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Meine Top 5 Traumpaare & Fandom Printables zum Valentinstag

Geeky Valentine - Zelda

Meine Lieben,
die Zeit vergeht wie im Flug und schon steht der Valentinstag vor der Tür. Ich muss euch gestehen, dass in den letzten Jahren so wenig dazu kam, liegt einzig und allein daran, dass ich diesen Tag kaum feiere. Letztes Jahr war ich immerhin mit meinem Freund im Kino, das auch eher zufällig. Was wir angeschaut haben? Deadpool! Der perfekte romantische Film, nicht wahr?

Auch dieses Jahr wird der Valentinstag in meinem Privatleben wohl keine große Rolle spielen. Trotzdem habe ich in den letzten Wochen so viel auf diversen Blogs und vor allem auf Pinterest dazu gelesen, dass ich doch Lust auf einen Beitrag zum Tag der Verliebten hatte. Und weil der letzte Fandom-Post schon eine kleine Weile her ist, stelle ich euch heute meine persönlichen Top 5 Traumpaare aus meinen liebsten Büchern, Filmen und Serien vor.

Top 5 Traumpaare:
Ron und Hermine (Harry Potter)

Zugegeben – Ron und Hermine sind für mich nur eines der vielen Traumpaare in der Welt der Zauberer. Aber für mich sind die beiden die einzigen, die sowohl in allen Büchern als auch in den Filmen eine wirklich tolle Story erleben. In der Geschichte von Ron und Hermine sieht man, was die kleinen Momente ausmachen. Man wird sich dessen erst im Nachhinein bewusst, wie viele kleine Augenblicke, wie viele unterdrückte und offene Gefühle und wie viele Irrwege zu dem geführt haben, was die beiden am Ende der Reihe sind. All diese kleinen Momente findet ihr in den beiden Videos wieder. Müsste ich eine Lieblingsszene aussuchen, wäre ich tatsächlich komplett überfragt. Welche Romione-Szene findet ihr am schönsten?


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Tony Stark und Pepper Potts (Iron Man)

Pepperony – das ist nur einer der vielen Codenamen für dieses Paar, das wohl den ersten Platz in meiner Liste der Top 5 Traumpaare belegt. Das chaotische Genie mit dem Hang zu Narzissmus und Selbstzerstörung und seine Assistentin, die sein ganzes Leben in Ordnung hält und daran meistens verzweifelt? Klar, dass das nicht lange so bleibt. Daraus entwickelt sich eine Beziehung mit Höhen und Tiefen, von denen ein normaler Mensch nur träumen kann (und manchmal sind das die reinsten Albträume). PTSD, Fliegen und Fallen, Küsse auf Dächern über der Stadt – Pepper und Tony sind der reinste Molotovcocktail. Und genau das macht die beiden so perfekt zusammen.

[spoiler title=“Achtung, Spoiler! Wenn ihr die neuesten Marvel-Filme noch sehen wollt, am besten nicht weiterlesen.“]Dass in „Captain America: Civil War“ bekannt wurde, dass die beiden (hoffentlich vorerst!) getrennt sind, hat mich wie viele andere Fans ehrlich geschockt. Eine der Tatsachen, warum ich diesen Film nicht mögen kann, ehrlich gesagt. (Mal abgesehen vom ganzen Thema und der Dummheit des lieben Captain Steven Grant Rogers. Grr.) Es bleibt also nur zu hoffen, dass Pepper und Tony doch noch zu einem Happy End finden. [/spoiler]

ShAmy – Sheldon und Amy (The Big Bang Theory)

Sheldon und Amy sind wohl das skurrilste Pärchen, das man im ganzen Sitcom-Universum finden kann – und da gibt es so einiges! Der schräge theoretische Physiker Sheldon Lee Cooper und die nicht weniger schrullige Mikrobiologin Amy Farrah Fowler lernen sich durch ein arrangiertes Treffen kennen und bleiben aneinander hängen. Ihr wisst ja schon, dass TBBT eine meiner ganz großen Lieblingsserien ist – ja, es ist schrecklich seicht, und ja, manche Witze wiederholen sich andauernd, und ja, ich liebe es trotzdem. Vor allem die beiden – diese schrecklich langsame Beziehung mit der sogenannten Beziehungsrahmenvereinbarung als rechtliche Grundlage fand ich schon immer lustig und ihre Streitereien sind noch besser. Sheldon und Amy: ein Paar, das zeigt, dass alles immer noch schlimmer sein kann. So kommt einem die eigene Beziehung auch in der Krise perfekt vor!

Leia und Han Solo (Star Wars)

Zu diesem Paar gibt es so viel zu sagen, dass ich lieber gar nichts sage. Der Tod von Carrie Fisher hat uns alle schwer getroffen, wenn ich im Namen der Star Wars Fans sprechen darf. Und dass die Liebe zwischen Prinzessin Leia und Han Solo auch nach jahrelanger Trennung immer noch dieselbe ist, haben wir in „The Force Awakens“ ganz deutlich gesehen. Deswegen seht ihr jetzt im VIdeo die für mich stärkste Szene des ganzen Films – Herzschmerz und ganz viel Nostalgie vorprogrammiert.

Link und Zelda (The Legend of Zelda)

„The Legend of Zelda“ ist eine meiner liebsten Game-Reihen. Das Nintendo-Franchise dreht sich seit mittlerweile 31 Jahren und über 20 Spielen um die Liebesgeschichte zwischen Hauptfigur Link und Zelda, der Prinzessin des Königreichs Hyrule. Aktuell spiele ich „A Link Between Worlds“, in der die Prinzessin zusammen mit den Sieben Weisen in ein Gemälde verwandelt wurde und sich eine Rettung durch Link erhofft. Die vielen Inkarnationen der beiden zeigen sich in ganz verschiedenen Geschichten – die Kindheitsfreundin und lebenslange große Liebe Zelda in „Skyward Sword“, die Geister-Zelda und ständige Begleiterin von Link in „Spirit Tracks“. Zusammen mit der tollen Welt von Hyrule sehe ich die gemeinsame Geschichte der beiden als eine der gelungensten Lovestories solcher Games und damit eindeutig als fünftes der Top 5 Traumpaare – sorry, Mario und Peach können einpacken.

Und weil Nerds und Fans zum Valentinstag auch gerne mit Liebesbotschaften überrascht werden, habe ich für euch gebastelt. Die Postkarten im 8-Bit oder auch Pixel Design mit nerdigen Botschaften könnt ihr hier herunterladen, ausdrucken und verschenken. Zusätzlich zu drei Motiven aus den beliebten Games The Legend of Zelda, Skyrim und Pokémon findet ihr im Paket eine Rückseite, die ihr auf eure Postkarten drucken könnt. So lässt sich eure persönliche Botschaft verewigen und per Post verschicken!

Valentinstag: Postkarten Printables

Hier könnt ihr alle Postkarten zusammen herunterladen. Einzelne Motive könnt ihr folgendermaßen downloaden: in der Galerie per Rechtsklick das Menü öffnen, „Grafik anzeigen“ > Rechtsklick > Grafik speichern unter.

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Die Printables sind zur nicht-kommerziellen Verwendung freigegeben, dürfen jedoch weder bearbeitet noch kommerziell verwendet werden. Bei Weitergabe bzw. Verlinkungen bitte ich um Nennung mit Blogname und Link. (CC-BY-NC-ND-Lizenz)

Zugegeben, die Wahl meiner Top 5 Traumpaare ist mir wirklich schwer gefallen. Da wären noch so viele zu nennen – der Joker und Harley Quinn aus dem Film Suicide Squad (nicht zu verwechseln mit der ungesunden Beziehung in den Comics), Bobbi und Hunter aus Agents of S.H.I.E.L.D oder Magnus und Alec aus Shadowhunters… die Liste könnte ewig so weitergehen! Was sind eure liebsten fiktiven Paare? Und wie verbringt ihr euren Valentinstag?

Cheers,
Eure Marianne

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short story | Weil die Details am meisten bedeuten.

Die U-Bahn fährt ein, fahles Blau gegen das schreiende Orange der Station. Marienplatz. Kopfschmerz. Die Unitasche ist schwer, Musik dröhnt in meinen Ohren, besser als das Stimmengewirr.

Ich verhalte mich wie ein kaputter Scanner, mein Blick huscht unruhig durch die Masse, bis nur noch ein grauer Schleier übrig bleibt. Graue Masse, graue Menschen, kategorisiert nach Alter, Kleidung, Stil, Attraktivität, wie auf einer Preisliste.

Blinzle gegen das Licht. Jemand steht neben mir, nehme die Person kaum wahr, dann treffen mich Augen. Blaue, ein wenig müde Augen mit kurzen Wimpern, ein Kranz aus grünem Licht um die Pupille.

Wie lange ist es her, dass du einem Menschen in die Augen gesehen hast?

Es reichen 36 Fragen und 4 Minuten durchgehender Augenkontakt, um sich in einen Fremden zu verlieben, besagt eine Studie. Aber nur die Fragen reichen nicht aus.

Wie lange ist es her, dass du einem Menschen so lange in die Augen gesehen hast, dass du alle Details kanntest, jede schiefe Wimper, jeden Farbverlauf in der Iris?

Details. Eigentlich geht es immer um die Details, und das fällt uns viel zu selten auf. Du kaufst ein Notizbuch – geht es dir darum, dass die Linien stimmen, oder um das Gefühl des Leders unter deinen Fingern? Um den Geruch von Papier und die weiche Oberfläche, die blaue Tinte aufsaugt, als wäre sie am Verdursten, was ja auch irgendwie stimmt. Es geht um die Einzelheiten.

