davon.

Projekt planen - NaNoWriMo

Dann brauchst du eine Zeitspanne für dein Projekt. Bei mir ist sie gegeben: Ich habe für NaNoWriMo genau 30 Tage Zeit, von Anfang bis Ende November. Du kannst deine Zeitspanne selbst festlegen oder – wenn du für jemand anderes arbeitest – nach deiner Deadline richten. Wichtig: Lege deine eigene Deadline immer ein paar Tage, am besten eine ganze Woche, vor der eigentlichen fest. So hast du eine Vorlaufzeit, falls Probleme auftreten. Warum du eine feste Zeitspanne brauchst? Sonst wird dein Projekt nie fertig, das kann ich dir garantieren. Sobald das erste Motivationstief kommt, lässt du deine Arbeit am Projekt schleifen, und das holst du nie wieder auf. Teil dir die Zeit also lieber knapp ein als zu großzügig! Vier Wochen bzw. ein Monat ist eine gut machbare Zeitspanne für ein Projekt – alles, was darüber hinausgeht, wird schnell zu anstrengend.

2. Erstelle einen genauen Plan und teile ihn in Tagesziele auf.

Bei einer Geschichte ist das der arbeitsreichste Teil. Ich brauche einen Plot, also eine stichfeste Handlung, ausgereifte Charaktere und passende Orte. Auch du brauchst einen genauen Plan von deinem Projekt – egal, ob das ein Bauplan, ein Businessplan oder einfach nur ein Konzept ist. An Tag 1 drauflosarbeiten und eine Woche später feststellen, dass das Ganze so nicht funktioniert: Das kostet dich unglaublich viel Zeit und Energie. Investiere also lieber mehr Zeit in deine Planung!

Sobald dein Plan steht, geht es an die Einteilung. Ich muss täglich mindestens 1.667 Wörter schreiben, um auf die 50.000 zu kommen, das sind etwa zwei ganze Szenen. Also teile ich meinen Plot in 60 Szenen auf. Du solltest dein Ziel auch in kleine Portionen einteilen, sodass du jeden Tag genau weißt, was zu tun ist. So siehst du auch auf einen Blick, wenn irgendwas noch offen ist oder noch einmal gemacht werden muss.

3. Plane flexibel.

Ich habe gerade gesagt: 1.667 Wörter pro Tag sollte ich schreiben. In Wirklichkeit nehme ich mir 2.000 Wörter vor. Und gerade in den ersten Novembertagen, wenn ich viel Zeit und noch mehr Motivation habe, werde ich so viel schreiben wie möglich. Ich halte mich also nicht genau an den Plan, sondern arbeite vor!

Warum? Das ist ganz einfach. In der zweiten Woche kommt der erste Durchhänger. Der Plot stockt, die Charaktere machen alles, nur nicht das, was sie sollen, und die ganze Geschichte kommt einem hoffnungslos schlecht vor. In diesen Tagen schaffe ich meistens weniger als die 1.667 Wörter und verliere damit den Anschluss. Letztes Jahr musste ich in den letzten zwei Tagen über 10.000 Wörter aufholen – wer am Anfang schon gut vorankommt, kann so Durchhänger einfach überbrücken. Nutze also deine anfängliche Motivation aus! Trotzdem solltest du nie einen Tag komplett schleifen lassen: Ein Tag Pause ergibt drei Tage Pause ergibt „ups, jetzt schaffe ich das ganze Projekt nicht mehr“. Aber wenn du anfangs gut vorarbeitest, bereitet dir ein halbherziger Tag keine Bauchschmerzen.

Projekt planen - Nanowrimo

4. Bereite alle nötigen Materialien und Tools vor.

Dein Plan sollte irgendwo komplett festgehalten sein, damit du ihn täglich abrufen kannst. Ich schreibe alles Nötige zu den Szenen in ein Excel-Sheet, sammle Inspirationsbilder auf Pinterest und tracke meinen Fortschritt im Bullet Journal. So habe ich immer alles griffbereit.

Aber nicht nur für den Plan brauchst du Tools, auch für die Ausführung. Bereite sämtliche Software und Materialien vor, bevor du dein Projekt an Tag 1 beginnst. Ich lege zum Beispiel ein neues Projekt in Scrivener an und erstelle Platzhalter für alle geplanten Szenen. Dann kaufe ich Dinge ein, die ich für NaNoWriMo brauche: Snacks, einen großen Vorrat Kaffee und Tee und meine obligatorische Duftkerze. Und zum Schluss bastele ich noch eine riesige Spotify Playlist mit Liedern, die zu meiner Story passen. Installiere also alle Tools, die du brauchst, mache einen Ausflug zum Baumarkt, in den Supermarkt, bestelle bei Amazon. Hauptsache, du hast alles beisammen, wenn dein erster Projekttag ansteht.

