Minimalism

Simpler leben: Was ist Minimalismus?

Griass di!

Ein Thema, das seit einigen Monaten in meinem Leben und in Zukunft auch auf dem Blog eine große Rolle spielt, ist der Minimalismus. Dazu stellt sich die Frage: Was ist Minimalismus eigentlich? Klar hat man den Begriff schon oft gehört, minimalistische Fotos findet man mittlerweile ständig auf Instagram. Sogar Großtantchen von nebenan erzählt auf dem Dorffest vom „minimalistischen Wohnungsstil“, weil das der neueste Trend in der Wohnzeitschrift ist und weil man das in Skandinavien ja schon immer so hat. Mag ja stimmen. Aber wusstest du, dass man ihn auch als Bezeichnung für einen ganzen Lebensstil benutzt? Das ist nämlich das eigentlich Interessante daran.

Was ist Minimalismus eigentlich?

Minimalismus stammt vom lateinischen Wort „minimum“ ab, das bedeutet „das Kleinste, Geringste„. Auf die Lebensweise übertragen heißt das: Sich aufs Wesentliche konzentrieren. Kein unnötiger Schnickschnack, der alles verkompliziert. Klingt gut, oder? 

Minimalismus heißt für mich: Eine ordentliche Arbeitsumgebung haben. Mich auch mal auf mein Zuhause und die Natur konzentrieren, statt nur Konsum zu leben. Geistige Freiheit statt Stress. Weniger Termine, mehr Kreativität.

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Fünf Bereiche, wo du Minimalismus anwenden kannst

1. Bei dir zu Hause. „Declutter“ heißt das englische Fachwort – entrümpeln. Ich bin kein ordentlicher Mensch und mein Zimmer versinkt seit Jahren immer wieder im Chaos. Damit ist Schluss, seit ich einmal komplett ausgeräumt habe. Wer weniger unnütze Sachen besitzt, hat auch weniger aufzuräumen. Und wo lässt es sich besser entspannen oder kreativ sein als in einem ordentlichen Umfeld, wo dir kein Gegenstand schlechtes Gewissen macht?
2. Im digitalen Leben. Die meisten Menschen zwischen 18 und 25 Jahren verbringen täglich über drei Stunden am Smartphone. Das ist anstrengend, meistens nutzlos und kann gefährlich werden – wissen wir ja mittlerweile alle. Die Lösung? Digitaler Minimalismus. Wer die Zeit am Handy auf das Nötige beschränkt, statt stundenlang in Instagram rumzusurfen, hat plötzlich viel mehr Zeit für sich.
3. Beim Einkaufen. Dass der massenhafte Konsum in unserer Gesellschaft vorherrscht, ist kein Geheimnis. Was man dagegen tun kann? Mit Plan einkaufen und dann auch nur kaufen, was man wirklich braucht. An Lebensmitteln und Drogerie führt kein Weg vorbei. Aber ob das dritte weiße Sweatshirt oder das neue Buch, wo doch schon fünf ungelesene im Regal stehen, tatsächlich nötig ist? Nicht wirklich.
4. In deiner Freizeit. Nicht nur Dinge können dich belasten, sondern auch Aktivitäten oder Freizeit. Was und wer raubt dir deinen letzten Nerv – für nichts? Womit verbringst du eine schlaflose Nacht nach der anderen und stehst am Ende mit leeren Händen da? Weg damit. Auch das ist Minimalismus – statt Gerenne und Stress ein Terminkalender, der Freude macht. Dann schaffst du auch schwierige Projekte, die du gerne umsetzen möchtest.
5. Im Studium oder am Arbeitsplatz. Wenn der Schreibtisch ordentlich ist, fehlt noch der Rest – gerade in der Uni ist es wichtig, sich auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren und auch im Job geht dann so manches leichter von der Hand. Gut organisiert hat man die Aufgaben jederzeit im Blick, weiß, was auch morgen oder nächste Woche noch gemacht werden kann und was jetzt sofort erledigt werden muss. Und alles Unnötige: Genau, richtig geraten, schmeiß es aus der Liste!

In diesen fünf Bereichen erleichtert dir der Minimalismus dein Leben als Erstes – das ist aber noch lange nicht alles. Grundsätzlich kann ich von mir selber sagen, dass ich jetzt viel entspannter bin und seltsamerweise auch produktiver, obwohl ich weniger mache als zuvor. Das verschlägt immer noch allen Leuten die Sprache, die mir nicht glauben wollten, dass man sein Leben auch ausmisten kann und nicht nur die alten Kisten auf dem Speicher. (Ernsthaft, die gibt es.) Kannst du mit dem Begriff Minimalismus schon länger etwas anfangen oder hast du heute erstmals davon gehört? Was hältst du von einem solchen Lebensstil? Wie du selbst anfangen kannst, ein wenig minimalistischer zu leben, erkläre ich dir bald hier auf Deliriumskind!

Habts es schee!
Marianne

  1. Toller Post! Ich interessiere mich schon seit längerem für Minimalismus und bin auch fleißig am Ausmisten (was sich alles über die Jahre so ansammelt :o) Vor allem im Bereich Social Media sortiere ich auch sehr oft und gerne aus- so verringert sich die Zeit, die man am Handy oder Laptop ist von alleine. 🙂

    LG Elisa

  2. Oh Gott ja, Shadowhunters ist ganz grauenvoll. Ich frage mich immer noch, wie man die Büchern einfach SO verhauen kann! Obwohl ja auch der Film ziemlich bescheuert ist, also von daher wird das wohl generell einfach nichts! 😀

    Minimalismus finde ich auch sehr spannend und versuche seit einiger Zeit, zumindest in ein paar Bereichen etwas mehr danach zu leben. Klappt mal mehr und mal weniger gut, aber wird bestimmt irgendwann!

    Wollte übrigens auch noch sagen, dass das neue Design richtig richtig schön ist! 🙂

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