Aber wir verlieren uns im Alltag. Zwischen neun Stunden Arbeit, all den To-Do-Listen, dem Hetzen vom einen Ort zum nächsten, klimpernden Autoschlüsseln und überall Radiostimmen und grellen Werbeanzeigen verlieren wir uns, und dann gehen die Details im Strudel unter, ertrinken im Allgegenwärtigen.

Und ich frage mich: war das nicht einmal anders? Haben wir nicht einmal nur die Details gesehen?

Ich wollte doch immer mehr sein als das, mehr erfahren, mehr leben, das wollten wir alle. Keine Sklaven des Alltags, des engen Blicks, wir sehen manchmal nur noch den Weg vor unseren Augen, ohne das Gras am Feldrand. Terminkalender statt Licht in Augen. Nur den Stau auf der Autobahn statt dem Schwarm Stare, der an den nächsten Ort von vielen zieht.

Und dann, auf einen Schlag, passiert es. Die ganzen alten Gedanken kehren zurück, kitzeln in längst vergessenen, verstaubten Ecken des Kopfs. Pläne, Orte, Ideen. Neue Gesichter, alte Menschen, die Mischung macht’s. An manchen Tagen bin ich wacher als sonst, fahre mit dem Auto in die Dunkelheit hinein, und dann ist alles so klar, scharf umrissen wie lange nicht mehr, wie lang war ich blind? So viele unscharfe Umrisse, die Müdigkeit ist endlich verschwunden, zurück bleibt Determination. Etwas anzufangen. Nicht hier aufzuhören. Es war und ist nie genug, ich kann noch so viel höher, weiter, schneller. Mehr. Da ist so viel Mehr, in Großbuchstaben, und es wartet nur darauf, gefunden zu werden. Also steige ich in die U-Bahn, schnell, bevor die Türen schließen und mich zurücklassen, und ich sehe endlich wieder die Details, graue Augen mit gelben Flecken und die Musik in meinen Ohren bringt mich zum Lächeln.

Diese Augen sind so unterschiedlich und doch haben sie etwas gemein – sie sind meine und die meiner Schwester. Ob lange Wimpern oder kurze, getuschte, ungeschminkte, mit Kajal oder ohne, schwarz oder silberschimmernd und ob sie blau sind oder grün oder braun oder grau – sie alle sind einzigartig und mit ihnen nehmen wir all die Details auf, auf die wir alle mehr achten sollten. 

Bei diesem kurzen Shooting hatte ich so viel Spaß wie lange nicht mehr – ich habe meine Makrolinsen neu für mich entdeckt und endlich festgestellt, dass man damit nicht nur Pflanzen und Ameisen fotografieren muss. Mal sehen, welches Detail mir als Nächstes vor die Linse läuft.

Inspiration: Meine Wunschliste für 2017

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Meine Lieben,
Die Zeit eilt dahin und jetzt ist tatsächlich schon der vierte Advent verstrichen. Die meisten Geschenke sind eingepackt und in geheimen Ecken verstaut (hahaha, genau), die letzten Plätzchen gebacken und Pläne geschmiedet. Und was dachte ich mir da? Klar, Zeit für die Weihnachtswunschliste! Ehrlich gesagt wollte ich dieses Jahr überhaupt keine veröffentlichen, weil ich mir ursprünglich gar nicht so viel gewünscht habe. Aber dann musste ich feststellen, dass sich vor allem für 2017 eine ganze Menge an Sachen angesammelt hatte. Und warum dann nicht einfach eine Wunschliste für 2017 zusammenstellen? Hier kommt der materielle Teil – der ideelle ist noch nicht ganz fertig und meine Vorsätze kommen schließlich auch noch mit rein.
 
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Meine Wunschliste für 2017:

1. Hinter einem klassischen Paar Doc Martens hechele ich schon seit Jahren her und je länger ich meine schwarzen Schnürstiefel von Tamaris anziehe, desto mehr will ich das Original endlich haben. Am liebsten die 1460 FORLIFE – damit bekommt man nicht nur den Schuh, sondern auch eine lebenslange Garantie auf Reparatur und Ersatz.
 
2. Ja, ich und Nintendo – a never ending love story, könnte man sagen. Jahrelang habe ich meine Eltern um einen Nintendo DS angebettelt, bis ich endlich Mario Kart, Pokémon und Animal Crossing spielen konnte. Und jetzt, wo bekannt ist, dass die neue Switch keine 3DS games unterstützen wird, sondern parallel gehandelt wird – was hält mich noch? Genau, nichts. Im Gegensatz zu allem anderen wird der 3DS auch unter dem Christbaum liegen. Mit dazu kommt Legend of Zelda: A Link Between Worlds.
 
3. Copic Marker und ein Grafiktablett in vernünftiger Größe – dazu muss ich wohl nicht viel sagen. Ich zeichne und male nach wie vor viel und seit ich das auch für Aufträge tue, sind hochwertige Materialien noch wichtiger. Marker habe ich bis jetzt gar nicht, koloriert wird in Photoshop oder mit Filzstiften und das ist auf Dauer eher schrecklich. Und mein Grafiktablett von Wacom ist zwar heißgeliebt, aber auf Dauer einfach zu klein, um effizient zu arbeiten.
 
4. Leute. Dieses. Shirt. Ich habe es in Berlin in einem Schaufenster an der U-Bahn gesehen und ungefähr drei Tage lang nicht aufgehört, darüber zu lachen. Ich habe allen Ernstes noch nie ein Shirt gesehen, das so sehr meinem Humor entspricht. Leider von Swarovski und damit nicht ganz billig – aber ich sag euch eines, ich kriege dieses Shirt auch noch! Und wenn ich fünf Jahre dafür arbeiten muss. (Außerdem ist mein geliebtes schwarzes Shirt von Einstein & Newton vor einem Monat kaputtgegangen. Scheiß Drahtzäune.)
 
5. Ich bin im Moment andauernd angespannt, müde, gestresst – und wenn ich nächstes Jahr in den Urlaub fahren will, dann bitte schön irgendwohin, wo sonst niemand ist und ich meine Ruhe habe. Keine anstrengende wochenlange Städtereise. Keine Touristenhochburgen. Lieber Berge und Schnee, von mir aus gerne eine Sauna und ein paar gute Bücher. Hach!
 
6. Trotz allem Stress – ein bisschen Action muss auch sein und was passt da besser als Musik? Seiler und Speer konnte ich im November in München nicht sehen und habe mich deswegen schwarz geärgert – also dann halt im März! Wanda und Sum 41 sind außerdem schon gekauft und warten an der Pinnwand auf ihren Einsatz.
 
7. Noch ein Nerdteil – ich bin seit meiner Anmeldung auf Pottermore vor ungefähr drei Ewigkeiten stolzer Slytherin – most underrated Hogwarts House ever! Und nachdem ich für den Fasching noch kein Kostüm habe, dafür aber einen Gutschein von Elbenwald, bin ich aktuell stark in Versuchung, mir den Pulli und die passende Krawatte zu holen. Was meint ihr?
 
Ganz ehrlich – in fünf Tagen ist Weihnachten und ich bin so absolut kein bisschen in Weihnachtsstimmung. Deswegen kommt das ganze Thema auf dem Blog dieses Jahr ein bisschen zu kurz – meine Geschenke sind alle nur zur Hälfte fertig, von kreativen Verpackungen und Prints ganz zu schweigen. Das wird wahrscheinlich alles auf Freitag vertagt, mir graust schon. Aber Weihnachten hin oder her, ich freue mich auf ein paar Tage Ruhe und Ausspannen, bevor der ganze Affenzirkus wieder losgeht! Wie sieht das bei euch aus? Freut ihr euch auf Weihnachten? Und was steht auf eurer Wunschliste für 2017?
 

Ein Roman in 30 Tagen: NaNoWriMo – 10k Wörter an einem Tag

Meine Lieben,
Ich hab’s geschafft. Ich habe im November 50.138 Wörter geschrieben und den NaNoWriMo damit gewonnen. Das sind an die 200 Seiten, und 1.667 Wörter pro Tag. Ich habe einen fast fertigen Roman auf meinem Laptop – na gut, an die 20.000 Wörter könnten es schon noch werden – und so viel geschrieben wie noch nie zuvor.
 
Ehrlich, lange Zeit sah es nicht danach aus, dass ich es noch schaffen könnte, und jetzt ist mein Schnipselroman „In Freiheit sterben“ schon fast fertiggeschrieben. Wie lange ich davon geträumt habe… Aber alles der Reihe nach.
 
 

 

Mit selbstgestaltetem Book Cover und einem kryptischen Klappentext schreibt es sich gleich viel besser.
 
Schon die letzten Oktobertage waren nervenaufreibend. Mein Plot war noch am 25. Oktober ein einziger Wust an Ideen und meine Vorbereitung dank der Uni kaum vorhanden. Also erst mal einkaufen gehen und dann den Plot bereinigen. Mein Survival Kit bestand dann aus einer erfrischenden Duftkerze, einer vierstündigen Playlist auf Spotify, Kaffee, ganz viel Wasser und einem Haufen Snacks (ich sag nur Karotten, Bake Rolls, Weintrauben und Gummibärchen).
 
Mein Plot? Na jaaa… Der war bis zum 31. Oktober nicht die ordentliche, nach Kapiteln eingeteilte Übersicht in Scrivener, die ich wollte. Sondern vielmehr sechs digitale Karteikarten, die das Ganze mehr schlecht als recht zusammenfassten, und darüber hinaus eine riesige Liste an Szenen, die ich teils umsetzen musste, teils wollte. (Ratet mal, welche davon jetzt noch nicht geschrieben sind. Ha. Marianne lässt sich nun mal zu nichts zwingen. Blöderweise.) Aber wisst ihr was? Es hat trotzdem funktioniert! Also habe ich mich am 1. November gleich nach der Halloweenparty um drei Uhr morgens an den Laptop gesetzt und angefangen zu schreiben.
 

