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Minimalismus im Urlaub: Richtig packen mit diesen Tipps

Minimalismus im Urlaub: MInimalistisch packen

Deliriumskind ist wieder da! Die Sommerpause ist beendet, mein Urlaub leider ebenfalls. Jetzt sitze ich in meinem Wohnheimzimmer im sonnigen Bayonne an der französischen Atlantikküste und werde hier die nächsten vier Monate verbringen – good times ahead, ihr Lieben! Wie die meisten von euch vermutlich wissen, finde ich Frankreich fast so schön wie das gute alte Bayern. Und deswegen war ich die letzten zwölf Tage mit meinem Freund auf Tour quer durch dieses schöne Land. Neue Ecken entdecken, Städte ansehen, mal was anderes als die Orte, die man schon kennt. Und wer mit einem vollgepackten Auto unterwegs ist, weil ja das Ziel mein Wohnheim war, der lernt auch schnell, was Minimalismus im Urlaub eigentlich heißt. 

Minimalismus im Urlaub: Minimalistisch packen

Minimalismus im Urlaub: Fünf Tipps fürs schnelle Packen

Früher habe ich total minimalistisch gepackt – Hauptsache, ich war schnell fertig und hatte alles Nötige dabei. Heute bin ich ein Mensch, der vorsichtshalber zwei Jacken statt einer einpackt. Aber wie oft bist du auch schon mit einem Riesenkoffer verreist und hast dann die Hälfte nicht benötigt? Nachdem ich außerdem kein großes Auto habe und für mein Auslandssemester so lustige Dinge wie Geschirr, Bettdecke und Mikrowelle über 1550 km transportieren musste, war extensives Packen für die Urlaubsreise nicht drin. Also: Back to the Roots! Deswegen habe ich für mich einige Grundsätze festgehalten, mit denen ich effizient und vor allem minimalistisch packen kann – und trotzdem vergesse ich nichts Wichtiges!

1. Schreibe eine Packliste, auf der du jedes einzelne Teil festhältst – und halte dich daran! Das hat zwei Vorteile: Erstens hast du einen genauen Überblick, was du alles noch nicht eingepackt hast. Und zweitens kommst du so gar nicht erst in Versuchung, noch irgendwelche anderen Teile mit in den Koffer zu werfen.
2. Plane deine Outfits. Dabei gelten dieselben Richtlinien wie für eine Capsule Wardrobe – packe vor allem Teile ein, die zu allem passen. Natürlich musst du zum Beispiel für jeden Tag mindestens ein Oberteil einplanen, aber eine Jeans oder eine Jacke kann man auch öfter anziehen. Und dann sollte lieber der schwarze Cardigan in den Koffer statt der pinken Bomberjacke mit den Patches. Tipp am Rande: Wer Listenschreiben hasst, benutzt eine App wie PackPoint.
3. Konzentriere dich immer auf das Wesentliche. Brauchst du Schminke auf dem Rockfestival? Bergschuhe in Paris? Sportklamotten beim Partyurlaub? Wohl kaum. Informiere dich vorab (wenn du nicht sowieso schon Bescheid weißt) über Temperaturen und Bedingungen, damit du die richtigen Sachen einpackst – und sei konsequent. Lass alles andere zu Hause!
4. Wenn du mit dem Flugzeug reist: Behalte stets die Bestimmungen im Hinterkopf. Nichts ist ärgerlicher, als am Flughafen Flüssigkeiten wegzuwerfen oder zusätzliches Gewicht zu bezahlen! Packe wertvolle Gegenstände wie Laptop und Kamera ins Handgepäck, damit sie im Notfall nicht mit dem Koffer verloren gehen. Ein paar Klamotten sind auch nicht verkehrt, falls du Platz hast. Wenn dein Koffer nicht mit dir ankommt, bist du so auf der sicheren Seite.
5. Streiche alle Dinge, die du im letzten Urlaub umsonst mitgenommen hast. Vor allem Sachen wie Journal, Tablet oder alles andere, was mit der Arbeit zu tun hat: Weglassen! Im Urlaub solltest du dich auf Erholung statt Job konzentrieren. Alles, wofür du keine konkreten Pläne hast („an diesem und jenem Tag will ich in dieses und jenes Café, um mein Traveler’s Notebook auszufüllen“), kann getrost zu Hause bleiben.

Noch ein Vorteil von Minimalismus im Urlaub: Die ganze Geschichte mit dem Packen dauert maximal halb so lange! Das ist vor allem von Vorteil, wenn man zwischen Chiemsee Summer Festival und Urlaubsbeginn genau drei Tage Zeit hat, um für vier Monate einzupacken. 😂 Und zum Schluss noch ein sehr ungewöhnlicher Tipp…

Minimalismus im Urlaub: Minimalistisch packen

Diesen Gegenstand brauchst du gar nicht: Minimalismus im Urlaub

Lass die Spiegelreflexkamera zu Hause. Ernsthaft jetzt, schau mich nicht so entsetzt an. Setz auf kitschige Pärchenselfies und Handylandschaftsfotos statt auf das dreitausendste Foto von irgendeiner Gasse, wo sowieso niemand mehr weiß, wo das eigentlich war. Also, solange du keine Fotoreise oder dreiwöchige Safari unternimmst oder im Urlaub nichts lieber tust als Motive zu suchen: Probier es aus! Wie oft habe ich meine Cam schon verflucht, weil ich sie quer durch alle möglichen Städte schleppen musste und gar keine Lust auf Fotografieren hatte? Und hinterher verstauben Reisefotos auf der Festplatte, weil sie niemand aussortiert.

Stattdessen bin ich in den letzten zwei Wochen mit dem Smartphone durch Antibes, Aix-en-Provence, Toulouse und andere Stationen unserer Reise gelaufen und habe festgestellt: Was für eine Entspannung! Klar ist die Qualität nicht genauso gut. Aber dafür muss ich auch nicht ewig an Belichtungszeit und Blende feilen, sondern knipse drauflos. Stelle ein Bild binnen Sekunden auf Instagram oder schicke es an Freunde. Also wenn du nicht vorhast, einen Blogpost über dein Reiseziel zu schreiben oder einen Bildband zu erstellen, dann kannst du die Kamera guten Gewissens auch mal zu Hause lassen. Und der Tipp für Hardcore-Minimalisten: Versuch mal, einen Tag komplett ohne Fotos zu erleben! Glaub mir: Es ist fantastisch, zur Abwechslung nicht über Bildausschnitte und Aesthetics nachzudenken, sondern einfach eine Szenerie in sich aufzunehmen. Das ist dann wirklich gelebter Minimalismus im Urlaub.

Passend zum Urlaubsthema habe ich außerdem noch mein aktuelles Lieblingslied für jeden Roadtrip für euch:

Die Band ist auch auf dem Chiemsee Summer Festival aufgetreten, ich habe sie leider erst danach in der Playlist entdeckt. Trotzdem: Itchy Feet drückt mein aktuelles Gefühl ganz gut aus!  Ich freue mich schon, die Küste hier und die Pyrenäen zu entdecken! So weit, so gut – Was sind deine Geheimtipps für tolle Reisen und effizientes Packen? Bist du eher der minimalistische Typ oder neigst du auch zum 40-Kilo-Koffer? Und: Hast du Tipps für mich, was ich in den nächsten vier Monaten unbedingt erleben muss? 
Stock Photos: Pexels

Travel Guide | Teil 2: Sonntag in Berlin

Der schönste Novembertag war definitiv mein Sonntag in Berlin. Der nahende Winter kaum zu spüren, sonniges Berlin, tolle Freunde, was will man mehr? Vielleicht noch die Live-Vorstellung der weltbesten YouTuber, oder? 

Sonntag in Berlin: Waffeln bei Waffel oder Becher

Waffel oder Becher: Schoko Waffel oder Becher: Kirsche

Heiße Waffeln, Kaffee, heiße Schokolade, Milchshakes – klingt wie ein Traum, oder? Tja, das war unser Frühstück bei Waffel oder Becher, einem kleinen Café in der Nähe vom Hackeschen Markt.

Obwohl ich seit Langem dekadentes Brunchen am Sonntag gewöhnt bin, waren diese Waffeln noch einmal ein bisschen besser. Und die Waffeln, mit denen ich zwei Wochen später versucht habe, das Gefühl nachzubilden, sind natürlich vollkommen schiefgegangen. Sagt mal, wie kriegt man so richtig knusprige Waffeln hin? Wer in Berlin wohnt: geht einfach in dieses Café und spart euch die Kleckerei!