5. Sammle Motivation!

Zum Schluss knüpfen wir wieder an Punkt 1 an. Du bist jetzt richtig motiviert, stimmts? Das ist normal – wenn man auf ein Projekt hinplant, steigert sich die Vorfreude. Aber ich kann dir verraten, dass du spätestens nach zweieinhalb Wochen nicht mehr ganz so motiviert bist, eher lustlos und gestresst. Was kann man also dagegen tun?

Ich nutze da ein klassisches Belohnungssystem. Für jeden Meilenstein von 10.000 Wörtern überlege ich mir etwas Kleines, aber Schönes – einen neuen Brush Pen, einen Abend mit meinen liebsten Videospielen, einen Kinobesuch. Und wenn ich die 50.000 geknackt habe, belohne ich mich mit etwas Größerem. Dieses Jahr wird das vermutlich ein neues Piercing – ich überlege schon seit Monaten, ob ich mir nicht mal wieder eines gönne und das ist die perfekte Gelegenheit. Hast du auch solche Sachen, um die du schon ewig herumschleichst? Mach sie zu deiner Belohnung! Dann hast du deinen ganzen Projektmonat lang Zeit, darauf hinzufiebern.

Überfordert? War ich am Anfang auch! Bis ich mir mein praktisches Workbook gebastelt habe. Eine PDF-Datei, die ich mit allen wichtigen Daten, Deadlines und Zielen befüllt habe und die jetzt ausgedruckt auf dem Schreibtisch liegt. Das Workbook kannst du natürlich auch kostenlos herunterladen!

Workbook? Ja, bitte!

Projekte planen Workbook

Ja, ein Projekt planen ist eine ganz schöne Riesenaufgabe. Aber ich habe vollstes Vertrauen in dich! Dieser Post ist im Übrigen der Auftakt zu einer ganzen Reihe über den NaNoWriMo und andere große Projekte – wenn du also dein eigenes startest, greife ich dir in den nächsten Wochen mit Tipps, Checklisten und Anleitungen unter die Arme. Welches Projekt würdest du gerne realisieren? Hast du selbst schon mal so etwas Großes geplant und hättest du gerne Lust, mehr über NaNo zu erfahren?

Minimalismus für Anfänger: Wie werde ich Minimalist?

Minimalismus für Anfänger

Es gab da einen Tag, irgendwann im März oder April 2017, da hatte ich wirklich keine Lust mehr.  Ich konnte mich nicht konzentrieren, war ständig abgelenkt oder müde (oder beides), meine Ernährung bestand aus Kaffee und Schokolade. Das Chaos in meinem Zimmer und an meinem Arbeitsplatz vereinfachte die Sache auch nicht gerade, ich war permanent schlecht gelaunt und unmotiviert. So konnte es nicht weitergehen. Pinterest und ein Artikel namens „Decluttering und Minimalismus für Anfänger“ waren schlussendlich meine Rettung.

Ich fing an, aufzuräumen. 

Statt dem alljährlichen Großputz, bei dem alles umorganisiert und doch wieder in irgendwelche Ecken gestopft wurde: Wegschmeißen! Ich besitze jetzt vielleicht noch halb so viel und bin zufriedener als je zuvor. 

Ich fing an, früher aufzustehen und das Smartphone vor dem Einschlafen wegzulegen.

Mit einer vernünftigen Morgenroutine war ich schon vor dem Frühstück produktiv und konnte mir mein Nachmittagstief auch leisten. Und endlich hatte ich mal Zeit, mir Gedanken über ein gesundes Frühstück zu machen. Oder im Sommer den Sonnenaufgang über den Feldern anzusehen.

Ich fing an, mein Bullet Journal produktiv zu nutzen – statt dem Chaos aus fünftausend Smartphone-Apps, Post-Its und Planern. 

Mit einer genauen Tagesplanung und gut organisierten Aufgaben wurde das Einhalten von Deadlines und das effiziente Arbeiten plötzlich einfacher. Mittlerweile bin ich sogar so weit, dass ich freiwillig Sport mache, einfach, weil ich mir gerne meine Auszeit gönne! 

Kurz zusammengefasst: Seit ich verschiedene Bereiche meines Alltags minimalistischer gestalte, bin ich zufriedener, ausgeglichener, entspannter und produktiver. Klingt unglaubwürdig, oder? Ist aber tatsächlich so – und ich kann dir sagen, wie du meine Art von Minimalismus für Anfänger selbst ausprobieren kannst.