NaNoWriMo: Irgendwo zwischen Euphorie und Verzweiflung

 
Die ersten Tage gingen gut. Ach was, die ganze erste Woche war toll. Nachdem ich mich bei meiner Szenentabelle an keine festgelegte Reihenfolge gehalten hatte, sondern einfach mal drauflosgeschrieben habe, konnte ich mir die Szenen rauspicken, die gerade zu meiner Stimmung passten. Jeden Abend saß ich da, im Schein der Zitronengrasduftkerze, und schrieb. Fieberhaft.
 
Die nächsten Wochen? Schrieb ich verbissen, angestrengt. So nach dem Motto „oh nein, das muss ich auch noch machen“. Ein weiterer lästiger Punkt auf der To-Do-Liste. Und natürlich blieben jetzt die Szenen übrig, die ich nicht so gerne schreiben wollte. Gerade in der zweiten Woche kommt der Abgrund, hieß es von anderen, die den NaNo schon hinter sich hatten, und damit sollten sie Recht behalten. In diesen Wochen Mitte November habe ich etwas Entscheidendes gelernt: Das Romanschreiben hängt nicht nur von der Idee, von der Kreativität ab, sondern als Erstes und vor allem vom Durchhaltevermögen.
 
Ich bin kein sonderlich disziplinierter Mensch, wenn es um die meisten Dinge geht. Viele Projekte fange ich an und niemals werden sie fertig, weil ich die Motivation verliere oder keine Zeit mehr habe. Und genauso wäre es mir auch beinahe beim NaNo gegangen. Nach einer stressigen Uniwoche, einer miesen Erkältung und zwei schreibfreien Tagen in Berlin kam ich am 28. Oktober auf eine ernüchternde Bilanz von 4.000 Wörtern, also ganze 16 Seiten, zu wenig. Tja, das war nicht schön. Aber ich hab’s ja trotzdem geschafft. Wie, fragt ihr?
 
 
Mit einem 10k Day. Ja, genau, einem Tag, an dem man allen Ernstes 10.000 Wörter schreibt – im Vergleich zu den üblichen 1.667 ist das über fünf Mal so viel. Und auch fünf Mal so anstrengend. Aber ich habe mir einen genauen Plan zurechtgelegt, den ganzen Tag geschrieben und schlussendlich sogar fast 12.000 Wörter aufs Papier gebracht. Und damit – mit diesem riesigen Tag – habe ich den NaNo entgegen aller Hoffnungen zu Ende gebracht und bin irre stolz, dass ich tatsächlich durchgehalten habe.
 
Die Statistiken sollte ich vielleicht gar nicht veröffentlichen, weil sie so schräg sind 😂 aber hier, ich hab nicht gelogen!

 

 
An dieser Stelle noch Shoutout und ein großes fettes Dankeschön an alle die Leute, die mich im November unterstützt bzw. meinen Wahnsinn toleriert haben. Da wäre zum Einen meine Familie, die sich ständig meine Klagen über fehlende Inspiration und zu wenige Wörter anhören dürften. Die Mädels aus der Schreibwerkstatt, die mir in den schlimmsten Tagen wieder Energie gegeben haben. Dann natürlich die beiden Freundinnen, die den NaNo mitgemacht haben, und nicht zuletzt mein Freund, dem der ganze Wahnsinn und mein Gejammer wohl am meisten auf den Wecker gegangen ist. Ihr seid alle toll und ich liebe euch! Ihr seht, es ist für den NaNo vor allem auch wichtig, Menschen zu haben. Menschen, die das Ganze unterstützen, die einen anfeuern, und am besten auch noch Menschen, die selbst mitschreiben. Sucht euch Leute!
 

NaNoWriMo Tools: Plot Helper & 10k Day Schedule

 
Na, habt ihr jetzt auch Lust auf ein eigenes Schreibprojekt? Auch wenn der NaNoWriMo jetzt vorbei ist, man kann ein solches Projekt natürlich selbst starten. Dafür habe ich ja schon seit Längerem nützliche Tipps und Tools für euch – und diese Sammlung will ich jetzt nochmal erweitern.
 
Motivation, ein paar Ideen, aber keinen Plan vom Plot? Auch kein Problem. Wer nicht Pantser sein will und drauflosschreibt, ohne die Richtung zu kennen, der nutzt zum Beispiel meinen selbstgebastelten Plot Helper.
 
 
Diese Richtlinie gibt euch jeden Tag eine Idee, wohin eure Geschichte gehen könnte. Völlig egal, ob ihr sie in 100 Wörtern, in 5000 oder überhaupt nicht umsetzt. Ihr könnt euch aber in schlechten Tagen daran entlanghangeln und euch inspirieren lassen. Das hier ist die A4-Version für euch zum Ausdrucken. Die hochformatige Pinterest-Version könnt ihr hier finden.
 
Und wenn alles schiefgeht? Tja, ich hab ja schon Erfahrung, was 10k Days betrifft, ne? 😜 Deswegen bekommt ihr auch noch einen exklusiven Schedule für solche Schreibtage von mir – mit meinem Tipp zu den Word Sprints. Auch den gibt’s in der Hochkant-Version für Pinterest.
 
 
 
Puh! Das war mal wieder ein Monsterpost! Aber ich denke, der entschädigt für die ruhigen letzten zehn Tage – die Uni hat mich mal wieder voll im Griff. Jetzt werde ich mich aber erst mal wieder an den Laptop setzen und ein bisschen weiterschreiben. Was haltet ihr von Schreibprojekten? Schreibt ihr selbst auch gerne Geschichten? Ich freue mich auf Feedback und spannende Stories!
 
Cheers!
Eure Marianne

Life Update Vol. 3 || I’M ALWAYS TIRED BUT NEVER OF YOU

bye, bye, greatest summer time

 

‚Wir wollen Sommer ohne Wolken und Nächte auf den Straßen, Tabak ohne Teer und unter Wasser atmen. Ich will im Plural reden und uns damit meinen. Glück ohne Ende und im Fallen steigen.‘
-Tonbandgerät

Meine Lieben,

tja, die Sommerpause ist endgültig beendet, ich bin wieder zurück und ja, es wird Zeit, den August und den September, diesen späten, aber umso schöneren Sommer ein bisschen Revue passieren zu lassen. So viel Zeit, die ich unterwegs verbracht habe, so viele Erlebnisse, so viel Strecke. 4374 Kilometer, sagt mir meine Routenplaner-App, und da ist noch gar nicht mitgerechnet, wo ich überall herumgelaufen bin. Jetzt sitze ich wieder an meinem Schreibtisch, der noch das Chaos von vor fünf Wochen beherbergt – Notizbücher, Aquarellfarben, Papierberge – und nehme das vertraute Bild in mich auf, während ich versuche, diese letzten beiden Monate und die nächsten, die kommen, irgendwie in Worte zu fassen.
►❚❚ Tagebuchmodus ein

 

Pack ma’s, bevor’s uns packt: die sechs Tage Malta zu viert waren ein wilder Mix aus Sonne, Meer, Irrsinn und Insiderwitzen. Vierzig Grad im Schatten auf dieser seltsamen Insel aus Kontrasten, ruhige Abende am Strand, auch mal reden bis zwei Uhr nachts und den Lichtern auf den Wellen nachsehen. In der Nachmittagshitze an den Cliffs stehen, hinunterblicken und darüber nachzudenken, wie es wäre, fliegen zu können. Danach lauwarmes Fanta-Wasser-Gemisch und italienische Schokokekse an der kleinen Kapelle, die fehl am Platz zweihundert Meter über dem Meer steht und neugierig die ankommenden Touristen betrachten. Über Touristen und Einheimische gleichermaßen reden, ein bisschen – na gut, sehr viel lachen, Kinnie ist immer noch die coolste Limonade der Welt und Geschichten erfinden hat noch nie so viel Spaß gemacht wie in Vallettas Straßen. In der größten Mittagshitze die Stadt, die ganze Insel einfach mal links liegen lassen, im klimatisierten Hotelzimmer liegen und lesen und aus dem Fenster schauen. Abends sind Pastizzi und Sausage Rolls aus der kleinen Pastizzeria nebenan das Beste, wer will schon Pizza für fünfzehn Euro im schönen klimatisierten Restaurant, wenn man Felsen, eine Decke und das Meer haben kann? Und danach doch wieder in die Shisha Bars, denn ganz ohne ein bisschen Party geht’s doch nicht. Hätte ich nur die Möglichkeit, dorthin zurückzukehren, ich würde es tun – ohne eine Sekunde nachzudenken.