Waffel oder Becher | Eis, Waffeln, Kaffee | Spandauer Str. 2, 10178 Berlin

Museumsinsel: Sonne, Kunst und Bücher

Ein Abstecher auf die Museumsinsel muss bei einem Berlinbesuch natürlich auch sein. Frisch gestärkt ging es also auf einen Spaziergang – den Dom wollten wir leider nicht mehr besuchen, sobald wir die horrenden Eintrittspreise gesehen hatten. Fünf Euro nach Ermäßigung? Also ehrlich, nein. Lieber sonnten wir uns auf der Wiese davor und stattetem dem Kunstmarkt und dem Bücherflohmarkt einen Besuch ab. Der Berliner Kunstmarkt am Zeughaus ist jeden Samstag und Sonntag geöffnet und bietet tolle Werke und Inspirationen. Auch den Bücherflohmarkt könnt ihr am Wochenende von 11 bis 17 Uhr besuchen und so manche Schätze finden. 

Dan & Phil, East Side Gallery und Curry 36

Für die Liveshow ging es dann endlich zum Admiralspalast – langsam waren wir ziemlich aufgeregt. Und wir sollten nicht enttäuscht werden! Vor der Show noch die obligatorischen cat whiskers aufmalen – seit dem ersten Phil Is Not On Fire Video vor ganzen acht Jahren sind die Schnurrhaare so etwas wie ihr Markenzeichen. 

Die Show war grandios! Leider existieren keine Fotos davon – das Handyverbot bei der Show hat mir aber gezeigt, dass es meistens besser ist, einfach nur zu erleben, statt ständig die besten Motive zu bekommen. In der Bloggerwelt ist das ja sowieso so eine Krankheit – alles muss fotografiert werden. Nein danke!

An der East Side Gallery sah das wieder anders aus: bei unserer letzten Sehenswürdigkeit in Berlin musste die Kamera doch wieder herhalten. Fun Fact: ist man mit Schnurrhaaren in Berlin unterwegs, wird man andauernd angemiaut! Probiert es aus, es ist ein Riesenspaß. Das ist für mich mit das Schönste an Berlin: man kann so verrückt herumlaufen, wie man will, es stört keinen Menschen. Die meisten finden es eher lustig.

Unser tolles Wochenende wurde dann mit einem Besuch bei Curry 36, der legendären Currywurstbude, abgeschlossen. Beste. Currywurst. Meines. Lebens. Und die Pommes rot-weiß erst! Seitdem esse ich keine Currywurst mit Ketchup mehr, weil die Tomatensauce einfach viel besser schmeckt. Und dann ging es schon wieder an den Flughafen, verdutzte Blicke der Beamten am Schalter wegen der Schnurrhaare und ein Rückflug mit selbstgebackenen Plätzchen und viel zu viel Gelächter.

Curry 36, Kreuzberg | Mehringdamm 36, 10961 Berlin 

Ein Wochenende in Berlin - Teil 2

So viel zum coolsten Wochenende seit langem – Berlin, es war mir eine Freude! Für mich geht es jetzt weiter auf die nächste Reise, dieses Mal viel, viel ruhiger. Zusammen mit meinem Freund verbringe ich fünf ruhige Tage in den Bergen und nehme ein bisschen Abstand von allem, um dann mit frischer Energie und viel Kreativität wieder zu starten! 

Travel Guide | Ein Wochenende in Berlin, Teil 1

Meine Lieben,
Berlin, endlich ein Wochenende in Berlin! Schon fast ein wenig peinlich, dass ich bis vor ein paar Wochen in Rom, Paris, Wien, Washington D.C. war, aber kein einziges Mal in der deutschen Hauptstadt. Diese Bildungslücke ist jetzt aber zum Glück beseitigt – dank Dan & Phil.

Und so fing das Ganze an: irgendwann Ende Oktober fand meine Freundin einen Tweet, in dem meine Lieblingsyoutuber ihren Besuch in Berlin ankündigten. Zwei Stunden später hatte ich alles geplant und drei Tage später das Ticket, den Flug und ein Zimmer gebucht.

Wochenende in Berlin: Transavia, was sonst?

Warum ein Flug, werdet ihr euch vielleicht fragen. Na ja, mit dem Auto braucht man zwischen acht und neun Stunden – keine Lust. Das war also unser Plan B. Mit dem Fernbus fahre ich ungern länger als vier Stunden, da wird mir immer übel und das kann tagelang anhalten. Zug wäre also die passende Option gewesen. Aber ich bezahle keine 250€ für München – Berlin hin und zurück, liebe Deutsche Bahn! Und bei diesen Preisen habe ich dann auch keine Hemmungen, ins Flugzeug zu steigen. Selber schuld. Hmpf. Lieber knapp 100 bei Transavia – mal wieder. Was dann den Vorteil hatte, dass wir tatsächlich das ganze Wochenende in Berlin verbringen konnten. Wären wir gefahren, dann hätte das Ganze anders ausgesehen und wir hätten sicher nicht so viel anschauen können.

Flughafen München - Wochenende in Berlin Flug nach Berlin, Sonnenaufgang - Wochenende in Berlin Flugselfie Transavia - Wochenende in Berlin
Sechsuhrmorgenselfie… …Sonnenaufgang… …und Flugzeugfreude.

Nun ja, die Aufstehzeiten waren trotzdem gewöhnungsbedürftig. Vier Uhr morgens aufstehen ist kein Spaß. Dafür haben wir im Flugzeug den schönsten Sonnenaufgang überhaupt gesehen, geschlafen, und sind um acht in Berlin gelandet. Kaum waren wir in Schönefeld angekommen, ging es schon so richtig los. Für den ÖPNV gibt’s in Berlin die praktische WelcomeCard: 21,90 Euro für 48 Stunden, einmal abstempeln und das ganze Wochenende lang Bahn, Bus und Co. fahren.

Samstag in Berlin: Sightseeing und Essen

 Dann erst mal im Ampelmann Store am Brandenburger Tor einkaufen – die wunderschönen Postkarten hängen jetzt in meinem Rahmen über dem Bett. Das bekommt ihr auch noch zu sehen, sobald ich mal eine Konstellation gefunden habe, die ästhetisch genug aussieht, um sie zu verbloggen. 😂 Für einen Pulli hat das Reisebudget nicht gereicht, aber wir wollten sowieso lieber Frühstück.

Ampelmann - Wochenende in Berlin Nante-Eck - Wochenende in Berlin

Das bekamen wir auch, und zwar im Nante-Eck. Kaum fünf Minuten zu Fuß vom Brandenburger Tor entfernt fanden wir das Restaurant: altberlinerische Küche mit toller Einrichtung, leckerer Kaffee und das Rührei mit Speck ist auch ganz vorzüglich. Die Speisekarte, die wie eine alte Zeitung gestaltet war, wollte ich am liebsten mitnehmen – stattdessen blieben wir ganze eineinhalb Stunden auf den rot gepolsterten Stühlen sitzen. Am liebsten wären wir sowieso das ganze Wochenende in Berlin hier geblieben – sich einfach einmal kreuz und quer durch die ganze Speisekarte essen. Nächstes Mal dann! Tipp: Samstags sind die Berliner erst ab zehn Uhr richtig wach, vorher sind alle Cafés und Restaurants wie ausgestorben – ideal für Frühaufsteher also.

Touristentum & Concept Mall

Dann ging es frisch gestärkt los auf die Touristentour: Brandenburger Tor, Fotos, Selfies, Reichstag, nochmal dasselbe. Unser nächstes Ziel war der Hauptbahnhof, wo wir eigentlich nur umsteigen wollten. Wollten. Dieser Hauptbahnhof hat uns allerdings total fasziniert: so ordentlich! So hübsch! Das Einzige, was in Berlin nach München aussieht und in München eher nach Berlin. Unsere nächste Station war dann die Gegend am Bahnhof Zoo – Gedächtniskirche und Bikini Berlin. Schon mal gehört? Das perfekteste Einkaufszentrum der Welt. Eine Concept Mall. Lauter tolle Läden, kleine Pop-Up Stores. Einer davon mit den genialen Stationery Produkten von odernichtoderdoch, denen ich schon seit Jahren hinterherrenne. Ehrlich gesagt der einzige Grund, warum ich auf das Bikini Berlin aufmerksam geworden bin, muss ich gestehen. Trotzdem ist die Mall für jeden Blogger einen Besuch wert und es wird auch sicher nicht mein letzter gewesen sein!