Minimalismus für Anfänger

Minimalismus für Anfänger: So wirst du zum Minimalisten

Soll ich dir was verraten? Eigentlich ist der Titel ja eine Fangfrage. Denn sobald du dich für den Minimalismus interessierst, hast du den größten Schritt schon geschafft. Jetzt musst du nur eines tun: Verinnerliche den Grundsatz des Minimalismus. Über den kann man ganze Bücher lesen – ich habe ihn dir kurz zusammengefasst: 

Umgebe dich mit Menschen und Dingen, die du liebst und brauchst – weniger ist mehr.

Viel mehr ist es eigentlich nicht. Es geht um Ordnung in deinen Lebensbereichen, ums Loswerden von Dingen, die dich belasten. Mein Tipp: Nimm dir Zeit, ein Blatt Papier und einen Stift. Und dann schreib alles auf, was dich an deinem Alltag nervt. Das ist dein Startpunkt – in meiner Einführung zum Minimalismus für Anfänger habe ich dir Beispiele gegeben, wie du aus dem Chaos in verschiedenen Bereichen herauskommst. 

x Chaos in deiner Wohnung beseitigst du mit einem großen Aufräumtag. Ich weiß, es ist ein alter Hut, aber mir hat die Konmari-Methode tatsächlich geholfen. Auch hier musst du dich nicht zu 100% an alles halten, sondern kannst dein eigenes System entwickeln. Es ist immer noch deine Sache, wie extrem du aussortierst. Das einzig Wichtige sollte die Leitfrage sein. Does it spark joy? Wenn nein, weg damit. Wenn du dich von manchen Klamotten oder Büchern nicht trennen kannst: Bewahr sie in einem Karton im obersten Schrankfach auf und nimm sie raus, wenn du sie brauchst. Was nach einem Jahr noch drin ist, solltest du entsorgen. 
x Für Terminchaos schreibe ich mir ab und zu eine Liste mit sämtlichen Aktivitäten, die ich so mache. Dann entscheide ich: Was ist unverzichtbar? Was mache ich, weil es mir Freude bereitet? Und was mache ich ausschließlich für andere Menschen, aus Pflichtbewusstsein oder aus Gewohnheit? Die komplette letzte Kategorie solltest du reduzieren. Klar ist es toll, wenn du viel für andere tust. Aber wenn das dazu führt, dass du gestresst und unglücklich bist, schalte einen Gang zurück. Oder drei. Das Gleiche gilt für Menschen in deiner Umgebung. Wer dich nur anruft, wenn er Probleme hat oder etwas braucht, ist Gift für dich. Trau dich, auch mal nein zu sagen!
x Das Wichtigste im Minimalismus ist wohl, wie sonst auch immer: Probier es einfach aus! Das gilt für Basics wie einen leeren Schreibtisch. Du kannst aber auch für einen Monat nur mit 30 Kleidungsstücken leben oder versuchen, so wenig Müll wie möglich zu produzieren. Mal eine Zeitlang nur gesund leben und dabei merken, was dir persönlich guttut und was zu viel ist. Im Minimalismus geht es auch darum, dich selbst kennenzulernen und dein Leben dann nach deinen Bedürfnissen zuzuschneiden. Und dazu gehört auch, dich zu nichts zu zwingen, was dir nichts bringt!

Minimalismus für Anfänger

Du siehst – im Minimalismus geht es nicht um feste Regeln. Es geht darum, das aus deinem Alltag zu entfernen, was das ganze Chaos und den Stress verursacht. Das braucht vielleicht ein bisschen Überwindung, aber es lohnt sich – fang in jedem Fall klein an! Als Nächstes möchte ich dir gerne noch verschiedene Arten von Minimalismus vorstellen und dir Probleme zeigen, die du auf deinem Weg vermeiden kannst. Hast du schon mal versucht, minimalistisch zu leben? Wie sind deine Erfahrungen mit Minimalismus? Erzähl mir gerne davon!

Von mir gibt es heute noch aufregende Neuigkeiten für alle Blogger: Schon am Montag startet die neue Challenge vom Kursmacherbootcamp – Noa zeigt dir, wie du deine eigene Ressourcenbibliothek aufbaust. Was das bringt? Mehr Abonnenten, eine größere Email Liste und neue Besucher auf deinem eigenen Blog! Und was ich damit zu tun habe? Ich bringe dir in der Challenge bei, wie du deine Bibliothek mit WordPress und Mailchimp kinderleicht umsetzen kannst. Ich bin schon total gespannt, was du aus meinen Tutorials machst – ich freue mich auf dich!