 

It’s a small world, after all: Es ist kein Gerücht – Paris ist die schönste Stadt der Welt. Auch wenn man nur 30 Stunden dort verbringt. Rein in das Flugzeug, Landeanflug auf eine glitzernde Welt, inmitten derer der Eiffelturm aufragt, aus der Luft viel kleiner, als man ihn gewöhnt ist. Eine Nacht im lustigsten Einsternehotel der Welt, fast ein Motel, die Zimmer gehen auf ein Freilufttreppenhaus raus und die Wand ist aus amerikanischer Pappe. Morgens im wunderbar ruhigen Paris, typisches Frühstück mit buttrig-knusprigem Croissant und Kaffee zum Reintunken, der Eiffelturm steht direkt um die Ecke. Ein bisschen spazieren gehen, hier ein Selfie, da ein Selfie. Nächste Station: Carrefour, die größte Sehenswürdigkeit eines Landes sind die Supermärkte, erkläre ich und schnappe mir eine Packung Madeleines. Unser eigentliches Ziel: Disneyland. Eine andere Welt. Glitzer, Achterbahnen, Mickey Mouse, schon lange war ich nicht mehr hier, aber alles ist noch genauso berauschend wie damals mit acht Jahren. Und als ich um sechs Uhr morgens wieder im Flugzeug sitze, nach aufregenden 30 Stunden, da weiß ich: bald komme ich wieder. Bald, Paris.
Bevor wir fallen, fallen wir lieber auf!: Es gibt irgendwie die Zeit vor dem Festival und die nach dem Festival. Davor ist alles ein bisschen verschwommen, ein bisschen grau, ein bisschen Alltag.
Danach ist anders. Die Haut ist sonnenverbrannt, die Füße kaputtgetanzt, überall blaue Flecken und Kratzer, im Gesicht ein breites Grinsen, das nicht mehr verblassen will und so viele Erinnerungen im Kopf. Kalte Ravioli und Gelächter zu Xenonschein, Gelächter mitten im Moshpit, Gelächter noch bei der müden Heimfahrt. Unglaubliche jahrtausendealte Berge als Kulisse und wir mit unserem Eiskaffee davor, die Mittagshitze brennt bis in den Magen, aber wir springen lachend in den Bach, bis die Füße gefroren sind. „Chiemsee Summer“, das Band von diesem Jahr ist pink und trägt nach zwei Tagen schon Spuren vom Getanze zu Sum 41, AnnenMayKantereit, Steve Aoki. Fünfminutenterrinen und lauwarmes Radler zu jeder unmöglichen Tages- und Nachtzeit, Gekicher über Knutschflecken und die dämlichste Musik des ganzen Campingplatzes, abrocken getragen auf den Schultern der anderen, über der Menge. Wir fühlen uns wie ein Feuerwerk und wissen jetzt schon, das war nicht das letzte Mal Chiemsee.

Mountain Love: Ich weiß nicht, woher das kommt, aber plötzlich bin ich nicht zu halten, ich möchte jeden Sonnentag in den Bergen verbringen, einen Gipfel erklimmen und dann die Aussicht genießen, am besten mit einem guten Buch oder einem schönen Menschen, und jedes Wochenende auf’s Neue zieht mir der Regenvorhang einen dicken grauen Strich durch die Rechnung. Das Schönste war ein Septemberwochenende in den Bergen, eine kleine gemütliche Hütte hoch über dem Wanderweg, zwei Shetlandponys und einer Aussicht, für die manch einer töten würde. Bergluft macht frei im Kopf, sagte mir einst ein weiser Mensch, und scheinbar ist bei mir doch ein Teil dieser Wahrheit im Herz hängengeblieben – bald, bald geht’s wieder auf in die Alpen. Noch zehn Tage und die Wanderstiefel warten schon ungeduldig in der Ecke.
Septembernachmittage: Jetzt ist schon fast wieder Herbst, die Luft riecht zumindest wieder so, mehr nach rostroten Blättern als nach Kräutern und Stroh und wir schreiben September. Dass die Zahlen auf dem Thermometer immer noch nach Sommer aussehen, finde ich ganz toll, denn noch habe ich keine Lust, mich endgültig vom Sommer zu verabschieden. Eis essen mit alten Freunden in der kleinen Stadt, die Kalorien danach wieder runterschwitzen und mit dem Fahrrad lachend durch die Gegend düsen. Die Kinoabende leben wieder auf, nach dem Sommerloch kommt ein guter Film nach dem anderen und Nachos mit Käsesauce zusammen mit Freunden vor der Leinwand sind immer noch das Beste nach einem langen Tag. Suicide Squad, Nerve, Mike and Dave, die Liste ist endlos und wird wahrscheinlich nie aufhören, und vielleicht freu ich mich doch auf die Wintertage, wenn die Lieblingsdisco wieder öffnet und die Tasse für den heißen Kakao tagtäglich neben dem Laptop steht, weil Schreiben bei Regen und Kakao immer noch unschlagbar ist.

 

►❚❚ Tagebuchmodus aus

Bald beginnt das neue Semester, mein drittes nun, und bald fangen auch neue Aufgaben für mich an. Der NaNoWriMo startet zum 1. November, und dieses Mal stehe ich mit auf der Teilnehmerliste – in den nächsten drei Tagen werde ich mein Herzensprojekt endgültig fertigplotten und dann innerhalb von 30 Tagen niederschreiben. Ein Kurzurlaub ist auch schon wieder geplant – die Travelguides stapeln sich auf meinem virtuellen Schreibtisch und ich verspreche euch, bald werde ich Bericht erstatten!

 

‚They’re teaching me to kill, but wo’s teaching me how to love? Now baby, isn’t that crazy?‘
-My Chemical Romance

Die Volume-Posts. Hier kommt der ganze random stuff der letzten Zeit, über den ich so nachdenke, mich freue, mich aufrege. Und Zitate, die ich gerade gut finde. Denn meine Zitatesammlung füllt mittlerweile über zwei Notizbücher und nie hab ich Gelegenheit, sie irgendwo anzubringen. Und gute Zitate müssen meiner Meinung nach verbreitet werden. Oder?

short story • Von sechs Richtigen und einer ganzen Menge Dankbarkeit.

Jetzt im Lotto gewinnen, was würdest du dann tun? Fragt sie, streicht sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht und ich schließe kurz die Augen.

Jetzt sechs Richtige ankreuzen, den einen Schein haben. Ja, ich weiß genau, was ich dann tun würde. 

Die Freunde anrufen, die schon längst warten, und ihnen sagen – es dauert keinen Tag länger, lasst uns jetzt den Motorradführerschein machen, wer muss dann noch jahrelang sparen? Dann ist die Freiheit zum Greifen nah, Touren quer durch die Berge und schlussendlich am Meer ankommen, in Leder und Metall am Strand stehen und endlich, wirklich frei sein.

Eine Liste aus all den Orten machen, die seit Jahren im Kopf herumspuken und einfach mal den ersten Flug buchen, wen interessiert schon unbezahlter Urlaub, wenn man so viel sehen kann? Sri Lanka. New York City. Island. Singapur. Einmal die US-Ostküste runter. Mit dem Motorrad quer durch Frankreich. Warum, frage ich sie, warum denn nicht?

Die Karten für das nächste Konzert kaufen, music is life, vielleicht Twenty One Pilots oder Panic! At the Disco. Zusammen mit tausenden anderen singen – das war schon immer fantastisch.

Und dann dämmert mir etwas. Eine ganz simple Erkenntnis.

Was, wenn ich die sechs Richtigen schon längst habe? Vielleicht nicht im Lotto, aber im Leben.

 Na und, dann warten wir doch noch bis nächstes Jahr mit dem Führerschein und heizen solange mit der Motocross über verlassene Feldwege, auf denen wir die Einzigen inmitten von all der Natur sind. Wir. Zusammen.

Vielleicht muss New York oder Island noch ein bisschen warten, aber Malta und Paris und die Berge reichen doch auch erst mal, unvergessliche Momente mit Menschen, die man liebt, und im Hintergrund das Meer. Und selbst wenn wir nur bis ins Kino kommen statt ans Meer oder an den Chiemsee, das Gelächter bleibt das gleiche, und das Gefühl, dass uns nichts auseinanderbringen kann, auch.

Vielleicht kommen wir nie auf all die Konzerte, aber wir haben Festivaltickets und Campingstühle und ein Zelt und deswegen tragen wir die Bänder auch noch Monate später, weil vier Tage Wahnsinn auf dem Festival einfach noch viel besser ist. Und wenn wir nicht gerade mitsingen, mitjubeln, dann singen wir unsere eigenen Lieder, schreiben unsere eigene Geschichte weiter, und das zusammen.

Und ist es nicht das, was zählt? Die Menschen, die man liebt. Die Lieder, die man selber singt. Die Momente, die man am liebsten in Marmeladengläsern fangen möchte, und dann tut man es doch nicht, weil sie es nicht verdient haben, weggesperrt zu werden.

Die richtigen Momente sind wichtig. Nicht die richtigen Zahlen. Sage ich zu ihr und sie nickt zufrieden, als hätte sie nichts anderes erwartet.

Stock Photos: pexels.com

I'm A Fan Pt. II • fanfictions

Meine Lieben,
Ihr kennt mich ja. Mich und meine Fandoms. Für alle, die das nicht tun, hier noch einmal die Vorgeschichte und meine kleine Erklärung zu allem, was mit Fandom zu tun hat.
Heute soll’s um Fanfictions gehen. Ganz vorneweg: Das Image von Fanfictions ist schlecht. Geradezu unterirdisch schlecht. Woran das liegt? An dreizehnjährigen Mädchen mit voll freshen Autorenskills, die ihre vor Rechtschreibfehlern strotzenden One-Direction-Stories mit uns teilen müssen, in denen grundsätzlich immer sie selbst die Hauptrolle spielen und im Sturm von einem der Bandmitgliedern erobert werden. An der Annahme, dass Fanfictions grundsätzlich nur über Boybands und Animes geschrieben werden und außerdem nur deswegen kostenlos verfügbar sind, weil die Autoren nicht fähig sind, ein echtes Buch zu schreiben. Und nicht zuletzt an Leuten, die mit ihren grottigen Fanfictions auch noch berümt werden – ich habe keine Ahnung, wie es kommt, dass die prominentesten Beispiele für Fanfictions derart schlecht geschrieben sind. Ja, da braucht ihr gar nicht so empört zu schauen. Ich habe die ganze, ich wiederhole, die GANZE After Passion-Reihe von Anna Todd gelesen. Ich habe immerhin den ersten Band und den Film von Fifty Shades of Grey ausgehalten. Und wie die meisten Menschen, die viel und gerne Hochwertiges lesen, bin ich entsetzt von solchen Büchern – das hat rein gar nichts mit Fanfictions zu tun, sondern einzig und allein mit dem schlechten Schreibstil der Autorinnen. 
Und die Fanfictionszene, die ich kenne, ist eine andere. Ich lese hauptsächlich Fanfictions zu den Marvel-Filmen und zu Harry Potter. Kennt man als zwei der bekanntesten Fandoms, mit hunderttausenden von Fanfictions im Netz. Da stellt sich dem Neuling doch sofort als Erstes die Frage: Warum Fanfictions schreiben? Hat der Autor keine Ideen für eine eigenen Story? Man muss gar nicht so viele Fanfictions lesen, um die drei häufigsten Gründe für Fanfic zu kennen. Erstens: Der Plot lässt erzählerische Lücken, die man für die grundlegende Story eigentlich nicht braucht – das Leben von Nebencharakteren zum Beispiel. Und die gibt es in jedem Film, jedem Roman, jeder Serie. Wie sind zum Beispiel die Weasley-Zwillinge auf die Idee gekommen, Scherzartikel zu erfinden? Dann gibt es den Fanfiction-Autor, der gerne eine Alternative zum Plot des Originals ausprobieren möchte. Hätte Hermine nicht besser zu Harry gepasst? Oder gar zu Draco Malfoy? Und schlussendlich ist natürlich eine Fortsetzung des Lieblingswerks nie verkehrt. Wie geht es zum Beispiel Harrys Kindern in Hogwarts?


