Minimalismus

Wie du Weihnachten ohne Stress verbringst

Griass di!

Ich kann kaum glauben, dass in zwei Wochen schon Weihnachten ist. An mir zieht der ganze Adventstrubel dieses Jahr vorbei, und diese Gelegenheit habe ich natürlich gleich genutzt, um ein paar Gedanken festzuhalten. Erstens: Die Weihnachtszeit ist normalerweise Stress pur. Zweitens: Eins meiner liebsten deutschen Wörter ist Gemütlichkeit. Wie kommt es dann, dass meine Weihnachtszeit meist alles andere als gemütlich ist?

Deine stressfreie Adventszeit

Lass uns mit einem kleinen Experiment anfangen. Nimm einfach mal ein Blatt Papier zur Hand und schreibe auf, was du an der Weihnachtszeit gerne magst. Bei mir sind das Dinge wie gemütliche Adventssonntage, Fruchtpunsch, Weihnachtsmotive malen oder das Haus dekorieren. Jetzt dreh das Blatt um und überlege, womit du für gewöhnlich in der Adventszeit beschäftigt bist. Mit Freunden auf 101 Weihnachtsmärkte rennen, Glühwein trinken und sich die Finger abfrieren? Von Geschäft zu Geschäft hetzen und nach Geschenken suchen? Tagelang Plätzchen backen? So in etwa sähe meine Liste vom letzten Jahr aus. 

Das Problem mit der Weihnachtszeit ist, dass der Alltag ständig dazwischenfunkt und die Erwartungen wahnsinnig hoch sind. Soll heißen: Alle wollen so viel Weihnachtskram wie möglich machen, ist ja logisch. Schön und besinnlich soll es ja werden. Aber man vergisst nur zu oft, dass die täglichen To Dos auch im Advent erledigt werden wollen. Das Ergebnis? Stress und Überforderung. 

Dagegen vorzugehen ist ganz einfach. Priorisiere deine Aufgaben – sowohl die weihnachtlichen als auch die alltäglichen – und schaffe dir Räume für Rituale in deinem Plan. Genau diese Rituale hast du vorhin nämlich auf deinem Blatt Papier notiert, und die helfen dir, eine entspannte und besinnliche Adventszeit zu erleben. Und was passiert mit den Weihnachtsdingen, die du nicht gerne machst? Ich würde mich dieses Jahr spätestens bei Weihnachtsmarkt Nummer 3 querstellen und sagen, da bleib ich lieber daheim und male ein paar Grußkarten. Drei statt acht Sorten Plätzchen reichen auch. Und die Geschenke? 

Weihnachtsgeschenke ohne Stress

Das alljährliche Schenken ist für mich mit das Schönste an Weihnachten. Leider artet es spätestens dann, wenn ich für zehn Leute das perfekte Geschenk finden soll, in Stress aus. Bisher habe ich es jedes Jahr auch geschafft – aber das Gelbe vom Ei ist es nicht. Dieses Jahr habe ich also beschlossen, die Dinge ein bisschen anders handzuhaben. Gerade, nachdem ich die letzten vier Monate außer Landes verbracht habe, freue ich mich darauf, alle meine Freunde und meine Familie wiederzusehen und schenke ihnen statt Geschenken einfach lieber meine Zeit.

Warum nicht einfach auf Materielles verzichten und stattdessen Zeit schenken?

Mit den meisten meiner Freunde gehe ich, statt Kleinigkeiten auszutauschen, gemütlich essen. Meine Eltern bekommen als Weihnachtsgeschenk ein selbst gekochtes Heiligabendmenü von meiner Schwester und mir. Und mit meinem Freund habe ich ein Wochenende in den Bergen gebucht, dazu schenken wir uns eine Kleinigkeit. Das Ergebnis: Heute, am 12. Dezember, bin ich mit den Weihnachtsgeschenken zu 95% durch. Letztes Jahr habe ich bis Heiligabend gebraucht.

Wer trotzdem Materielles schenken möchte: Einen ausführlichen Geschenkeguide findest du bei Anneke von Herzballon – dazu auch Tipps, was man Minimalisten oder Leuten, die schon alles haben, schenken kann. Diese Kategorie von Menschen kennt wohl jeder (Väter zum Beispiel) und gerade für sie etwas zu finden, stellt sich meistens als schier unmöglich raus. 

Besinnliche Weihnachtsfeiertage

Was die Weihnachtsfeiertage anbelangt, da hat wohl jede Familie ihre eigenen Traditionen. Mag sein, dass in deiner Familie jedes Jahr alles reibungslos funktioniert und sich niemand stressen muss. Wenn es bei dir trotzdem jedes Mal wieder Streitereien und Stress gibt, weil man von Essen zu Bescherung zu Kirche zu Verwandten und wieder zurück hetzen muss, dann solltest du dir mal was überlegen. 

Natürlich kann man nicht auf einmal das ganze Weihnachtsfest mit der Großfamilie canceln. (Außer du hast gerne beleidigte Familienmitglieder, dann ist das bestimmt eine Option.) Aber du kannst beispielsweise Aufgaben delegieren. Wie wäre es denn, wenn dieses Jahr das Fondue bei Oma flachfällt und stattdessen bringt jeder mal was mit? Gleich weniger Stress für Oma. Oder wenn ihr statt dem aufwändigen Weihnachtsessen gemütlich essen geht? Da spart man sich mindestens einen halben Tag Arbeit, den man gemütlich bei Punsch und Plätzchen verbringen kann, und alle sind zufrieden. 

Eigentlich hätte dieser Beitrag schon am Sonntag online gehen sollen, aber ich habe meine eigenen Tipps mal befolgt und mir den zweiten Advent freigenommen, für einen Spaziergang durchs weihnachtliche Bayonne und heiße Schokolade am Nachmittag. Wie handhabst du das in der Weihnachtszeit? Bist du auch jemand, der wochenlang im Stress steckt oder stehst du schon drüber? 

 

Habts es schee!
Marianne



 

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  1. Schöner Post und danke für die Verlinkung 🙂
    Ich selbst mache mir jedes Jahr eine Liste, was ich gerne in der Weihnachtszeit machen möchte. Wenn ich nicht alles schaffe, ist es auch nicht schlimm. Allerdings habe ich so vor Augen, was mir in dieser Zeit wichtig ist.

    Liebe Grüße
    Anneke von herzballon ♥

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