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Produktiver Montag: 3 Regeln für den besten Start in die Arbeitswoche

Produktiver Montag: 3 Regeln für einen guten Start in die Arbeitswoche

Inzwischen sind wir schon mittendrin im September. Der Herbst steht vor der Tür – und das heißt nicht nur Strickpullis, heißer Tee und kuschelige Socken, sondern auch: #BackToBusiness! Zumindest hier auf Deliriumskind. Nach der Urlaubszeit tauschen wir wieder die Sommerkleider gegen das Arbeits-Outfit und egal ob Schule, Uni oder Office: Der September hat etwas von einem Neustart. Ich persönlich liebe das ja: mit freiem Kopf von vorne anfangen und produktiv in die Woche starten. Und was ist entscheidend für eine erfolgreiche Arbeitswoche? Natürlich ein produktiver Montag!

Produktiver Montag: 3 Regeln für einen guten Start in die Arbeitswoche Produktiver Montag: 3 Regeln, die du unbedingt beachten solltest

1. Ein guter Montag beginnt am Freitag! Lass keine angefangenen Aufgaben übers Wochenende liegen. Wer montags in die Arbeit kommt oder sich an den Schreibtisch setzt und genau weiß: Da liegt noch ein ganzer Stapel, der erledigt werden muss, dann ist die Motivation gleich mal dahin. Räume also am Freitag deinen Schreibtisch auf und bringe alle Tagesaufgaben zu Ende, damit du frisch in die neue Woche starten kannst!
2. Starte positiv in den Montag! Wenn du montags schon lustlos und demotiviert zur Arbeit kommst, ist meistens die ganze Woche gelaufen. Beginne deinen Arbeitstag mit einem Ritual, das dir Zeit zum Ankommen verschafft und gute Laune macht. Bei mir in der Arbeit ist das Folgendes: erst mal reinkommen, einen leckeren Kaffee trinken und dabei die ersten Headlines der Woche lesen. Ich arbeite in einer Redaktion und muss den lieben langen Tag Nachrichten verfolgen, um immer auf dem neuesten Stand zu sein – also zelebriere ich das montagmorgens so richtig. So weiß ich, was am Wochenende los war und kann auch in den stressigsten Montag mit einem ruhigen Kopf starten! Pro-Tipp: Wer schon eine produktive Morgenroutine verfolgt, der hat hier natürlich noch weniger Schwierigkeiten.
3. Gute Organisation ist alles, das betone ich ja immer wieder. Stelle einen Plan für die Woche auf. Und zwar noch bevor du anfängst, Mails zu beantworten! Ob das im Kalender ist oder einfach nur eine To Do Liste: Mach dir bewusst, was diese Woche auf dich wartet und bekomme ein Gefühl, welche die stressigen Tage werden könnten. So bist du schon gut vorbereitet, bevor du in den Arbeitsalltag startest.  

Produktiver Montag: 3 Regeln für einen guten Start in die Arbeitswoche
Und weil gerade heute mein erster Tag hier an der Uni ist: Natürlich gelten meine Regeln nicht nur für den Job, sondern auch fürs Studium oder für die Schule! Auch hier fängt im Herbst alles von vorne an. Früher hab ich das immer gerne mit neuen Stiften und einem coolen neuen Schülerkalender gefeiert, fällt mir gerade so ein. Mittlerweile habe ich ja mein Bullet Journal – aber auch da spricht nichts gegen ein, zwei neue Brushpens, oder?  Wie kannst du dich denn am besten motivieren, neu durchzustarten?

 

Minimalismus im Urlaub: Richtig packen mit diesen Tipps

Minimalismus im Urlaub: MInimalistisch packen

Deliriumskind ist wieder da! Die Sommerpause ist beendet, mein Urlaub leider ebenfalls. Jetzt sitze ich in meinem Wohnheimzimmer im sonnigen Bayonne an der französischen Atlantikküste und werde hier die nächsten vier Monate verbringen – good times ahead, ihr Lieben! Wie die meisten von euch vermutlich wissen, finde ich Frankreich fast so schön wie das gute alte Bayern. Und deswegen war ich die letzten zwölf Tage mit meinem Freund auf Tour quer durch dieses schöne Land. Neue Ecken entdecken, Städte ansehen, mal was anderes als die Orte, die man schon kennt. Und wer mit einem vollgepackten Auto unterwegs ist, weil ja das Ziel mein Wohnheim war, der lernt auch schnell, was Minimalismus im Urlaub eigentlich heißt. 