Aber lasst uns jetzt vom Schreiben zum Lesen kommen – als Erstes muss man natürlich Fanfictions zum Lesen finden. Die beiden größten internationalen Portale sind Fanfiction.net und AO3, dort findet man Millionen von verschiedenen Stories. Beide Portale haben ihre Vorteile: FF.net bietet eine offizielle App, mit der ihr Fanfics auch auf dem Smartphone lesen könnt, bei AO3 könnt ihr dagegen die Geschichten in verschiedenen Formaten herunterladen und so zum Beispiel auf dem Kindle lesen. Sortiert werden die Stories immer gleich: nach Kategorie wie Film, Buch, Serie oder Game, nach dem Originalwerk, auf dem sie basieren, nach den Protagonisten der Fanfiction und nach dem PG-Rating – hier gibt es die Stufen K, K+, T und M, wobei M für 18+ steht. Merkt euch das gut, vor allem das Rating, das könnte wichtig werden. 😉

Um Fanfictions zu lesen, sollte man ein paar grundlegende Regeln kennen. Ansonsten könnte es sein, dass das Universum der Fanfictions zu Anfang ein bisschen verstörend sein. Aber mit diesen fünf Punkten seid ihr vorgewarnt:

1. Lest Fanfictions auf Englisch. Warum? Das ist ganz einfach. Der Prozentsatz an schlechten Fanfics ist immer und überall ungefähr gleich. Da aber die Menge an englischen Fanfictions riesig ist, habt ihr hier auch die größere Chance, schnell eine gute zu eurem gewünschten Thema oder Pairing zu finden. Und auch wenn ihr eigentlich keine englischen Bücher lest – es gibt auch Fanfictions mit einfachem Vokabular und nach vier Wochen merkt ihr den Unterschied schon gar nicht mehr. Versprochen!
2. Fanfiction-Autoren haben die verrücktesten Ideen, was die Themen ihrer Geschichten angeht. Also, klar gibt es Sachen wie die Liebesgeschichte zwischen Hermine Granger und Draco Malfoy, die man in 10000 Varianten findet, weil sie einfach viel Stoff bietet und alle sie gerne lesen. Und dann gibt es Stories, in denen sich Loki in einen Stein verliebt. Oder erotische Fanfictions, deren Hauptrolle der Sprechende Hut spielt. Ihr seht, was ich meine?
3. Zu meinem nächsten Hinweis gibt es sogar eine Internetregel – und zwar die Rule #34: „If it exists, there is porn on it.“ Und die gilt bei Fanfictions ganz besonders. Vermutlich drei Viertel aller Fanfictions enthalten sexuelle Inhalte, vor allem, wenn das Originalwerk keine hat (Harry Potter zum Beispiel). Und die sind oft alles andere als romantisiert. Wenn ihr keine Lust auf erotische Szenen oder komplett erotische Stories hat: Rating beachten und alles, was ein M enthält, lieber links liegen lassen.
4. Ganz viele Fanfic-Autoren schreiben einfach drauflos und haben weder jemand, der Korrektur liest, noch sind sie selbst Rechtschreibgenies. Ergo: da draußen existieren unglaublich viele Fanfictions, bei denen mein innerer Monk schon nach 30 Zeilen aufhört zu lesen und weinen will, weil die Story – die vielleicht ganz gut sein könnte – gespickt mit Fehlern ist. Sehr gefährlich. Und leider ein Problem, dem man nicht mit der erweiterten Suche aus dem Weg gehen kann. Aber wenn die Fanfic wirklich toll sein sollte: kontaktiert doch den Autor und fragt ihn, ob er einen Beta-Leser haben möchte 😉
5. Trotz allem: egal, was man sucht, man findet immer eine gute Fanfiction. Egal, wie skurril eure aktuellen OTPs sind. Egal, welcher Fangemeinde ihr angehört. Es gibt zu allem Fanfics und es gibt auch zu allem gute Fanfics.

Ja ja, ich kann eure ratlosen Gesichter schon sehen, wenn ihr zum ersten Mal so eine Fanfiction-Beschreibung durchlest. Das reinste Fanfictionsfachchinesisch. Also gibt’s jetzt noch etwas, was ihr dringend braucht: einen Einblick in die Fanfiction-Vokabeln. Weitere Erklärungen für Interessierte und Ratlose findet ihr hier bei Angelfire.

Fluff: alles, was schön, süß oder romantisch ist. Geschichten, die man mit Fluff labelt, haben keine Angst- oder Panikszenen, keine dunklen Hintergründe. Aber oft auch keinen sonderlich ausgearbeiteten Plot. Also eher was für zwischendurch – oder für Tage, an denen die reale Welt schon viel zu hässlich ist.

Oneshot: Eine einzelne, in sich abgeschlossene Geschichte – also Stories mit einem einzigen Kapitel, die auch oft nur eine Szene enthalten. Das Kapitel kann allerdings jede belieblige Länge haben.

Lemons: Damit wird eine Fanfiction mit explizitem erotischem Inhalt bezeichnet. Wer so etwas also nicht lesen möchte: Augen auf beim Rating und bei diesem Filterwort. Die abgeschwächte, etwas weniger grafische Version davon nennt sich Lime.


AU: Eine sehr beliebte Abkürzung, hinter der die Wörter „Alternate Universe“ stehen. Dabei wird das ursprüngliche Universum des Originalwerks abgeändert. So gibt’s Geschichten mit einem (Achtung, Spoiler) sehr lebendigem Fred oder gar welche, in denen Harry Potter das Böse verkörpert und nicht umgekehrt.

Crossover: Ein Fanfiction-Genre, das manchmal etwas gewöhnungsbedürftig wirken kann. Hier werden Inhalte aus zwei verschiedenen Originalwerken kombiniert. Spock in Hogwarts? Jon Schnee und der Hulk auf gemeinsamen Abenteuern? Gar kein Problem.

OC: Original Character. Damit ist ein non-canon Charakter gemeint, also einer, der im Originalwerk nicht vorkommt und stattdessen vom Autor erfunden wurde.

Slash: Das Wort an sich steht für eine schwule Beziehung – findet man in der Beschreibung etwas wie „no slash“, dann kommt auch keine solche in der Fanfic vor. Das Zeichen selbst nutzt man aber für jegliche Art von Kombination, wenn man Liebesbeziehungen darstellen möchte: Hermione/Draco, Harry/Voldemort, Ginny/Parvati Patil. Damit könnt ihr die Stories nach euren liebsten Paaren durchsuchen.

Self-Insert: Diese Art von Story lässt wohl den Traum eines jeden Fans wahr werden. Hier schreibt man sich nämlich einen OC, der den Autor repräsentiert und der somit aktiv in die Geschichte eingreifen kann – damit ist der Hogwartsbrief in greifbarer Nähe.

Zu guter Letzt möchte ich euch noch einige meiner liebsten Fanfictions zu Harry Potter und den Marvel-Filmen vorstellen – alle auf Englisch, aber für euch habe ich die Klappentexte übersetzt.

A Morbid Taste for Ice (Marvel: Darcy Lewis/Loki, rated M)
Darcy Lewis hätte sich nie im Leben vorstellen können, mit dem Donnergott und seinem soziopathischen Bruder in einem Trailer Home in der Wüste von New Mexico zu leben, aber sie macht eben das Beste draus. Bis eine schockgefrostete Leiche auf der Veranda auftaucht. Als Detektivin bricht sie zu einer Reise auf, die alles, was sie kennt und liebt, in Frage stellt.

Nine Lives (Marvel: Tony Stark/Loki, rated M)
Nach einem kleinen magischen Unfall findet sich Loki in der Form einer Katze wieder, und das im Avengers Tower – Tony fängt langsam an zu glauben, dass er eher ein Hundefreund ist.

A Fine Line (Harry Potter: Rose Weasley/Scorpius Malfoy, rated M)
Nur eine dünne Linie trennt Liebe und Hass… Jeder weiß, dass sich Rose Weasley und Scorpius Malfoy hassen. Dass sie sich sehr, sehr hassen.

Tears on the Balcony (Harry Potter: Lily Evans/James Potter, rated M)
Lily und James haben sich gehasst, seit ihre erste Begegnung gründlich schiefging. Es folgt ein überraschender Abschied am Ende des sechsten Jahres und die Ankündigung, dass die beiden als Schulsprecher zusammenarbeiten müssen – werden die Dinge ab sofort anders sein?