Frau am Reichstag - Wochenende in Berlin Brandenburger Tor - Wochenende in Berlin

 U-Bahn Bundestag - Wochenende in Berlin   Reichstag-Selfie - Wochenende in berlin

Berliner Engel - Wochenende in Berlin Am Reichstag - Wochenende in Berlin

  Hauptbahnhof Berlin - Wochenende in Berlin

Berliner Hauptbahnhof - Wochenende in Berlin odernichtoderdoch.de @ Bikini Berlin - Wochenende in Berlin

Nachmittags bezogen wir dann unser Zimmer im Berlin Guesthouse – euer Zimmer solltet ihr euch vielleicht woanders suchen. Ich meine, wir hatten einen Heidenspaß, aber für andere ist ein minikleines Zimmer direkt an der Turmstraße im Fremdenviertel vielleicht nicht so toll. Mal ganz abgesehen von – ach ja. In den Bewertungen hatten sich manche über Kleinigkeiten wie eine fehlende Halterung für den Duschkopf beschwert. Was uns aber viel mehr fehlte, war die nicht vorhandene Badezimmertüre 😂 Ernsthaft jetzt, Türstock und Angeln waren vorhanden. Aber eben keine Türe. Im Ernst. 😂 Na ja, emotional bonding, sagt man so schön, und eine hohe Luftfeuchtigkeit im Zimmer nach der Dusche hat auch noch keiner Lunge geschadet. Aber erst mal den verpassten Schlaf von letzter Nacht nachholen. Abends waren wir dann wieder fit und zogen los in Richtung Ku’damm.

Ku’damm & KaDeWe

Nobles Abendessen? Fehlanzeige. Für unser Wochenende in Berlin hatten wir nicht allzu viel Budget eingeplant, also war das Restaurant unserer Wahl, ja genau, McDonald’s am Bahnhof Zoo. Coole Atmosphäre, muss ich sagen, ich liebe ja Bahnhöfe und Fast Food sowieso. Und das war der erste McDonald’s, in dem unser Essen an den Tisch gebracht wurde. Ich bin beeindruckt!

Schon mittags hatten wir überall die Weihnachtsmärkte gesehen und ich hatte wahnsinnige Lust auf Punsch – außerdem war es am Samstag bitterkalt in Berlin. Also wollten wir auf einen Weihnachtsmarkt gehen, und unsere Wahl fiel auf den an der Gedächtniskirche. Das hat jetzt irgendwie einen bitteren Beigeschmack bekommen, nachdem genau dieser Weihnachtsmarkt von Gewalt und Terror erschüttert wurde, also will ich mich hier kurz fassen. Nach Bratapfelglühwein und Crêpe ging es dann weiter, den Ku’damm entlang.

Weihnachtsmarkt - Wochenende in Berlin Lego Store - Wochenende in Berlin Tesla Model S im KaDeWe - Wochenende in Berlin
Bratapfelglühwein sollte ich wirklich öfter trinken. Alle lieben Lego! Tesla, the one and only.

Und was wir für einen Spaß hatten! Chokeranprobe bei Forever 21, Autos bauen (und vielleicht ein bisschen das neue Fantastic Beasts Set anschmachten) im Lego Store und dann eine Tour quer durch das KaDeWe. Mein Favorit war definitiv der Tesla Model S im Erdgeschoss: die Ledersitze sind schon mal superbequem und die Innenausstattung rekordverdächtig. Jetzt muss ich nur noch an eine Probefahrt kommen! 😉 Den Tag schlossen wir dann mit Känguruchips und YouTube-Videos in unserem 1,40m Bett ab – am nächsten Tag sollten wir schließlich fit sein für die große Show!

Puh, ein ganz schön langer Post mal wieder – und lange genug hat auch das Schreiben gedauert. Die Uni hat mittlerweile wieder angefangen und fordert mich ganz schön, zusätzlich zu Arbeit, Blog und diversen Vereinen. Während sich andere auf der Fashion Week amüsieren, bastle ich zu Hause an meinem Faschingskostüm für morgen Abend und suche mir meinen nächsten Kinofilm aus – was empfehlt ihr mir? Und wie verbringt ihr euer Wochenende?

Cheers,
Eure Marianne

Reiseglück | White Rabbit’s Room in München

Griass eich,

Ich bin keine Münchnerin. Wirklich nicht. Wir Oberbayern sind da sehr rigoros – Bayern, das sind wir natürlich, aber keine Münchner. Ehrlich gesagt werden die Münchner von den ringsum Einheimischen des Öfteren belächelt, zum Einen wegen des mangelnden Dialekts und den öfter mal verwaschenen Traditionen. Da kann man niemandem etwas vorwerfen, in einer internationalen Großstadt kommt sowas nun mal vor. Mögen müssen wir es trotzdem nicht 😂 Was wir aber an vielen Münchnern noch weniger mögen, ist die Arroganz, vor allem gegenüber uns, den Landleuten rund um München. Also halten wir mal fest: das Belächeln findet beiderseits statt.
 
Wie auch immer, die Münchner muss man ja nicht mögen. Wo wir uns aber alle einig sind: München ist eine der schönsten Städte der Welt. Ehrlich, ich hasse das tägliche Pendeln, aber München verzeihe ich das.
 
Und München hat auch einige der schönsten Plätze der Welt, um mal den Alltag zu vergessen und ein paar Stunden an einem ganz anderen Ort zu verbringen. Wie wär’s mit Alice im Wunderland? Na, dann kommt mit auf eine kleine Reise in die Franziskanerstraße, gar nicht weit weg von der S-Bahn am Rosenheimer Platz und entdeckt eines der schönsten Cafés, die München so zu bieten hat – den White Rabbit’s Room nämlich.
 
 
Wir treten ein, schon der vierte Besuch ist es für mich, meine Freundin sieht sich staunend um. An der Wand tickt eine riesige Taschenuhr inmitten eines Zitats aus Alice im Wunderland, die Einrichtung ist weiß, auf dem Tresen reiht sich ein leckerer Kuchen an den nächsten. Wir nehmen auf der Empore Platz, zwei gemütliche weiße Sessel, von denen aus man alles perfekt im Blick hat.
 
Man merkt genau: hier wird Wert auf die Details gelegt. Ob es die kleinen, filigranen Kuchengabeln sind oder die Glühbirnen, die munter von der Decke baumeln – man fühlt sich sofort angekommen. 
 
Dann geht’s ans Bestellen – das mit Abstand Komplizierteste, denn die Auswahl ist riesig. Mehrere Tafeln mit Getränken, aktuelle Mittagsgerichte, Frühstück (na gut, dafür war es um 14 Uhr wirklich schon zu spät) und natürlich Kuchen. Ich kann wie immer nicht widerstehen, wenn ich Schokolade sehe, und möchte ein Stück von der Schokoladentarte mit flüssigem Kern. Dazu – wer errät es? – heiße Schokolade. Da ist der Zuckerschock vorprogrammiert, aber für einen Chocoholic ist das perfekt. 
 

 

 

 
 
Wer es lieber salzig mag, dem würde ich als Erstes mal die Bagels ans Herz legen – ich liebe ja Bagels und so gute habe ich lange nicht mehr gegessen. Oder die Lasagne, die ich beim letzten Besuch mit Anneke im White Rabbit’s Room genossen habe. 
 
Das Café lädt zum Verweilen ein – vielleicht noch ein Kaffee? Oder einer der frischgepressten Säfte? Gar ein zweites Stück Kuchen, vielleicht der Apfelkuchen mit den Streuseln? Wenn es dann ans Heimfahren geht, kommt man auf dem Weg zum Ausgang kaum am Store vorbei. Und gerade ich muss jedes Mal durchschlendern und ein bisschen kreischen – ein herzallerliebster Mischmasch aus wahnsinnig tollem Geschirr und Paperware. Ob das mattgoldene Besteck (ganz ehrlich, beinahe hätte ich es gekauft, wenn ich nur noch genug Geld gehabt hätte) oder die Kunstdrucke im Regal – irgendwie findet man immer was. Mein Tipp: die Postkarten. Schaut euch mal die Postkarten an. 
 