Minimalismus im Urlaub: Minimalistisch packen

Minimalismus im Urlaub: Fünf Tipps fürs schnelle Packen

Früher habe ich total minimalistisch gepackt – Hauptsache, ich war schnell fertig und hatte alles Nötige dabei. Heute bin ich ein Mensch, der vorsichtshalber zwei Jacken statt einer einpackt. Aber wie oft bist du auch schon mit einem Riesenkoffer verreist und hast dann die Hälfte nicht benötigt? Nachdem ich außerdem kein großes Auto habe und für mein Auslandssemester so lustige Dinge wie Geschirr, Bettdecke und Mikrowelle über 1550 km transportieren musste, war extensives Packen für die Urlaubsreise nicht drin. Also: Back to the Roots! Deswegen habe ich für mich einige Grundsätze festgehalten, mit denen ich effizient und vor allem minimalistisch packen kann – und trotzdem vergesse ich nichts Wichtiges!

1. Schreibe eine Packliste, auf der du jedes einzelne Teil festhältst – und halte dich daran! Das hat zwei Vorteile: Erstens hast du einen genauen Überblick, was du alles noch nicht eingepackt hast. Und zweitens kommst du so gar nicht erst in Versuchung, noch irgendwelche anderen Teile mit in den Koffer zu werfen.
2. Plane deine Outfits. Dabei gelten dieselben Richtlinien wie für eine Capsule Wardrobe – packe vor allem Teile ein, die zu allem passen. Natürlich musst du zum Beispiel für jeden Tag mindestens ein Oberteil einplanen, aber eine Jeans oder eine Jacke kann man auch öfter anziehen. Und dann sollte lieber der schwarze Cardigan in den Koffer statt der pinken Bomberjacke mit den Patches. Tipp am Rande: Wer Listenschreiben hasst, benutzt eine App wie PackPoint.
3. Konzentriere dich immer auf das Wesentliche. Brauchst du Schminke auf dem Rockfestival? Bergschuhe in Paris? Sportklamotten beim Partyurlaub? Wohl kaum. Informiere dich vorab (wenn du nicht sowieso schon Bescheid weißt) über Temperaturen und Bedingungen, damit du die richtigen Sachen einpackst – und sei konsequent. Lass alles andere zu Hause!
4. Wenn du mit dem Flugzeug reist: Behalte stets die Bestimmungen im Hinterkopf. Nichts ist ärgerlicher, als am Flughafen Flüssigkeiten wegzuwerfen oder zusätzliches Gewicht zu bezahlen! Packe wertvolle Gegenstände wie Laptop und Kamera ins Handgepäck, damit sie im Notfall nicht mit dem Koffer verloren gehen. Ein paar Klamotten sind auch nicht verkehrt, falls du Platz hast. Wenn dein Koffer nicht mit dir ankommt, bist du so auf der sicheren Seite.
5. Streiche alle Dinge, die du im letzten Urlaub umsonst mitgenommen hast. Vor allem Sachen wie Journal, Tablet oder alles andere, was mit der Arbeit zu tun hat: Weglassen! Im Urlaub solltest du dich auf Erholung statt Job konzentrieren. Alles, wofür du keine konkreten Pläne hast („an diesem und jenem Tag will ich in dieses und jenes Café, um mein Traveler’s Notebook auszufüllen“), kann getrost zu Hause bleiben.

Noch ein Vorteil von Minimalismus im Urlaub: Die ganze Geschichte mit dem Packen dauert maximal halb so lange! Das ist vor allem von Vorteil, wenn man zwischen Chiemsee Summer Festival und Urlaubsbeginn genau drei Tage Zeit hat, um für vier Monate einzupacken. 😂 Und zum Schluss noch ein sehr ungewöhnlicher Tipp…

Minimalismus im Urlaub: Minimalistisch packen

Diesen Gegenstand brauchst du gar nicht: Minimalismus im Urlaub

Lass die Spiegelreflexkamera zu Hause. Ernsthaft jetzt, schau mich nicht so entsetzt an. Setz auf kitschige Pärchenselfies und Handylandschaftsfotos statt auf das dreitausendste Foto von irgendeiner Gasse, wo sowieso niemand mehr weiß, wo das eigentlich war. Also, solange du keine Fotoreise oder dreiwöchige Safari unternimmst oder im Urlaub nichts lieber tust als Motive zu suchen: Probier es aus! Wie oft habe ich meine Cam schon verflucht, weil ich sie quer durch alle möglichen Städte schleppen musste und gar keine Lust auf Fotografieren hatte? Und hinterher verstauben Reisefotos auf der Festplatte, weil sie niemand aussortiert.