Ich könnte jetzt noch ewig weiterschwafeln, aber selbst ein Monsterpost wie dieser muss einmal zu einem Ende kommen. Wie ist das bei euch? Lest ihr Fanfictions oder habt es zumindest schon mal ausprobiert? Gute oder schlechte Erfahrungen? Ich bin gespannt auf eure Geschichten!

Stock Photos von pexels.com

{A Novel in 30 Days}
A List of Useful Writing Tools

Meine Lieben,
was für ein Spiel! Was – für – ein – wahnsinniges – Spiel! Ja, eigentlich sollte ich euch jetzt von meinem Schreibprojekt erzählen, aber ich habe mich von diesem irren Viertelfinale gegen Italien auch zwei Tage später noch kein bisschen erholt. Meine Stimme genauso wenig wie meine Nerven.
Finalstimmung!
Was für ein Spiel!
Das ist das Gefühl,
das wir so lange vermisst haben, fiebrige Nervosität über Halbzeiten lang, neu
entdeckte Liebe und kleine Enttäuschungen auf dem geliebten grünen Rasen und
immer diese unerklärliche Euphorie.
Fangesänge,
verhalten und dann zuerst lauter in diesem Raum, in dem wir die Helden auf dem
Screen feiern. Geklopfe auf den Tischen, abgeknabberte Fingernägel und immer
wieder ein Schrei – ob entsetzt oder erleichtert, das ist immer die große
Frage.
K.O. Phase.
Ein Elfmeterschießen
wie verhext, das ist die Krönung der Gefühlswelle – ach was, Welle, das ist ein
Tsunami. Zwischen neu erwachter Hoffnung, schierer Euphorie und dann wieder dem
Entsetzen über die vergebenen Chancen, über unerklärlicherweise gehaltene
Paraden, ja, auch die andere Seite beherrscht das Spiel. Heiser geschriene
Kehlen, die Fäuste am Ende der Nacht müde vom Ballen. Zwischendurch fast die
Gewissheit, jetzt, jetzt muss es vorbei sein, das war es, und dann schießt die
Hoffnung doch wieder scharf ins Eck. Tor, der war drin, weiter geht’s.
Blutdruck schwankt, aber meistens alles auf 180, höchste Anspannung.
Das ist Fußball,
diese Mischung aus Nervenkrise und Zusammengehörigkeit. Was für ein Spiel.
Und heute muss ich mich doch noch ein bisschen ärgern, dass die Herzensmannschaft Island rausgeflogen ist. Aber wie Sigthorsson so schön gesagt hat – vielleicht wäre es ein bisschen zu viel gewesen, die EM gleich im ersten Versuch zu gewinnen. Ich freue mich auf jeden Fall auf die nächste Meisterschaft mit den sympathischen Wikingern.
Aber jetzt zum eigentlichen Thema: heute soll es um ein paar Dinge gehen, die jeden beim Schreiben unterstützen. Ich weiß nicht, wie es euch da geht, das ist bei jedem Schreiber anders – aber eines haben wir wohl alle gemeinsam: wir brauchen Inspiration und Organisation. Und dabei helfen die folgenden Dinge, die ich euch heute mitgebracht habe.

Writeometer: Android App

Das Writeometer ist seit Tag 1 des 40-Days-Projects mein ständiger Begleiter. Diese App ist ein echter Alleskönner für Schreibprojekte: neues Projekt anlegen, Zahl der Wörter und ein Zieldatum definieren und schon kann’s losgehen. Jeden Tag könnt ihr im Writing Log eure erreichte Anzahl an Wörtern eingeben und die Statistiken einsehen. Die App erinnert euch täglich ans Schreiben und bietet dann auch einen Timer, falls ihr eure 1000 Wörter in einer bestimmten Zeit schaffen wollt. Was ich besonders interessant finde: das Belohnungssystem. Für eine bestimmte Anzahl an Wörtern oder eine bestimmte Zeit, die man beim Schreiben verbracht hat (das könnt ihr selbst bestimmen), gibt es sogenannte Guavas, die ihr dann im Anschluss gegen verschiedene selbst definierte Belohnungen eintauschen könnt. Also – 500 Wörter schreiben und dann Facebook checken. 2000 Wörter schreiben und dann eine Folge Game of Thrones schauen – das motiviert tatsächlich.

Pinterest: Writing Board
Wenn ich gar nicht mehr weiß, wie ich weiterschreiben soll. Wenn ich schreiben möchte, aber noch überhaupt keine Ahnung habe, was. Wenn ich zu bestimmten Szenen Inspiration und Tipps brauche. – Das sind so die typischen Fälle, in denen ich erst mal auf Pinterest suche. Mein Writing-Board ist vollgepackt mit Prompts, Tipps für Dialoge und andere Szenen und nützlichen Sheets, mit denen ich meine Geschichten plane. (Wenn man sie denn planen kann.)

Spotify: Inspiration Playlist
Die nächste wichtige, vielleicht wichtigste Inspirationsquelle: Musik. Ohne Musik geht bei mir gar nichts – mit Musik hingegen kann ich überall schreiben, sei es in einem vollen Hörsaal, im Zug oder im Bett. Dabei gibt es vermutlich für jeden andere Kriterien, ich habe aus meinen liebsten Songs zum Schreiben eine Playlist für euch gebastelt. Darunter sind Bands wie Solstafír, Disturbed und Cats on Trees, bunt gemischt für ein bisschen Abwechslung. Auch ein bisschen klassische Musik habe ich dazugemogelt. Und mein neuer Geheimtipp zur Motivation: das Tetris-Theme! Ernsthaft, die Melodie ist derart motivierend, dass man gleich versucht, im Takt zu tippen.

One Page Novel Plot Spreadsheet

Dieses Sheet von e.a. deverell war vor allem in der Vorbereitungsphase mein wichtigstes Tool. Damit habe ich meinen kompletten Plot klar strukturiert und jede einzelne Szene vor dem Schreiben so definiert, dass ich jeden Tag nur kurz nachsehen muss und schon weiß, auf was ich mich heute konzentrieren kann. Gerade bei solchen Projekten, wo man zwischendurch keine Zeit hat, den Plot noch nachzubearbeiten, ist so eine kurz-knackige und klar strukturierte Übersicht gut. 
Die Autorin gibt schon eine grobe Struktur für einen Roman vor und damit auch eine Hilfe, an der man sich entlanghangeln kann: Jeder Roman sollte in verschiedene Zustände aufgeteilt werden können:
  •  Stasis: Eine unbefriedigende Ausgangssituation – zum Beispiel: der Protagonist hat einen deutlichen Charakterfehler. Oder eine ungerechte Welt.
  • Trigger: Ein Auslöser für den Protagonisten, aus dieser Ausgangssituation auszubrechen.
  • Quest: Der Weg des Protagonisten beginnt, er fängt an, seine Aufgabe zu meistern.
  • Bolt: Ein Rückschlag. Zweifel, eine Attacke, egal – irgendetwas passiert, das den Protagonisten aus der Bahn wirft.
  • Shift: Die Läuterung. Der Protagonist beginnt, umzudenken und sich auf das wirkliche Ziel zu konzentrieren.
  • Defeat: Der Bosskampf – und die Guten unterliegen. Alles scheint verloren.
  • Power: Der Protagonist findet etwas in sich selbst, das es doch noch möglich macht, alles zum Guten zu wenden.
  • Resolution: Jetzt ist das Gegenteil der Stasis-Situation erreicht – die finale Auflösung aller Konflikte.
Diese Zustände sind im Spreadsheet einzeln dargestellt und an Beispielszenen veranschaulicht – das liefert noch mal Input für einzelne Szenen. Bei mir ist das jetzt ein einziger Mischmasch aus Deutsch und Englisch, da das Original natürlich in Englisch gehalten ist – das muss man ja nicht so machen. Mit dem eingebauten Word Count lässt sich außerdem im Vorhinein schon abschätzen, wie lang die Geschichte anhand der Anzahl von Szenen werden könnte. Alles in allem: bei Weitem das Hilfreichste, was ich euch zum Plotten empfehlen kann.
Was findet ihr zum Schreiben hilfreich? Wie könnt ihr euch am besten motivieren – egal, o für Texte, Blogposts oder Hausarbeiten? Ich bin gespannt auf eure Tipps!
Ja, still ist es hier geworden in letzter Zeit. Die Prüfungen stehen kurz bevor, und solche Dinge wie das 40 Day Project und die EM nehmen meine ganze spärliche Freizeit in Beschlag. Was auf euch in nächster Zeit noch so wartet: zur Abwechslung mal eine urbane Fotoserie, eins meiner Lieblingsrezepte und bald auch mein Fazit zum Romanprojekt. Stay tuned!

Cheers!
Eure Marianne

{A Novel in 30 Days}
The Beginning + 5 Reasons to Take On a Writing Project

Meine Lieben,

in nächster Zeit könnte es hier ein bisschen ruhiger werden. Einerseits fangen in wenigen Wochen die Uniklausuren an und dafür sollte ich langsam mal ein wenig lernen. Der andere Grund ist ein bisschen komplizierter, und darüber werdet ihr in Zukunft noch mehr hören. 

Ich schreibe einen Roman. 

In dreißig Tagen. 
Einen schlechten Roman zwar, und einen kurzen, aber einen Roman.
Der Grund dafür? Ein schnell und viel geschriebenes Projekt, das nicht unbedingt gut sein muss, ist der perfekte Konter für eine Schreibblockade. Am Plot muss man nicht wochenlang feilen, den kann man in zwei Stunden hinschreiben und sämtliche logische Fehler ignorieren. Und egal, wie schlecht der Text ist, es sind geschriebene Wörter.
Wie man also auf so was kommt? Habt ihr schon mal vom NaNoWriMo gehört? Das ist der National Novel Writing Month und bei diesem Projekt schreiben jedes Jahr Tausende von Menschen in einem Monat 50.000 Wörter, also 1.667 Wörter am Tag. Das ist eine ganze Menge – besser gesagt, ein ganzer Roman. Nachdem dieses Projekt aber leider erst wieder im November stattfindet, musste ich mein eigenes Projekt starten.