 
Aber genug geredet, ich kann die Eindrücke sowieso nicht so gut festhalten, wie sie in Wirklichkeit gewesen wären. Wer sich also zufällig in München aufhält, ein Faible für Alice im Wunderland und Kuchen hat und dringend was zu essen braucht, der weiß, wo er hingehen muss. 
 
 
White Rabbit’s Room
Franziskanerstr. 19
81669 München
 
Öffnungszeiten:
Mo – Fr: 07:30-18:00 Uhr
Sa + So: 09:30-17:00 Uhr
Feiertags wie Sa + So
Die Speisekarte findet ihr hier.
 

Travel Guide: 30 Stunden – oder 1 Tag Paris

Griass eich,
dieser Artikel war die größte Nervensäge in der Geschichte aller Blogartikel. Als Erstes musste ich eine Dreiviertelstunde lang das Café auf Google Maps suchen, von dem ich am Eiffelturm so begeistert war. Ich Idiot hatte nämlich den Kassenbon verlegt. (Ratet mal, was jetzt gerade wieder aufgetaucht ist!) Dann hat sich Bridge beim Bildersortieren die ganze Zeit aufgehängt, weil die Verbindung vom Laptop zum Server so extrem langsam ist, wenn ich im Wohnzimmer sitze. Ich sollte weniger im Wohnzimmer rumgammeln. Aussortieren musste ich viermal, weil nach der ersten Runde eine hübsche Auswahl von 129 Bildern rauskam, und solche Monsterposts will ich euch wirklich nicht zumuten. 😂 Und schlussendlich musste ich die Hälfte der Bilder zweimal bearbeiten, nachdem Photoshop sich dachte, einen Streit mit meinen Grafikkartentreibern anfangen zu müssen. Ähm. Ja. Nein. Scheißtag.

Aber jetzt zu erfreulicheren Themen: einem Guide für 1 Tag Paris – komplett mit fertig aussortierten Bildern und Adressen. Denn Paris ist die schönste Stadt der Welt. Jeder liebt Paris. Ist doch so, oder? Für mich ist es zumindest jedes Mal wieder atemberaubend, wenn ich hinkomme, und dieser Besuch im August war schon mein vierter. Und ich war überrascht: obwohl wir so kurz Zeit hatten, war es ein spannender Trip und ich konnte auch wieder ein bisschen Frankreichflair mitnehmen.

Fernweh: In die Lüfte mit Transavia

Ihr wollt irgendwohin, habt keine Lust, mit dem Auto zu fahren (oder kein Geld) und der Zug ist zu teuer? Tja, meine Lieben, das Zauberwort heißt Transavia. Alle, die den Namen dieser Fluglinie noch nicht kennen, gleich aufschreiben. Damit bin ich mit meinen Kollegen für 96€ von München nach Paris Orly und zurück geflogen und auch meine Reise nach Berlin geht mit dieser Fluglinie. Selten findet man einen Preis über 100€, wenn man die europäischen Angebote der KLM-Tochter durchsucht.

Dass die meisten Flüge zu Unzeiten stattfinden (frühmorgens und spätabends), ist zwar stressig, aber super, wenn man ein bisschen was von der Stadt sehen will und keine drei Tage Zeit hat.

Wir sind also am Donnerstagabend nach Paris Orly losgeflogen, haben die Lichter unter uns bewundert und sind nach einer guten Stunde Flug (ohne Verpflegung, die ist aber zubuchbar) dort angekommen. Zu den Mietautos mussten wir den Shuttle ins andere Terminal nehmen. Bei Hertz angekommen nahmen wir unseren Citroën C4 Picasso in Empfang und schon ging’s los zu unserem Hotel. Oder Motel, sollte ich wohl eher sagen. Wir hatten uns absichtlich ein günstiges Hotel abseits von Paris und ein wenig näher am Disneyland gesucht, dass die pappdeckelähnlichen Türen gleich nach draußen führen würden und das Bad eher eine Nasszelle sein sollte, wusste natürlich keiner. Hat uns bei zweimal fünf Stunden Schlaf aber auch nicht wirklich gestört. Und wenn ihr dort in der Nähe seid und abends noch weggehen wollt – vergesst es. Kauft euch lieber überteuerte Getränke am Flughafen und nehmt die mit.

1 Tag Paris: Frühstück am Eiffelturm

Aber genug vom abenteuerlichen ersten Abend, wir springen gleich zum nächsten Morgen. Sieben Uhr aufstehen, Zähne putzen, Kameratasche packen und los geht’s. Endlich rein in die Pariser Innenstadt. Vom Motel kommt man direkt auf den Périphérique, nach kaum einer halben Stunde waren wir am Eiffelturm, fanden einen Parkplatz in einer Querstraße, die Innenstadt wie ausgestorben. Das Frühstück gab’s im Castel Café, typisch französisch und für knapp neun Euro nicht mal teuer. So direkt am Eiffelturm. Café crème, ein frisches buttriges Croissant zum Reintauchen, zwei Scheiben getoastetes Baguette, Marmelade und zur Krönung ein Glas Orangensaft. Der Mann hinter der Bar ein typisch französischer Bistrobesitzer, grauhaarig im Clooney-Style, immer freundlich und einen charmanten Spruch auf den Lippen, Bistrostühle auf der Terrasse und drinnen. Ich gebe zu, ich wäre gerne länger geblieben.

 

Aber das ging schlecht, nächste Station: der Eiffelturm. Wir hatten ihn vom Flugzeug aus schon glitzern sehen, jetzt standen wir direkt drunter, wieder kaum Menschen zu sehen, ein paar Touristen, drei Soldaten biegen um die Ecke. Wir schießen Hunderte von Fotos, von der Brücke aus im Dunst erkennt man die Sacré Coeur, ein bisschen Montmartre. Nächstes Mal dann, sage ich mir. Und dann geht’s weiter.

 

 

 

Ab in die Fantasiewelten: Disneyland und Walt Disney Studios

Auf dem Weg nach Marne la Vallée müssen wir erst mal einkaufen, Proviant und Getränke, an der Autobahn kommt sowieso ein Carrefour nach dem anderen. Und die Supermärkte sind eine Sehenswürdigkeit für sich, muss ich sagen. Ich kaufe Madeleines, Orangina, Evian, dann geht’s weiter.

 

 

 

Disneyland, da war ich auch schon mal, vor ewigen Zeiten, als Kind. Und trotzdem stellt sich die Vorfreude schon ein, als wir das Tor passieren. Erst mal Tickets organisieren, als Pressemitglied geht das günstig, wenn auch mit ein wenig Aufwand verbunden. Und dann haben wir uns in die bunte Welt der Fantasie gestürzt. Frontierland, Fantasyland, Discoveryland – alle möglichen Themenwelten warten darauf, erkundet zu werden. Viele der Attraktionen sind natürlich hauptsächlich für Kinder, aber das hindert keinen daran, sie auszuprobieren. Ganz im Gegenteil – das berühmte It’s A Small World ist einfach nur zauberhaft und die Mad Hatter’s Tea Cups bei Alice im Wunderland machen erst dann Spaß, wenn man genug Kraft hat, die Tassen richtig schnell zu drehen.

 

 

Wer richtig Action will, der ist in den Walt Disney Studios noch besser aufgehoben – hier findet man die Aerosmith-Achterbahn, mit Rockmusik in den Ohren durch Kurven und Loopings zu rasen, macht wirklich Spaß. Im gruseligen Hollywood Hotel wird man zuerst in die Twilight Zone entführt und steigt dann in einen Free Fall Tower, der es wirklich in sich hat. Unser größter Spaß: der Assistent, der uns in den Tower geführt hat, hatte es ganz wunderbar drauf, gruselig zu grinsen und die Passagiere auch mal richtig zu erschrecken, wenn er anfing, aus heiterem Himmel irgendwelche Anweisungen rumzubrüllen. I like! Bei allen Attraktionen lohnen sich übrigens oft die FastPass-Stationen: Zettel ziehen, zur angegebenen Uhrzeit wiederkommen, Zettel am FastPass-Eingang vorzeigen und gar nicht anstellen.