Stattdessen bin ich in den letzten zwei Wochen mit dem Smartphone durch Antibes, Aix-en-Provence, Toulouse und andere Stationen unserer Reise gelaufen und habe festgestellt: Was für eine Entspannung! Klar ist die Qualität nicht genauso gut. Aber dafür muss ich auch nicht ewig an Belichtungszeit und Blende feilen, sondern knipse drauflos. Stelle ein Bild binnen Sekunden auf Instagram oder schicke es an Freunde. Also wenn du nicht vorhast, einen Blogpost über dein Reiseziel zu schreiben oder einen Bildband zu erstellen, dann kannst du die Kamera guten Gewissens auch mal zu Hause lassen. Und der Tipp für Hardcore-Minimalisten: Versuch mal, einen Tag komplett ohne Fotos zu erleben! Glaub mir: Es ist fantastisch, zur Abwechslung nicht über Bildausschnitte und Aesthetics nachzudenken, sondern einfach eine Szenerie in sich aufzunehmen. Das ist dann wirklich gelebter Minimalismus im Urlaub.

Passend zum Urlaubsthema habe ich außerdem noch mein aktuelles Lieblingslied für jeden Roadtrip für euch:

Die Band ist auch auf dem Chiemsee Summer Festival aufgetreten, ich habe sie leider erst danach in der Playlist entdeckt. Trotzdem: Itchy Feet drückt mein aktuelles Gefühl ganz gut aus!  Ich freue mich schon, die Küste hier und die Pyrenäen zu entdecken! So weit, so gut – Was sind deine Geheimtipps für tolle Reisen und effizientes Packen? Bist du eher der minimalistische Typ oder neigst du auch zum 40-Kilo-Koffer? Und: Hast du Tipps für mich, was ich in den nächsten vier Monaten unbedingt erleben muss? 
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3 Schritte zum Erfolg: So kannst du jedes Ziel erreichen!

ziel erreichen goal setting 1

„Ich schaff das nicht, ich bin sowieso viel zu faul.“ – „Prokrastination ist meine einzige Stärke.“ – „Eigentlich kann ich gleich aufgeben, das wird sowieso nichts.“ Das sind Sätze, die ich echt nicht mehr hören kann und trotzdem selbst viel zu oft von mir gegeben habe. Ein Ziel erreichen ist aber wirklich nicht schwer: Du musst es dir nur richtig einteilen. So habe ich den NaNoWriMo letztes Jahr geschafft. Und so schaffe ich jede Woche wieder den riesigen Berg aus Blogarbeit, Klausuren und diversen Vereinen. Und damit du das auch kannst, möchte ich dir heute zeigen, wie du ein großes Ziel erreichen kannst, ohne ständig daran zu verzweifeln oder aufzugeben. Spoiler: Es ist gar nicht so anders als Bergsteigen. 😉

ziel erreichen goal setting 2

So kannst du dein Ziel erreichen:

1. Motivation: Ziel setzen und klar benennen

Als Erstes musst du dir überlegen, warum du genau auf diesen Berg raufwillst. Egal wie sehr du dieses Ziel erreichen willst oder auch nicht, es gibt einen Grund dafür. Ob es nun ein Projekt ist, das seit Monaten in deinem Hinterkopf schlummert, oder einfach die Klausur, die du bestehen musst – du willst mit deiner Arbeit etwas erreichen. Das kann zum Beispiel der Bachelor oder Master sein, damit du endlich in deinen Traumjob starten kannst. Oder das Geld, das du mit deinem Projekt verdienst und von dem du dir neue Dinge kaufen kannst.

Präge dir diese Motivation ein und verlier sie nie aus den Augen. So kommst du gar nicht in Versuchung, schon vor dem Anfang aufzugeben! Ich schreibe mir meine Motivation gerne auf und hänge sie mir an einen Platz, wo ich sie jeden Tag sehen kann. Am liebsten habe ich sie schön gelettert an meiner Wand über dem Schreibtisch hängen!

2. Planung: Aus großem Ziel mach kleine Ziele

Kein Ziel erreicht man auf einmal und du wirst auch nie die Zugspitze in einer Stunde ohne Vorbereitung erreichen. Teile dein Ziel in kleine Schritte ein und stelle dann Tages- und Wochenziele auf. Beachte dabei, dass du realistisch bleibst – niemand kann in zwei Wochen einen Roman schreiben oder nach zwei Tagen Lernen eine schwierige Klausur bestehen! Statt also sechs Stunden am Tag einzuplanen, nimm dir lieber eine Woche länger Zeit und rechne dafür mit zwei Stunden weniger.