Das ist der NaNoWriMo in Light: Setz dir tausend Wörter als Tagesziel. In einem Roman gilt: eine Szene sollte tausend Wörter haben, du schreibst also genau eine Szene pro Tag. Die Länge deines Projektes richtet sich also nach der Länge deines Romans: zwischen 40.000 und 60.000 Wörter sind für einen normal langen Roman realistisch, aber man muss ja keinen Roman schreiben. Wer nur ein kurzes Projekt möchte, der schreibt eine Kurzgeschichte oder eine Novelle.

Kurzum, ein ganz einfaches Konzept, das sich auf alle möglichen Vorhaben anwenden lässt – Hauptsache, man schreibt. Warum so ein Projekt nicht nur für die Ideen, sondern auch für die Persönlichkeit wirklich sinnvoll ist? Ich habe euch – und auch mir – die Gründe in einer kurzen Liste zusammengefasst.

  1.  Disziplin üben. In den ersten Tagen ist es wahnsinnig schwer, sich die Zeit zu nehmen, alles beiseitezulassen und einfach nur zu schreiben. Das ist genauso wie mit allen anderen Gewohnheiten: man braucht einfach eine gewisse Zeit und Überwindung, um sie einzuführen. Aber Disziplin ist wichtig – und mich darin zu üben, indem ich mir eine Tätigkeit angewöhne, die mir meistens auch Spaß macht, ist für mich ein guter Weg.
  2.  Kreative Blockaden beseitigen. Jeder, der schreibt, malt, fotografiert oder irgendeine andere kreative Tätigkeit ausübt, kennt die Phasen, in denen man ideenlos und mit leerem Kopf da sitzt oder in der alle Ideen anfangs gut aussehen, aber dann doch schiefgehen. Kristen Kieffer schreibt auf ihrem Blog She’s Novel: Blockaden sind immer das Ergebnis von Zweifeln an der eigenen Kunst. Bei diesem Projekt geht es nicht um Qualität. Es geht darum, das Ziel zu erfüllen – und dabei bleibt kein Raum für Zweifel. Ein 40-Tage-Roman wird immer mies sein. Aber das ist nicht der Punkt, und das wirkt wie eine Pause vom ständigen kreativen Druck.
  3.  Konzentration und Fokussieren üben. Wer kennt es nicht? Mal schnell Facebook checken, ein paar Nachrichten schreiben, zack, schon ist die Konzentration weg und eine halbe Stunde vergangen. Das geht hier nicht. Ein Roman in so einer kurzen Zeit ist ein riesiges Projekt, das viel Zeit und Mühe braucht. Prokrastination ist hier tödlich – das merkt man schon nach ein, zwei Tagen. Also weg mit dem Handy und auf das Wichtige konzentrieren.
  4.  Mal etwas anderes versuchen. Ich habe noch nie Fantasy geschrieben – meine Geschichte spielt fast komplett in einer Fantasiewelt. Wer vielleicht noch überhaupt nie etwas Längeres geschrieben hat oder noch gar nichts, für den kann das eine komplett neue Erfahrung werden. Dieses Projekt ist wie geschaffen für neue Wege: neue Genres, ein neuer Stil, neue Geschichten und nicht immer die gleichen alten Ideen. Und wer weiß, vielleicht kommt ja dabei ein neuer Lieblingsstil heraus!
  5.  Sich selbst beweisen, dass man die Fähigkeit besitzt. Man kennt das, wenn man schon einmal eine Idee zum Schreiben hatte: überall liegen Fetzen und einzelne Szenen rum, aber bis mal eine vage Idee zur ganzen Geschichte geworden ist, dauert es ewig. Meistens kommt es nicht einmal so weit, und das kann ganz schön frustrierend sein. Bei diesem Projekt dreht sich alles nur darum, dass die Geschichte fertig wird. Kein Bearbeiten, kein Korrigieren, keine Delete-Taste: egal, wie viele Tippfehler oder falsche Formulierungen im Text stehen, es geht darum, die Seite zu füllen.

Zum Ende habe ich für euch meinen Plot in einem Klappentext zusammengefasst – vielleicht bietet er für den ein oder anderen eine gute Anregung. Im nächsten Post erwarten euch Tools und Tipps, die zum Plotten und Schreiben nützlich sind – habt ihr noch Tipps für mich? Würdet ihr so ein Projekt in Angriff nehmen?

Cheers!
Eure Marianne

I'm A Fan Pt. I • everything about fandoms

Meine Lieben, 
ich bin Fan. Ich war schon immer Fan. Und weil ich jetzt festgestellt habe, dass es so viele Menschen gibt, die das Fansein überhaupt nicht kennen, möchte ich euch gerne davon erzählen. Also hab ich überlegt. Ich könnte euch jetzt natürlich von Fußball erzählen, vom FC Bayern, von Bands wie Sum 41 und AC/DC, von Serien, The Big Bang Theory und Gossip Girl. Aber solche Fans kennt ja jeder. Nein, habe ich beschlossen, ich erzähle euch von etwas, was wirklich eher geeky ist. Ich erzähle euch von den Fandoms
Tja, jetzt musste ich überlegen, wie man Fandoms erklärt. Eine Definition wäre nicht schlecht, oder? Und weil ich selbst das überhaupt nicht hinkriege, habe ich bei Urban Dictionary nachgefragt. Zwei meiner Lieblingsdefinitionen waren folgende:

„The
community that surrounds a TV show/movie/book etc. Fanfiction writers, artists,
poets, and cosplayers are all members of that fandom. Fandoms often consist of
message boards, livejournal communities, and people.“

„A cult
that will destroy your life.“
Ich finde, das fasst es ganz schön zusammen. Fandoms sind zwiespältig. Einerseits ist es wahnsinnig cool, sich mit vielen anderen über die Lieblingsfilme, Lieblingsbücher, Lieblingsgames auszutauschen und andererseits steckt man irgendwann rein emotional so tief mit drin, dass man einen Film, in dem sich die Lieblingsfiguren bekriegen, gar nicht ansehen will. (Ich weiß, wovon ich rede, glaubt mir. Aber davon später.)

Das Buch „Geek Pray Love“ ist mehr oder weniger ein Einsteigerhandbuch für die Fandoms und erklärt alles, was mit Fandom zu tun hat – vom Stammtisch über Fanzines und Fanfictions bis hin zu Conventions. Warum ich euch das jetzt erzähle? Weil ich mir das Buch vor einiger Zeit gekauft habe und jetzt dazu nutzen werde, euch das Fansein ein bisschen näherzubringen. Eigentlich wollte ich auch nur einen Post dazu schreiben – dann habe ich festgestellt, dass es schier unmöglich ist, alle Facetten des Fandoms angemessen in so wenig Text rüberzubringen – tja, also ist dies der erste Post der neuen Postreihe „Fandom“. Und deswegen fangen wir heute mit den Grundlagen an – was braucht man, um Fan zu sein?

Als Erstes natürlich Begeisterungsfähigkeit, das ist selbsterklärend. Und ein bisschen Masochismus. Auch wenn die ganzen Geeks und Nerds als introvertiert und tendenziell einsam verschrien sind, sind Fans grundsätzlich sehr vernetzt und sozial. Das geht von Filmeabenden über internationale Gespräche auf verschiedenen sozialen Netzwerken bis hin zur San Diego Comic Con – die größte Messe für Fans aller Art. Irgendwann reicht es einfach nicht mehr, die Filme, Serien, Games und Bücher alleine toll zu finden. Irgendwann möchte man das alles teilen. Und genau so bin ich zum Fan geworden: eine Freundin hat mich da mit reingezogen. Aber ich will mich gar nicht beschweren, denn es ist ja eine fantastische Welt.

Die wichtigsten Netzwerke für Fandom-Anhänger sind Tumblr und Twitter. Da sammeln sich Leute wie ich und tauschen sich aus, erfinden Geschichten, sabbern virtuell über Bilder ihrer Lieblingsschauspieler und -figuren. Tom Hiddleston, Leute! Chris Evans! Robert Downey Jr.! Okay, okay, ich bin schon still. Gerade, wenn große Ereignisse in einem Fandom anstehen, dann merkt man das sofort an der Menge der Tweets in der Fandom-Timeline. Und vor allem an der Anzahl der TWEETS, DIE DANN IN CAPSLOCK GESCHRIEBEN WERDEN – egal, ob Entsetzen oder Begeisterung zum Ausdruck gebracht werden soll, Capslock ist sehr wichtig. 
Was mindestens genauso wichtig ist: Merchandise. Ja, Fandom kann sehr teuer werden. Die bekannteste Anlaufstelle für Geeks aller Art ist in Deutschland wohl Elbenwald. Hier gibt’s von Doctor Whos Schallschraubenzieher über Hogwarts-Uniformen und Sheldons Superhelden-Shirts bis hin zum Einen Ring alles, was das Fanherz begehrt. (Ich persönlich darf mittlerweile ein The Big Bang Theory Shirt mit Stein, Papier, Schere, Echse, Spock mein Eigen nennen und als Nächstes steht ein Gryffindor-Pulli auf dem Plan. Sobald ich mich mal dazu aufraffen kann, 75 Euro auszugeben.)