 

 

 

Die größten Attraktionen sind sowieso die Disney-Charaktere, die überall herumlaufen und täglich bei den Paraden an verschiedenen Orten unterwegs sind. Also, ein Tag im Disneyland ohne Parade ist wirklich unmöglich. Wir haben da die Abendshow mitgenommen: keine typische Parade, sondern eine Lichtshow mit verschiedenen Geschichten rund um die Disney-Charaktere, die (I kid you not) mithilfe von Beamern direkt auf dem Dornröschenschloss gespielt werden. Inklusive Feuerwerk und Wassershow – ein wunderschöner Abschluss für einen Tag in Paris!

 

 

 

Noch ein ganz wichtiger Tipp: Die Verpflegung im Disneyland ist furchtbar teuer und nicht unbedingt die Beste, vor allem nicht für französische Verhältnisse. Wir haben das Toad Hall Restaurant im Fantasyland (Chickenburger, Fish & Chips) tagsüber und Colonel Hathi’s Pizza Outpost abends (weil alles andere bereits geschlossen war) getestet und für okay befunden. Aber mitgebrachte Verpflegung wäre mindestens genauso gut gewesen.

Nach vier knappen Stunden Schlaf ging’s dann am Samstagmorgen in aller Herrgottsfrühe wieder zurück nach München. Da hatte ich erst mal Schlaf aufzuholen! Und jetzt bin ich gespannt, ob endlich alles gutgeht, wenn ich auf Veröffentlichen drücke – wer weiß?

 

[Travel Guide]
• Malta •
An Island Between Africa and Great Britain

Ja, meine Lieben,

es hat sich schon bestätigt – der November und ich werden einfach keine Freunde mehr. Der Himmel draußen ist genauso grau und trüb wie meine Laune, ich sitze mit Kopfschmerzen und Halsschmerzen im Bett und will eigentlich nur noch Dan & Phils Game-Videos gucken. Aber das geht natürlich auch nicht – es gibt ja so viel zu tun!
Jetzt, kurz nach dem Semesterstart, bin ich wieder voll da – leider. Denn wie das so ist, hat mich das Fernweh nach den ganzen Reisen hintereinander keineswegs verlassen, sondern ist eher noch schlimmer geworden – und die nächsten Wochen sitze ich erst mal in der Uni fest. Wie gut, dass bereits wieder einiges für den Winter und auch für nächstes Jahr geplant ist…
Aber nun zu einer der kontrastreichsten und spannendsten Inseln, die man im Mittelmeer so finden kann: Malta. Nach meinem zweiten Aufenthalt in diesem faszinierenden kleinen Land wird es nun doch Zeit für einen Travel Guide – in diesem Post führe ich euch kreuz und quer über die Insel und ich garantiere euch: nach den Fotos und Tipps seid ihr genauso angefixt wie ich. Und das Schönste: egal zu welcher Jahreszeit, Malta ist immer einen Besuch wert.

 

Wohnen, Essen, Feiern: Sliema & St. Julians

Unser Hotel, das Plaza Hotel, war – genauso wie das Park Hotel bei meinem ersten Aufenthalt vor zwei Jahren – ein nettes Drei-Sterne-Hotel direkt am Felsenstrand von Sliema, das sich mitten im „städtischen Teil“ rund um Valletta befindet. Für uns war das ideal: eine Bushaltestelle genu gegenüber des Hotels, schöne, helle Zimmer, im Gegensatz zum Park Hotel ein annehmbares Frühstück und natürlich das Meer direkt vor der Nase – zum kleinen Preis. Viel günstiger kann man in Maltas Hotels kaum unterkommen, höchstens Airbnb spart noch mehr Kosten. Zum Partyviertel Paceville in St. Julians hatten wir kaum zehn Minuten zu Fuß, der Bus braucht fast genauso lange.  Apropos Bus: außer einem Wochenticket für ebendiesen für 21 Euro und einem Plan dafür braucht man eigentlich nichts, um die ganze Insel zu erkunden. Das Busnetzwerk in Malta ist wunderbar ausgebaut, der zentrale Busbahnhof in Valletta riesengroß und in meinen zwei Reisen habe ich noch keinen Ort gefunden, der nicht in der Nähe einer Haltestelle liegt. Aber erst mal zurück nach Sliema.

 

Sliema an sich ist ein schrecklich touristischer Ort, aber zum Wohnen der zentralste und gleichzeitig günstigste – Hotels, Souvenirläden und Restaurants findet man hier überall. Die winzig kleinen Supermärkte sind eher in den kleinen Gassen versteckt, lassen sich aber ganz schnell an der Hotelrezeption erfragen. Für mich ist das immer das Erste, wenn ich an einem neuen Ort bin: Fanta, Wasser und Kekse kaufen. Als Nächstes gilt es natürlich, die Umgebung zu erkunden. Am Strand waren wir grundsätzlich spätnachmittags und abends, wenn die großen Massen schon wieder weg waren und man ungestört baden konnte – auf den harten Felsen muss man sich seinen Liegeplatz schließlich frei aussuchen können, damit man keine Felsspitzen im Rücken hat 😉 
Wer gerne in Restaurants das lokale Essen genießen möchte oder einfach nur eine Pizza essen will, der ist auch in Paceville nicht verkehrt – hier gibt’s Restaurants und Bistros in allen Preisklassen, und vor allem Gutes und Günstiges für junge Leute findet man rings um die Partystraße Triq Santa Rita fast überall. Ein Geheimtipp: Maltesischer Haseneintopf – stuffat tal-fenek, das ist eines der maltesischen Nationalgerichte. Kein Wunder – schließlich sind Hasen die größten Landtiere, die wild auf Malta leben! Ansonsten empfehle ich euch unser günstiges und gemütliches Abendessen: Picknick am Strand. In den lokalen Pastizzerie, also Bäckereien, in denen man hauptsächlich Pikantes findet, gibt’s drei mit Ricotta gefüllte Pastizzi, das sind traditionelle Taschen aus Filoteig, für unter einen Euro. Oder eine Sausage Roll für einen Euro, dazu ein kühles Kinnie, das ist die original maltesische Limonade aus Bitterorange und Kräutern, und ab damit an den Strand!

Ja, das sind tatsächlich Smartphonefotos, geschossen mit der crappy Kamera vom Xperia Z2 – Schande über mein Haupt!

Zum Feiern ist natürlich Paceville die erste Wahl – im Triq Santa Rita reiht sich eine Bar an die nächste. Egal, ob man jetzt Lust auf einen gepflegten Cocktail, Tanzerei oder Shisha hat, hier findet sich für jeden was – gleichzeitig ist natürlich sehr viel los. Mittlerweile häufen sich auch einschlägige Etablissements, die Gentleman’s Clubs, deren Eingänge versteckt zwischen Bars und Pubs liegen. Mein Tipp in Paceville ist die Fuego Salsa Bar: eine kleine Bar am Ende des Triqs Santa Rita, von deren Dachterrasse aus man einen wunderbaren Blick über Paceville hat. Wer Cocktails oder Shisha – oder beides – möchte, der ist hier auch bedient, und mit einer Happy Hour bis Mitternacht und zwei Cocktails für 6 Euro fällt das Feiern hier absolut günstig aus. Noch schöner finde ich allerdings die Lounge Bar Playa del Sol in der St. Julians Bay – diese Bar befindet sich direkt am Meer und bietet kleine Tischchen am Kai. Auf Teppichen mit einem glitzernden Ausblick auf Sliema und St. Julians sitzen, die Füße ins Wasser hängen lassen und einen Cocktail trinken: kann der Urlaub schöner sein?

Plaza Hotel, Tower Road, Sliema | Fuego Salsa Bar, Triq Santu Wistin, San Ġiljan | Playa Del Sol Lounge & Bar, George Borg Olivier Street, San Ġiljan

The Capital: Valletta

 

Ganz ehrlich: genauso wie Malta ein ziemlich kleines Land ist, scheint auch Valletta nicht wirklich die Größenordnung für eine Hauptstadt zu erfüllen. Dafür ist die Altstadt umso schöner und idyllische kleine Gassen rund um den Hafen machen den planlosen Streifzug zum Abenteuer. Ganz ehrlich – für Valletta habe sogar ich Planungsmensch einmal Google Maps Google Maps sein lassen und habe mit der Kamera und den anderen Straße um Straße erkundet, bis wir irgendwann vom Busbahnhof kreuz und quer durch die Altstadt bis zum Hafen gelaufen waren.