Meinen Zeitplan stelle ich wie immer im Bullet Journal auf. Ich teile mein Gesamtprojekt in einzelne Stufen ein, die ich meistern muss, und überschlage dann die Zeit, die ich für jede Stufe brauche. Dann werfe ich einen Blick in meinen Terminkalender, damit ich weiß, wie viel Zeit ich am Tag aufwenden kann oder muss. Und schließlich stelle ich eine To Do Liste auf, in der ich die einzelnen Tage mitsamt ihren Aufgaben festhalte. So sehe ich täglich, was ich heute erledigen muss, und stehe nicht vor einem riesigen Haufen unsortierter To Dos, die mich total überfordern!

ziel erreichen goal setting 3

3. Belohnung: Der Trick für faule Tage

Zeit für die Pausen auf der Alm! Gerade unangenehme Ziele wie Prüfungen und Projekte für den Job sind nicht sonderlich motivierend und die Verlockung, statt zu arbeiten, einfach an den See zu fahren oder auf der Couch zu liegen, ist groß. Ich kenne das – egal, welche Motivation ich mir zurechtlege, an manchen Tagen hat man einfach keine Lust! Dagegen habe ich mir ein schlaues System gebastelt: Für jede gemeisterte Stufe meines Vorhabens belohne ich mich in irgendeinem Maße. Einfach ein Stück Kuchen am Nachmittag nach ein paar produktiven Stunden oder ein neues PC-Game nach einer bestandenen Klausur. Mit Belohnungen kannst du dich selbst motivieren und noch auf ein zweites Ziel hinarbeiten. 

Hier habe ich dir einmal eine Auswahl an Belohnungen von klein bis groß zusammengestellt, die du als Inspiration nutzen kannst: 

Belohn dich!

5€ Shoppingbudget Die Nummer 1 auf deiner Wunschliste Eine halbe Stunde lesen oder zocken Ein Wellnesstag Eine Folge deiner Lieblingsserie
Einfach mal eine Pause Ein neues Buch Ein freies Wochenende daheim Ein Cookie oder einen leckeren Muffin!! Neues Arbeitsmaterial (Stifte, Werkzeug…)
 Ein Spaziergang Kinokarten   Ein Ausflug an einen tollen Ort  Eine Tasse Kaffee auf dem Balkon  Hübsche Deko für deinen Arbeitsplatz

So, jetzt würde ich am liebsten die Sportschuhe rauskramen und in die Berge fahren 😂 Leider wartet auf mich auch noch so einiges an Aufgaben für mein nächstes Ziel und das sind die Klausuren. Also tippe ich diesen Beitrag mit verpflasterten Fingern fertig – ich schwöre es, ich habe keine Ahnung, wie das passieren konnte. Anscheinend habe ich gestern beim Boxen ein bisschen kräftig zugeschlagen. 😂 Im Übrigen nutze ich auch für meine Sportroutine diesen Plan, um ans Ziel zu kommen, und fühle mich jetzt schon viel fitter als noch vor ein paar Wochen!

Mit diesen drei Schritten sollte deinem Ziel letztendlich nichts mehr im Wege stehen. Und glaub mir, zurückzublicken auf die einzelnen Schritte und zu wissen: ich habe es geschafft – es gibt nichts Besseres! Welches Ziel würdest du gerne erreichen, wenn du die Zeit und die passende Planung hast? Was ist dein Geheimnis für gute Zielsetzung? 

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Morgenroutine: 10 Tipps für einen tollen Start in den Tag

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Bis vor ein, zwei Monaten war das Wort „Morgenroutine“ in meinem Wortschatz praktisch nicht existent. Und jetzt? Ich stehe jeden Tag früh, meistens um halb sechs oder halb sieben, auf und schaffe es trotzdem oder vielleicht gerade deswegen, den ganzen Tag voll motiviert zu sein. Ich muss zugeben, ganz einfach war es am Anfang nicht. Aber es gibt ein paar Tricks, wie man sich das Aufstehen viel leichter macht, und die will ich dir heute verraten. 

Zuerst aber die wichtige Frage: Warum sollte man überhaupt früh aufstehen? Ist es nicht viel besser, einfach liegen zu bleiben und den Tag erst gegen neun oder zehn zu beginnen? Natürlich ist es bequemer, das ist keine Frage. Aber wer nicht gerade selbstständig arbeitet oder studiert, muss zu einer bestimmten Zeit in der Arbeit sein. Nix mit ausschlafen. Außerdem habe ich für mich eine wirklich interessante Beobachtung gemacht:

Wenn ich morgens freie Zeit habe, bin ich produktiv und arbeite. Wenn ich abends freie Zeit habe, sitze ich vor PC, TV oder vor dem Smartphone.