Aber jetzt mal genug von allem, was man für Fandoms so braucht. Wichtig ist ja, was man davon hat. Und weil ich selbst schon anfangen kann, das zu erklären, aber mich nur in irgendwelche ellenlangen Argumentationen verzetteln würde, lasse ich stattdessen einen meiner liebsten YouTuber sprechen: Vorhang auf für Dan Howell! Viel Spaß! 


Bald geht’s weiter mit dem nächsten Teil… Was sagt ihr zu der neuen Reihe? Wer von euch kennt sich in verschiedenen Fandoms aus oder steckt sogar selber mit drin? Ich freue mich auf eure Kommentare!

short story • Anlauf

Donnerstag Nacht, 22.39. München Hauptbahnhof. 
Eins. Die Fenster im Starbucks sind noch hell erleuchtet, das Stimmengewirr wabert zwischen Karamellwolken dahin. Die Glastür schlägt hinter mir zu, ein dumpfes Krachen. Mein Kopf dröhnt. Wühle mich durch englische Begriffe, caramel, java chip, venti, espresso shot, tanzen durch meinen Kopf. Dann wühle ich mich durch die Münzen in meinem Portemonnaie und bestelle doch nur eine Flasche Wasser, zwei Euro, kalt und nicht tall, grande, venti. Die roten Sessel sind so kaffeefleckig und abgewetzt wie immer, aber einer ist noch frei. Die Tasche kracht zu Boden, und ich blicke nach draußen, auf das Kommen und Gehen. Nur die Anzeigetafel leuchtet stoisch vor sich hin, und das Wasser schmeckt nach schalen Erinnerungen. 

Zwei. Der Bankautomat rattert sein resigniertes Mantra vor sich hin. Karte schlucken, Scheine ausspucken. Noch zwei Menschen vor mir, und die Karte zittert mit meinen Fingern um die Wette. Ihre Zahlen verschwimmen mit dem Blau und Gold vor meinen Augen wie ein Kaleidoskop, verschlungene Muster, die vor sich hinglitzern. Ich blinzle, dann steht er vor mir. Er spricht Französisch. Meine Finger stellen nicht um. Veuillez introduire la carte. Die Karte in den Schlitz. Vier Ziffern. Acht. Neun. Drei. Neun. Jetzt kann er Deutsch und fragt mich, was ich tun möchte. Das weiß ich auch noch nicht so genau, sage ich zu ihm. Und wähle dann doch Abheben. Gesamter Betrag. 437,90€. Sind Sie sicher? Sicher ist gar nichts, sage ich, und drücke die grüne Taste. Er fängt wieder an zu rattern, singt sein Lied von einem, der immer nur den einen Ort sieht. Und spuckt alles aus, Scheine und die Karte. Ich atme ein und wieder aus. Einmal, zweimal, dreimal. Tschüss, sage ich. Vielleicht sehen wir uns ja mal wieder. 
Drei. Die Anzeigetafel leuchtet noch immer unbeirrt und stört sich nicht an der Tatsache, dass sich ihr weißgebuchstabtes Kleid ständig neu erfindet. Ich leiste ihr Gesellschaft und studiere die Orte, von denen sie mir erzählt. Hamburg (Altona). Frankfurt. Venezia San Lucia. Salzburg. Essen. Hast du nichts anderes im Angebot, frage ich sie. Wortlos wechselt sie die Aufschriften. Ich fange von vorne an und muss gar nicht lange suchen Danke, sage ich, jetzt habe ich das Richtige gefunden. Paris Est. Der TGV in zwanzig Minuten. Der Bahnbeamte am Schalter sieht traurig aus und gähnt und ich würde ihm einen Kaffee anbieten, wenn ich mehr Zeit und Geld hätte. Aber ich habe nur Worte, und davon nicht viele. Ob in dem TGV noch freie Plätze seien, frage ich. Ja, sagt er, um die Zeit schon. Hin- und Rückfahrt? Nee, sage ich. Einfach reicht, danke. Er zieht die Augenbrauen hoch. Reservierung? Ja, sage ich, nicke mich durch die nächsten Fragen. Reiche ein paar Scheine über den Tresen und sammle die Münzen ein. Das Ticket ist federleicht in meinen Händen, als ich mich umdrehe und gehe. 
Und los. Der Zug rattert gleichmäßig über die Schienen, ganz anders als der Geldautomat vorhin. Nicht so verzweifelt, denke ich, bevor ich langsam ins Unbewusste gleite. Wenn die Sonne wieder aufgeht, bin ich in Sicherheit.


Ja, wenn ich die Zeit dazu finde, dann schreibe ich nach wie vor. Diese Geschichte ist aus einem Impuls heraus entstanden: ich war abends am Hauptbahnhof in München und habe ein abgehetzt aussehendes Mädchen beobachtet, das eine riesige Tasche hinter sich herzog. So kann eine zufällige Begegnung zu einer ganzen Geschichte führen.

Life Update Vol. 2 || AND THE POETS ARE JUST KIDS WHO DIDN’T MAKE IT

‚denn ich glaub, dass ein Text immer noch Leben retten kann, dass den Liedern, die man liebt, immer Frieden inneliegt‘

– Casper

►❚❚ Tagebuchmodus ein

Technik & Co.: Ich leide unter Infobesity. Eindeutig. Nach sechs Wochen Praktikum bei CHIP.de habe ich eindeutig zu viel gelernt. Und erzählt mir nicht, dass man das nicht kann, denn das geht sehr wohl. Siehe Wikipedia. Nachdem ich täglich an die fünfhundert verschiedenen Nachrichtenmeldungen aus allen möglichen Technikmagazinen überflogen habe und mir leider Gottes auch noch einiges davon gemerkt habe (es gibt einen neuen Putzroboter? Das könnte meine Familie interessieren! Augmented Reality? Klar, lese ich später!), kam ich tatsächlich manchmal abends heim und weigere mich, die Zeitung auch nur anzufassen. Was natürlich cool ist: ich habe in der letzten Zeit Dinge ausprobiert, die ich sonst nur nutze, wenn ich mal wieder im Media Markt rumstöbere. Die Samsung Gear VR zum Beispiel. Und eins sage ich euch: jetzt verstehe ich auch, warum alle so einen Hype um Virtual Reality machen! Das Ding ist affengeil. Und jetzt, wo das Semester wieder angefangen hat, vermisse ich das Praktikum doch ein wenig.Blöde Feiertage: Ich weiß nicht, Ostern ist irgendwie nicht so meins. Da fehlen die großen Familienzusammenkünfte, die an Weihnachten trotz gelegentlichem Zoff und Drama jeder haben will. Dann wiegt man sich in Sicherheit und freut sich auf ein paar ruhige Feiertage – weit gefehlt. Erstens hab ich Trottel es geschafft, bis zum Karfreitag krank zu sein und am Ostermontag einen wunderbaren Rückschlag zu erhalten. Fragt mich nicht, wie ich das geschafft habe, das ist mir auch noch nie passiert.  Und zweitens gibt es da diese wunderbare bayrische Tradition namens Oakarran, die sich hauptsächlich um Alkohol dreht – die Jungs fahren zu den Mädels nach Hause und kriegen von ihnen Schnaps und blahblah – ihr kennt das ja. Hauptsache Alkohol. Seufz. Ein Haufen betrunkener Mädels: richtig lustig, aber auf Dauer auch anstrengend. Habt ihr eigentlich mal Lust auf einen Post mit bayrischen Traditionen? Ich kann euch versichern, da gibt’s echt schräge Sachen.

Duolingo: der neue Retter für mein Gehirn. Ja, ich habe drei Jahre lang Italienisch gelernt – achte bis zehnte Klasse. Und vor kurzem musste ich feststellen, dass sich mein Wortschatz auf ungefähr 25 Wörter beschränkt und ich die Grammatik auch nur deswegen noch kann, weil Französisch ähnlich ist. Da musste schnell was her, um die Kenntnisse aufzufrischen – also hab ich’s mit „Harry Potter e la Pietra Filosofale“ versucht. Jawohl, Harry Potter auf Italienisch. Nach zehn Seiten in einer Stunde hab ich das Teil frustriert zur Seite geschmissen – war wohl nix. Aber jetzt habe ich Duolingo für mich entdeckt – mit der App kann man die verschiedensten Sprachen lernen und üben. Zum Lernen von Anfang an würde mich die App nicht wirklich überzeugen, dafür ist mir das System viel zu chaotisch – aber Vokabeln, Grammatik und Formulierungen trainieren geht wirklich super.

Meine beiden Laster: Ich kann mich ja so gut vom Lernen ablenken. Wirklich wahr. Momentan habe ich gleich zwei Ablenkungen. Dank einer lieben Freundin, die ihre freie Zeit seit neuestem damit verbringt, Grey’s Anatomy von vorne anzusehen, bin ich drauf gekommen, dass ich dasselbe ja mit the Big Bang Theory tun könnte. Gesagt, getan – nach zwei Folgen war ich wieder völlig im Serienfieber. Und damit nicht genug: meinen Steam-Account habe ich nach ein paar Monaten Pause auch reaktiviert und bin jetzt wieder vollkommen süchtig nach Skyrim. Ja, okay, ich habe die Hauptquest fertiggespielt, statt das Kapitel über die Konvergenz von Reihen endlich zu lernen. Aber es macht soo viel Spaß!

►❚❚ Tagebuchmodus aus

 

‚don’t you worry your pretty little mind, people throw rocks at things that shine‘
– Taylor Swift

Die Volume-Posts. Hier kommt der
ganze random stuff der letzten Zeit, über den ich so nachdenke, mich
freue, mich aufrege. Und Zitate, die ich gerade gut finde. Denn meine
Zitatesammlung füllt mittlerweile über zwei Notizbücher und nie hab ich
Gelegenheit, sie irgendwo anzubringen. Und gute Zitate müssen meiner
Meinung nach verbreitet werden. Oder?