 

Wer nicht nur Sehenswürdigkeiten ansehen möchte, der kann in Valletta auch wunderbar shoppen gehen, direkt am Hauptplatz finden sich Stradivarius, Pull & Bear und Co. und ein wenig weiter draußen gibt’s eine riesige Mall – bei unserem Urlaub haben wir außer Postkarten allerdings nichts gekauft, deswegen kann ich euch über die lokalen Shoppingverhältnisse nicht sonderlich viel erzählen. Dafür mussten natürlich ein paar Fotos bei den englischen Telefonzellen sein, die im sonnigen Malta vollkommen fehl am Platz wirken.


 

Out in the Wild: Faszinierende Natur 


Maltas Natur ist die faszinierendste, der ich je begegnet bin, und für europäische Verhältnisse geradezu exotisch. In den Städten fühlt man sich wie im urbanen Italien oder Spanien – Strandstädte eben, mit diesem typischen Urlaubsfeeling, wisst ihr, was ich meine? Und dann nimmt man den Bus und fährt nur fünf Minuten aus der Stadt raus, in die Mitte der Insel oder in den spärlich besiedelten Süden, und schon ist man in einer komplett anderen Welt. Da sind kleine, sandige Felder, die im Sommer brach und ausgetrocknet in der sonnigen Hitze liegen, mit halbhohen Mauern aus schief aufeinandergestapelten Steinen von den anderen getrennt, dazwischen Feigenbäume und Feigenkakteen, verlassene Häuser und hier und da die ein oder andere Scheune. Dazwischen schlechte Straßen, verschlafene Dörfer, der Bus rumpelt durch die heiße, aber doch so faszinierende Einöde. Und alles ist ruhig.

Gerade an den Dingli Cliffs war die Ruhe nachmittags fast zu greifen, am höchsten Punkt Maltas, über zweihundert Meter ragen die Klippen über das Meer hinaus und wir waren die Einzigen, die hinunterblickten. Ob Wanderung, kurzer Spaziergang oder einfach Verweilen neben der Kapelle an den Cliffs: dieser Ort ist faszinierend, geradezu magisch, und sollte auf jeder To-Do-Liste stehen, falls ihr sowas für euren Urlaub anlegt. Für die Kriminologen unter euch gibt’s auch noch was Spannendes zu entdecken: dieser Grabstein an den Cliffs, über den wir zufällig gestolpert sind, ist ein Gedenkstein für ein Mordopfer, das im Jahr 1992 erschossen an diesem Ort aufgefunden wurde. Der Fall ist bis heute nicht aufgeklärt – wer hat Lust, im Urlaub Sherlock zu spielen?

Auch schön, aber weniger ruhig: die berühmte Blaue Grotte im Süden der Insel. Acht Euro kostet eine Bootstour quer durch die vielen Höhlen und dauert ungefähr 25 Minuten. Ich war jetzt schon zum zweiten Mal dort und muss sagen: ein drittes Mal würde ich das Geld nicht ausgeben. Viel schöner ist es, eine Bushaltestelle vorher auszusteigen und vom Panoramaweg aus auf die Grotte hinunterzublicken – das sollte man aber nicht in der Mittagshitze tun, viel zu anstrengend. Genau deswegen mussten wir bei diesem Urlaub auch darauf verzichten.

 

Geradezu wahnsinnig überfüllt war die Blue Lagoon auf Comino, der winzigen Nachbarinsel zwischen Malta und Gozo: der einzige Ort auf den Inseln, wo es tropisch türkises Wasser und weißen Sand gibt. Der Ort ist wunderschön zum Baden und zum Entspannen, in der Hochsaison muss man aber schon ganz schön weit rausschwimmen, um nicht von unzähligen Menschen und Ferienbooten umringt zu sein. Gegenüber liegt die gerade mal 0,25 Quadratkilometer große Felseninsel Cominotto, die man schwimmend super erreichen und durch eine mit Wasser gefüllte Schlucht durchqueren kann – auf der anderen Seite warten zerklüftete Felsen und kleine Höhlen, die man als Abenteuerlustiger super erkunden kann. (Man sollte nur in der Nähe von Quallen aufpassen. 😉 Ich wusste nicht, dass Feuerquallenverletzungen beim Zurückschwimmen derart brennen, dass sie den ganzen Arm lahmlegen.)

Das war wohl einer der längsten Posts, die ich je geschrieben habe, aber ich habe den Guide bewusst nicht geteilt – so habt ihr ganz Malta easy-peasy auf einen Blick zusammengefasst. Und dieser Guide wird nicht der letzte bleiben – Paris & Disneyland in 30 Stunden ist schon in Arbeit und auch in Zukunft ist reisetechnisch einiges geplant. So werde ich – Trommelwirbel – Ende November endlich die schöne deutsche Hauptstadt aufsuchen, die ich schon so lange mal sehen möchte. Ich werde dort ein ganzes Wochenende bleiben (haha, Sarkasmus) und mir am 27. November die The Amazing Tour Is Not On Fire von meinen allerliebsten Youtubern Dan & Phil ansehen! Ist das nicht fantastisch? Ich bin sooo aufgeregt! Und natürlich ist die Kamera die ganzen zwei Tage an meiner Seite – freut euch auf meine Berliner Eindrücke!

Cheers!
Eure Marianne

Life Update Vol. 3 || I’M ALWAYS TIRED BUT NEVER OF YOU

bye, bye, greatest summer time

 

‚Wir wollen Sommer ohne Wolken und Nächte auf den Straßen, Tabak ohne Teer und unter Wasser atmen. Ich will im Plural reden und uns damit meinen. Glück ohne Ende und im Fallen steigen.‘
-Tonbandgerät

Meine Lieben,

tja, die Sommerpause ist endgültig beendet, ich bin wieder zurück und ja, es wird Zeit, den August und den September, diesen späten, aber umso schöneren Sommer ein bisschen Revue passieren zu lassen. So viel Zeit, die ich unterwegs verbracht habe, so viele Erlebnisse, so viel Strecke. 4374 Kilometer, sagt mir meine Routenplaner-App, und da ist noch gar nicht mitgerechnet, wo ich überall herumgelaufen bin. Jetzt sitze ich wieder an meinem Schreibtisch, der noch das Chaos von vor fünf Wochen beherbergt – Notizbücher, Aquarellfarben, Papierberge – und nehme das vertraute Bild in mich auf, während ich versuche, diese letzten beiden Monate und die nächsten, die kommen, irgendwie in Worte zu fassen.
►❚❚ Tagebuchmodus ein

 

Pack ma’s, bevor’s uns packt: die sechs Tage Malta zu viert waren ein wilder Mix aus Sonne, Meer, Irrsinn und Insiderwitzen. Vierzig Grad im Schatten auf dieser seltsamen Insel aus Kontrasten, ruhige Abende am Strand, auch mal reden bis zwei Uhr nachts und den Lichtern auf den Wellen nachsehen. In der Nachmittagshitze an den Cliffs stehen, hinunterblicken und darüber nachzudenken, wie es wäre, fliegen zu können. Danach lauwarmes Fanta-Wasser-Gemisch und italienische Schokokekse an der kleinen Kapelle, die fehl am Platz zweihundert Meter über dem Meer steht und neugierig die ankommenden Touristen betrachten. Über Touristen und Einheimische gleichermaßen reden, ein bisschen – na gut, sehr viel lachen, Kinnie ist immer noch die coolste Limonade der Welt und Geschichten erfinden hat noch nie so viel Spaß gemacht wie in Vallettas Straßen. In der größten Mittagshitze die Stadt, die ganze Insel einfach mal links liegen lassen, im klimatisierten Hotelzimmer liegen und lesen und aus dem Fenster schauen. Abends sind Pastizzi und Sausage Rolls aus der kleinen Pastizzeria nebenan das Beste, wer will schon Pizza für fünfzehn Euro im schönen klimatisierten Restaurant, wenn man Felsen, eine Decke und das Meer haben kann? Und danach doch wieder in die Shisha Bars, denn ganz ohne ein bisschen Party geht’s doch nicht. Hätte ich nur die Möglichkeit, dorthin zurückzukehren, ich würde es tun – ohne eine Sekunde nachzudenken.