Damit ist der Fall klar, oder? Wer viel zu tun hat und auch viel schaffen will, muss in den sauren Apfel beißen und den Wecker früher stellen. Doch keine Angst: Wirklich mühsam ist es nur die ersten paar Minuten und das auch nur in der ersten Zeit. Mit den folgenden 10 Tipps gewöhnst du dich ganz schnell an die frühe Zeit!

10 Tipps für die perfekte Morgenroutine: Für Anfänger

1.  Kein Snooze Button. Vergiss am besten, dass der existiert. Lass dich stattdessen lieber von deinem aktuellen Lieblingslied aufwecken – oder von einer Alarm App ohne Snooze wie Alarmy
2.  Freu dich beim Aufstehen auf etwas. Ich wache zum Beispiel auf und freue mich so richtig auf eine gemütliche Viertelstunde auf der Terrasse oder am Küchentisch mit Kaffee, Bullet Journal und Instagram. Oder auf ein leckeres Frühstück!
3.  Such dir Verbündete! Mein Freund muss um halb sechs aufstehen – wenn ich ihn morgens zur Haustür begleite, dann fällt mir der kurze Weg zur Kaffeemaschine leichter als die Treppenstufen zurück ins Bett. Wer keine motivierten Mitmenschen hat, der kann auch den Hund oder die Katze drauf trainieren, dich aufzuwecken. 
4.  Nimm dir Zeit für dich selbst! Angenommen, du bist jetzt aufgestanden, wird es Zeit, den Morgen perfekt zu gestalten. Was tust du gerne? Fang damit deinen Tag an! Ich liebe es, kreativ zu sein und plane oft morgens schon neue Projekte.
5.  Genieße die Ruhe – ich stehe morgens lieber um halb sechs auf als um halb sieben, weil da tatsächlich noch niemand auf den Beinen ist. Und den Start des Tages alleine in Ruhe zu zelebrieren liebe ich einfach!

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Schon wach? Morgenroutine für Profis

6.  Plane den Tag. Ich werfe jeden Morgen schon einen ausgiebigen Blick in mein Bullet Journal und erstelle die To Do Liste für jeden Tag – so habe ich auch später kein Chaos und kann alles schaffen, was ich mir vornehme.
7.  Besonders motiviert? Fang schon mit deiner To Do Liste an! Ich habe jeden Tag ein, zwei Punkte, auf die ich mich schon freue – zum Beispiel kreative Tätigkeiten wie Blogposts planen oder auf Pinterest nach neuen Ideen suchen, perfekt für einen gemütlichen Morgen. An manchen Tagen wage ich mich sogar morgens schon an die unangenehmen Aufgaben.
8.  Geh an die frische Luft – und wenn es nur für ein paar Minuten ist. Ich laufe liebend gern einmal ums Haus, da meine Fenster auf der West- und Südseite sind und ich aber den Sonnenaufgang im Osten gerne sehe. Kühle Luft am Morgen tut wirklich gut!
9.  Beweg dich! Wenn ich morgens Sport mache, fühle ich mich den ganzen Tag frisch und ausgeruht. Das muss gar nicht viel sein – zehn Minuten Rad fahren oder ein paar Yoga-Übungen sind vollkommen ausreichend. Das richtige Auspowern für die Sportskanonen kann bis später warten.
10.  Der ultimativ wirksame, aber auch ultimativ unangenehme Tipp: Geh am Abend davor früher schlafen. Du brauchst mindestens sieben Stunden Schlaf, besser acht, und wer erst um ein Uhr morgens einschläft, der wird um sechs niemals fit sein! Zugegeben – da habe ich auch noch einige Probleme, aber ich gebe mir Mühe, und das solltest du auch.

Im Prinzip ist es gar nicht so kompliziert und auch nicht wirklich anstrengend, wenn man einmal angefangen hat. Ich hatte schon nach zwei Wochen absolut kein Problem mehr damit, um halb sechs wach zu sein! Und ganz toll ist es jetzt natürlich im Sommer: mit dem Sonnenaufgang aufstehen macht noch viel mehr Spaß als an einem dunklen Wintermorgen. Wann stehst du für gewöhnlich auf? Hast du auch Geheimtipps fürs Aufwachen auf Lager?

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