 

It’s a small world, after all: Es ist kein Gerücht – Paris ist die schönste Stadt der Welt. Auch wenn man nur 30 Stunden dort verbringt. Rein in das Flugzeug, Landeanflug auf eine glitzernde Welt, inmitten derer der Eiffelturm aufragt, aus der Luft viel kleiner, als man ihn gewöhnt ist. Eine Nacht im lustigsten Einsternehotel der Welt, fast ein Motel, die Zimmer gehen auf ein Freilufttreppenhaus raus und die Wand ist aus amerikanischer Pappe. Morgens im wunderbar ruhigen Paris, typisches Frühstück mit buttrig-knusprigem Croissant und Kaffee zum Reintunken, der Eiffelturm steht direkt um die Ecke. Ein bisschen spazieren gehen, hier ein Selfie, da ein Selfie. Nächste Station: Carrefour, die größte Sehenswürdigkeit eines Landes sind die Supermärkte, erkläre ich und schnappe mir eine Packung Madeleines. Unser eigentliches Ziel: Disneyland. Eine andere Welt. Glitzer, Achterbahnen, Mickey Mouse, schon lange war ich nicht mehr hier, aber alles ist noch genauso berauschend wie damals mit acht Jahren. Und als ich um sechs Uhr morgens wieder im Flugzeug sitze, nach aufregenden 30 Stunden, da weiß ich: bald komme ich wieder. Bald, Paris.
Bevor wir fallen, fallen wir lieber auf!: Es gibt irgendwie die Zeit vor dem Festival und die nach dem Festival. Davor ist alles ein bisschen verschwommen, ein bisschen grau, ein bisschen Alltag.
Danach ist anders. Die Haut ist sonnenverbrannt, die Füße kaputtgetanzt, überall blaue Flecken und Kratzer, im Gesicht ein breites Grinsen, das nicht mehr verblassen will und so viele Erinnerungen im Kopf. Kalte Ravioli und Gelächter zu Xenonschein, Gelächter mitten im Moshpit, Gelächter noch bei der müden Heimfahrt. Unglaubliche jahrtausendealte Berge als Kulisse und wir mit unserem Eiskaffee davor, die Mittagshitze brennt bis in den Magen, aber wir springen lachend in den Bach, bis die Füße gefroren sind. „Chiemsee Summer“, das Band von diesem Jahr ist pink und trägt nach zwei Tagen schon Spuren vom Getanze zu Sum 41, AnnenMayKantereit, Steve Aoki. Fünfminutenterrinen und lauwarmes Radler zu jeder unmöglichen Tages- und Nachtzeit, Gekicher über Knutschflecken und die dämlichste Musik des ganzen Campingplatzes, abrocken getragen auf den Schultern der anderen, über der Menge. Wir fühlen uns wie ein Feuerwerk und wissen jetzt schon, das war nicht das letzte Mal Chiemsee.

Mountain Love: Ich weiß nicht, woher das kommt, aber plötzlich bin ich nicht zu halten, ich möchte jeden Sonnentag in den Bergen verbringen, einen Gipfel erklimmen und dann die Aussicht genießen, am besten mit einem guten Buch oder einem schönen Menschen, und jedes Wochenende auf’s Neue zieht mir der Regenvorhang einen dicken grauen Strich durch die Rechnung. Das Schönste war ein Septemberwochenende in den Bergen, eine kleine gemütliche Hütte hoch über dem Wanderweg, zwei Shetlandponys und einer Aussicht, für die manch einer töten würde. Bergluft macht frei im Kopf, sagte mir einst ein weiser Mensch, und scheinbar ist bei mir doch ein Teil dieser Wahrheit im Herz hängengeblieben – bald, bald geht’s wieder auf in die Alpen. Noch zehn Tage und die Wanderstiefel warten schon ungeduldig in der Ecke.
Septembernachmittage: Jetzt ist schon fast wieder Herbst, die Luft riecht zumindest wieder so, mehr nach rostroten Blättern als nach Kräutern und Stroh und wir schreiben September. Dass die Zahlen auf dem Thermometer immer noch nach Sommer aussehen, finde ich ganz toll, denn noch habe ich keine Lust, mich endgültig vom Sommer zu verabschieden. Eis essen mit alten Freunden in der kleinen Stadt, die Kalorien danach wieder runterschwitzen und mit dem Fahrrad lachend durch die Gegend düsen. Die Kinoabende leben wieder auf, nach dem Sommerloch kommt ein guter Film nach dem anderen und Nachos mit Käsesauce zusammen mit Freunden vor der Leinwand sind immer noch das Beste nach einem langen Tag. Suicide Squad, Nerve, Mike and Dave, die Liste ist endlos und wird wahrscheinlich nie aufhören, und vielleicht freu ich mich doch auf die Wintertage, wenn die Lieblingsdisco wieder öffnet und die Tasse für den heißen Kakao tagtäglich neben dem Laptop steht, weil Schreiben bei Regen und Kakao immer noch unschlagbar ist.

 

►❚❚ Tagebuchmodus aus

Bald beginnt das neue Semester, mein drittes nun, und bald fangen auch neue Aufgaben für mich an. Der NaNoWriMo startet zum 1. November, und dieses Mal stehe ich mit auf der Teilnehmerliste – in den nächsten drei Tagen werde ich mein Herzensprojekt endgültig fertigplotten und dann innerhalb von 30 Tagen niederschreiben. Ein Kurzurlaub ist auch schon wieder geplant – die Travelguides stapeln sich auf meinem virtuellen Schreibtisch und ich verspreche euch, bald werde ich Bericht erstatten!

 

‚They’re teaching me to kill, but wo’s teaching me how to love? Now baby, isn’t that crazy?‘
-My Chemical Romance

Die Volume-Posts. Hier kommt der ganze random stuff der letzten Zeit, über den ich so nachdenke, mich freue, mich aufrege. Und Zitate, die ich gerade gut finde. Denn meine Zitatesammlung füllt mittlerweile über zwei Notizbücher und nie hab ich Gelegenheit, sie irgendwo anzubringen. Und gute Zitate müssen meiner Meinung nach verbreitet werden. Oder?

short story • Von sechs Richtigen und einer ganzen Menge Dankbarkeit.

Jetzt im Lotto gewinnen, was würdest du dann tun? Fragt sie, streicht sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht und ich schließe kurz die Augen.

Jetzt sechs Richtige ankreuzen, den einen Schein haben. Ja, ich weiß genau, was ich dann tun würde. 

Die Freunde anrufen, die schon längst warten, und ihnen sagen – es dauert keinen Tag länger, lasst uns jetzt den Motorradführerschein machen, wer muss dann noch jahrelang sparen? Dann ist die Freiheit zum Greifen nah, Touren quer durch die Berge und schlussendlich am Meer ankommen, in Leder und Metall am Strand stehen und endlich, wirklich frei sein.

Eine Liste aus all den Orten machen, die seit Jahren im Kopf herumspuken und einfach mal den ersten Flug buchen, wen interessiert schon unbezahlter Urlaub, wenn man so viel sehen kann? Sri Lanka. New York City. Island. Singapur. Einmal die US-Ostküste runter. Mit dem Motorrad quer durch Frankreich. Warum, frage ich sie, warum denn nicht?

Die Karten für das nächste Konzert kaufen, music is life, vielleicht Twenty One Pilots oder Panic! At the Disco. Zusammen mit tausenden anderen singen – das war schon immer fantastisch.

Und dann dämmert mir etwas. Eine ganz simple Erkenntnis.

Was, wenn ich die sechs Richtigen schon längst habe? Vielleicht nicht im Lotto, aber im Leben.

 Na und, dann warten wir doch noch bis nächstes Jahr mit dem Führerschein und heizen solange mit der Motocross über verlassene Feldwege, auf denen wir die Einzigen inmitten von all der Natur sind. Wir. Zusammen.

Vielleicht muss New York oder Island noch ein bisschen warten, aber Malta und Paris und die Berge reichen doch auch erst mal, unvergessliche Momente mit Menschen, die man liebt, und im Hintergrund das Meer. Und selbst wenn wir nur bis ins Kino kommen statt ans Meer oder an den Chiemsee, das Gelächter bleibt das gleiche, und das Gefühl, dass uns nichts auseinanderbringen kann, auch.

Vielleicht kommen wir nie auf all die Konzerte, aber wir haben Festivaltickets und Campingstühle und ein Zelt und deswegen tragen wir die Bänder auch noch Monate später, weil vier Tage Wahnsinn auf dem Festival einfach noch viel besser ist. Und wenn wir nicht gerade mitsingen, mitjubeln, dann singen wir unsere eigenen Lieder, schreiben unsere eigene Geschichte weiter, und das zusammen.

Und ist es nicht das, was zählt? Die Menschen, die man liebt. Die Lieder, die man selber singt. Die Momente, die man am liebsten in Marmeladengläsern fangen möchte, und dann tut man es doch nicht, weil sie es nicht verdient haben, weggesperrt zu werden.

Die richtigen Momente sind wichtig. Nicht die richtigen Zahlen. Sage ich zu ihr und sie nickt zufrieden, als hätte sie nichts anderes erwartet.

Stock Photos: pexels.com

travelling weekend • Valeggio sul Mincio

Meine Lieben,


mittlerweile muss ich wirklich schauen, dass ich meine Vorlesungen am Donnerstag und Freitag mal wieder besuche. Gefühlt bin ich jedes Wochenende unterwegs – ganz egal ob in Passau, Nürnberg, auf Rock im Park oder sogar spontan für drei Tage in Italien. Das hat sich ganz zufällig ergeben und so war ich mit meiner Familie drei Tage im wunderschönen Valeggio sul Mincio, südlich vom Gardasee.


Der Urlaub fing schon sehr lustig an: wir kamen nachmittags in Valeggio an. Regen wie aus Kübeln. Und die Hauptstraße war gesperrt. Über die mussten wir aber eigentlich drüber, um zu unserem Hotel zu gelangen – tja, Pech. Grund für die Sperrung war nämlich die berühmte Oldtimerrallye Mille Miglia, die direkt durch unser Urlaubsdorf führte, tja, dann sahen wir halt erst mal Ferrari nach Ferrari vorüberrauschen, während wir nach dem Hotel suchten (oooh, ich sag’s euch, gran-di-os!). Aber irgendwann waren sowohl Rallye als auch Regen vorbei und das Italienfeeling kam mit der Sonne gleich auf. 

Grundsätzlich kann ich euch gar nicht viele Reisetipps geben, weil diese drei Tage für mich eigentlich nur aus Spazierengehen und Essen bestanden haben: in Valeggio werden Tortellini hergestellt und die bekommt man dort auch in ungefähr jedem Restaurant. Nur vor einem möchte ich euch warnen: die Kürbistortelli, Tortelli di zucca, aus Mantova sind mit einer Füllung aus Kürbis und Amarettini sehr gewöhnungsbedürftig. Vor allem, wenn man vorher nicht weiß, dass die Füllung süß ist. Da ess ich dann doch lieber die mit Fleischfüllung. 😉 Ansonsten ist es auch noch sehr ratsam, in Borghetto eines der Bistros auszusuchen und dort einen Aperitif zu trinken – das kleine Mühlendorf ist wirklich sehr charmant.




Ein Ausflug in den Supermarkt in Mantova musste natürlich auch sein: immer, wenn ich in Italien bin, möchte ich bitte gerne Parmesankäse, Stracchino, Parmaschinken, Bresaola, Mortadella, Salami und alles andere, was mich gerade so anlacht, mit nach Hause nehmen. Und natürlich Pan di Stelle – kennt ihr die herrlichen Schokokekse? Wenn nicht, umso besser. Die machen nämlich wirklich süchtig.

Was auch schön ist: der Parco Giardino Sigurtà direkt in Valeggio, eine riesige Parkanlage, die man wahlweise mit dem Fahrrad, Golfcart oder zu Fuß betreten kann. Ich rate euch eins: nehmt das Golfcart, wenn ihr mehr als drei Personen seid! Ist nicht viel teurer als Fahrräder und viel, viel lustiger. In diesem Park habe ich auch meine neue Freundin, die kleine Zwergziege, kennengelernt – wenn irgendwo Tiergehege sind, kann ich einfach nicht widerstehen. Vor allem nicht bei Babyziegen.


Nachdem Valeggio so nah am Gardasee liegt, durfte auf dem Weg nach Hause ein kurzer Abstecher nach Peschiera nicht fehlen: ganz klassisch Pizza und Eis am Ufer des Gardasees. Das einzige Manko: ich glaube, das ganze Dorf war voll mit deutschen Touristen statt Italienern. Nicht mein Fall, aber in den Pfingstferien vermutlich nicht zu vermeiden. Alles in allem eignet sich die Region perfekt für einen Kurztrip, gerade wenn man in Bayern wohnt – fünf Stunden Fahrt sind einfach nicht zu schlagen.
Was sind eure Lieblingsorte in Italien? Habt ihr noch Geheimtipps für einen Wochenendurlaub?

Back Where I Belong. Nizza.

Hallo ihr Lieben!

Ja, lang, lang ist’s her. Ich musste die letzten Tage leider krankheitsbedingt eine Pause machen – aber jetzt bin ich wieder hier und jetzt muss ich euch auch endlich die Fotos von meinen Tagen in Antibes zeigen.

Da mein Cousin dabei war und der noch nie an der Côte d’Azur gewesen ist, haben wir auch Cannes und Monaco besucht. Dazu plane ich aber noch in Zukunft eine Reihe an Reiseposts – schließlich habe ich mit Familienanschluss in der Region die echten Geheimtipps zu bieten!

Heute also nur eine Bilderflut von diesen absolut wunderbaren zehn Tagen.

Die liebsten Leute ❤ | Full House am Strand in Cannes | Monaco | Marché Provençal in Antibes | Der Port Vauban in Antibes bei Nacht

Frankreich – Part 5. LOIRETAL

Heute kommt endlich der letzte Teil der Frankreichreise, und dann geht’s weiter nach Italien! Aber davon verrate ich noch nicht zu viel. Heute geht’s erst mal die Loire entlang. Was es dort gibt? Schlösser, Schlösser und noch mehr Schlösser.

Aber so staubtrocken sich das auch anhören mag, die Besichtigung ist ziemlich amüsant. Man kann zum Beispiel vor der Hitze in die Kerker und Katakomben fliehen, einmal statt Prinzessin Gefangener spielen und nervige kleine Jungs fast im Schlossgraben versenken. (Ich bin unschuldig. Hust.)Aber von den tollen Eindrücken lasse ich jetzt erst mal die Fotos sprechen.

Ussé – das Dornröschenschloss | Azay les Rideaux | Villandry | Chambord

Frankreich – Part 4. BRETAGNE

Hallo ihr Lieben!

Heute kommt endlich der nächste Teil der Reise. Nach Cancale sind wir erst einmal in der Bretagne rumgetingelt und waren an so manch interessanten Orten – die gibt’s heute in einem Post zusammengefasst.

In der Heimat von Asterix und Obelix musste der Besuch eines Hinkelsteins natürlich sein. Ich kann euch eins sagen – raufklettern ist unmöglich. Aber es macht Spaß, es auszuprobieren!

 Die berühmteste Insel Frankreichs war an diesem Junitag besonders gut besucht – die Springflut (in Fachkreisen Springtide, ja, ich bin informiert) hat noch mehr Besucher angelockt als sonst schon. Die schnell ansteigende Flut hat in kürzester Zeit das in der Ebbe komplett trockene Land unter Wasser gesetzt – schade, dass man das Phänomen in Fotos einfach nicht so gut zeigen kann!

Ansonsten ist der Mont St. Michel auf jeden Fall einen Besuch wert. Durch kleine Gässchen voller Läden und Cafés (zumeist ein wenig touristisch, aber was soll’s?) gelangt man oben endlich zum Aussichtspunkt, wo der Blick zum Festland auch tatsächlich fantastisch ist.

 Das kleine Städtchen an der bretonischen Küste hat eine malerische Altstadt und tolle Strände – wenn auch das Wasser im Juni ein wenig kalt war. Die gemessenen 13 Grad haben uns allerdings nicht davon abgehalten, hineinzuspringen. Und zum „Aufwärmen“ gab’s danach beim Stadtbummel ein Eis – mit Sorten wie Veilchen und Orangenblüte. (PS: Schoko ist mir immer noch lieber.)

Das Cap Fréhel an der bretonischen Steilküste ist der beste Ort, um Nachspeisen zu essen – war zumindest die allgemeine Kindermeinung. Am malerischen Cap kann man es sich tatsächlich gemütlich machen und superleckere Petit Fours und Mousse au Chocolat aus dem Joghurtbecher essen. Und die Milka Cranchitos waren natürlich wie immer toll. Auch wenn sie sich im heißen Auto irgendwie in einen einzigen Schokoknusperklumpen verwandelt haben. :‘)

Das war’s schon wieder mit dem heutigen Sonntagspost, als Nächstes geht’s ins Loiretal!